"Ich mag blonde, apathische Mädchen"
Julia Zange, 25, beschreibt in ihrem Romandebüt "Die Anstalt der besseren Mädchen" ein antriebs- und zielloses, Kate Moss-artiges Mädchen in Berlin. jetzt.de spricht mit der Autorin darüber, ob das Leben zu kurz ist, um sich anzustrengen?
Loretta ist Mitte Zwanzig und führt in Berlin ein hippes Leben ohne Ziel - wenn ihr Freund ihr für den Tag nicht aufschreibt, was sie tun soll, streift sie ziellos umher, ein Mädchen, das nicht erwachsen wird und die meiste Zeit ihres Lebens in einer Art Trance verbringt. Dann wird sie schwanger und gerät in ein Mädchen-Camp. Was das ist? Wer Loretta ist? Julia Zange hat Loretta zur zentralen Figur ihres Buches Die Anstalt der besseren Mädchen gemacht, das im September bei Suhrkamp erschien. jetzt.de sprach mit ihr über das "Erwachensein einer Kate Moss" und Julias Selbstdarstellung auf Myspace. jetzt.de: Julia, du beschreibst deine Romanfigur als "so erwachsen wie Kate Moss" und lässt sie tagelang antriebslos und vereinsamt durch Berlin streifen. Selbst die Schwangerschaft lässt Loretta nicht aus ihrem tranceartigen Komazustand erwachen. Warum gestattest du deiner Heldin keine psychologische Entwicklung zu? Julia: Weil Loretta ein Kind ist. Und selbst wenn ein Kind ein Kind bekommt, wird es dadurch nicht automatisch erwachsener, sondern möglicherweise nur verstört. Ich frage mich, warum so viele Leser eine Entwicklung von ihr erwarten? Eine Entwicklung des Aufwachens würde sie ja nur der Realität gefügig machen. Wenn sie sich nicht entwickelt, wird sie natürlich in dieser Welt scheitern und ein kleines Tier bleiben. Das ist der Preis. Ich denke übrigens, dass Kate Moss eine ziemlich verantwortungsvolle Mutter ist. Du beschwörst in deinem Debütroman ein ganz bestimmtes Mädchenideal, das Bild einer Kindfrau, blond, passiv, orientierungslos ... besonders feministisch liest sich das ja nicht gerade. Das wäre die zweite Entwicklungsart, die nicht stattfindet: die der Emanzipation. Loretta wagt einen Versuch, landet aber nur in der nächsten Abhängigkeit. Ich befürworte das natürlich nicht. Ob es ein Mädchenideal ist, ist die Frage. Lorettas Dasein wird ja nicht als zu erstrebendes Ideal dargestellt. Ich mag blonde, apathische Mädchen trotzdem. Auf jeden Fall hat es Schattenseiten, aber das Leben von selbstgerechten Emanzen hat auch Schattenseiten.

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17.12.2008 - 18:44 Uhr
DagnyTaggart
aber das buchcover gefällt.
Emotional_Enterprise
Entschuldigung
Emotional_Enterprise
Ökorealist?
Oookay. So kann man es vielleicht auch sehen.
Aber gut, die Dame macht in Wörten, nicht in Bildern.
AllesOderNichts sagte:
Unsexy Mütze, damit wirste nie ne Alte klarmachen. Nicht mal an der Dönerbude.
Meine Pudelmütze verbindet in der kalten Jahreszeit weit uber die Dönerbude hinaus und 'Alte' interessieren mich nicht, sondern jung, blond, apathisch.
Emotional_Enterprise
Aporia sagte:
Es wird aber über dieselbe Schiene verkauft...
ne hier ists doch eher die "verplant chaotische großstadtelfe, die ihren weg sucht", die ein "verrücktes" buch schreibt. wo ist da der sex?
Emotional_Enterprise sagte:
'Alte' interessieren mich nicht, sondern jung, blond, apathisch.
Kunden, die diese Frauen kauften, kauften auch: Kevin allein zu Haus auf Ritalin.
AllesOderNichts sagte:
Kunden, die diese Frauen kauften, kauften auch: Kevin allein zu Haus auf Ritalin.
Welch geistreicher Einwand!
Es ist völlig klar, dass es hier um die Suche nach Führung und Halt in der postmodernen, spätkapitalistischen Gesellschaft geht, in der es Dank Globalismus kaum noch individuellen Halt gibt.
Emotional_Enterprise
wann gibts sowas schon...frau roche zählt nicht *gruslig* xD
MasterFowl sagte:
wooohooo eine hübsche autorin
wann gibts sowas schon...frau roche zählt nicht *gruslig* xD
Aber kindlich fotographiert. Koennte meine 14-jaehrige Cousine sein.
stimmt schon aber trotzdem hübsch, das ist schon was besonderes
komisches madl.
ich mag auch aphatische mädchen (allerdings nicht ko-tropfen aphatisch, das ist dann doch zu viel abwesendheit).
blond muss sie nicht unbedingt sein, aber wirklich besser als vermeintlich emanzipierte oder karriere frauen, die sich dann ständig einladen lassen
buch hat wieder hier niemand gelesen, oder
müsst ihr bei loretta auch an lolitta denken?
Außerdem würde der nicht seine eigenen Posts unterschreiben - wie unnötig ist das denn? Steht doch eh der Name im schön übersichtlich in blau über dem Kasterl. Das kommt mir vor wie der Tick von Denny Crane in Boston Legal bei jeder Gelegenheit Danny Crane zu sagen.
Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde in der Praxis die Schattenseiten im Leben von selbstgerechten Emanzen irgendwie tendenziell spannender als die Schattenseiten im Leben von blonden Porzellanpuppen. Bei so glatten Oberflächen kann es ja nicht viel Schattenwurf geben, schätz ich mal. - Das muss aber nicht unbedingt gegen das Buch sprechen. Ich bin durchaus zu haben für ein bisschen Ästhetizismus.
Vielleicht Christian Kracht, Heinrich von Kleist, Gertrude Stein und Oscar Wilde."
na sauber.
diedrossel sagte:
digital_data hat auch diesen tick mit dem unterschreiben, der alliteration und dem unterstrich,...
Und ihr habt den Tick, in allem, was nur so tut, Digital_Data zu sehen. Ihr vermisst in ja wo ihr nur könnt! :)
diedrossel sagte:
wenn ich was über junge blonde apathische mädchen lesen will, dann greif ich zu "bonjour tristesse" von Françoise Sagan.
Danke für den Tipp! :-)
17.12.2008 - 21:14 Uhr
Aporia
g r a u e n h a f t
lars, falls du das liest, die zwei tage, die ich zum lesen gebraucht habe, gibt mir niemand mehr zurück! und dafür hasse ich dich.
17.12.2008 - 21:19 Uhr
diedrossel
diedrossel sagte:
re photoshop, so geweitere pupillen sieht man auch selten beim photoshooting,... kindchenschema! heute müssen die jungautorinnen wohl nicht mehr wie 15 jährige willige lolitas aussehen, sondern wie 10jährige.
Haha, stimmt. Oder sie ist halt doch auf Drogen...
Was denkt ihr wohl erst, wenn ihr das hier seht (inkl. Video):
http://www.br-online.de/bayerisches-fern...
aber die sieht ja auf dem video sau jung aus und dann spricht sie am anfang noch so schüchtern
17.12.2008 - 21:30 Uhr
Little_Joe
17.12.2008 - 21:32 Uhr
Little_Joe
jeesuschrist!
diedrossel sagte:
"...und jetzt bin ich wieder ein bisschen hilflos,..." *augenaufschlag*
jeesuschrist!
Wie das halt so ist, mit 25... ;-)
MorbusBahlsen sagte:]http://www.br-online.de/bayerisches-fern...
Es ist nicht so viel Photoshop wie ihr denkt... mehr auch gut geschminkt. Guter Fotograf eben.
Was denkt ihr wohl erst, wenn ihr das hier seht (inkl. Video):
[link=http://www.br-online.de/bayerisches-fern...
Hach, ist die süß! Die ist ja noch ein Baby! :)
brr
diedrossel sagte:
die spricht auch wie ein baby.
und das hier klingt nach einer großen neidischen frau.
gegenvorwurf, macht dich das an? biste pädophil?
und nein, wenn ich mit so einer kleinmädchenstimme gesprochen habe, habe ich von meinen eltern und meiner älteren schwester schon mit zehn eins an den hals bekommen, "sprich vernünftig".
diedrossel sagte:
war ja klar, dass der übliche neidvorwurf kommt... *gähn*
gegenvorwurf, macht dich das an? biste pädophil?
war ja klar, daß der übliche pädophilen-vorwurf kommt.
:)
wie dem auch sei...wenn man als frau eine frau nicht leiden kann oder das, was sie tut, ist man automatisch neidisch.
wie albern...das kommt übrigens immer nur von männern.
und zwar von DEN männern, die auf die frauen stehen, welche man kritisiert.
ich finds gruselig...das photo übrigens auch. hübsch kann sie ja sein, aber auf dem photo? no way.
langwyle sagte:
diedrossel sagte:
war ja klar, dass der übliche neidvorwurf kommt... *gähn*
gegenvorwurf, macht dich das an? biste pädophil?
war ja klar, daß der übliche pädophilen-vorwurf kommt.
:)
ich sage es ungern, aber diese extrem neidischen weiblichen geschöpfe auf jetzt.de sind mir auch schon aufgefallen.
wenn man erotische literatur lesen will...oooookay, jedem das seine.
wobei das wort erotisch solche bücher ja eher verharmlost.
nur warum wird das allen als literarisch lesenswert vermittelt?
seid doch ehrlich und gebt zu, daß es reine stimulationsliteratur ist!
dann bin ich auch d'accord...aber diese scheinheiligkeit.
urghs.
melancholie sagte:
oh mein gott...ich bin entsetzt, was für scheiße an literatur die leute kaufen und lesen!
wie dem auch sei...wenn man als frau eine frau nicht leiden kann oder das, was sie tut, ist man automatisch neidisch.
wie albern...das kommt übrigens immer nur von männern.
und zwar von DEN männern, die auf die frauen stehen, welche man kritisiert.
ich finds gruselig...das photo übrigens auch. hübsch kann sie ja sein, aber auf dem photo? no way.
ich stehe nicht auf die autorin, glaub mir. und mir sind die neidzerfressenen jetztlerinnen auch schon aufgefallen, zum letzten mal bei kalmootenpaar.
garamond sagte:
melancholie sagte: oh mein gott...ich bin entsetzt, was für scheiße an literatur die leute kaufen und lesen!wie dem auch sei...wenn man als frau eine frau nicht leiden kann oder das, was sie tut, ist man automatisch neidisch.wie albern...das kommt übrigens immer nur von männern.und zwar von DEN männern, die auf die frauen stehen, welche man kritisiert.ich finds gruselig...das photo übrigens auch. hübsch kann sie ja sein, aber auf dem photo? no way.ich stehe nicht auf die autorin, glaub mir. und mir sind die neidzerfressenen jetztlerinnen auch schon aufgefallen, zum letzten mal bei kalmootenpaar.
und was soll mir das jetzt sagen?
daß du das buch magst?
