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14.01.2009 - 18:30 Uhr

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Mathe, du bist schuld!

Jeder dritte Student der Ingenieurwissenschaften bricht ab. Viele scheitern an den Anforderungen in Mathematik. Heiko Knospe, Mathematikprofessor am Institut für Nachrichtentechnik der Fachhochschule Köln, ist überzeugt: Schuld an den hohen Abbrecherquoten sind die falschen Schwerpunkte im Mathematik-Unterricht.

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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PinkEye
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14.01.2009 - 23:56 Uhr
PinkEye

Also ich finde, der Mann hat vollkommen recht. Je früher man Abstraktion lernt, desto einfacher fallen einem später sehr viele Problem- und Aufgabenstellungen. So praxisrelevante Beispiele wirken total konstruiert. Um Interesse zu wecken eignen sich doch Denksportaufgaben und Rätsel sehr viel besser. Oder Philosophieren über die Unendlichkeit.

soylentyellow
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15.01.2009 - 00:36 Uhr
soylentyellow

"dass fast 30 Prozent der Ingenieurs-Studenten abbrechen"

Ist die Abbrecherquote in geisteswissenschaftlichen Studiengängen nicht noch viel höher?

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15.01.2009 - 00:42 Uhr
soylentyellow

"im studium hört man halt einmal was und muss das dann draufhaben."

DAS ist nicht nur in Mathe so. Macht Pisa an der Uni und niemand wird mehr über die Schule jammern.

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15.01.2009 - 00:48 Uhr
soylentyellow

soylentyellow sagte:
"dass fast 30 Prozent der Ingenieurs-Studenten abbrechen"

Ist die Abbrecherquote in geisteswissenschaftlichen Studiengängen nicht noch viel höher?


Außerdem: Es gibt doch mindestens drei Arten von Studienabbruch:

1. Abbruch und dann etwas ganz anderes machen (z.B. Ausbildung)
2. Abbruch und etwas ganz anderes studieren (erst Mathe, dann Musikpädagogik)
3. Abbruch und dann etwas ganz ähnliches studieren (erst Informatik, dann Mathe, erst Wirtschaftsinformatik dann nur noch BWL/VWL, erst Musik dann Musikpädagogik etc)

Der Fall 3 dürfte doch der am meisten vorkommende Fall sein - oder etwa nicht? Ist Fall 3 nicht eher eine Umorientierung, ein "jetzt weiß ich exakt was ich will"? (Vor allem bei einem Studienfachwechsel in den ersten Semestern)

Bei Fall 3 kann man auch meist viele Scheine für das neue Studium recyclen, sprich man studiert auch nicht länger als wenn man sich gleich dafür eingeschrieben hätte.

Ist Fall 3 nicht korrekterweise ein Studienfachwechsel anstatt einem Studienabbruch?

Oder liege ich vollkommen falsch und es gibt eine extra Statistik für Studienfachwechsler?

MorbusBahlsen
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15.01.2009 - 02:31 Uhr
MorbusBahlsen

Ne die zählen auch zu den Abbrechern, sind sie ja auch. Das visionierte Ziel wurde nicht erreicht. Aber ich würde trotzdem behaupten, dass die meisten Abbrecher Fall 1 sind. Studium und vor allem Mathe nix für sie, dann fangen sie, technisch oder fachlich ja noch interessiert, einen fachrelevanten Ausbildungsberuf an.

PISA an der Uni, haha. Schon beim Abschluss "Bachelor" fehlt eine echte Vergleichsbasis, aber man kann sich ja auch Ergebnisse schönzimmern. :)

kotznase
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15.01.2009 - 03:56 Uhr
kotznase

