06.01.2009 - 18:30 Uhr

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Das Facebook-Paradox: Freunde ohne Freunde - und nie allein sein

Text: felix-stephan

Anders als all die Come-Together-Imperative der Sechzigerjahre-Popmusik und der Werbewelt behaupten, sind Beziehungen zwischen Menschen ja in erster Linie dies: Arbeit. Keine Konzentrations-Arbeit vielleicht, aber emotional aufwühlend, erschöpfend und verschleißend wie kaum etwas anderes. Kein Film, kein Roman kann die Qualen hervorrufen, die ich erleide, wenn sich etwa mein Sandkastenfreund als der viel passendere Geschlechtspartner für meine Freundin herausstellt, was die beiden früh bemerken, bald umsetzen, aus Rücksicht aber nicht verraten, jedenfalls nicht mir. Schließlich will der gute Mensch niemanden verletzen und tut es gerade deshalb. Alles kein Geheimnis.
„Happiness only real when shared“ - Screenshot aus dem Film "Into the Wild" Das ist im Prinzip auch gut so. Ohne Leiden gäbe es die abendländische Philosophie nicht. In der Antike waren Melancholiker und Denker untrennbar miteinander verbunden. Sehnsucht, Einsamkeit, Desillusion, Illusion – ständig hat man Probleme. Ohne Leiden käme es nie zu Fragen wie: Ist mein Leiden Selbstsucht? Ist meine Liebe Besitzdenken? Welche Vorstellung von der Welt sorgt dafür, dass ich mein Freund und meine Freundin einander nicht gönne? Bin ich ein Tyrann? Ich liebe doch bloß meine Freundin. Meine Ex-Freundin. Die Beziehungen zu den Leuten um uns herum sind in ihrem Wesen unbequem und dass der Mensch immer nach größtmöglicher Bequemlichkeit und Entlastung strebt, ist ein altes Credo der kapitalistischen Produktordnung und – neben der Verlängerung und Verstärkung der Sinnesorgane – der wahrscheinlich wichtigste Grund, aus dem es technischen Fortschritt überhaupt gibt. Die Zentralheizung befreit uns von der Notwendigkeit eines Ofens. Jahrhundertelang galt das Versprechen, das uns die Technik von umständlichen Arbeiten befreit, damit wir uns um die wesentlichen Dinge kümmern können, oder was die Kommunikationsstrategen dafür hielten. Das erste Mal wurde dieses Versprechen gebrochen, als die Geräte so kompliziert wurden, dass es mehr Zeit und Aufwand kostete, ihre Bedienung zu erlernen, als ihr Einsatz letztlich Zeit und Aufwand sparte. Und zum zweiten Mal wird das Versprechen gerade jetzt gebrochen. Von den sozialen Netzwerken im Internet. Was aber ist denn dieses Wesentliche, für das wir so viel mehr Zeit haben sollen? Wahrscheinlich glücklich werden. Endlich nicht mehr abwaschen, sondern glücklich sein; die Zeit genießen. Aber gleichzeitig gilt: „Happiness only real when shared“, wie der Held in Sean Penns Erfüllungsepos „Into the Wild“ kurz vor seinem Tod zu erkennen bereit ist. In dem relativ neuen Genre des Partypics in den sozialen Netzwerken sind üblicherweise junge Menschen betrunken, unterwegs und glücklich, doch eins sind sie nicht: allein. Die Wendung „Ich will heute allein sein“ ist makelhaft und bedeutet: „allein mit meinen Problemen, allein mit meinen Gedanken, allein mit meiner Melancholie“. Wenn man empfohlen bekommt, sich mal eine Weile zurückzuziehen, dann als Regenerationsmaßnahme, bis man wieder „voll durchstarten kann“, wie derzeit ein Hautcreme-Spot androht. Auch hier: Voll durchstarten geht nicht allein. „Wenn du ganz nach oben willst, brauchst du ein Team“, reimt Sido umstandslos auf „Aggro Berlin“. Ganz nach oben, voll durchstarten – willkommen 2009. Der moderne Begriff für alles „Soziale Kompetenz“ bezeichnet alles, was man sich darunter vorstellen möchte, nur eines nicht: Alleinsein. Weil diese neueste Idee des abendländischen Über-Ichs aber natürlich nichts mit der Realität zu tun hat – man würde wahnsinnig, wenn man nie allein wäre; der Entzug des privaten Rückzugsgebietes ist ein erprobtes Folterinstrument - gibt es Dienstleister, die das übernehmen, das Nie-Allein-Sein. Wann immer man sein Profil im sozialen Netzwerk seiner Wahl aufruft, steht dort die Zahl der Freunde, mit denen man verbunden ist. Selten sind es zehn, meistens hundert, bisweilen dreihundert. Man stelle sich vor, man stehe wirklich mit dreihundert Menschen in Kontakt. Dreihundert Mal Vertrauen, Vertrauensbruch, Ränkelspiele, Lebensentwürfe, subtile und offene Konflikte, Missverständnisse, doppelte Böden, Geschlechterkampf. Dreihundert Mal echte Beschäftigung mit der Person. Doch darum geht es gar nicht. Man steht nämlich nicht als Person mit der Person in Kontakt, sondern sollte genauer sein: Das eigene standardisierte Profil ist mit dem ebenfalls standardisierten Profil des Gegenübers befreundet. Wir müssen nicht mal mehr wirklich befreundet sein. Dafür haben wir Bots oder Avatare, die wir über einen einfachen Fragebogen erstellen und um ein vorteilhaftes Foto ergänzen. Eine Person, die wir gerne wären, ist mit einer Person, die sie gerne wäre, befreundet. Mit einem Mal haben wir auch „das Wesentliche“ outgesourcet. Der slowenische Kulturkritiker Slavoj Žižek hat der Konsumgesellschaft vorgeworfen, sie würde alles wollen, ohne es wirklich zu wollen. Fettarme Milch oder die Idee der intelligenten Bomben wären solche Beispiele. Milch ohne Fett. Bomben ohne Opfer. Milch ohne Milch. Bomben ohne Bomben. Die sozialen Netzwerke haben für Millionen Menschen auch den eigenen Freundeskreis konsumierbar gemacht. Endlich haben wir Freunde ohne Freunde.


