07.01.2009 - 18:30 Uhr

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Wie ein Film: Warum uns das Kino für Liebesdinge verhunzt

Text: penni-dreyer - Bild: dpa

Die Liebe, die uns in romantischen Filmen vorgeführt wird, ist alles andere als gesund. Eine Untersuchung hat ergeben, dass dort vorgeführte Zweierkonstellationen ausgesprochen unrealistisch dargestellt sind

„Dass es nie so ist, wie im Kino!“ – so oder so ähnlich seufzt vermutlich fast jeder irgendwann, wenn die Zweierbeziehung schön langsam auf die Nerven zu gehen beginnt. Wenn zum Beispiel der Heiratsantrag in Form eines ordentlichen Klunkers auch nach zwei Wochen Beziehung mit klar ersichtlich wahrer Liebe immer noch nicht im Nachtisch aufgetaucht ist. Und wenn der andere ungeniert nackt durchs Zimmer spaziert, anstatt sich züchtig ins Laken zu wickeln und einem den Anblick verdellter Popacken zu ersparen. Und wenn es auch das netteste Exemplar der Männlichkeit nicht schafft, sich zumindest hin und wieder einigermaßen romantisch zu gerieren und im Sommerregen einen kleinen Stepptanz hinzulegen.

Die Psychologen Kimberly Johnson und Bjarne Holmes der Heriot-Watt Universität in Edinborough haben 40 Hollywood-Liebesfilme aus den Jahren 1995 bis 2005 untersucht und Schlimmes festgestellt: Das, was dort als Liebe dargestellt wird, ist alles andere als realistisch. Sowohl wie die Liebe beginnt (nämlich zu schnell und überstürzt), als auch, wie sie endet (ebenfalls zu schnell, meist schon nach dem ersten Krach).



Na und, könnte man da meinen – ist ja nur Fantasie und mir doch ganz egal. Aber Johnson und Holmes fürchten, dass Menschen, die dauerhaft solchen Fantasmen ausgesetzt sind, sich diese irgendwann zum Vorbild machen könnten. Und dass dann Enttäuschungen vorprogrammiert sind, ist wohl ziemlich klar.

Die Erkenntnis, dass das Leben nur sehr, sehr selten so wie im Kino ist, hat aber durchaus auch Vorteile: Man stelle sich nur vor, wie man sich fühlen würde, wenn schon nach einer Nacht der Typ Schmalziges auf die Mailbox spricht und einen dazu überreden will, bei ihm einzuziehen! Bei Lichte betrachtet klingt ein solches Verhalten eher nach psychotisch-zwanghafter Persönlichkeit mit Stalker-Mentalität, als nach einer Zweierbeziehung mit Zukunft.

Klar, schön wäre es schon manchmal, wenn es auch mal im wahren Leben zu großen Gesten reichen würde. Aber die Erfahrung lehrt einen halt doch immer wieder, dass Menschen, die zu solchen Gesten neigen, auch sonst nicht ganz richtig im Oberstübchen sind.

Und das ist – im Gegensatz zu Kinoromanzen – dann doch für reale Beziehungen einigermaßen von Bedeutung.


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allesfliesst
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 18:39 Uhr
allesfliesst

wie (monoton) grausam die realität deutscher beziehungen wirklich ist, erfährt man, wenn man auf diesen seiten tags wie "entlieben" anklickt. es wirklich ganz, ganz, ganz furchtbar...

drucillaS
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 19:14 Uhr
drucillaS

für alle die realistische liebesfilme sehen wollen: bollywood. da gehts nie ohne tränen und verwicklungen und missverständnisse.
und auch nicht ohne tanzen.

garamond
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 19:19 Uhr
garamond

ich glaube das offene beziehungen sinnvoll sind. wenn man das kann.

