Das ModeABC. Heute: M wie Möchtegernmannequin
In dieser Rubrik deklinieren wir einmal pro Woche die Welt der Mode durch. Diesmal sind wir bei M angekommen. M wie Campbell, Herzigová, Patitz und Christensen.
Anfang nächsten Jahres beginnt die vierte Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ – neben „Popstars“ und „Singing Bee“ das dritte Glied in der Castingshow-Reihe von ProSieben, in dem Möchtegernmannequins von der omnipräsenten Moderatorin Heidi Klum zu C&A-Models gemacht werden. Der Name der Sendung ist spätestens seit Ende der ersten Staffel irreführend. Seitdem ist klar, dass sich aus den ehrgeizigen Kandidatinnen unter Heidi Klums Fuchtel alles andere als ein sogenanntes Topmodel herauskristallisiert. Lena Gercke, blonde Siegerin von Staffel eins, durfte nach ihrem Heldensieg als Hostess bei Autoschauen neue Modelle vorstellen, dreimal lichthupen und dann wieder aussteigen. Statt Topmodel ist sie nun eines der vielen Aushängeschilder von ProSieben und läuft über rote Teppiche bei Kinopremieren von Til Schweiger-Produktionen, aber nicht auf internationalen Laufstegen. Gleiches gilt für die Gewinnerinnen der zweiten und dritten Staffel, für den aparten Rotschopf Barbara Meier und die beneidenswert langbeinige Jennifer Hof, die zumindest auf Werbeplakaten des Düsseldorfer Bekleidungsunternehmens C&A zu sehen waren. Trotzdem sind diese zweifelsohne gutaussehenden Mädels keine Topmodels. Wie auch, wenn selbst ihre Mentorin Heidi Klum niemals ein Topmodel war.
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Cheers!
Liebe Autorin :-)
(mal nebenbei: das ändert ja nichts daran, dass sie sich mit dem, was sie macht, trotzdem einen sehr guten lebensunterhalt verdient)
Ich glaube nicht, dass man deswegen auf Möchtegernbäcker verzichtet (was man im Übrigen gar nich tut), weil man nicht so oft neidisch auf sie wäre, sondern weil Bäcker normalerweise nicht so medienpräsent sind wie Autoren oder Models. Allerdings würde ich auch zu einem Bekannten, der so tut als hätte er die besten Plätzchen durchaus auch Möchtegernbäcker sagen. Das hätte aber nichts mit Neid zu tun.
Prost!
amplifythegoodtimes sagte:
Der Text ist gut und richtig, man darf sich da nicht von dieser fragwürdigen Allianz aus DearMrSupercomputer und CommodoreSchmidlepp verunsichern lassen.
nope.
fee_absinthe sagte:
sehr guter kommentar. aber bis die deutschen endlich verstehen werden, dass heidi klum nie topmodel war (und auch nie sein wird) ist es noch ein langer, langer weg.
mal ganz ohne ironie: es gibt wirklich wichtigeres als diesen lächerlichen modezirkus mit seinen riesenskeletten. man kann sich gar nicht wenig genug damit befassen.
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23.12.2008 - 21:50 Uhr
DearMrSupercomputer