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CommodoreSchmidtlepp
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 18:45 Uhr
CommodoreSchmidtlepp

Ja, guter Text.

meermeedchen
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 18:55 Uhr
meermeedchen

so bewusst war mir das vorher, ehrlich gesagt, gar nicht. ... aber sehr zutreffend, wenn man mal drüber nachdenkt.

rohmreider
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 18:56 Uhr
rohmreider

„Happiness only real when shared“
Wie wäre es wohl ausgegangen mit Chris bei Blog, StudiVZ, Facebook, etc..?

Ansonsten: fein!

cathie
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 19:02 Uhr
cathie

Ich dachte, man ist eh letztlich nur mit den Leuten in Kontakt, die sowieso die echten Freunde sind. Mit den anderen beschränkt sich die Kommunikation auf den Austausch von Statusnachrichten oder Geburtstags- und Feiertagsbeglückwünschungen.
Und dass meine beste Freundin jederzeit nur einen Klick weit entfernt ist, auch wenn sie in einem ganz anderen Land studiert, sehe ich durchaus als Vorteil. Früher hätten wir dann teuer telefoniert...nah sind wir uns heute genauso. Es darf eben nicht bei dieser Art der Kommunikation bleiben. Freundschaften brauchen Erlebnisse, in der echten Welt mit kalter Luft und Gerüchen.

paleika
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 19:15 Uhr
paleika

mir kommt das ganz entgegen. ich habs auch nicht so. also mit dem alleinsein.
aber im jetzt ist das auch nicht anders. wieviele meiner freunde sind online, wieviel user sind online, etc.

blubber84a
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06.01.2009 - 19:34 Uhr
blubber84a

feiner und wahrer text.

aeitschpi
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06.01.2009 - 19:51 Uhr
aeitschpi

"freunde ohne freunde" - that's it!

yaya
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 19:58 Uhr
yaya

"*"

le-ben
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06.01.2009 - 20:14 Uhr
le-ben

"...wie der Held in Sean Penns Erfüllungsepos „Into the Wild“ kurz vor seinem Tod zu erkennen bereit ist."

ist die information über das ableben jetzt unwichtig für den verlauf des films, also z.b. schon früh klar das er stirbt? oder ist das jetzt ein spoiler (sagt man doch so?) gewesen? wenn zweiteres: muss das denn sein?
tut mir leid wenn ich hier das thema verfehle, aber sowas kann ich ja leiden wie die haare an meinem hintern. und die hab ich nicht so wirklich lieb.

emaliavonedelschoen
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06.01.2009 - 21:06 Uhr
emaliavonedelschoen

"Eine Person, die wir gerne wären, ist mit einer Person, die sie gerne wäre, befreundet."

wie wahr

MorbusBahlsen
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 21:10 Uhr
MorbusBahlsen

Weil wir auch im Internet alles "Freundschaft" nennen. Internetbekanntschaft oder Profilgegenüber wären ja auch ein bisschen zu umständlich! Wir scheren die guten mit den weniger guten über einen Kamm, oder lassen es zu, um die weniger guten nicht zu beleidigen oder die Freundeszahlen nach oben zu treiben.