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 19:24 Uhr
afrirali

oh wunder, die filmisch dargestellten liebesbeziehungen haben mit der realität meist wenig gemein. wieso bin ich da nicht früher drauf gekommen? vielleicht hätte das viele, viele liebestränen erspart.

cathie
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 19:42 Uhr
cathie

echt? Bist du dir sicher Penny? Also ich gebe mich nicht mit nix zufrieden was nicht ganz großes Kino sein könnte... Nee, nee. ich mache ja viel Scheiß mit, aber nicht jeden!

namensindnurschallundrauch
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 20:09 Uhr
namensindnurschallund…

Michael Ende hat mein Leben zerstört.
Woody Allen hat mein Lieben zerstört.

oekorealist
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 20:16 Uhr
oekorealist

diese kritik ist uralt. werther-effekt.

http://www.psychosoziale-gesundheit.net/...

wollen wir deshalb zensur? nein.

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 20:29 Uhr
alcofribas

wer fordert denn zensur von filmschnulzen? deine paranoia wird bizarr...

Treppenkind
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 20:29 Uhr
Treppenkind

„Dass es nie so ist, wie im Kino!“ – so oder so ähnlich seufzt vermutlich fast jeder irgendwann, wenn die Zweierbeziehung schön langsam auf die Nerven zu gehen beginnt.

Da ab ich ja schon aufgehört zu lesen.Ich kenne keine Frau, die so etwas sagen würde. Und wenn ich eine treffen würde, würde ich sie whl erschießen!

oekorealist
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 20:33 Uhr
oekorealist

wenns nur ne paranoia wäre...inzwischen sind wir schon weiter, das ist relativ alt


Moralkodex statt Sex-Zensur

Nach heftigen Protesten aus der Medienbranche will die EU-Kommission sexistische Darstellungen von Frauen in Werbung, Zeitungen und TV nun doch nicht gesetzlich verbieten lassen. Stattdessen soll ein Verhaltenscodex für mehr Gleichberechtigung sorgen.


Kein Balken nötig: Die EU will Sex in den Medien nicht per Gesetz zensieren

Athen/Hamburg - Keine nackten Frauen auf Zeitungstiteln, keine Fernseh-Sendungen oder Werbeclips, in denen Frauen klischeehaft oder sexistisch dargestellt werden - die entsprechenden Pläne der EU haben für heftige Proteste gesorgt. Bereits nach Bekanntwerden des Gesetzentwurfs, initiiert durch die EU-Kommissarin für Soziales, Diana Diamantopoulou, hatten vor allem britische und deutsche Boulevardmedien heftige Kritik geübt.

Die "Bild"-Zeitung drückte ihren Protest beispielsweise dadurch aus, dass sie die nackten Brüste ihres Seite-1-Mädchens am Freitag mit einem schwarzen Balken bedeckte - mit der Aufschrift: "Zensiert!" und dem Hinweis auf weitere Nacktbilder "ohne störenden EU-Balken" weiter hinten im Blatt. Auch die Vereinigung der europäischen Verleger, in der sich über zwanzig Vertreter europäischer Medienkonzerne zusammengeschlossen haben, sah die redaktionelle Freiheit in Gefahr.

"Das geht zu weit! Das ist ein Eingriff in die redaktionelle Freiheit, das ist nackte Zensur", sagte der Europa-Abgeordnete der CDU, Elmar Brok, gegenüber der "Bild". Die CDU-Sozialexpertin im EU-Parlament, Anne-Katrin Glase, sprach ebenfalls von "Zensur". "Es ist nicht Aufgabe der EU, sich in Medieninhalte einzumischen!" Die Grünen- Europaparlamentarierin Heide Rühle meinte: "Das ist der nackte Wahnsinn! Als Grüne bin ich für die Quote: Neben jeder nackten Frau ein nackter Mann!"

Diana Diamantopoulou sah sich ob so vehementer Kritik nun scheinbar veranlasst, ihre ursprünglichen Pläne zu mäßigen. "Ich bin keine Feministin der Extreme", erklärte sie. Nach dem gesetzlichen Sex-Verbot in den Medien fordert sie nun eine Art Leitlinie. "Diese Themen können nicht gesetzlich oder mit Zensur geregelt werden", sagte Diamantopoulou. "Wir brauchen aber wohl eine Art Codex, wonach wir uns richten können", erklärte sie im griechischen Rundfunk. So solle darauf hingewirkt werden, dass sexistische Werbung vermieden wird. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Würde des Menschen und in diesem Fall der Frauen geschützt wird", erklärte die Politikerin.