:)
17.12.2008 - 22:25 Uhr
melancholie
Teobald sagte:
melancholie: nach charlotte roche fragst du dich noch was die leute für mist lesen?
DIE konnte ich noch nie leiden.
aber neid wird mir da jetzt wohl niemand unterstellen, oder? :P
...
"Ich frage mich, warum so viele Leser eine Entwicklung von ihr erwarten?"
das mit den fragezeichen lernen wir aber noch, gell katja?
auf jeden fall klingt das buch nach einem furchtbaren schmarrn, und dieses br-video konnte ich mir beim besten willen nicht laenger als 10 sekunden ansehen.
ich finde diese neid-argumentation immer recht fragwürdig, weil es so ein möchtegern-totschlag-argument frauen gegenüber ist.
so wie "da haste wohl deine tage oder wie?!" das finde ich primitiv und auch oft unangebracht.
melancholie sagte:
wie dem auch sei...wenn man als frau eine frau nicht leiden kann oder das, was sie tut, ist man automatisch neidisch.
wie albern...das kommt übrigens immer nur von männern.
und zwar von DEN männern, die auf die frauen stehen, welche man kritisiert.
Ach das kennen wir ja aus dem Klamottenpaare-Diskussionen....
melancholie sagte:
neidische weiber mag es überall geben...auch neidische männer, aber ich finde das buch klingt nach schund...nur...bin ich deshalb neidisch?
ich finde diese neid-argumentation immer recht fragwürdig, weil es so ein möchtegern-totschlag-argument frauen gegenüber ist.
so wie "da haste wohl deine tage oder wie?!" das finde ich primitiv und auch oft unangebracht.
Ey, hast du deine Tage?
ich sah gerade gestern einen kurzen bericht über dieses berliner mädchen (18), welches dieses sexbuch schrieb, worüber sie selbst sagte, daß das doch gar keine erotische literatur sei, die lektorinnen jedoch einstimmig meinten, daß sie es genau darauf abzielten.
und...wenn ich da an liebesszenen bei haruki murakami denke...DAS ist erotisch, aber wenn jemand nur schreibt, xy steckt mir den finger sonstwohin, finde ich einfach nur peinlich.
aber viele scheint das zu stimulieren.
wir 2 zählen offensichtlich nicht dazu. ;)
da habe ich bisher keine kommentare hinterlassen.
uh uh uh
MorbusBahlsen sagte:
Dagny, ich finde sogar nooch ein Stückchen jünger als hier im Bild.
Oh, shit. ich hab das Video angeklickt. Die kleine Schwester meiner Sandkastenfreundin hat auch so gesprochen. Jetzt weiss ich aber immerhin, warum das (schriftliche) Interview so halbherzig ist.
Bei Nachfragen hätte ich bedenken, dass sie einfach zerbricht.
nein, kommt noch :D
*hahahahahahahahaha*
die scheinen etwas, wenn sie auch im kopf so mädchen sind, nur für nicht-männer sein.
;P
melancholie sagte:
ich sah gerade gestern einen kurzen bericht über dieses berliner mädchen (18), welches dieses sexbuch schrieb...
Nachdem ich das Skandalbuch "Mit geschlossenen Augen" gelesen hatte, brauch ich kein weiteres "Erotisches Buch einer jugendlichen Autorin".
17.12.2008 - 22:34 Uhr
DagnyTaggart
"Eine Botschaft hat das Buch sowie nicht".
*lol*
diedrossel sagte:
als ich das bild zuerst sah, dachte ich, ach nee, schon wieder eine auf frau geschminkte 10jährige. dann habe ich festgestellt, dass es eine auf 10 geschminkte 25jährige ist. ich weiß nicht, was ich kranker finde...ich kann mich einfach nicht entscheiden...
drossel, schau dir das video an. die ist in natur so. auch wenns dir weh tut.
@blase
^^
Sprachlich spricht mich das Buch überhauptnicht an, es spielt sich in Hauptsätzen ab, geht an keiner Handlungsstelle in die Tiefe, sprachlich, wobei das wohl die Oberflächlichkeit des langweiligen, unraufen, Teenylebens, Pardon, Tweenlebens reflektieren soll.
Achja, Das Buch hat ein Vorwort, neinen einen Prolog, der den Anschein erweckt, wissenschaftlich zu sein, aber rein fiktional ist.
17.12.2008 - 22:50 Uhr
MorbusBahlsen
MorbusBahlsen sagte:
@Dagny, danke für die ehrliche Rezension. Der SZ gelingt sowas nicht. Oder doch. Jedesmal wenn das Buch wirklich schlecht ist, machen sie ein Interview. Ansonsten hetzen sie Scharnigg eine Rezension auf.
Dito.
zuerst bin ich auch erschrocken wegen der stimme.
der reporter ist aber noch viel schlimmer, der redet mit julia wie mit einer fünfjährigen (wegen der stimme?), dabei scheint ihr IQ ungefähr achtmal so hoch wie seiner.
heieiei, allein schon wegen dem satz hat sie sich bei mir disqualifiziert!
sie inszeniert sich ja nicht mal richtig (gekonnt).
Das ist wirklich einfach nur bescheuert.
MorbusBahlsen sagte:
@Dagny, danke für die ehrliche Rezension.
Aporia sagte:
Dito.
Ich sollte für die Bewertung der Rezension anfügen, dass ich ein grosser Fan von ausgefallenen Sätzen, detaillierter Beschreibung etc. bin.
Etwa wenn Marias auf 2 Seiten beschreibt, wie sich der Held die Schuhe bindet. Herrlich.
17.12.2008 - 23:45 Uhr
Duckwitz
"Es leben dort nur Mädchen, teilweise mit ihren kleinen Kindern, die alle unglaublich schön und auch einigermaßen intellektuell sind. Exzessiver Spaß ist dort Gesetz, aber gleichzeitig gibt es auch religiöse Elemente. Es ist eine poetische Gemeinschaft, irgendwie amorph, sie bauen ihr Gemüse selbst an, haben untereinander Sex und gestalten sehr bewusst Kunstwerke fürs Museum."
Das ist wirklich einfach nur bescheuert.
Klingt nach Waldorfschule
die ich kenne schon. Töchter aus gutem Hause mit der entsprechenden genetischen Ausstattung
18.12.2008 - 00:10 Uhr
herrschsuechtige_faul…
herrschsuechtige_faulenzerin sagte:
Muriel Baumeister!
Vielleicht eine perfekte Kandidatin, wenn das Buch verfilmt wird.
Ihr Familienleben kriegt sie nämlich auch nicht auf die Reihe, hat es den Eindruck:
Von ihrem Ehemann Rainer Strecker, ebenfalls Schauspieler, mit dem sie einen Sohn (* 1994) hat, wurde sie 1998 geschieden. Seit 2003 war Muriel Baumeister mit ihrem Kollegen Pierre Besson liiert, mit dem sie 2002 den Fernsehfilm Gefühle im Sturm drehte. Seit 2006 ist Muriel Baumeister Mutter einer Tochter. Zwei Wochen nach der Geburt ihrer Tochter trennten sich Baumeister und Besson. Muriel Baumeister lebt in Berlin.
(wikipedia.de)
18.12.2008 - 00:22 Uhr
Duckwitz
Genau, Kinder können ja keine psychologische Entwicklung haben.
afrirali sagte:
" Warum gestattest du deiner Heldin keine psychologische Entwicklung zu? Julia: Weil Loretta ein Kind ist."Genau, Kinder können ja keine psychologische Entwicklung haben.
danke! das habe ich doch glatt übersehen! sonst hätte ich mich schon darüber aufgeregt.
18.12.2008 - 03:06 Uhr
adriano
adriano sagte:]http://www.zehnseiten.de/start.php...
Wer immer noch nicht genug hat kann sich von ihr auch noch zehn Seiten aus ihrem Buch vorlesen lassen, auf [link=http://www.zehnseiten.de/start.php...
http://www.zehnseiten.de/start.php
18.12.2008 - 03:46 Uhr
MorbusBahlsen
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzei...
Eine meiner besten Freundinnen ist allerdings furchtbar niedlich - große Augen, hohe Stirn, Stupsnäschen, zierliche Gestalt, Kindchenschema total - und ich mag und schätze sie sehr. Die ist allerdings trotz optischem Kindchenschema eine gestandene Frau, somit ganz sicher nicht mit einer 10-jährigen zu verwechseln und hat es auch nicht nötig über "selbstgerechte Emanzen" zu lästern.
Wie ein Kind ausschauen ist das eine. Für seine Physignomie kann keiner was. Aber damit kokettieren, dass man wie ein Kind ausschaut.... Die meisten Kommentare richten sich ja nicht gegen das Buch oder die Autorin, sondern gegen die Marketing-Strategie.
Kleiner Hinweis am Rande: Die meisten Leute hätte gern Entwicklung in einer Geschichte, weil Stagnation ganz einfach sehr schnell sehr langweilig wird. Das heißt ja nicht, dass man in der Kunst die Stagnation nicht trotzdem zelebrieren darf, aber dann soll das gefälligst auch Absurdität, Elend und existentielle Leere im mindestens beckettschen Ausmaß verströmen. Womit ich in diesem Fall nicht unbedingt rechne. Aber bitte, ich habe das Buch nicht gelesen, also wer weiß. Durchaus möglich, dass ich der Autorin da Unrecht tue.
im gegensatz zu jungen niedlichen knaben, die halt mal ne geschichte raushauen wie der letzte.
mehr pushen, als das was ich eben in der Leseprobe ankosten
durfte.
Hauptsatz. Hauptsatz. Hauptsatz. Hauptsatz.
...ist auch nicht so meins
Meine Güte. Exzessiv versus religöse Elemente, lesbischer Sex, bio Gemüse. Was sprühen die manchmal zur Mittagspause bei Euch Berlin in die Luft?
Onkelzgraf sagte:
Ich find blonde, apathische Mädchen wenn die so aussehen wie Julia (Foto) schön und würde die Julia schon aus Ihrer Aparthheit rausholen ;-)
Habe mir dasselbe gedacht. Zwar etwas kindlich, aber trotzdem (oder deswegen?) recht süß. Da würde mich das hohle Gekritzel nicht mal groß stören.
endlich mal einer der mir zustimmt ;-)
Onkelzgraf sagte:
hihi xxx
endlich mal einer der mir zustimmt ;-)
Nur schade dass die von dir eigentlich gemeinte Apathie
etwas ganz anderes bedeutet,als die von dir benutzte Apartheit.