MissCellaneous
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 22:52 Uhr
MissCellaneous

der film "into the wild" ist so genial.

ausser hier bin ich nirgends registriert :o) und selbst hier habe ich konstant unter 10 freunde. yeah.

obwohl ich langsam fast (aber nur fast) soweit bin mich facebook anzuschliessen. aber warum eigentlich, schaffe es ja kaum mich um meine "echten" freunde zu kümmern...udn wenn man zwar allein aber nicht ganz allein sein will, dann ist jetzt.de schon mal ganz ok.

LillyAsh
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 22:54 Uhr
LillyAsh

der text ist toll.
Slavoj Žižek auch.
trotzdem habe ich hier eine sehr sehr gute freundin gefunden. weil wir beide hier "nur" texte schrieben.
telefoniert habe ich mit einem grossartigen mädchen. getroffen hab ich jemanden mit dem ich mich auch so angefreundet hätte. aber wir haben uns auch nie, als die die wir gern wären, dargestellt.

Scheinriese
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 22:59 Uhr
Scheinriese

Der Text hätte ein bisschen mehr Platz gebraucht und verdient.

Froschhonigkuchenpferd
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 23:00 Uhr
Froschhonigkuchenpferd

Naja, das Netz macht's doch leicht, ein Bild von sich selbst zu verkaufen - vor allem den Leuten, die man sonst vielleicht erst bei nem Klassentreffen wieder gesehen hätte, sprich, zu denen man eh nicht so d e n Kontakt hat. Die nicht wissen, inwieweit sich das Bild, das man da verkauft, mit der Realität deckt.

Und heißt es nicht aber auch, wer nicht alleine glücklich sein kann, wird es auch mit anderen nie werden?
Ist es nicht einfacher, sich mit Leuten zu umgeben, als mit sich selbst, seinen eigenen Untiefen, konfrontiert zu werden?
Nur so ne Frage am Rande....

Mag den Text.

querspieler
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 23:13 Uhr
querspieler

Wie im richtigen Leben gibt es halt auch hier "Freunde" und Freunde. Einmal hab ich nur einen Kommentar abgegeben, seitdem bin ich "befreundet" ich weiß nicht mal mit wem. Mit anderen hab ich ziemlich offene Gespräche geführt, trotzdem hat niemand auf den Freundschaft-Button geklickt. und dann gibt es halt das Optimum, dass man jemand kennen lernt, der wirklich zu einem passt und was zu sagen hat und zuhören kann - ein Freund eben.
Also klar, das Bild das man in Social Networks nach außen gibt ist sicher ein geschöntes, aber wenn ich jemand kennen lernen will, dann wird der schon mit dem konfrontiert, was ich denke, dass "ich" bin. alles andere wär aus meiner Sicht Unsinn, ich brauche keinen Fanclub, der mich und mein tolles Leben bewundert und sich dabei denkt "so ein Arsch". Wer ok findet, wer ich bin, hat gute Chancen auf einen guten Freund, wer nicht, ist eh ungeeignet. Darf aber trotzdem in der Freundesliste bleiben, wenn er/sie will.

Behind_the_looking_glass
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2009 - 23:37 Uhr
Behind_the_looking_gl…

Wie wahr, wie wahr... Es gibt leider viel zu viele Menschen, die soziale Kontakte über das Netz "konsumieren". Weil es eben einfacher und bequemer ist, als sich mit echten Personen auseinanderzusetzen und eingestehen zu müssen, dass sie nicht dem Ideal entsprechen, das sie von sich auf den virtuellen Markt geschmissen haben.
Leute, die mir Freundschaften angeboten haben, die ich einmal zehn Minuten in meinem Leben gesehen habe, werden auch geren von mir ignoriert. Denn ein Freund ist ein Freund ist ein Freund und ein Bekannter eben nur ein Bekannter.