Wuerd auch als erstes dem System die Schuld geben... Vielen Schuelern ist nicht wirklich bewusst wo man ueberall Mathe braucht. Und wie 'schoen' Mathe sein kann. Mathe ist genauso eine Sprache wie Englisch und Deutsch und nur durch Uebung kann man seine Kenntnisse verbessern. Und wenn ich immer wieder hoere, ach ich bin zu bloed fuer Mathe, dann weiss ich dass die meisten einfach nur zu faul sind (oder uninteressiert sind) sich hinzusetzen und mal ein paar Aufgaben zu rechnen. Letzten Endes ist Mathe damit leichter als die klassischen Lernfaecher Medizin, Jura und BWL.
Ich haett Medizin nach spaetestens nach dem 1ten Semester geschmissen. Physik? Ich habe fertig.

eike
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Mag ich Mag ich nicht

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15.01.2009 - 08:36 Uhr
eike

Endlich einmal eine gute Diskussion. Wie ich gerade sehe, eine ziemlich späte. Oder sollte ich sehr frühe sagen? Egal.
Ja, Mathe ist was feines. Ich hatte in meinen ersten beiden Semestern an 4 von 5 Tagen Mathevorlesung. Ein Tag sogar noch eine Übung. Da war was geboten. War ein harter Kampf, aber was erwartet man, wenn man Physikalische Technik studiert. Das "Betse" aus der Mathematik, der Physik, der Elektrotechnek, dem Maschinenbau und der Informatik. :-) Aber es war gut. Nach dem das Kopfweh der ersten Wochen in Mathe abgeklungen war, ist es besser geworden (Das Jahr Zwangspause der Männer [Zivi/Bund] ist nicht förderlich.)
Ein Hoch auf die Mathematik! Ohne geht es (fast) nirgends!. Wer weiß vor seiner Kassiererin wieviel Wechselgelt er zu erwarten hat? (Annahme: Zahlungsart Karte; Geldbetrag > Rechnungsendwert.)

Ich wäre ja für eine Mathegruppe / einen Matheclub im jetzt-Kosmos. Einer Stellt eine Aufgabe, wer löst darf was neues einstellen.

betany
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15.01.2009 - 09:58 Uhr
betany

Die Erfahrung hab ich auch gemacht, dass die vorhergehenden Schulnoten nichts über die spätere Leistung aussagen.

Ich bin von der Hauptschule aus auf die BOS und saß dort mit Realschüleren zusammen in der Klasse die angeblich im Mathezweig waren und dort nur Einsen hatten. Sie waren aber oft sogar noch schlechter als ich in den Schulaufgaben. Da hab ich mich dann manchmal schon gefragt.

Das größte Problem an unserem Matheunterricht war, dass sehr viel nur Rechnerei war. Die trocken und öde ist und wenig mit wirklicher Mathemathik zu tun hat. Außerdem nutzten die Mathelehrer immer psychischen Terror um ihre Autorität zu wahren und mit Angst lernt der Schüler eben schlechter.

milagro
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15.01.2009 - 09:59 Uhr
milagro

soylentyellow sagte:
Ist die Abbrecherquote in geisteswissenschaftlichen Studiengängen nicht noch viel höher?


und du ahnst gar nicht, in wie vielen fällen aufgrund von mathe, haha!

rinnindistub
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15.01.2009 - 10:02 Uhr
rinnindistub

... LK / Gk nimmt sich in Mathematik übrigens nicht viel (weil der GK schon 4-stündig ist). IM LK ist nur etwas mehr Stochastik und analytische Geometrie angesagt, aber soviel, dass das in einem Hochschul-Vorkurs in 1 Stunde abgehandelt würde.
Das sieht bei Physik z.B. schon wieder anders aus, macht nach einem Semester aber schon keinen Unterschied mehr.
Genauso wenig wie nat.Zweig gegenüber sprachlichem Zweig: in Mathe besteht der Unterschied in den komplexen Zahlen. Die versteht man innerhalb einer Woche Vorkurs grundlegend oder eben nicht.

Die Vorkurse sind also schon ein Gutes Mittel der Angleichung.
Währedn dagagen unterschiedliche Voraussetzungen aus der Schule bei genügendem Interesse/Durchhaltevermögen (ist in Mathe gleichzusetzen) kaum insa Gewich fielen (Beobachtungen aus dem M/Ph LA Gym Studium)

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