Das Autorenfoto: schrecklich
Das Buchcover: schrecklich
Die Inhalt laut Interview: schrecklich
Aber die Leserprobe:
- der Art Prolog im pseudowissenschaftlichen Tonfalle und die Erklärung mit dem Maiglöckchengeruch
- die expressive und doch nicht angegriffene Metaphorik
- der sehr elegante Duktus, der weder Authentizität heuchelt, noch zur rein formalen Spielerei verkommt.
Also schlecht ist das mMn nicht.
rousseau sagte:
Onkelzgraf sagte:
hihi xxx
endlich mal einer der mir zustimmt ;-)
Nur schade dass die von dir eigentlich gemeinte Apathie
etwas ganz anderes bedeutet,als die von dir benutzte Apartheit.
Beim live-Lesevortrag im Schlafzimmer würden solche Feinheiten mit Sicherheit überhaupt nicht auffallen ;)
ruebezahl sagte:
@rose: ich habe da noch eine wutrede zum letzten literaturinterview im gedächtnis. woher auf einmal der sinneswandel, doch auf der jungen literatur herumzuhacken? ;-)
Weil ich es angelesen habe. Nach 25 Seiten und ein paar Sprüngen nach hinten: Ach du grüne neune!
Alle Frauen dürfen Romane schreiben.
Nur sehr weise oder sehr dumme Männer schreibe Romane.
Man liest den Artikel nur wegen ihres Fotos.
18.12.2008 - 14:27 Uhr
Gartner
Alle Frauen dürfen Romane schreiben.
Nur sehr weise oder sehr dumme Männer schreibe Romane.
Man liest den Artikel nur wegen ihres Fotos.
18.12.2008 - 14:28 Uhr
Gartner
Alle Frauen dürfen Romane schreiben.
Nur sehr weise oder sehr dumme Männer schreibe Romane.
Man liest den Artikel nur wegen ihres Fotos.
diedrossel sagte:
"...und jetzt bin ich wieder ein bisschen hilflos,..." *augenaufschlag*
jeesuschrist!
da kam bei mir ein starker würgreiz und ich muss das video ausmachen.
boah, ist das schlimm. über das buch kann ich nix sagen, das hab ich nicht gelesen, ist aber ja immerhin suhrkamp.
andererseits kann auch so ein älterer suhrkamp-lektor auf das lolita-schema der autorin reinfallen,s cheint ja bei männern zu funktionieren wie man sieht.
wie gesagt, keine kritik am werk, aber die selbstinszenierung der autorin ist absolut indiskutabel und eine beleidigung für jede vernünftig denkende frau.
Also erstens wird eine Aussage nicht richtiger, wenn man sie dreimal postet ;)
Und Zweitens:
Gartner sagte:
Alle Frauen dürfen Romane schreiben.
Nur sehr weise oder sehr dumme Männer schreibe Romane.
Wie kommst du darauf?
18.12.2008 - 14:44 Uhr
diejodie
der ganze hass nur wegen einer harmlosen 25 jährigen und das bisschen aufmerksamkeit um ihr bescheidenes erstlingswerk ?
bin ich froh keine frau zu sein.
diejodie sagte:
andererseits kann auch so ein älterer suhrkamp-lektor auf das lolita-schema der autorin reinfallen,s cheint ja bei männern zu funktionieren wie man sieht.wie gesagt, keine kritik am werk, aber die selbstinszenierung der autorin ist absolut indiskutabel und eine beleidigung für jede vernünftig denkende frau.
Hm, ich weiß es ist sehr im Sinne vom kritischen Bewußtsein und so überall eine Inszenierung zu vermuten, aber vielleicht ist die gute Frau einfach so? Ich mein schon vom Typ und der Art her? Hier wurde auch auf ihre Myspace-Seite verwiesen, die scheinbar auch nicht gestylt ist. Könnte es einfach sein, dass eine begabte junge Frau bei Suhrkamp eine Chance mit einem gar nicht so schlechten Debut bekommen hat, ganz ohne Selbstinszenierung und Kindchenschema und Altherrenanbiederung?
querspieler sagte:
diejodie sagte:
andererseits kann auch so ein älterer suhrkamp-lektor auf das lolita-schema der autorin reinfallen,s cheint ja bei männern zu funktionieren wie man sieht.wie gesagt, keine kritik am werk, aber die selbstinszenierung der autorin ist absolut indiskutabel und eine beleidigung für jede vernünftig denkende frau.
Hm, ich weiß es ist sehr im Sinne vom kritischen Bewußtsein und so überall eine Inszenierung zu vermuten, aber vielleicht ist die gute Frau einfach so? Ich mein schon vom Typ und der Art her? Hier wurde auch auf ihre Myspace-Seite verwiesen, die scheinbar auch nicht gestylt ist. Könnte es einfach sein, dass eine begabte junge Frau bei Suhrkamp eine Chance mit einem gar nicht so schlechten Debut bekommen hat, ganz ohne Selbstinszenierung und Kindchenschema und Altherrenanbiederung?
nein, das darf nicht sein ! die frau hat sich auf anraten des verlags bestimmt die nase UND die stimmbänder operativ verkleinern lassen, sowie 40 stunden augenaufschlagen bei einer hochdotierten schauspiellehrerin genommen. das ganze natürlich ghost-gewrited von einem vertreter des lobbyistenverbandes pädophiler mitt-vierziger.
die frau ist einfach EVIL !
langwyle sagte:
ihr drossels, roses und jodies: sagt, ist euch euer stutenbeissreflex nicht zu peinlich ?
Hmm, solltest du dich das nicht besser selbst fragen?
Vielleicht besteht ja der Stutenbeissreflex gerade daran, dass man zwanghaft alles beissen muss, was man für eine Stute hält?
ich mag solche kind-frauen nicht.
und wenn das echt ist, wovon ich ausgehe, tut sie mir einfach nur leid. :)
wer es nötig hat so dermaßen zu kokettieren, was man ja nun mit absicht tut, um etwas bestimmtes zu erreichen, den kann ich nicht ernst nehmen.
sicher, sie IST einfach eine kind-frau, auch naiv, aber bestimmt nicht SO naiv, dass sie nicht bestimmte mittel und wege kennt, ihr ziel zu erreichen.
ich denke, diese "frau" ist eine mischung aus unbewußter und bewußter koketterie.
langwyle sagte:
ihr drossels, roses und jodies: sagt, ist euch euer stutenbeissreflex nicht zu peinlich ?
der ganze hass nur wegen einer harmlosen 25 jährigen und das bisschen aufmerksamkeit um ihr bescheidenes erstlingswerk ?
bin ich froh keine frau zu sein.
Was ist denn daran Stutenbissig zu sagen, dass man a) das Buch nach lesen nicht gut gefunden hat und b) die Kind.Frau.Nummer nicht mag?
Kindfraunummer finde ich immer wieder seltsam. Ich verstehe die Frauen nicht, die sie durchziehen, ich verstehe die Männer nicht die drauf stehen. Ich verstehe es nicht wirklich.
Du kannst die ja gerne toll finden, aber wir dürfen die auch ruhig weiter blöd finden. Und: Bevor ich hier das Bild von der gesehen hatte und bevor ich das Interview gelesen hatte, hatte ich das Buch in der Hand und war nicht gerade begeistert.
Aber nach der Sache mit der Roche muss man nun alles mögliche an Quatsch ertragen. Ich finde, es geht tendenziell in die gleiche richtung. Allein schon die Werbung über "Lesbischen Sex" etc. Die Schlagwörter mit denen da Marketing gemacht wird, machen einem übel.
Teobald sagte:
Haha seit gestern Abend kein Erkenntnisgewinn! Meine Güte .. sie sieht gut aus, na und?
erst einmal ist das relativ und darum geht es doch gar nicht.
MorbusBahlsen sagte:
@querspieler, sei es so wie du denkst, ich glaube auch, allzuviel muss sie sich wirklich nicth verstellen, aber die letztinterviewten Autorinnen hatten alle das gleiche Schema für ihren Erfolg. Irgendwas muss doch da dahinterstecken, so ein Schema wiederholt sich nicht von allein innerhalb eines Jahres...
Für mich stehen die Artikel nur im Zusammenhang "junge Autoren", wegen des Alters auch jetzt.de zielgruppenafin, schreiben ein erfolgreiches Buch und es wird mit einem Interview darüber berichtet, weil man sonst sich damit stärker auseinandersetzen und u.U. einen Verriss schreiben müsste. Dass gleichzeitig die Verlage diese Bücher promoten wollen, spricht ja nicht dagegen. Und ob es noch anderen Bücher gibt, die hier reinpassen würden weiß ich nicht genau. Aber ich vermute erst mal keine Verschwörung dahinter...
18.12.2008 - 16:09 Uhr
querspieler
melancholie sagte:
auch naiv, aber bestimmt nicht SO naiv, dass sie nicht bestimmte mittel und wege kennt, ihr ziel zu erreichen.ich denke, diese "frau" ist eine mischung aus unbewußter und bewußter koketterie.
Seh ich auch so, wer mit Suhrkamp einen Vertrag macht, kann nicht komplett naiv sein.
MorbusBahlsen sagte:
[...]
aber die letztinterviewten Autorinnen hatten alle das gleiche Schema für ihren Erfolg. Irgendwas muss doch da dahinterstecken, so ein Schema wiederholt sich nicht von allein innerhalb eines Jahres...
ja, das ist in der tat auffällig.
ich denke, daß das eine neue art der cora-romane wird, für den "anspruchsvollen" leser.
rosamunde pilcher vielleicht auch, nur mit richtigem sex und in der großstadt.
oh...mein würgereflex setzt ein.
Gartner sagte:
Man liest den Artikel nur wegen ihres Fotos.
Geb ich zu.
18.12.2008 - 16:24 Uhr
__xxx__
diejodie sagte:
da kam bei mir ein starker würgreiz und ich muss das video ausmachen.
Stutenbissigkeit kann also krank machen? Dachte ich mir ;)
andererseits kann auch so ein älterer suhrkamp-lektor auf das lolita-schema der autorin reinfallen,s cheint ja bei männern zu funktionieren wie man sieht.
Wie frauenfeindlich :D Und zugleich Männerverachtend. Was für verlorene Seelen sind wir nur, dass wir schöne Frauen tatsächlich schön finden können!
wie gesagt, keine kritik am werk, aber die selbstinszenierung der autorin ist absolut indiskutabel und eine beleidigung für jede vernünftig denkende frau.
