Die Erotikbilder von Roland Kochs Sohnemann
Dirk Koch ist 22, der Sohn des hessischen Ministerpräsidenten und fotografiert gern. Seine Website erlaubt einen Blick auf seine Werke - auf denen fast nur Frauen zu sehen sind
Früher hat man zum Fotografieren Licht auf einen kleinen Film gelassen und den dann zum Entwickeln geschickt. Die meisten Fotografen hatten keine Ahnung, wie das Ergebnis aussehen würde. Der Filmabholmoment in der Drogerie oder im Fotoladen war deshalb besonders. Im Schnitt war ein Viertel der 36 Bilder Schrott. Heute sind die Bilder digital, da überlebt der Schrott gerade mal den Moment des Bildmachens. Aus den guten Bildern kann man online ganze Büchlein zusammenstellen und sich die dann schicken lassen. Vielleicht mit dem Aufdruck „Für Mama“ oder „Für meine Schnecke“ versehen. Solche Büchlein und Kalender erfreuen sich, wie digitale Bilderrahmen, recht guter Beliebtheit. Weil wer sich selbst auf Bildern schenkt, der schenkt schon was sehr Persönliches. Und wer meint, seiner „Schnecke“ oder seinem „Schneckerich“ etwas sehr Tolles überreichen zu wollen, vereinbart einen Termin mit einem stadtbekannten Studiofotografen. Die residieren in allen Städten Deutschlands in kleinen Fotohöhlen, in die sie Schlenderpassanten locken, die an ihren Lockbildern hängenbleiben. Lockbilder sind in erster Linie Hochzeitsbilder, gerne eingefasst in herzförmige Passpartouts und weichgezeichnet, bis die Haut zerfallen aussieht. Lockbilder sind aber auch Bilder von Damen und Herren, die so sind wie du und ich, wie Gott sie schuf. Sie räkeln sich schwarzweiss und weichgezeichnet, angedeutet nackt und tiefenerotisch auf künstlichen Eisbärfellen oder einem Eimer ausgekippter Rosenblätter. Gern mit Tattoos. Die Originale dieser Lockbilder hängen vermutlich in den Schlafzimmern vieler deutscher Eigenheime, in denen einer der Bewohner der Meinung war, sich fotografieren und verschenken zu müssen.
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AllesOderNichts sagte:
hend: hehe.
sebastian-mraczny: um ehrlich zu sein, komme ich mir von dvg bzw. seinem kommentar verarscht und insofern beleidigt vor. für wie dumm will er denn die leser verkaufen? es liegt doch auf tausend händen, was dieser text macht. das so (wie querspieler in seinem kommentar) oder so (als harmlosen trash) zu bewerten ist das eine, uns das aber als fotogenreporträt mit beiläufigem schlenker zu dirk koch verkaufen zu wollen, ist echt dreist.
Ich stimme zu.
Bin mal gespannt, ob sich DvG auch noch mal zu Wort meldet und uns seinen Kommentar vielleicht etwas erklärt.
ich finde einfach nur seit diese debatte um die kommentare losgetreten wurde, alle hier wie mit einem stock im arsch rumlaufen und jede formulierung auf die goldwage legen.
dieser artikel ist gut und hat eine schöne beissende ironie und jeder der ihn liest weiß worauf der autor hinaus will.
ich verstehe einfach nicht warum sich hier manche über diesen artikel beschweren? soll er jetzt nach irgendwelchen maßstäben zensiert werden oder ganz verschwinden?
ich finde wie es bisher mit den kommentaren gehandhabt wurde völlig in ordnung und das halt in extremfällen eingegriffen wird.
karrrrrrak sagte:
ich wollte hier nur etwas provozieren.
ich habs irgendwie geahnt.
nimmt die aufmerksamkeit, die er aufgrund seines prominenten hintergrunds erhält, wahrscheinlich in vielen zusammenhängen dankend in kauf. das kann halt hier und da auch mal nach hinten losgehen.
etwas heuchlerisch ist es aber, wie schon von vielen angemerkt, im zusammenhang mit der aktuellen diskussion um die debattenkultur.
statt sich also solche launigen artikel zu verbieten - wiewohl es auch etwas subtiler ginge - wäre es aus meiner sicht sinnvoller, es mit den anforderungen an die debattenkultur auf jetzt.de ganz allgemein nicht zu übertreiben.
jushi sagte:
raus mit der sprache: wie viele von euch haben bei dirk koch fotos zum valentinstag in auftrag gegeben?
Leider reicht sein Weitwinkelobjektiv nicht aus, um meinen Riesenfleischlolli in voller Pracht abzubilden, aber sonst lasse ich mich natürlich gerne in lasziver Pose ablichten.
peinlich.
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13.02.2009 - 17:51 Uhr
Nelson_