plastique
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 00:04 Uhr
plastique

ziemlich wahr das alles... und traurig

kotznase
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 00:49 Uhr
kotznase

man kann doch selbst entscheiden wie man diese Werkzeuge, und nichts anderes sind facebook und co, nutzt. nach Eintritt ins Berufsleben wirds halt schwer sich jeden Abend zu treffen. jeder der ein Jahr im Ausland verbracht hat ist gluecklich diese Moeglichkeit des schnellen und billigen Kommunikationsmittels mit seinen neuen Freunden in Uebersee zu haben. Und jeder hat doch ein bestimmtes Bild von sich selbst und moechte das vermittlen, egal ob off- oder online. Also ich fuehl mich nicht betroffen, aber interessanter Gedanke...
Wer sich online bewegt kann Bekanntschaften und Gedanken doch auch viel schneller konsumieren, sprich mit einem Beitrag in diesem Forum erreiche ich viel schneller viel mehr Leute als im wahren Leben,z.B. in meinem Karl Marx Gespraechszirkel.
Letzendlich vergleicht du reale Aepfel mit gemalten Aepfeln, oder?
kotznase

annapia
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 00:57 Uhr
annapia

ich mag den text sehr, aber dennoch:
mir bietet das internet die möglichkeit mit etwas loseren bekanntschaften leichter in kontakt zu bleiben und darauf würde ich nicht so gerne verzichten.
und ein mädchen, die über einige jahre meine engste und wichtigste vertraute war, habe ich auch im internet kennengelernt. im realen leben wären wir uns niemals über den weg gelaufen, weil einige hundert kilometer zwischen uns liegen.

ein_oxymoron
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 03:48 Uhr
ein_oxymoron

holla!

special_kate
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 10:36 Uhr
special_kate

Naja, ich denke, man kann eine Facebook-Freundschaft nicht mit einer normalen Freundschaft gleichsetzen. „Freunde“ ist da eindeutig der falsche Begriff, eher „Bekannte“. Und als Kommunikationsmittel, um mit richtigen Freunden noch mehr in Kontakt zu bleiben und die Möglichkeit zu haben, mit flüchtigen Bekannten einfach in Kontakt zu kommen, ist es ja nicht schlecht. Man sollte nicht immer alles neue verteufeln und gleich den Untergang des Abendlandes befürchten.

pikachu
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Mag ich Mag ich nicht

1

07.01.2009 - 10:55 Uhr
pikachu

facebook/studivz etc wird oft mit Plattformen wie jetzt.de ueber einen Kamm geschert, was irrefuehrend ist. Hier bin ich pikachu, auf facebook steht da mein richtiger Name und ich bin nur mit Leuten befreundet, die ich auch wirklich kenne. Facebook ist fuer mich und meine Freunde eine Form der Kontaktaufnahme, wann man sich mal trifft etc.
Das Wort 'Freunde' durch 'Leute, mit denen ich aus welchen Gruenden auch immer in Kontakt bleiben/treten moechte' austauschen und alles ist paletti

RonnyO
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 11:19 Uhr
RonnyO

ich will nich stänkern, aber das ist einer der wenigen texte, die ich wirklich gut finde. wäre das ein user-beitrag, würde ich ein leicht apathishes und doch nachdenkliches "gefällt *" schreiben, wie das viele andere so gerne tun (:

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

1

07.01.2009 - 11:37 Uhr
afrirali

das ist, mit verlaub, wirklich schwachsinn, der text. genauso wie zizek. das internet führt nicht zu freunden ohne freunde, noch führt es zur abschaffung des alleine seins. das internet ist nichts anderes als eine neue form der kommunikation. es ändert soziale beziehung, revolutioniert sie aber nicht, und schafft sie schon gar nicht ab. letztendlich muss man mit den leuten hinter den fragebögen kommunizieren, und dann ist es immer noch eine person, die gedanken und ideen tippt. man kann sich mit internetbekanntschaften anfreunden und überwerfen, wie im richtigen leben.

sorry, das ist wirklich pseudointelektuelles angeblich kulturkritisches gewäsch.

riesenherz
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 12:03 Uhr
riesenherz

Entschiedener Widerspruch, lieber afrirali.

Ein wirklich anspruchsvoller Text, den man auch kritisieren könnte, wie Du es tust, afrirali, aus einer sehr bemüht rationalistischen, positivistischen Haltung heraus, ohne persönlich pejorativ zu verfahren.

Denn ob die neue Kommunikationsform eine andere Qualität hat oder nur eine andere Möglichkeit bietet, in Kontakt zu treten, darüber läßt sich ja mit vielen Argumenten streiten.

Der Liedermacher Mario Hene hat schon in den 70ern gesungen: "Lieber zu zweit allein als gemeinsam einsam" und damit eines der Grundprobleme des modernen networking beschrieben. Denn all die jungen, betrunkenen Leute suchen zwar nach der Aufhebung ihrer empfundenen Einsamkeit, aber sie finden diese doch nicht wirklich. Das dürfte doch die wesentliche Ursache für exzessives Bemühen um Besinnungslosigkeit sein.