Ist also eine Frau die ihren eigenen Weg geht (welcher auch immer das sein mag) etwas dass man venichten und verbieten sollte? Und was soll eine "vernünftig denkende Frau" genau sein, eine die mit Emma unter ihrem Kissen einschläft? Du sprichst hier gerade einem großen Teil der weiblichen Bevölkerung das Selbstbestimmungsrecht ab.
haha
mamau sagte:
Vielleicht besteht ja der Stutenbeissreflex gerade daran, dass man zwanghaft alles beissen muss, was man für eine Stute hält?
*****
18.12.2008 - 16:31 Uhr
__xxx__
melancholie sagte:
als ob es hier um das aussehen ginge...
haha
Na so einigen Damen geht es offensichtlich vorwiegend um das äußere Erscheinungsbild, wie man in diesem Thread vielfach lesen kann.
Aber mir gings ja nie darum, der guten Frau schriftstellerisches Potential abzusprechen. Wie gesagt - die Selbstinszenierung nervt. Eine Kindfrau ist man nicht; auf Kindfrau macht man. (Siehe mein voriges Beispiel von der Freundin, die rein vom Optischem her dem Kindchen-Schema voll entspricht, aber sicher keine Kindfrau ist) Stimmbänder operativ verkürzen lassen? Das nun nicht gerade. Aber Wimpernklimpern antrainieren ? - Tja, was es nicht alles gibt...
Und ich glaube übrigens auch, dass die Dame das gar nicht nötig hätte. (Eine Chance bei Suhrkamp bekommt man wohl nicht durch Wimpernklimpern allein). Umso mehr nervt es mich, dass sie es trotzdem macht.
Zum Thema Stutenbissigkeit: Der vorige Jungschriftsteller, der auf Jetzt vorgestellt wurde, ist ja um nichts sanfter behandelt worden trotz männlichem Geschlechts - ein paar verzückte "Och wie süß"-Ausrufe ob des Fotos und der Rest ergeht sich in Geläster. Da sind zwar auch allen Kritikern unlautere Motive (Neid; Frust; Missgunst) unterstellt worden, aber wenigstens ist keiner der Apologeten mit der elendigen Stutenbissigkeit angetanzt.
...ist ja keine seltenheit.
__xxx__ sagte:
mamau sagte:
Vielleicht besteht ja der Stutenbeissreflex gerade daran, dass man zwanghaft alles beissen muss, was man für eine Stute hält?
*****
Ehm, falls die Sterne zustimmen bedeuten sollen:
Dir ist schon klar, dass nach der Definition du und langwyle (auf den der Kommentar ja gemünzte war) nachgerade die Parade-Stutenbeisser seid.
rousseau sagte:
In diesem Videointerview redet sie ja wirklich zuckersüßen Mist.
Aber ich gebe zu: Die Fragen des Mannes sind ebenfalls beknackt.
Nachtigall, ick hör dir trappsen...
Das klingt nach einem Dankeschön für einen Druckkostenzuschuss
durch einen us-amerikanischen Designer .)
EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:
Tja, aber warum gibt es kein männliches Synonym dafür? Ich finde, das gehört dringend her! Irgendwelche Ideen?
Ohje, ich sehe schon, ich komm wohl mit meine Definition von "Stutenbeissreflex" nicht durch;)
die ist freitag bestimmt mit der von "frühling und so" unterwegs. auf dem ewigen pfad des nicht-erwachsen-werdens.
ganz ehrlich, kann sie überhaupt schreiben?
ich hab viel mehr lust sie ins regal zu stellen, hinter glas. wo sie blond und apathisch rumstehen kann...ach, mann, wo sind eigentlich die richtigen bücher geblieben, hm?
und klar vermarktet man mit einem Autorenfoto auch ein Image - und da sollte man sich dann eben gedanken drüber machen, wie das rüberkommt und ob man das will.
und zum thema neid: ich bin kein bisschen neidisch auf frauen, die mit 25 ihren ersten roman bei einem großen verlag veröffentlichen. wirklich nicht. es sei ihnen allen gegönnt.
ach, es ist doch einfach der anett louisan-effekt, nur mit lesbenporno-fantasien. denn werd ich ja wohl nochmal kritisieren dürfen.
diejodie sagte:
....
ach, es ist doch einfach der anett louisan-effekt, nur mit lesbenporno-fantasien. denn werd ich ja wohl nochmal kritisieren dürfen.
Komisch, hab ich auch gleich gedacht.
melancholie sagte:
wer es nötig hat so dermaßen zu kokettieren, was man ja nun mit absicht tut, um etwas bestimmtes zu erreichen, den kann ich nicht ernst nehmen.
darum gehts doch genau. und dass gerade die frauen hier das kritisieren, hat nix mit stutenbissigkeit zu tun, sondern eher damit, dass sich viele von uns echt bemühen, auch noch jenseits der mädchenmasche wahrgenommen zu werden. ein bewusstsein dafür zu schaffen, dass man als frau nicht in erster linie süß, niedlich, großäugig, hilflos und piepsstimmig sein muss. aber ja, wenn man das nicht bedient, ist man ja gleich die kampfemanze mit der emma unterm kopfkissen. mann, ey.
rousseau sagte:
rousseau sagte:
In diesem Videointerview redet sie ja wirklich zuckersüßen Mist.
Aber ich gebe zu: Die Fragen des Mannes sind ebenfalls beknackt.
Daraufhin hab ichs mir jetzt mal ganz angetan. Die Fragen sind wirklich nicht sonderlich toll vorbereitet, dafür reagiert sie ad hoc noch ganz gut - meistens und mit nicht sehr großen Wortschatz. Allerdings merkt man es ihr schon deutlich an, dass sie mehr aufs Promoten aus ist, als mit ihrem Buch einen literarischen Meilenstein mit ein bisschen Aussagekraft wenigstens hinzulegen, oder soll ich sagen, ein Buch mit 157 Seiten, das in wenigen Wochen Schreibzeit entstanden ist, maximal ein Jahr mit mehrmals mehreren Wochen Unterbrechungen... pro Seite also offensichtlich weniger als ein Tag. Das ist zwar schon über jetzt-Durchschnitt, aber gut, die Thematik und die ausgefeilte Vielschichtigkeit ihrer Aussagen benötigen vielleicht auch nicht mehr Hingabe.
Ach, es ist mir gar nicht so wichtig, _wie_ man den Begriff "Stutenbissigkeit" umdefiniert - ob man ihn nun in seinem Anwendungsbereich einschränkt und so eine positive Umwertung vornimmt oder ob man die negative Konnotation behält und ihn dafür auch auf die Männer ausweitet. Wichtig ist nur: die momentan gängige Definition muss sterben.
da hast du völlig Recht. Aber eben darauf kommt es (leider) im Hinblick auf kommerziellen Erfolg an.
EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:
@mamau:
Ach, es ist mir gar nicht so wichtig, _wie_ man den Begriff "Stutenbissigkeit" umdefiniert - ob man ihn nun in seinem Anwendungsbereich einschränkt und so eine positive Umwertung vornimmt oder ob man die negative Konnotation behält und ihn dafür auch auf die Männer ausweitet. Wichtig ist nur: die momentan gängige Definition muss sterben.
Jepp, find ich auch.
Als ob Werte, Wörter, Konzepte nicht ständig neu definiert würden. Neue Erkenntnisse verlangen neue Definitionen. Die Erkenntis, dass weibliche Kritik nicht zwangsläufig weniger valide ist als männliche, sollte zwar so neu nicht sein, ist es aber für manche etwas zurückgebliebenen Zeitgenossen bedauerlicherweise offenbar doch.
Bei Neusprech im Orwellschen Sinn gehts darum, Bedeutungsdimensionen von Wörtern zu reduzieren. Uns geht's darum, Bedeutungsdimensionen zu erweitern. Das ist schon ein gewisser Unterschied.
18.12.2008 - 19:03 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…
Aber der Begriff Stutenbissigkeit suggeriert, dass weibliche Kritik im Unterschied zur männlichen prinzipiell unsachlich, verletzend und neidererfüllt ist - nicht, weil sie von einer unsouveränen Person kommt, sondern weil sie von einer Frau kommt. Und das muss sich ändern.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir finden ein neues Wort für unsachliche, verletzende, neidererfüllte Kritik, das endlich die Herren der Schöpfung nicht mehr diskriminiert, die sich diesem Vergnügen ja genausogern hingeben wie wir Frauen (mein Ansatz) oder wir behalten "Stutenbissigkeit" als Wort für weibliche Kritik und schließen dann die Bedeutung mit ein, dass diese Kritik durchaus auch valide sein kann, weil sie eben würdige Ziele trifft (mamaus Ansatz).
Das ist es jedenfalls, was ich mit Erweiterung des Bedeutungsspektrums meine. Und das hat mit Neusprech aber genau gar nix zu tun.
langwyle sagte:
ja, es braucht neusprech ! "
Cool, jetzt kann ich endlich mal die schöne Wortkombination "deplatzierte Totalitarismusvorwurf" schreiben!
Eine ernstgemeint Antwort kann ich mir ja sparen, die hat Etwaswasman... schon geliefert.
@Etwaswasmanmag...
Mein Ansatz war eigentlich viel banaler gemeint, aber egal ...
oekorealist sagte:
(benutze weder emotional_enterprise noch duckwitz als nick, vermute aber dieselbe person dahinter und finde es amüsant. danke, weitermachen.)
Mit dem hab ich nix zu tun
diejodie sagte:
melancholie sagte: wer es nötig hat so dermaßen zu kokettieren, was man ja nun mit absicht tut, um etwas bestimmtes zu erreichen, den kann ich nicht ernst nehmen.darum gehts doch genau. und dass gerade die frauen hier das kritisieren, hat nix mit stutenbissigkeit zu tun, sondern eher damit, dass sich viele von uns echt bemühen, auch noch jenseits der mädchenmasche wahrgenommen zu werden. ein bewusstsein dafür zu schaffen, dass man als frau nicht in erster linie süß, niedlich, großäugig, hilflos und piepsstimmig sein muss. aber ja, wenn man das nicht bedient, ist man ja gleich die kampfemanze mit der emma unterm kopfkissen. mann, ey.
na dann meinen wir ja das gleiche.
oder nicht?
EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte: Wie gesagt - die Selbstinszenierung nervt. Eine Kindfrau ist man nicht; auf Kindfrau macht man. (Siehe mein voriges Beispiel von der Freundin, die rein vom Optischem her dem Kindchen-Schema voll entspricht, aber sicher keine Kindfrau ist) Stimmbänder operativ verkürzen lassen? Das nun nicht gerade. Aber Wimpernklimpern antrainieren ? - Tja, was es nicht alles gibt...