Wie die "Financial Times" berichtete, erwägt die Brüsseler Behörde neben den Maßnahmen gegen entwürdigende und sexistische Frauen-Bilder in Medien auch generelle Verbesserungen für die Frauen in anderen Bereichen. So sollen Versicherungen keine unterschiedlichen Prämien für Männer und Frauen mehr berechnen. Die Europäische Frauen-Lobby (EWL), die mehr als 3000 Organisationen in allen EU-Mitgliedstaaten vertritt, hatte die geplante Richtlinie als "wichtiges Signal für die Gleichbehandlung von Männern und Frauen" begrüßt.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaf...

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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 20:37 Uhr
oekorealist

die gender-zensur lässt sich, konstruiert man eine ausreichende gefährdung, natürlich auch auf andere bereiche ausweiten.

http://www.europarl.de/presse/pressemitt...

MissCellaneous
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 20:41 Uhr
MissCellaneous

also mein liebesleben ist manchmal sogar besser bzw schlechter als im kino. bin ich dehalb nicht ganz richtig im oberstübchen? was ist das denn bitte für ein vergleich. liebe ist doch nicht rational und langweilig! mon dieu. ein doofer artikel.

alcofribas
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07.01.2009 - 20:48 Uhr
alcofribas

öko: filmschnulzen!

mehr sog i ned.

ein_oxymoron
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 21:02 Uhr
ein_oxymoron

sensationell. dieser artikel hat mein leben veraendert.

(bekanntermaszen nicht ganz richtig im oberstuebchen, aber auch nicht ganz falsch: das oxy)

Shiver24
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 21:15 Uhr
Shiver24

nur die ersten paar sätze gelesen und:DAS habe ich alles noch nicht gewusst.
gut,dass das jemand untersucht hat.
puh!

lullulunte
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 21:43 Uhr
lullulunte

Meine Liebe ist viel schöner als die im Kino!
Sie ist nämlich echt und mindestens genauso spannend und viel interessanter als die ganzen Cliché-Schnulzen!

DarkStar77
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 21:44 Uhr
DarkStar77

drucillaS sagte:
für alle die realistische liebesfilme sehen wollen: bollywood. da gehts nie ohne tränen und verwicklungen und missverständnisse.
und auch nicht ohne tanzen.

Gute Idee, wenn ich das nächste Mal Schluss mache, werde ich es ihr nicht sagen, sondern vortanzen! Dafür wird sie mich lieben... ach, scheiße, falscher Effekt.

namensindnurschallundrauch
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 21:54 Uhr
namensindnurschallund…

Ich meine, meinen guten, fast schon poetischen, anspielenden Kommentar hat auch niemand beachtet.
Im Film...ja, da wären alle darauf abgefahren.

DarkStar77
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07.01.2009 - 22:21 Uhr
DarkStar77

Im Film wird beim Happy End ausgeblendet. Im Leben geht es weiter.

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07.01.2009 - 22:23 Uhr
DarkStar77

@namensindnurschallundrauch:
Nein, nein, es ist wie im richtigen Film: die ganzen Mädels haben sich ganz tragisch verklickt und haben jetzt mir die ganzen Liebesbotschaften geschickt.

Es kommt nur darauf an, ob Dein Leben eine Komödie oder Tragödie ist ;-)

Birger
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07.01.2009 - 22:46 Uhr
Birger

"eine untersuchung hat ergeben..."

erinnert mich an dieses kinderlied

"die wissenschaft hat festgestellt (3x)
dass coca cola fett enthält
usw."

ein hoch den untersuchungen/studien/ der wissenschaft -
ohne sie wären wir aufgeschmissen!

ich suche übrigens noch den film der exakt mein leben widerspiegelt, von a bis z (oder vielmehr g oder h - bei z bin ich noch nicht), um dann sagen zu können: "schau, wie ich, genau so!"

AlbertMarkowski
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 22:48 Uhr
AlbertMarkowski

Hahaha

Wer annimmt man könne eine komplette Beziehung realistisch in ca. 112 minuten pressen der tut mir leid.

