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DagnyTaggart
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11.01.2009 - 19:30 Uhr
DagnyTaggart

Sehr schön. Graswurzelkapitalismus. finde ich immer gut.

Guenther75
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12.01.2009 - 00:11 Uhr
Guenther75

Zu Dawanda + Etsy gibts auch eine kostenlose Alternative unter vondir.de

oekorealist
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12.01.2009 - 02:02 Uhr
oekorealist

kluge fragen - kluge antworten. sehr schön.

drolli
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12.01.2009 - 06:24 Uhr
drolli

Naja. Ich hätte noch ein paar weitere kluge Fragen gewusst, wie z.B. sichergestellt wird dass die Produkte nicht irgendwo in China in einem Sweatshop hergestellt werden und dann verkauft werden als wären sie von einer einsamen strickenden Mami hergestellt.

Und warum bitte ein "normaler Stundensatz" bei einer selbstständigen Tätigkeit 10-20 Euro sein kann, der dann aber noch "gedrückt" werden muss. (Das lässt wenig Spielraum für die zitierten weiteren Angestellten).

oekorealist
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12.01.2009 - 07:47 Uhr
oekorealist

drolli sagte:
Naja. Ich hätte noch ein paar weitere kluge Fragen gewusst, wie z.B. sichergestellt wird dass die Produkte nicht irgendwo in China in einem Sweatshop hergestellt werden und dann verkauft werden als wären sie von einer einsamen strickenden Mami hergestellt.

Und warum bitte ein "normaler Stundensatz" bei einer selbstständigen Tätigkeit 10-20 Euro sein kann, der dann aber noch "gedrückt" werden muss. (Das lässt wenig Spielraum für die zitierten weiteren Angestellten).


absatz 1 das würde durch die masse ähnlicher produkte auffallen - und wenn es nicht auffällt war es dem käufer offenbar nicht wichtig genug. wenn er ansonsten mit dem produkt zufrieden ist...

absatz 2 die problematik des kalkulierenlernens bildet den mittelpunkt des interviews, die konkreten preisbeispiele verstehe ich eher als platzhalter

drolli
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12.01.2009 - 08:16 Uhr
drolli

oekorealist sagte:
....
absatz 2 die problematik des kalkulierenlernens bildet den mittelpunkt des interviews, die konkreten preisbeispiele verstehe ich eher als platzhalter



Ja. Ich habe das auch als Platzhalter für "niedrigen Lohn" verstanden. Wenn ich es mir auf der Website so anschaue, gibt es viele Dinge bei denen es keine Möglichkeit gibt sie zu dem angebotenen Preis für mehr als nur ein paar Euro pro Stunde herzustellen. Damit wir uns hier richtig vertehen, ich halte einen funktionierenden Billiglohnsektor für absolut förderlich für den Zusammenhalt einer Gesellschaft, und eben deswegen finde ich es absurd dass man den Umweg über die zusätzlich verrringerte Produktivität einer Hobbyproduktion nehmen muss um Zugang zu solchen Löhnen zu haben.

oekorealist
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12.01.2009 - 08:27 Uhr
oekorealist

da denkst du wohl sehr strikt in der logik unseres allversorgungsstaates. sie emanzipieren sich mit solchen eigeninitiativen etwas von den etablierten alimentierungsstrukturen - und da zählt jeder cent.

und wenn erstmal die erfahrung gemacht ist, dass dafür wirklich jemand was zahlt, wächst auch nach und nach das interesse und der mut, dafür mehr und schliesslich wesentlich mehr zu verlangen.

drolli
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12.01.2009 - 08:34 Uhr
drolli

oekorealist sagte:
da denkst du wohl sehr strikt in der logik unseres allversorgungsstaates. sie emanzipieren sich mit solchen eigeninitiativen etwas von den etablierten alimentierungsstrukturen - und da zählt jeder cent.

und wenn erstmal die erfahrung gemacht ist, dass dafür wirklich jemand was zahlt, wächst auch nach und nach das interesse und der mut, dafür mehr und schliesslich wesentlich mehr zu verlangen.


Ich glaube Du hast nicht ganz verstanden was ich gesagt habe, aber was solls. Lesen war noch nie deine Stärke, vor allem wenn die Standpunkte nicht ausreichend polarisiert waren um klar zugeordnet zu werden.

