19.01.2009 - 09:01 Uhr

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Wie das ZDF die Wahl im Web hatte

Text: RatzeBO

Das ZDF sendete nun zur Hessen Wahl nicht nur in Fernsehen, sondern auch im Internet, mit einen extra Format " Wahl im Web" und wollte damit ganz klar die Zielgruppe +20 erreichen. Durch den ehemaligen MTV- Moderatoren Markus Kavka, der sich in sein Studium gesondert auf Neue Medien konzentrierte, wurde die Zielgruppe umso mehr angesprochen und verlieh der Sendung eine gewisse Provokanz und einen gewissen Humor. Die Sendung wurde aus einer Uni gesendet. Fernsehscouts und Internetscout durchforsteten dem Informationsdschungel an Informationen. Die Zuschauer konnten sich über Chat und Twitter.com fragen an den Politikwissenschaftler Professor Karl Rudolf Korte, der mit seinen 50 Jahre klar der älteste in der Runde war. Die Sendung versprach viel, es gab jemanden das Gefühl live dabei zusein, nicht nur durch einem leider überlastetem Chat ( bei 180 Chatter in einen Chatroom kann man schon mal unter gehen). Nein ganz klar es war die Scouts im Internet, die einen Sofort informierten, was geschah und gesehen wird. So wurde genau 3 Minuten nach 18 Uhr sofort auf den Fr-Artikel, auf fr-online.de, verwiesen. Im ZDF wäre es ein Debakel gewesen auf andere Quellen nicht nur die Meldung zu erwähnen, sondern auch auf den Link zu verweisen, es begann gut. Die Sendung hatte zwar oft Pannen mit der Schaltung zur Hauptsendung mit Bettina Schausten und Christina Sivers, aber die förderte eher den Unterhaltungsfaktor, den sowieso Markus Kavka mit seinen MTV Sprüchen förderte. Also es wurde fleißig weiter getwittert und gechattet, Um etwa 18:30 kam dann die Topmeldung für die Sendung, TSG hatte nämlich getwittert. Damit war die Sendung Aktueller als die Hauptsendung. Danach wurde es leider nur noch langweilig, dies lag nicht an den Inhalt der Sendung, nein sondern es gab nichts mehr im Web erwähnenswertes zu berichten. Die Blogger warteten noch mit ihren Meinungen, die Website der Parteien waren so was von veraltet und sämtliche Statements wurden nur noch für Funk und Fernsehen gegeben. Internet ist nämlich noch in der Medienhierarchie noch ganz schön unten. Dagegen wurde angekämpft mit affigen Skype Gesprächen zu den Parteifunktionären. Das Skypen war nur wichtig um dem Titel "Wahl im Web" zur verdeutlichen. Die Sendung war meiner Meinung nach Klasse und empfehlenswert. Noch sind die Quoten für den Infokanal noch nicht raus und die Internet Klicks sind auch noch nicht veröffentlich. Doch diese Sendung hat ein riesiges Potential ! Sie lied zwar ebenhalt an der Medienhierarchie (die Politik tippelt nur langsam ans Internet). Wenn es um Live-Berichterstattung geht, hat das Fernsehen ebenhalt Vorrang. Das ZDF muss auf jedem Fall solche Formate weiter verfolgen und verwirklichen, nur so kann das öffentlich-rechtliche Fernsehen sich mit Niveau an jüngere Zielgruppen wenden. Für solche Formate werden ich gerne meine GEZ bezahlen.


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