Mein Befund wäre aber auch: illusionsgesteuert und einer pragmatischen Egozentrik verpflichtet sind sehr viele dieser jungen Menschen gar nicht wirklich allein, weil in sich selbst verliebt, mit sich beschäftigt und gefangen in ihrer ganz eigenen, so Vieles ausschließenden Welt. Durch neue Kommunikationsmedien gefördertes autistisches Verhalten quasi.

Kommt dann noch hinzu, daß die Grenzen neuer Technik und neuer Medien, wie so oft in der guten Laune eines staunendmachenden Anfangszaubers, nicht wahrgenommen oder geleugnet werden, schaffen auch die eigentlich positiven Seiten der Neuerung keinen Durchbruch.

concarne
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07.01.2009 - 14:03 Uhr
concarne

der text ist unnötig lang, deswegen fass ich ihn mal zusammen:

in sozialen netzen sind profile miteinander "freunde", in echt aber heisst das nur "kenn ich irgendwoher".

so würde ich das meinem zukünftigen kind erklären.

Kylma
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 15:07 Uhr
Kylma

Unnötig lang? Ich fand es schade, dass der Text schon vorbei war! Klang wie der Anfang von etwas, das man gerne liest und - mit pro und contra - sich später nochmal durch den Kopf gehen lässt! Hat mir sehr gut gefallen!
Spontan wollte ich schon wieder alle "Freunde" im StudiVZ löschen, mit denen ich im echten Leben nichts (mehr) zu tun habe. Ab und zu mal ausmisten und sich auf die mit Inhalt gefüllten Freundschaften konzentrieren kann gar nicht schaden :-)

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

0

07.01.2009 - 16:17 Uhr
afrirali

man muss sich diesen unsinn mal überlegen. " Fettarme Milch oder die Idee der intelligenten Bomben wären solche Beispiele. Milch ohne Fett. Bomben ohne Opfer. Milch ohne Milch. Bomben ohne Bomben." fettarme milch ist eben milch mit wenig fett. nicht "milch ohne milch". und bei intelligenten bomben gibt es nicht "keine" opfer ("ohne opfer"), sondern halt nur die gewünschten opfer. aber im kopfe eines wirren menschen werden daraus "bomben ohne bomben", damit man eben mal etwas klug klingendes geschrieben hat. mon dieu.

Aporia
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07.01.2009 - 16:53 Uhr
Aporia

Der Text ist sehr schön geschrieben -- dafür ein Danke! Inhaltlich und speziell über das Fazit kann man sich natürlich streiten.

gantenbein
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 17:18 Uhr
gantenbein

Meine Güte, afrirali, du scheinst ja echt ne Phobie gegen kluge Sachen zu haben! Nix kluges in sich aufnehmen und nicht kluges schreiben? Sieht fast so aus bei dir...

Schreib wieder wenn du klüger bist.

G

ein_oxymoron
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Mag ich Mag ich nicht

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07.01.2009 - 17:24 Uhr
ein_oxymoron

nur weil es auch anders geht, heisst das noch lange nicht, dass der text nicht recht hat. mir persoenlich helfen diese sozialen netzwerke wahrscheinlich mehr als sie schaden, und ich habe online schon so manche bekanntschaft geschlossen, die ich nicht missen moechte. trotzdem musste ich auch beim zweiten durchlesen dieses textes noch zustimmend nicken, und zwar nicht nur, weil mich der schreibstil anspricht.
warum schreibt der autor hier nicht oefter?

Aporia
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0

07.01.2009 - 17:27 Uhr
Aporia

Online-Freunde sind auf jeden Fall besser als gar keine Freunde... :-)

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

1

07.01.2009 - 17:34 Uhr
afrirali

gantenbein: im gegenteil, ich habe eine allergie gegen dummheit, und insbesondere gegen dummheit, die als kluges geschwätz daher kommt. und das ist dieser text. aber gut, mit klugschwätzern kann man wohl nicht diskutieren.

AlbertMarkowski
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Mag ich Mag ich nicht

0

07.01.2009 - 17:49 Uhr
AlbertMarkowski

Hmm will gar nicht zu weit ausholen... Aber Netzwerke wie Studivz oder ähnliches finde ich ausserordentlich praktisch... in erster Linie um Kontakt zuerhalten. In unserer Zeit in der man nicht mehr sein Leben lang im selben Ort oder in der selben Stadt wohnt sehr praktisch, da sich Adressen und Telefonnummern praktisch stöndig ändern. Und man kann nicht davon ausgehen, dass man sein Leben lang den selben Job hat oder noch unwahrscheinlicher in der selben Firma arbeitet. Allein aus diesem Grund haben diese Plattformen Berechtigung.