Du schnallst es wohl gar nicht, wie? Also gut: wie "macht man" auf glatte Haut, große Augen, schmales Kinn, kindliche Gesichtszüge, zierliche Figur etc.?
Das zum körperlichen, nun zum Ideologischen: du verurteilst bzw. diskriminierst und beleidigst Frauen, die von Natur aus und durch die Summe ihrer Lebenserfahrungen wirklich so sind.
Zum Thema Stutenbissigkeit: Der vorige Jungschriftsteller, der auf Jetzt vorgestellt wurde, ist ja um nichts sanfter behandelt worden trotz männlichem Geschlechts - ein paar verzückte "Och wie süß"-Ausrufe ob des Fotos und der Rest ergeht sich in Geläster. Da sind zwar auch allen Kritikern unlautere Motive (Neid; Frust; Missgunst) unterstellt worden, aber wenigstens ist keiner der Apologeten mit der elendigen Stutenbissigkeit angetanzt.
Weil es die dort nicht gab und hier ist sie dermaßen offensichtlich dass es weh tut.
Apologeten, was und wen genau meinst Du damit?
18.12.2008 - 20:14 Uhr
__xxx__
mamau sagte:
__xxx__ sagte:
mamau sagte:
Vielleicht besteht ja der Stutenbeissreflex gerade daran, dass man zwanghaft alles beissen muss, was man für eine Stute hält?
*****
Ehm, falls die Sterne zustimmen bedeuten sollen:
Dir ist schon klar, dass nach der Definition du und langwyle (auf den der Kommentar ja gemünzte war) nachgerade die Parade-Stutenbeisser seid.
Keine Zustimmung, sondern das war mein Lacher des Tages (wegen der Formuliereung, Inhalt beiseite).
18.12.2008 - 20:15 Uhr
__xxx__
melancholie sagte:
weil es kein männliches synonym dafür gibt.
...ist ja keine seltenheit.
Aber natürlich, nur bei uns geht es direkter und öfter mal blutiger zu. Hirschduelle und so.
__xxx__ sagte:
Aber natürlich, nur bei uns geht es direkter und öfter mal blutiger zu. Hirschduelle und so.
*****
Mich wundert dass das hier keiner angesprochen hat, aber das entsprechende männliche Konzept ist halt eher Statusrangeleien und Hierarchiekämpfe (ich bin mir sicher, dass es da ein passendes Wort gibt, das mir jetzt bloß nicht einfällt).
diejodie sagte:
es geht hier überhaupt kein bisschen um das AUSSEHEN der autorin, sondern um ihr AUFTRETEN.
Das gehört zusammen, eine Person ist erst durch ihr Verhalten definiert.
und klar vermarktet man mit einem Autorenfoto auch ein Image - und da sollte man sich dann eben gedanken drüber machen, wie das rüberkommt und ob man das will.
Ja, wenn man eine karrieregeile, kalkulierte Person ist oder wenn man die Optik spezifisch in sein Gesamtbild als Künstler einbezieht. Sonst nicht unbedingt.
ach, es ist doch einfach der anett louisan-effekt, nur mit lesbenporno-fantasien. denn werd ich ja wohl nochmal kritisieren dürfen.
Klasse :D
18.12.2008 - 20:24 Uhr
__xxx__
diejodie sagte:
darum gehts doch genau. und dass gerade die frauen hier das kritisieren, hat nix mit stutenbissigkeit zu tun, sondern eher damit, dass sich viele von uns echt bemühen, auch noch jenseits der mädchenmasche wahrgenommen zu werden. ein bewusstsein dafür zu schaffen, dass man als frau nicht in erster linie süß, niedlich, großäugig, hilflos und piepsstimmig sein muss. aber ja, wenn man das nicht bedient, ist man ja gleich die kampfemanze mit der emma unterm kopfkissen. mann, ey.
Die Kritik ist absolut erlaubt, nur das Leugnen der wahren Gründe ist das was verwerflich ist. Aber das ist bei vielen leider nicht mal bewusst, sondern nur ein Reflex. In dem Sinne gilt meine Kritik an den Aussagen bzw. speziell der Wortwahl eher als Ansporn zur tieferen Selbstfindung ;)
18.12.2008 - 20:30 Uhr
__xxx__
EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:
Ts, Neusprech. Das fehlte ja grade noch.
Als ob Werte, Wörter, Konzepte nicht ständig neu definiert würden. Neue Erkenntnisse verlangen neue Definitionen. Die Erkenntis, dass weibliche Kritik nicht zwangsläufig weniger valide ist als männliche, sollte zwar so neu nicht sein, ist es aber für manche etwas zurückgebliebenen Zeitgenossen bedauerlicherweise offenbar doch.
In einem kleinen Absatz halbes dutzend egozentrische, zynische, missionarische und gar beleidigende Aussagen reingegossen, aber anderen parteiisches oder zurückgebliebenes Denken vorwerfen. Manomann... wie peinlich.
18.12.2008 - 20:45 Uhr
__xxx__
EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:
Es leugnet ja keiner, dass weibliche Kritik manchmal unsachlich, verletzend und neiderfüllt ist. Warum sollten Frauen diesbezüglich Männern überlegen sein?
Die darf es ja gern sein, da hat keiner was dagegen. Nur das immer zu beobachtende Leugnen der wahren Gründe (persönliche schlechte Gefühle dem Typus gegenüber ohne überhaupt die Gründe psychologisch tiefer erläutern zu müssen) ist unerträglich. Etwas mehr Courage in Richtung Offenheit wäre sehr wünschenswert, wenn es auch unmöglich scheint. Manche schaffen es.
Aber der Begriff Stutenbissigkeit suggeriert, dass weibliche Kritik im Unterschied zur männlichen prinzipiell unsachlich, verletzend und neidererfüllt ist - nicht, weil sie von einer unsouveränen Person kommt, sondern weil sie von einer Frau kommt. Und das muss sich ändern.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir finden ein neues Wort für unsachliche, verletzende, neidererfüllte Kritik, das endlich die Herren der Schöpfung nicht mehr diskriminiert, die sich diesem Vergnügen ja genausogern hingeben wie wir Frauen (mein Ansatz) oder wir behalten "Stutenbissigkeit" als Wort für weibliche Kritik und schließen dann die Bedeutung mit ein, dass diese Kritik durchaus auch valide sein kann, weil sie eben würdige Ziele trifft (mamaus Ansatz).
Das ist es jedenfalls, was ich mit Erweiterung des Bedeutungsspektrums meine. Und das hat mit Neusprech aber genau gar nix zu tun.
Also ich weiß nicht ob Du zu wenig liest, aber ich habe so Begriffe wie Hahnenkämpfe und sonstige Konstrukte mit Wölfen, Hirschen etc. schon sehr oft mitbekommen. Das ist bei beiden Geschlechtern genau identisch was die Denke angeht, nur die äußern sich unterschiedlich. Und als praktisches Beispiel für das weibliche Gegenstück zu Hahnenkamf haben wir Stutenbissigkeit, mehr ist das nicht. Wenn es Dir lieber ist, können wir es auch "Hennen..." pardon, "Hähninnenkämpfe" nennen, wäre das was?
18.12.2008 - 20:48 Uhr
__xxx__
MorbusBahlsen sagte:
(wegen dem Inhalt, Formulierung beseite)
Ist ok, dass Dein Verständnis die Aussage auf Deine Wunschversion reduzieren wird ist mir sowieso klar. Siehe die Antwort vom Ingenieur darunter.
18.12.2008 - 20:51 Uhr
__xxx__
18.12.2008 - 20:52 Uhr
__xxx__
stutenbissigkeit soll doch den neid unter frauen beschreiben.
Warum Stutenbissigkeit diskriminierend, Hahnenkämpfe oder Hirschduelle aber nicht sein soll kapier ich allerdings gar nicht. In beiden Fällen handelt es sich um von außen gesehen dämliches Verhalten, das mit einem Wort aus dem Tierreich nicht sehr charmant aber wohl treffend beschrieben wird.
melancholie sagte:
hirschduelle ist in keinster weise ein pendant zu stutenbissigkeit, da ersteres nicht diskriminierend ist, sondern es um ehre und hackordnung geht, es geht nicht um neid.
stutenbissigkeit soll doch den neid unter frauen beschreiben.
Also ich verstehe darunter Konkurrenzkämpfe ganz generell.
soweit ich informiert bin, ist das gänzlich unterschiedlich motiviert.
falls nicht, so korrigiert mich bitte.
es gibt für viele schimpfwörter für frauen kein passendes pendant.
ich denke da an das typische wort "schlampe", was eindeutig auf frauen gemünzt ist.
sicher, mittlerweile nutzt man es auch für männer, aber was sagt das bitte aus?
nun, ich möchte jetzt nicht als emanze rüberkommen, denn das bin ich nicht. aber solche dinge finde ich immer recht bezeichnend, muß ich sagen.
und bei den hirschen geht es ja auch ums überleben, nicht wahr?
wenn du kein anführer bist, hast du keinen harem, somit kannst du dich viel schwieriger fortpflanzen...so ist das jedenfalls bei hirschen.
diejodie sagte:
es geht hier überhaupt kein bisschen um das AUSSEHEN der autorin, sondern um ihr AUFTRETEN.
und klar vermarktet man mit einem Autorenfoto auch ein Image - und da sollte man sich dann eben gedanken drüber machen, wie das rüberkommt und ob man das will.
und zum thema neid: ich bin kein bisschen neidisch auf frauen, die mit 25 ihren ersten roman bei einem großen verlag veröffentlichen. wirklich nicht. es sei ihnen allen gegönnt.
ach, es ist doch einfach der anett louisan-effekt, nur mit lesbenporno-fantasien. denn werd ich ja wohl nochmal kritisieren dürfen.
"Unter Freunden wird man verdammt nochmal etwas Kritik üben dürfen" ist ein Satz, den ich nicht mehr hören kann. Warum? In Googel oder bei Henryk M. Broder danach suchen.
Zum Thema vermarkten: Wie und mit welchem Image werden denn Deine Bücher vermarktet?
Zum Thema Aussehen vs. Auftreten: Das sind in diesem Fall 2 Aspekte der Aussenwirkung.
Du merkst es vielleicht nur nicht, weil Du aus der Sicht einer Frau diese Wörter ja auch seltener zu hören bekommst ;)
melancholie sagte:
um ehrlich zu sein ist mir der begriff "hirschduelle" noch nie in zusammenhang mit neid unter männern untergekommen. ;)
und bei den hirschen geht es ja auch ums überleben, nicht wahr?
Sehr stark aber auch um Weibchen bzw. wer seine Gene am besten und weitesten verteilen kann.
