Immer das Gleiche aber nie das Selbe
Text: diekleinePoetin
6 Uhr 12 und ich sitze in der S-Bahn. Es ist früh. Zu früh für meinen Geschmack. Mein Körper sieht das ähnlich. Er schreit mich ärgerlich an und straft diese Zumutung mit Schmerzen.
Der Tagesanfang wird zur Qual.
In der S-bahn herrscht verschlafenes Schweigen.
Alle eint das Gefühl, dass es viel zu früh ist für den Arbeitsanfang. Das Leben schläft noch, der Körper schläft noch, wir schlafen noch.
Dann, am Marienplatz, an der U-Bahn sehen die Passagiere schon wacher aus. 6 Uhr 30. Jetzt lässt sich damit leben, früh aufgestanden zu sein. Der Körper ist zur hälfte hochgefahren, er stottert nicht mehr so arg wie am Anfang. Er funktoniert. Einigermaßen.
Wieder an der Erdoberfläche angekommen empfängt mich ein noch dunkler Morgen. Auch das Licht schläft noch.
So gehe ich also durch die Straßen, um mich herum geht die Nacht und der Tag erwacht.
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14.06.2009 - 18:12 Uhr
aeioula