Speziell für StudiVZ muss ich sagen, dass gut 90% meines Studiengangs dort vertreten ist und das erleichtert die Kommunikation doch erheblich.
Die FH Köln hat zwar mit "Ilias" eine Plattform geschaffen die inzwischen ganz gut funktioniert, aber zu spät kam, etwas verwirrend aufgemacht ist und lediglich für Seminargruppen, Vorlesungsunterlagen und dem verkürztem Kontakt zu den Dozenten wirklich nützlich ist.

Das Freunde nicht gleich Freunde sind dürfte ja jedem klar sein. Und einem Gespräch Auge in Auge, hält so gut wie keine Online-Kommunikation stand.
Was ich persönlich sehr schade finde ist, dass man kaum noch über den klassischen Postweg kommuniziert... der in meinen Augen auf jedenfall persönlicher ist als jede Email.

theHummingbird
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07.01.2009 - 18:49 Uhr
theHummingbird

oh, ... das klingt vertraut. das habe ich so vor den feiertagen ach gedacht und versucht zu erlären. jut, jut!

MissCellaneous
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0

07.01.2009 - 20:54 Uhr
MissCellaneous

ich muss afrirali mal in schutz nehmen. die meisten kommentare von ihm sind im allgemeinen ausserordentlich klug udn witzig. and he´s got a point, too. obwohl ich den text auch schön geschrieben finde, vor allem mit dem tollen zitat aus "into the wild".

oekorealist
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07.01.2009 - 21:01 Uhr
oekorealist

ich schließe mich afrirali ebenfalls an. jeder halbwegs intelligente mensch weiss um die natürlichen unschärfen des begriffes "freund", die es auch schon in den zeiten vor erfindung des internets gab.

der text ist sprachlich schön geschrieben, aber eben nichts als einer der üblichen versuche, die freiheiten einer kapitalistischen konsumgesellschaft zu diskreditieren, ohne die auch der autor - wenn er ehrlich ist und sich die alternativen ernsthaft durchdacht hätte - ungerne leben wollte.

losedaalizue
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07.01.2009 - 21:42 Uhr
losedaalizue

sind gute ansätze dabei, aber die hauptaussage selbst, naja ..

kotznase
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Mag ich Mag ich nicht

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08.01.2009 - 04:36 Uhr
kotznase

habt ihr bestimmt schon gelesen, aber hier noch fuer die anderen, 2 etwas andere Ansichten ueber soziale Netzwerke, auch ganz interessant und auch ganz frisch. Ich find den zweiten besser, mit dem 1ten kann ich mich garnicht identifizieren.
SPON:
MySpace-Teenies protzen mit Sex, Drogen und Gewalt
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,151...
Zeit:
DER WAHRE WERT VON FACEBOOK: FEINDE IDENTIFIZIEREN.
http://blog.zeit.de/zuender-blog/2009/01...

Find die Thematik spannend, mal schauen was sich daraus in ein paar Jahren entwickelt hat. Es gibt keinen Loeffel!

afrirali
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08.01.2009 - 05:00 Uhr
afrirali

der zeit artikel ist in der interessanter.

kotznase
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08.01.2009 - 06:02 Uhr
kotznase

@afrirali: Komischer Satz aber ich ich weiss was du sagen willst.
Ja seh ich auch so. Obwohl der Aspekt wie man sich vor anderen darstellt in beiden Artikeln ne Rolle spielt. Im Spon Artikel jedoch aus einer voellig anderen Ecke.

Jantz
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08.01.2009 - 09:52 Uhr
Jantz

das kann man wohl nur in deutschland so kritisch und verbissen sehen. wir müssen einfach mal lernen, etwas lockerer und offener miteinander umzugehen und auch der umgang mit digitaler entblößung will gelernt sein ... ich bin jedenfalls froh, dass ich online den menschen, die tatsächlich auch zufällig mehr oder/und weniger "echte" freunde sind, aber weit weg auf anderen kontinenten leben, so etwas näher sein kann und ein stück mehr an ihrem leben teilnehmen kann und sie an meinem (was auch tatsächlich der fall ist) ... es hat doch jeder in seiner hand, wie er das ganze gestaltet....

afrirali
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08.01.2009 - 09:54 Uhr
afrirali

kotznase: das ein "tat". ist in der tat interessanter. es war fünf uhr in der früh.

soia
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08.01.2009 - 10:21 Uhr
soia

Toll und treffen geschrieben.