__xxx__ sagte:
Und bei Männern ist es ebenfalls Neid so gesehen, die "Herausforderer" wollen immer den "Chef" stürzen weil sie seine Position selbst gern hätten. Hackordnung in ihrer simpelsten Form, bei Männern wie bei Frauen. Nur die Ausdrucksorm ist Geschlechterspezifisch.
Das ist glaub ich zu simpel. Männer haben generell mit Hierarchie keine Probleme, der Rudelführer wird anerkannt und wenn er was taugt auch akzeptiert. Nur ein paar Junge warten darauf, dass sie den Job übernehmen können. Schlimmer ist, wenn sich an der Hierarchie was ändert.
Konkret gesagt: Mir sind meine gleichgestellten Kollegen alle völlig egal. man streitet sich um Ideen und Sachen und geht dann ein Bier trinken, und auch die Chefs sind akzeptiert. Nur als mir ein jüngerer Kollege vor die Nase gesetzt wurde, da hab ich gekocht, obwohl ich den Job (der hat schon ein paar Leute verschlissen) überhaupt nicht wollte.
Frauen streiten persönlicher, mit Gleichrangigen oder auch mit Untergebenen, und so lange, bis sie nicht mehr zusammenarbeiten können.
Ich denke schon, dass es da Unterschiede gibt.
im rest meines kommentares steht ja die begründung. ;)
__xxx__ sagte:
Und bei Frauen ist der einzige Unterschied dass statt "am Meisten" an der Stelle im Satz "mit dem Besten" steht. Qualität statt Quantität, stark vereinfacht gesagt.
huh? i got lost...
18.12.2008 - 21:38 Uhr
__xxx__
melancholie sagte:
__xxx__ sagte:
Und bei Frauen ist der einzige Unterschied dass statt "am Meisten" an der Stelle im Satz "mit dem Besten" steht. Qualität statt Quantität, stark vereinfacht gesagt.
huh? i got lost...
Geht alles zu schnell hier... das war gemeint:
"Sehr stark aber auch um Weibchen bzw. wer seine Gene am besten und weitesten verteilen kann."
Also bei Stutenkämpfen ist die psychische Ursache der ewige Drang eines Lebewesens, im weitesten Sinne an der Spitze der Nahrungskette zu stehen. Männer sind rein im Überlebenssinne erfolgreich wenn sie möglichst viele Kinder in die Welt setzen, Frauen sind dann erfolgreich wenn sie den "bestmöglichen" Partner (oder ein paar) wählen, weil sie durch gesunde, feste Bindungen die beste Zukunftssicherung für den Nachwuchs sichern.
Nochmal, das ist rein rechnerisch aus der biologischen Ecke betrachtet, soll nicht als wertend oder diskriminierend verstanden werden.
wie dem auch sei...was hier stört ist doch, dass kritik an frauen von frauen einem SOFORT stutenbissigkeit vorgeworfen wird.
und das finde ich ziemlich primitiv. :)
rocky_raccoon sagte:
Warum keine Nacktfotos der Autorin?
Weil das eine Seite ist wo auch Jugendliche verkehren?
;P
melancholie sagte:
die weibchen haben doch automatisch den besten partner, wenn sie in einem rudel leben, weil es da meist nur ein männchen gibt, welches sich fortpflanzen darf.
Also willst Du sagen dass es bei Frauen nur auf die Führungsstärke ankommt? ;) Vorsicht, gleicht tauchen kikuju und co. auf und machen Dich fertig wegen Deinem Machotum :D
Im ernst, nein. Es gibt ja verschiedene Qualitäten in verschiedenen Situationen, dann noch Vorlieben etc. Was mir "der beste" gemeint ist, ist die Summe aller für die Dame wichtigen positiven Eigenschaften und diese ist so unterschiedlich wie die Menschen selbst.
Wenn es nicht so wäre, wären wir schon längst dank dem genetischen Verfall in einem inzestuösen Genpool (da wir dann irgendwann alle Geschwister wären) ausgestorben. Daher ist die Individualität auch ein sehr großer Faktor beim unterbewussten Teil der Partnerwahl, so entsteht auch die Spezialisierung auf bestimmte Fähigkeiten auch bei Tieren, sowie auch diverse Ziermuster innerhalb einer bestimmten Art. Die Gene müssen ständig durchgemischt werden um das Genpool gesund zu halten, daher haben alle Lebewesen eine Affinität zu starken/guten Individualisten/Spezialisten.
18.12.2008 - 21:55 Uhr
__xxx__
melancholie sagte:
nackte frauen sieht man doch fast überall zu jeder tageszeit, ich denke nicht, daß es da um den jugendschutz geht.
;P
Ach wie trostlos dass so junge menschen schon so abgestumpft und verdorben sind... ;)
Zu dem Fall oben: kurz gesagt, wie die Frage so die Antwort.
__xxx__ sagte:
melancholie sagte: die weibchen haben doch automatisch den besten partner, wenn sie in einem rudel leben, weil es da meist nur ein männchen gibt, welches sich fortpflanzen darf.Also willst Du sagen dass es bei Frauen nur auf die Führungsstärke ankommt? ;) Vorsicht, gleicht tauchen kikuju und co. auf und machen Dich fertig wegen Deinem Machotum :DIm ernst, nein. Es gibt ja verschiedene Qualitäten in verschiedenen Situationen, dann noch Vorlieben etc. Was mir "der beste" gemeint ist, ist die Summe aller für die Dame wichtigen positiven Eigenschaften und diese ist so unterschiedlich wie die Menschen selbst.Wenn es nicht so wäre, wären wir schon längst dank dem genetischen Verfall in einem inzestuösen Genpool (da wir dann irgendwann alle Geschwister wären) ausgestorben. Daher ist die Individualität auch ein sehr großer Faktor beim unterbewussten Teil der Partnerwahl, so entsteht auch die Spezialisierung auf bestimmte Fähigkeiten auch bei Tieren, sowie auch diverse Ziermuster innerhalb einer bestimmten Art. Die Gene müssen ständig durchgemischt werden um das Genpool gesund zu halten, daher haben alle Lebewesen eine Affinität zu starken/guten Individualisten/Spezialisten.
hahahaha
ICH spreche von tieren, welche im rudel leben, NICHT von frauen.
:D
diedrossel sagte:
hirschduelle ist ganz ganz großartig!
Hirschraggout auch.
Jollscherl sagte:
hanni und nanni, aber mit anfassen. :-)
Haha.
Seltsamerweise gibt es aber bei Männern keinen auch nur halb so abwertenden Ausdruck dafür, der auch noch mit ähnlicher Reflexhaftigkeit bei jeder sich bietender Gelegenheit benutzt wird. (So viel zum Thema, Begriff benennt einzig ein in der Realität vorhandendes Konzept. Auf der anderen Seite gibt es das Konzept nämlich genauso, den dazu passenden Begriff aber nicht. Sicher reiner Zufall).
Und nein, Hirschduell oder Hahnenkampf zählt nicht; das gehört doch nicht zum allgemeinen Sprachgebrauch. Ich bin offenbar nicht die einzige, der der Begriff noch nie untergekommen ist (Ob ich viel oder wenig lese, ist da übrigens gar nicht so relevant - es geht nicht um die Schriftsprache, sondern um Wörter, die Menschen auch im Alltag benutzen).
Könnte es nicht vielleicht sein, dass Männer nur deshalb gelegentlich souveräner im Umgang mit Konkurrenzsituationen wirken, weil sie sich nicht bei jedem Angriff auf den Gegner, der nun mal zu einem ordentlichen Konkurrenzkampf dazugehört, gleich gegen den Vorwurf der Stutenbissigkeit wehren müssen? Nur so ne Idee.
Übrigens sind meiner Erfahrungen nach Frauen sehr viel ehrlicher, was eventuell unsachliche Elemente in ihrem Urteil betrifft (die übrigens jedes Urteil enthält; niemand ist hunderprozentig neutral und objektiv). Männer glauben nur gern, sie wären rein sachlich. Sie sind es natürlich nicht.
18.12.2008 - 23:56 Uhr
Duckwitz
18.12.2008 - 23:56 Uhr
Duckwitz
Wie wär's mit "Menschen, die mit Minderwertigkeitskomplexen beladen sind, neigen dazu, ihre Gegner zu demütigen. Menschen, die mit sich selbst im Reinen sind, genügt der Sieg". - Das käme mir plausibel vor. Allerdings kenne ich genug Männer mit Minderwertigkeitskomplexen, die sich auch entsprechend verhalten.
Allgemein gesprochen vermutlich ja. Innergeschlechtlich steh ich zu meiner Hypothese.
diedrossel sagte:
ich glaube, der unterschied ist eher, dass wenn ein mann einen mann kritisiert, dann wird kaum eine faru auf die idee kommen zu sagen, du bist ja nur neidisch, weil dein schwanz kleiner ist.
that is the point.
"die spricht auch wie ein baby."
"...und jetzt bin ich wieder ein bisschen hilflos,..." *augenaufschlag*
jeesuschrist!
"da kam bei mir ein starker würgreiz und ich muss das video ausmachen."
Usw.
DieDrossel und DieJodie, mit diesen Äusserungen verabschiedet ihr euch davon, mit eurer Kritik Ernst genommen zu werden.
Lächerliche Emotionalitäten sind das nur.
Hättest dir mal lieber das Video angeschaut. (DieJodie: Wenn sich dabei schon dein Würgereiz meldet, bist du ja viel emotionaler und kindlicher als die Person, die du kritisierst.) Sie versucht darin zu reflektieren und auf zugegeben recht blöde Fragen differenzierte Antworten zu geben. Dabei wirkt sie überhaupt nicht hilflos oder schutzbedürftig.
diejodie sagte:
dass sich viele von uns echt bemühen, auch noch jenseits der mädchenmasche wahrgenommen zu werden. ein bewusstsein dafür zu schaffen, dass man als frau nicht in erster linie süß, niedlich, großäugig, hilflos und piepsstimmig sein muss.
Mensch, Mädels, wenn es mehr von euch gäbe, wüsste ich sofort, mit wem ich ein halbes Dutzend meiner Freunde verkuppeln wollte, damit die endlich mal jemand Gescheites abkriegen. Aber so... Wo seid ihr?!? An meiner Uni jedenfalls nicht. :-(
PS: Ich habe heute und in diesem Thread den Begriff "Stutenbissigkeit" zum ersten Mal gehört, soviel zur Gebräuchlichkeit. ;-)
Wochenendzyniker sagte:
PS: Ich habe heute und in diesem Thread den Begriff "Stutenbissigkeit" zum ersten Mal gehört, soviel zur Gebräuchlichkeit. ;-)
wenn du etwas nicht kennst, bedeutet das dann, dass es ungebräuchlich ist?
Die Frauen in deinem Umfeld haben als mehr Minderwertigkeitskomplexe als die Männer? Frag dich mal warum.