Komisch das immer erst Wissenschaftler oder andere kluge Menschen kommen müssen um das zu bestätigenm was ohnehin fast jeder weis.

Vor gar nicht allzu langer Zeit haben britische Wissenschaftler festgestellt, dass man sich sein gegenüber schön trinken kann. OMG

Froschhonigkuchenpferd
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Mag ich Mag ich nicht

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08.01.2009 - 00:32 Uhr
Froschhonigkuchenpferd

Denke gerade darüber nach, mein Leben zu verfilmen.
Nur hätt ich dann gerne, wenn schon, vorher noch fürs Drehbuch ein Happy End. Dann kann von mir aus auch Woody Allen meinen Erben (Mist, muss erst noch welche finden) die Filmrechte abkaufen.

Vielleicht wird's in meinem Film dann auch was mit ner realistischen Romanze. Oder gibts sowas gar nicht??

__xxx__
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08.01.2009 - 04:23 Uhr
__xxx__

Das romantische Märchen nach Film-/Buchklischee ist nicht einfach dumm, sondern geradezu wahnsinnig. Aber dass man eine "Studie" (Anführungszeichen absichtlich) dazu braucht, zeigt nur wie verblödet die Welt ist.

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Mag ich Mag ich nicht

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08.01.2009 - 04:25 Uhr
__xxx__

FHKP: Happyends gibt es nicht geschenkt, es ist hartes Commitment zur Sache gefragt und viel Ehrichkeit und Offenheit (im sinne eines Erwachsenen Menschen - Verantwortung übernehmen, nicht das übliche Klischee).

Wochenendzyniker
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Mag ich Mag ich nicht

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08.01.2009 - 10:40 Uhr
Wochenendzyniker

@fast alle: Natürlich ist die Studie dämlich, trotzdem gibt es nicht wenige Leute, die meinen, es müsste im wirklichen Leben so laufen, wie im Film. Meist sieht man das denen leider nicht an, so dass man als das Kino richtig einschätzender Mensch durchaus an so jemanden geraten kann, und dann muss man sich z.B. anhören, dass es ja eh nix werden kann, wenn es schon keine Liebe auf den ersten Blick war... (Wenn ich mich nicht schon mal in so eine verliebt hätte, würde ich aber wohl auch sagen: "Selber schuld, wer das glaubt...") Ich will jetzt nicht mit dem Jammern anfangen, aber es ist eben leider nicht so, dass der unrealistische Charakter dieser Filme jedem x-beliebigen Menschen da draußen klar wäre. Dass die Studie daran etwas ändert, glaube ich allerdings auch nicht. :-(

tamuna
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08.01.2009 - 12:43 Uhr
tamuna

ich glaube, das schreibt man 'Edinburgh' und nicht E'dinborough'....

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Mag ich Mag ich nicht

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08.01.2009 - 12:47 Uhr
tamuna

ansonsten: den Artikel finde ich ziemlich nichts-sagend....nichts, was nicht auf der Hand liegt...und klar gibts Leute, die sowas nicht wissen...aber hier? Naja...

neon_
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Mag ich Mag ich nicht

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08.01.2009 - 13:54 Uhr
neon_

Dass Leute den (intimrasierten) Porno als Maßstab für ihr "Liebesleben" nehmen, wurde hier, in den Kommentaren, ja auch letztens erst bestätigt.

munli
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08.01.2009 - 13:55 Uhr
munli

also für diese erkenntnis hätte es wohl kaum eine untersuchung gebraucht

mamau
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08.01.2009 - 15:34 Uhr
mamau

Dass ein Kinofilm einer realen Lebenswelt entsprechen soll, ist erstens zu viel verlangt und zweitens auch nicht wünschenswert.
Was vor allem an den tausenden von Romantikkomödien wirklich schrecklich ist, ist nicht, dass sie die Liebe anders darstellen, als sie im wirklichen Leben ist, sondern immer gleich anders, in gleicher weise überzeichnet usw.
Nichts gegen unrealistische, rührselige Szenen, aber bitte nicht immer die selben!
Nichts gegen turbulent Wirrungen und Missverständnisse, aber bitte nicht immer nach dem selben Schema.
Nichts gegen happy ends, wo alle Figuren das bekommen was sie wollen, aber müssen alle Figuren denn immer die gleichen abgeschmackte Wünsche haben, die am Ende erfüllte werden?