Cobretti_Rec
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1

08.01.2009 - 11:02 Uhr
Cobretti_Rec

Irgendwie gefällt mir das nicht. Hier wird etwas verteuflischt, nur, weil in diesem Zusammenhang das Wort "Freunde" auftaucht. Man könnte es auch Kontakte nennen und doch würde es identisch bleiben. Die Frage ist doch nicht, wie das heißt, sondern, wie man das ganze anwendet. Ich fühle mich von dem Text überhaupt nicht angesprochen. In sämtlichen Social Network Bereichen, in denen ich als Person auftreten, bin ich so, wie ich bin. Zudem bin ich mit Leuten befreundet, die ich kenne. Mit einigen mehr, mit anderen weniger. Selbst, wenn man diese Networkdienste nutzt, um jemanden kennenzulernen, kommt es ja wohl auch sehr darauf an, wie man selbst an die Sache rangeht. Ich kann dem Text da überhaupt nicht zustimmen. Für mich sind das alles eher Klischees, Vorurteile und Urteile, die jemand nutzt, der sich damit nicht auskennt, oder aber enttäuscht worden ist.

afrirali
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08.01.2009 - 11:08 Uhr
afrirali

da macht jemand eine theorie aus etwas, was die nutzer von sozialen netzwerken quasi intuitiv wissen.

stbpartestres
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Mag ich Mag ich nicht

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08.01.2009 - 12:58 Uhr
stbpartestres

schon gut geschrieben und guter gedanke. aber geht es bei den netzwerken wirklich darum freunde zu sammeln und sich darzustellen? ist wohl individuell unterschiedlich und haengt vom erwartungshorizont ab. man kann ein netzwerk ja auch einfach als intelligentes email-programm nutzen. und dann erfuellt sich auch der in dem artikel eingangs erwaehnte wunsch nach arbeitserleichterung..

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Mag ich Mag ich nicht

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08.01.2009 - 12:58 Uhr
stbpartestres

schon gut geschrieben und guter gedanke. aber geht es bei den netzwerken wirklich darum freunde zu sammeln und sich darzustellen? ist wohl individuell unterschiedlich und haengt vom erwartungshorizont ab. man kann ein netzwerk ja auch einfach als intelligentes email-programm nutzen. und dann erfuellt sich auch der in dem artikel eingangs erwaehnte wunsch nach arbeitserleichterung.

Melden!
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Mag ich Mag ich nicht

0

08.01.2009 - 12:59 Uhr
stbpartestres

schon gut geschrieben und guter gedanke. aber geht es bei den netzwerken wirklich darum freunde zu sammeln und sich darzustellen? ist wohl individuell unterschiedlich und haengt vom erwartungshorizont ab. man kann ein netzwerk ja auch einfach als intelligentes email-programm nutzen. und dann erfuellt sich auch der in dem artikel eingangs erwaehnte wunsch nach arbeitserleichterung.

andinin
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Mag ich Mag ich nicht

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08.01.2009 - 13:42 Uhr
andinin

le-ben sagte:
"...wie der Held in Sean Penns Erfüllungsepos „Into the Wild“ kurz vor seinem Tod zu erkennen bereit ist."

ist die information über das ableben jetzt unwichtig für den verlauf des films, also z.b. schon früh klar das er stirbt? oder ist das jetzt ein spoiler (sagt man doch so?) gewesen? wenn zweiteres: muss das denn sein?
tut mir leid wenn ich hier das thema verfehle, aber sowas kann ich ja leiden wie die haare an meinem hintern. und die hab ich nicht so wirklich lieb.


Ich halt mich mal raus aus dem Thema, aber da muß ich le-ben recht geben. SPOILERN GEHT GAR NICHT! Wollte den Film gerne die nächsten Wochen gucken, aber so vergeht einem der Spaß.

palolem
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08.01.2009 - 15:10 Uhr
palolem

braucht der mensch denn nur wahre und gute freundschaften, oder sind nicht auch die unverbindlichen und zeitlich begrenzten begegnungen essentiell?

DarkStar77
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08.01.2009 - 19:00 Uhr
DarkStar77

Cobretti_Rec sagte:
Hier wird etwas verteuflischt, nur, weil in diesem Zusammenhang das Wort "Freunde" auftaucht. Man könnte es auch Kontakte nennen und doch würde es identisch bleiben. Die Frage ist doch nicht, wie das heißt, sondern, wie man das ganze anwendet.

Danke, da spar ich mir das Tippen und stimme einfach zu. Ich fände es aber auch besser, wenn diese Kontaktlisten dann auch tatsächlich NICHT "Freunde" heißen würden. Einfach wegen der Assoziationen.

oekorealist
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08.01.2009 - 19:14 Uhr
oekorealist

DarkStar77 sagte:
Cobretti_Rec sagte:
Hier wird etwas verteuflischt, nur, weil in diesem Zusammenhang das Wort "Freunde" auftaucht. Man könnte es auch Kontakte nennen und doch würde es identisch bleiben. Die Frage ist doch nicht, wie das heißt, sondern, wie man das ganze anwendet.