In meinem Umfeld ist das Gott-Sei-Dank nicht so. Aber so, wie er klingt, wird sich Duckwitz wohl nicht in den liberalsten, aufgeschlossensten Kreisen bewegen.
19.12.2008 - 08:28 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…
Aber gerade die Drossel und dieJodie haben doch nahezu gebetsmühlenartig betont: Es geht nicht um die Frau, sondern um ihre Selbstinszenierung. Es geht nicht um ihr Aussehen, sondern um ihr Auftreten. Für mich klingt das nicht undifferenziert.
Mag ja durchaus sein, dass ein oder zwei der Kommentare in diesem Thread nicht völlig frei waren von Gehässigkeit. Wie gesagt, warum sollten Frauen in dieser Hinsicht besser sein als Männer? (Die Kommentare, aus denen meinem Empfinden nach die meiste Verächtlichkeit sprach, waren wohl jene mit dem Tenor "Ist doch wurscht, wenn sie sich in meinem Schlafzimmer auszieht, stört mich ihr Geschreibsel auch nicht mehr" - und die kamen wohl eher nicht von Frauen).
In die meisten Fällen haben die Kritikerinnen diese Lolita-Masche hier trotz aller Emotionalität aber sehr wohl differenziert. Die Kritiker der Kritikerinnen trotz aller Sachlichkeit allerdings nie. Eigenartig, nicht?
19.12.2008 - 08:34 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…
Ich merke gerade, dass du dich mit deiner Kritik ausdrücklich an Jodie und Drossel wendest - zwar meiner Meinung nach wie oben erklärt auch nicht unbedingt gerechtfertigterweise, aber zumindest nicht komplett undifferenziert.
"Frauen neigen dazu, ihre Gegner zu demütigen. Männern genügt der Sieg" - Das mein ich mit undifferenziert.
EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:
Frauen neigen dazu ihre Gegnerin zu demütigen. Männern genügt der Sieg? - Habe ich so nicht beobachtet.
Wie wär's mit "Menschen, die mit Minderwertigkeitskomplexen beladen sind, neigen dazu, ihre Gegner zu demütigen. Menschen, die mit sich selbst im Reinen sind, genügt der Sieg". - Das käme mir plausibel vor. Allerdings kenne ich genug Männer mit Minderwertigkeitskomplexen, die sich auch entsprechend verhalten.
Klar, A-löcher gibt es auf beiden Seiten.
Zum Thema Sprachgebrauch, Hahnenkämpfe und ähnliches ist im Alltag durchaus oft zu hören. Warum Du das nicht so mitbekommen hast, weiß ich jetzt auch nicht.
19.12.2008 - 08:40 Uhr
__xxx__
EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:
Die Kommentare, aus denen meinem Empfinden nach die meiste Verächtlichkeit sprach, waren wohl jene mit dem Tenor "Ist doch wurscht, wenn sie sich in meinem Schlafzimmer auszieht, stört mich ihr Geschreibsel auch nicht mehr" - und die kamen wohl eher nicht von Frauen).
Aber Du hast wohl den ";)" am Ende des Satzes verpasst? Eigentlich ist es als Kompliment gedacht. Die Überempfindlichkeit mancher Leser ist ein anderes Thema, da kann ich auch nicht weiter helfen.
19.12.2008 - 08:43 Uhr
__xxx__
19.12.2008 - 08:44 Uhr
__xxx__
und irgendwie hat das interview etwas pädophiles (das videointerview).
"Aber gerade die Drossel und dieJodie haben doch nahezu gebetsmühlenartig betont: Es geht nicht um die Frau, sondern um ihre Selbstinszenierung. Es geht nicht um ihr Aussehen, sondern um ihr Auftreten. Für mich klingt das nicht undifferenziert."
Die Diskrepanz zwischen ihren Anspruch (-> seriöse Kritik) und ihren tatsächlichen Äusserungen veranlasste mich, einen Kommentar abzugeben.
Kurz zur Selbstinszenierung: Gestehen wir ihr mal zu, dass sie aussieht, wie sie aussieht. Aber weder das Bild hier noch das TV-Interview vermitteln den Eindruck eines hilflosen, also schutzbedürftigen Mädchens. Auch ihre Körperlichkeit wird nicht in den Vordergrund gerückt. Ich sehe den Lolita-Vorwurf nirgends begründet.
"Die Kommentare, aus denen meinem Empfinden nach die meiste Verächtlichkeit sprach, waren wohl jene mit dem Tenor "Ist doch wurscht, wenn sie sich in meinem Schlafzimmer auszieht, stört mich ihr Geschreibsel auch nicht mehr" - und die kamen wohl eher nicht von Frauen."
Diese Kommentare sind substanzlos und lächerlich. Ich dachte, dass darüber Konsens herrscht. Deshalb waren sie mir keinen Kommentar wert.
"Ich merke gerade, dass du dich mit deiner Kritik ausdrücklich an Jodie und Drossel wendest - zwar meiner Meinung nach wie oben erklärt auch nicht unbedingt gerechtfertigterweise, aber zumindest nicht komplett undifferenziert."
Es ist richtig, dass ich mich speziell an die beiden gewendet habe. Das heisst aber nicht, dass du dich dazu nicht äussern kannst. (Ich glaube, dass meine Kritik ziemlich differenziert war, weil die Grundlage davon Zitate sind, zu denen ich meine Meinung sage.)
ruebezahl sagte:
Wochenendzyniker sagte:
PS: Ich habe heute und in diesem Thread den Begriff "Stutenbissigkeit" zum ersten Mal gehört, soviel zur Gebräuchlichkeit. ;-)
wenn du etwas nicht kennst, bedeutet das dann, dass es ungebräuchlich ist?
Nicht unbedingt. Aber mir klang eure Diskussion irgendwie danach, als sei das ein Allerweltswort wie "Feminismus" oder "Straßenbahn", das garantiert jeder schon mal gehört haben muss. Vielleicht wird in meinem Bekanntenkreis auch einfach öfter das Wort "Zickenkrieg" benutzt. (Wobei das mit Komposita ja ohnehin so eine Sache ist, da jeder neue bilden kann bzw. bilden, ohne zu wissen, dass sie nicht mehr neu sind usw., aber das würde uns zu weit vom Thema wegführen.)
__xxx__ sagte:
EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen sagte:
Die Kommentare, aus denen meinem Empfinden nach die meiste Verächtlichkeit sprach, waren wohl jene mit dem Tenor "Ist doch wurscht, wenn sie sich in meinem Schlafzimmer auszieht, stört mich ihr Geschreibsel auch nicht mehr" - und die kamen wohl eher nicht von Frauen).
Aber Du hast wohl den ";)" am Ende des Satzes verpasst? Eigentlich ist es als Kompliment gedacht. Die Überempfindlichkeit mancher Leser ist ein anderes Thema, da kann ich auch nicht weiter helfen.
_xxx_, meiner Meinung nach ändert ein ";)" da nichts. Aussagen dieser Art sind und bleibt in erster Linie eins: sexistisch.
Wenn du einer Frau an den Hintern grabscht, macht es ein augenzwinkerndes, nettes Lächeln auch nicht besser, eher im Gegenteil.
Aber dass so etwas manchen nicht gefallt, kann natürlich nur an deren Überempfindlichkeit liegen.
19.12.2008 - 11:40 Uhr
__xxx__
19.12.2008 - 11:41 Uhr
__xxx__
Insofern zieht die Vermarktung bei mir auch nicht, da ich null auf Kinder stehe, oder Frauen, die rüberkommen wollen wie Kinder.
__xxx__ sagte:
Habe mir dasselbe gedacht. Zwar etwas kindlich, aber trotzdem (oder deswegen?) recht süß. Da würde mich das hohle Gekritzel nicht mal groß stören.
und das:
__xxx__ sagte:Beim live-Lesevortrag im Schlafzimmer würden solche Feinheiten mit Sicherheit überhaupt nicht auffallen ;)
allerdings schon.
Bei Ersterem hat du übrigens das ";)" vergessen ;)
19.12.2008 - 11:58 Uhr
mamau
__xxx__ sagte:
Und was hat das gleich mit an den Hintern grabschen zu tun? Du projizierst hier Deine eigene Denke auf mich, so was ist nicht unbedingt schön.
Erstens war es ein Beispiel dafür, dass manchmal ein ";)" oder ein Lächeln auch nicht daran änderte, dass etwas völlig daneben ist.
Zweitens, sind Kommentar wie die oberen nicht mehr weit vom Grapschen entfernt.
Nochmal die Frage, ist es sexistisch eine schöne Frau (nach eigenen Maßstäben versteht sich) schön zu finden und das offen zu äußern?
19.12.2008 - 12:05 Uhr
__xxx__
Die kommt ja relativ plump über die (kontroverse) optische Schiene, also kann man schon übers Optische reden. Komplementiert sich wohl auch recht gut mit dem Dekadenz-Thema des Romans, also das geht schon.
Find ich aber alles recht plump und einfallslos.
steed sagte:
Kurz zur Selbstinszenierung: Gestehen wir ihr mal zu, dass sie aussieht, wie sie aussieht. Aber weder das Bild hier noch das TV-Interview vermitteln den Eindruck eines hilflosen, also schutzbedürftigen Mädchens. Auch ihre Körperlichkeit wird nicht in den Vordergrund gerückt. Ich sehe den Lolita-Vorwurf nirgends begründet.
entschuldige, aber da muss ich dir allein vom bildwissenschaftlichen standpunkt widersprechen. die pose ist eindeutig eine pixie foto pose. die fokussierung auf die augen, groß und kindlich, der leicht geöffnete weiche mund, die porenlose helle haut, die hohe stirn und die frisur sagen eins: kind. dazu eine karierte bluse, kind.
schau allein, wo der hellste punkt im bild ist? auf der stirn, die dadurch proportional größer wirkt. dazu ein spot auf die augen, die diese feucht glänzen lassen (schwimmen), kaum sichtbares make up, ausser wimperntusche, die wieder die augen betont und auch bei studio aufnahmen von kindern durchaus gebräuchlich sind. dazu eine pose, der blick über die schulter, der in der kunstgeschichte DIE pose schlechthin für angst oder/und verführung ist.
mamau sagte:
Erstens war es ein Beispiel dafür, dass manchmal ein ";)" oder ein Lächeln auch nicht daran änderte, dass etwas völlig daneben ist.Zweitens, sind Kommentar wie die oberen nicht mehr weit vom Grapschen entfernt.
mamau, da legst du aber für jetzt zu strenge Maßstaäbe an. Ein Foto ist hier grundsätzlich Anlaß, mal die Sau rauszulassen. Und ich finde zwar toll, dass du den Gedanken "die sieht ja geil aus, aber ist bisschen doof" noch nie hattest, aber völlig daneben find ich ihn jetzt auch nicht grad. Denn manchmal beschreibt er einfach wie es ist. Gut, ich würd mir das bloß denken und gleich zum Grabschen übergehen, und ich billige xxx' Wortwahl keineswegs, aber sich angesichts der hier schon von Frauen geäußerten Sexismen darüber so aufzuregen find ich kindisch.
dagegen sieht lolita geradezu erwachsen aus.