Ich für meinen Teil bin kein Kind mehr! Soll heißen: Ich will nicht jeden Abend die selbe Gute-Nacht-Geschichte hören!

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08.01.2009 - 15:46 Uhr
mamau

Ach so, mal abseits von obiger Jammerei:
Im Grunde wird wohl jeder in der Lage sein, den Unterschied zwischen realen Erfahrungen und Narrativen zu erkennen. Dass es hinsichtlich der Liebe aber bei manchen tatsächlich dazu kommt, dass sie vom Leben die Erfüllung bestimmter Narrative erwarten, liegt mMn nach eben auch daran, dass man in Hinblick auf die Liebe immer die selben Narrative serviert bekommt.

neon_
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08.01.2009 - 16:09 Uhr
neon_

Eine realistischere (ziemlich ernüchternde) Darstellung des Beziehungs-/Ehe-Alltags, wenngleich auch in den 50er Jahren angesiedelt, liefert übrigens der neue Film mit, wer hätte das erwartet, Kate Winslet und Leonardo DiCaprio, Revolutionary Road, nach dem Buch von Richard Yates. Weiss allerdings nicht, ob der schon in Deutschland läuft.

MorbusBahlsen
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08.01.2009 - 17:49 Uhr
MorbusBahlsen

Ey bitte nur noch Filme ohne Happy End, oder sagen wir mal 2 Prozent maximal mit Happy End, denn wenn ich mich schon aus der Reailtät rausflüchten will, dann will ich bitteschön auch nicht in einer totalen Traumwelt landen wo ich dann nimmer rausfinden kann!

shafty
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08.01.2009 - 18:05 Uhr
shafty

romantische komödien sind ja wie porno fürs herz: bei beiden genres mag es momente direkt nach dem anschauen geben wo man sich denkt: wow, so sollte das bei mir mal laufen.
aber wie in dem artikel schon steht: im echten leben will man doch weder nymphomanische krankenschwestern oder klempner die gleich beim reinkommen die hose aufmachen noch typen die mit kinderfahrrädern neben deinem auto herfahren und dich anflehen zu ihnen zurückzukommen, frauen die sich verkleidet bei dir einschleichen oder ähnlichen scheiss...
aber im film ist das doch toll. wer da nicht den abstand zum eigenen leben findet muss sehr,sehr unglücklich und einsam sein.

mamau
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08.01.2009 - 18:11 Uhr
mamau

shafty sagte:
romantische komödien sind ja wie porno fürs herz.


Sehr treffender Vergleich!
Und beide Genres sind eben auch ähnlich eintönig und einfallslos.

pandore
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09.01.2009 - 00:19 Uhr
pandore

aber manchmal ist es wie im kino... if that's a good thing or not, i don't care, at least it's intense and i prefer a short time of excessive feelings to long and moderate love.

crashintoahouse
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13.01.2009 - 17:00 Uhr
crashintoahouse

pandore: fucking brillant

oekorealist
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Mag ich Mag ich nicht

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13.01.2009 - 17:00 Uhr
oekorealist

es heisst happy ending, bitte

Postemo
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03.03.2009 - 23:21 Uhr
Postemo

Wer doch schön, wenn ne Beziehung schnell anfängt und nach nem Krach wieder vorbei ist.
Find ich eh nich so schlau sich mit anfang zwanzig zu binden.
Was alte Leute oder die, die einen Partner für den Alltag suchen, machen, ist mir herzlich wurscht.

scholle
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06.03.2009 - 19:30 Uhr
scholle

Von einem Film lasse ich mir nichts verhunzen !

Hutti
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25.06.2009 - 17:11 Uhr
Hutti

Das Kino lügt? Ohgott!

Dann gibt's wohl auch keine Außerirdischen, Hobbits, Klimakatastrophe und sprechende Hunde?

cougarten
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21.12.2009 - 18:52 Uhr
cougarten

die fiktion bietet ein völlig verzerrtes bild der realität


sowas auch


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