Danke, da spar ich mir das Tippen und stimme einfach zu. Ich fände es aber auch besser, wenn diese Kontaktlisten dann auch tatsächlich NICHT "Freunde" heißen würden. Einfach wegen der Assoziationen.


ausgerechnet in den kapitalistischen business-netzwerken ist in der regel von kontakten die rede, nicht von freunden. was sagt der autor dazu? hört sich manchen etwas zu klinisch an, und wetten, dann würde der autor einen artikel schreiben, wie kalt und menschenfeindlich diese kapitalistische welt ist, dass sie aus freunden nur noch "kontakte" macht ;)

man kann es halt nicht allen recht machen. innerhalb des netzwerkes wählen zu lassen, ob man seine freunde lieber kontakte nennt oder seine kontakte lieber freunde wäre eine unnötige komplizierung, und unnötige komplizierungen kosten user.

MorbusBahlsen
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08.01.2009 - 19:45 Uhr
MorbusBahlsen

MySpace straft diese Aussage Lügen, öko...

oekorealist
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08.01.2009 - 19:52 Uhr
oekorealist

MorbusBahlsen sagte:
MySpace straft diese Aussage Lügen, öko...


stimmt. die hatte ich vergessen. mich persönlich überfordert der laden jedenfalls, hab da nen account bei dem ich alle halbe jahr mal vorbeischaue ;) meine 20jährige gespielin kommt mit denen aber irgendwie zurecht ;)

MorbusBahlsen
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08.01.2009 - 20:03 Uhr
MorbusBahlsen

Ich hab noch keine ansprechende MySpace-Seite gesehen bisher. Vielleicht hab ich insgesamt zu wenig gesehen davon, aber es sagt mir gar nicht zu. Fühlt sich alles so ziemlich 1.0 mit aufgesetztem Player an.

ClarissaH
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08.01.2009 - 21:27 Uhr
ClarissaH

Zu viele versuchen sich, über die Anzahl ihrer Kontakte/ Freunde zu profilieren und identifizieren - das ist das Problem, aber seinen eigenen Wert kann man nicht über den Zuspruch bestimmen, den man von anderen bekommt

the-wrong-girl
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08.01.2009 - 22:40 Uhr
the-wrong-girl

hab leider keine zeit die kommentare zu lesen :-/
aber bei mir sind einige internetfreunde auch zu echten freunden geworden. und echte, dadurch dass sie weiter weg sind, zu mehr oder weniger internetfreunden.
und momentan überlege ich, dass ich wirklich mal mehr zeit für mich allein brauche.

kotznase
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09.01.2009 - 03:05 Uhr
kotznase

"Into the wild" ist auch so schoen, hab das Buch zwar vorher gelesen und wusste was kommt. Aber allein schon wegen der tollen Aufnahmen ein schoener Film.
Also, Fazit: mal so mal so; jeder halbwegs intelligente und normale Mensch wird sich nicht im Teufelskreis Freunde ohne Freunde wiederfinden. Man sollte halt auch manchmal vor die Tuer gehen.
Ich glaube aber dass fuer die Kids von morgen die damit aufwachsen angeleitet werden sollten diese Netze sinnvoll und vorsichtig zu nutzen. Genauso wie Atomstrom und Genmanipulation.
soviel dazu!

milagro
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09.01.2009 - 11:11 Uhr
milagro

das internet ist einfach eine weitere dimension neben vielen anderen um leute kennen zu lernen, die u.U. freunde werden können. so grundsätzklich ist daran ja nichts schlechtes. aber wer meint, mit 300 leuten bei facebook oder so kommunizieren zu müssen weil er sich nur dadurch bestätigt sieht, ist ja irgendwie auch selbst schuld, wenn sein leben verflacht zu ner smalltalkblase.

afrirali
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09.01.2009 - 11:31 Uhr
afrirali

milagro sagte:
das internet ist einfach eine weitere dimension neben vielen anderen um leute kennen zu lernen, die u.U. freunde werden können. so grundsätzklich ist daran ja nichts schlechtes.


exakt. zu 100% zustimmung.

oekorealist
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09.01.2009 - 13:51 Uhr
oekorealist

afrirali sagte:
milagro sagte:
das internet ist einfach eine weitere dimension neben vielen anderen um leute kennen zu lernen, die u.U. freunde werden können. so grundsätzklich ist daran ja nichts schlechtes.


exakt. zu 100% zustimmung.


ebenso. ein neuer kanal, mehr nicht.


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