Und die Erfahrung im Internet lehrt eher dass grassrooting eher nur eine Funktion als Aufmerksamkeitsbooster für die vollkommen normale Verwertung danach erfüllt. Wenn was erstmal in der SZ oder bei jetzt.de diskutiert wird, ist die grassroot-phase meist schon aus.

oekorealist
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12.01.2009 - 08:44 Uhr
oekorealist

gut, dann will ich dich mal so verstehen dass du ne entbürokratisierung gewerblicher strukturen anregst, um schneller den sprung von solchen gelegenheitsverdiensten mit niedriger produktivität hin zur nächsten stufe schaffen zu können, vor allem wenn es sich lohnen würde, weitere personen zu beschäftigen

drolli
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12.01.2009 - 09:38 Uhr
drolli

oekorealist sagte:
gut, dann will ich dich mal so verstehen dass du ne entbürokratisierung gewerblicher strukturen anregst, um schneller den sprung von solchen gelegenheitsverdiensten mit niedriger produktivität hin zur nächsten stufe schaffen zu können, vor allem wenn es sich lohnen würde, weitere personen zu beschäftigen


Genau. Für mich erfüllt eine gute Lohnpolitik folgende vorraussetzungen (unter der Annahme dass man Arbeitmarkttechnische Zuschüsse direkt der Lohnsteuer entgegensetzt):

a) ein mindesteinkommen sollte immer gewäehrleistet sein

b) strikt monotone steigerung des netto mit dem brutto (mit und meiner Meinung nach mit besonders starker relativer steigerung im unteren lohnsegment).

c) stark abglingendes netto als funktion vom brutto, vor allem in den lohnbereichen in denen Unternehmen gerne Überstunden machen lassen anstelle neue Leute einzustellen.

d) keine gesonderten einkommensgrenzen die irgendwen bloss bestrafen sollen dafür dass er viel Geld verdient. Ausser der befriedigung von Neid kann ich keinen Anlass dafür sehen. Das schliesst natürlich nicht aus dass die (monoton mit dem brutto anwachsenden) Abgaben hoch sein können, aber bitteschön immer gleiches Recht für alle....


a) und c) sind forderungen von Leuten die Du vermutlich als Sozialisten bezeichnest, wohingegen b) und d) eher wirtschaftliberal sind.

So alles in allem würde ich mal sagen:

netto/Grundeinkommen=1+a*sqrt(bruttoverdienst/Grundeinkommen)+bruttoverdienst/Grundeinkommen*b
(also: y=1+a*sqrt(x)+x*b)). Der Staat sollte a und b entsprechend seiner politischen Ausrichtung festsetzen und komplizierte Lobbyüberladene Scheisse wie Kilometerfreibeträge und Eigenheimzulagen etc. vergessen. Das Grundwinkommen sollte der jeweilige zum überleben notwendige Betrag sein. und ich finde dass alle variationen von Steuersätzen/staatlichen Förderunngen mit einem gaussian in der zeit gefiltert werden sollten, dessen Breite der Abschreibungsfrist für Einrichtung/Geräte entspricht.

Das alles kann dann sowol kapitalistich (a=0,b=1) oder kommunistisch b=a=0 sein, aber wenigstens hat es keine Sprünge, ermutigt bei richtiger parameterwahl einen Einstieg in Jobs auch bei Bruttolohn nahe null, ist einfach zu berechnen und bayrischem Lobbyismus (jedes mal wenns um Wohltaten für ihre liebe Wählerschaft geht wird die CSU plötzlich kommunistisch) gegenüber unanfälliger.

Und ich halte es für extrem kontraproduktiv dass es jetzt ausschliesslich für selbstständige erlaubt ist, sich auszubeuten, was es nochmal unprofitabler, macht Arbeitplätze in dem unteren Lohnbereich zu schaffen (und absurditäten wie ein-Euro-Jobs ermöglicht). Ich wage mal zu behaupten dass wenn Arbeitnehmer so bezahlt werden dürtfen wie die Hobbybastler, dann hätten wir noch Textilindustrie in Deutschland, zwar im schmalen Segment für hochwertige Sachen, aber mit akzeptablen Margen. Warum kein "Dell" für Mode, wo man sich Dinge massfertigen lassen kann so wie man es möchte? Unter outsourcing aller Dinge die tatsächlich billiger woanders sind, aber Facharbeitern die dann die Kundenspezifischen Wünsche annehmen und ausführen, soltle rentabel sein, ist es aber nicht solange die Polnische Firma das gleiche was man als Arbeitgeber mit im fertigen Gegendstand verkauft, als Dienstleistung/Selbständiger billiger anbieten kann.

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