19.12.2008 - 12:32 Uhr
__xxx__
diedrossel sagte:
wer in dem bild nicht inszenierte kindlichkeit sieht, ist zielgruppe und will sie nicht sehen.
dagegen sieht lolita geradezu erwachsen aus.
Derartige Inszenierung dürfte man nach der Logik aber auch jeder Frau vorhalten die nicht in einen Kartoffelsack geklidet, ungepflegt und ungeschminkt rum läuft. Jeder Mensch inszeniert sein Erscheinungsbild auf seine weise, so definiert man seine Identität nach aussen.
19.12.2008 - 12:32 Uhr
__xxx__
19.12.2008 - 12:36 Uhr
diedrossel
__xxx__ sagte:
Nochmal die Frage, ist es sexistisch eine schöne Frau (nach eigenen Maßstäben versteht sich) schön zu finden und das offen zu äußern?
Ebenfalls nochmals: Nein.
__xxx__ sagte:
Und die provokante aber wichtige Frage gleich dazu: oder empfinden das nur die nicht so schönen als Beleidigung?
Hmm, ich würd mal sagen, dass sich durch die Aussage nicht nur "die nicht so Schönen" beleidigt fühlen könnten.
Ich würde sogar die natürlich unglaublich gewagte These aufstellen, dass es jemand auch als Beleidigung empfinden könnte, wenn jemand anderer die Liebenswürdigkeit besitzt, über ihr "hohles Gekritzel" wohlwollend hinweg zusehen, weil sie ansonsten eh ne süße Schnecke ist.
Übrigens Dank an Drossel für die Bildanalyse!
querspieler sagte:
aber sich angesichts der hier schon von Frauen geäußerten Sexismen darüber so aufzuregen find ich kindisch.
Was wären denn diese von Frauen geäußerten Sexismen?
Mit deinem zweiten Punkt Erotik und Lolita wird's kompliziert. Der Zusammenhang wurde hier ja nicht grad erfunden, und als Fantasie seh ich das auch als nicht sooo problematisch, vor allem wenn die Frau eben 25 ist und nicht 15. Es ist halt eine Tatsache dass Jugendlichkeit attraktiv wirkt (so wie Erfahrenheit, Mütterlichkeit, oder Dominanz auch attraktiv wirken können). Wenn jetzt jemand das Klischee erfüllt, kann man natürlich immer noch sagen, man inszeiniert sich gegen das Klischee (dann ist der nächste Vorwurf des Posertums oder Slackertums oder was weiß ich sicher nicht weit) oder man spielt eben mit dem was man hat, oder man ist einfach weitgehend wie man ist.
19.12.2008 - 12:46 Uhr
querspieler
mamau sagte:
querspieler sagte: aber sich angesichts der hier schon von Frauen geäußerten Sexismen darüber so aufzuregen find ich kindisch.Was wären denn diese von Frauen geäußerten Sexismen?
Wenn du da nicht weißt, was ich meine, kann ich dir leider nicht helfen.
in diesem fall dieses kindliche, unschuldige...
und ich denke auch, daß das hier passiert ist. und zwar ganz klar!
sicher ist sie scheinbar eher der "niedliche" typ, aber diese attribute so dermaßen zur schau zu stellen, und da muß man als inszenierte ja mitmachen, das finde ich auch nicht schön.
denn das spricht ja mal wieder dafür, daß es zu künstlich ist, um ein bestimmtes klientel anzusprechen.
diedrossel sagte:
wir sprechen hier von einer inszenierung, in der "erotische" literatur mit einem kindchenschema zusammen geführt wird.
Und da unterstellen manche eine Absicht, was ja an sich unschön und letztendlich Menschenverachtend ist.
Das mit Vollschaden ist ebenfalls so eine Verachtende Aussage, nur so nebenbei erwähnt.
Ich habe das Beispiel mit Kartoffelsack nur genannt, um das absolute Gegenteil (also null Inszenierung) darzustellen, denn wenn es Menschen nicht darum ginge einen "guten" Eindruck (was auch immer das in gegebener Situation sein soll) zu hinterlassen, würden alle voll ungepflegt und rein zweckmäßig gekleidet rumlaufen. Wieviele solche Leute kennst Du?
19.12.2008 - 12:50 Uhr
__xxx__
mamau sagte:
Ich würde sogar die natürlich unglaublich gewagte These aufstellen, dass es jemand auch als Beleidigung empfinden könnte, wenn jemand anderer die Liebenswürdigkeit besitzt, über ihr "hohles Gekritzel" wohlwollend hinweg zusehen, weil sie ansonsten eh ne süße Schnecke ist.
Das mag sein, aber diese Entscheidung ist nach wie vor nur der betroffenen Person vorgehalten und keine Sache der öffentlichen Meinung. Aber seltsamerweise sind es verdammt oft eher andere (unbeteiligte), die sich daran stören. Was sagt uns das nun?
diedrossel sagte:
allein die pose suggeriert, dass sie keine brüste hat, der ausschnutt ist so gewählt, dass die schultern extrem schmal und der rücken zart wirkt. tut mir leid, wer sich davon sexuell angesprochen fühlt, sollte besser nicht in der nähe von kindergärten wohnen.
Wieder so eine verachtende Aussage, Du unterstellst wieder gleich pädophile Tendenzen.
Man weiß in diesem Fall dass sie 25 ist, das ist der feine Unterschied.
19.12.2008 - 12:53 Uhr
__xxx__
diedrossel sagte:
ich bin aber ganz bestimmt nicht neidisch auf eine frau, die sich mit 25 zu einer pädophilen wichsvorlage photographisch stilisieren lässt, um ihren erstlingsroman zu verkaufen.
Hart. Sorry, aber der satz oben offenbart einen ansonsten völlig unbegründeten Hass. womit wir wieder beim Thema Neid, Stutenbissigkeit etc. wären.
Was sagt Dir dass die gute nicht einfach von Haus aus so ist? Warum kannst Du Dir nicht vorstellen dass sie ihr echtes selbst zeigt?
diedrossel sagte:
und neidisch bin ich allenfalls darauf, dass ich auf meinen einschulungsbildern nicht so goldig aussehe. ich bin aber ganz bestimmt nicht neidisch auf eine frau, die sich mit 25 zu einer pädophilen wichsvorlage photographisch stilisieren lässt, um ihren erstlingsroman zu verkaufen.
Ein neuer Tiefpunkt, danke drossel.
Ich würde sagen, dass jeden Tag in jedem Fotostudio der Welt 10 solcher Bilder auf Wunsch von Mama, Papa oder Tochter gemacht werden. Alles Pädophile natürlich. Das wird dann verkauft an die anderen Pädos, die voll auf 25 jährige Kinderdarsteller stehen. Alles klar.
höchstens geringschätzung oder schlimmer, verachtung.
neid kann ich hier nirgends entdecken.
querspieler sagte:
Wenn du da nicht weißt, was ich meine, kann ich dir leider nicht helfen.
Ich weiß tatsächlich nicht welche Kommentar du genau meinst. Die Kritik von Drossel an der ästhetischen Inzenierung ist jedenfalls nicht sexistisch. Und jene von dieJodie war es ebenfalls nicht.
Aber eigentlich will ich gar nicht mehr hinsichtlich Sexismus nachhaken. Das ist ja nur ein Nebenschauplatz. Die jetzige Diskussion um die Inszenierung ist interessanter.
querspieler sagte:
diedrossel sagte:
und neidisch bin ich allenfalls darauf, dass ich auf meinen einschulungsbildern nicht so goldig aussehe. ich bin aber ganz bestimmt nicht neidisch auf eine frau, die sich mit 25 zu einer pädophilen wichsvorlage photographisch stilisieren lässt, um ihren erstlingsroman zu verkaufen.
Ein neuer Tiefpunkt, danke drossel.
Ich würde sagen, dass jeden Tag in jedem Fotostudio der Welt 10 solcher Bilder auf Wunsch von Mama, Papa oder Tochter gemacht werden. Alles Pädophile natürlich. Das wird dann verkauft an die anderen Pädos, die voll auf 25 jährige Kinderdarsteller stehen. Alles klar.
ja genau, jeden tag rennen 25jährige autorinnen in die photostudios um aufnahmen machen zu lassen, auf denen sie wie 10 aussehen. für mama und papa. ah ja.
diedrossel sagte:
optimal! straffrei jemanden vögeln, der aber aussieht wie ein vorpubertäres kind! hurrah!
???
Du diskriminierst Menschen anhand von ihrem Aussehen!
Und wen ich vögeln möchte oder nicht möchte, lasse ich mir als selbständiger, erwachsener Mensch mit Sicherheit weder von Dir noch von sonstwem vorschreiben. Wie kommst Du auf die Idee, einem anderen Menschen seine Vorlieben vorschreiben zu wollen? du weißt wie man das bezeichnet.
Und nun wirds mir zu doof dir Deine Voreingenommenheit erklären zu wollen, Deine Aussagen sprechen ja einje eindeutige Sprache.
melancholie sagte:
hahaha wie offenbart DAS jetzt neid?
höchstens geringschätzung oder schlimmer, verachtung.
neid kann ich hier nirgends entdecken.
Und aus welchem Grund die Verachtung? Weil das Wetter draussen schlecht ist?
19.12.2008 - 13:03 Uhr
__xxx__
diedrossel sagte:
aber interessant der beschützerinstinkt einiger herren hier. das arme hübsche mädchen vor den bösen, verbiesterten neidischen emanzen in schutz nehmen.
Nein, man spielt lediglich den Ball zurück zu euch. Weil mir und noch einigen werden solche Sexismen ständig grundlos unterstellt, nun habe ich eine wunderbare Gelegenheit euch den Spiegel vorzuhalten.
19.12.2008 - 13:07 Uhr
querspieler
wenn eine frau zu einem kleinen mädchen degradiert wird, auf wunsch von männern sicherlich (das ist reine spekulation) und sich darauf einläßt, regt mich das als frau auf, weil...wieso kann man das buch nicht mit ihr als erwachsene frau verkaufen? sie sieht sehr jung aus, das ist das eine, das aber noch so übel zu verstärken, finde ich auch unterste schublade. was damit bezweckt wird, ist doch klar.
und ich wundere mich, wer da so alles drauf anspringt.
und daß das eine übliche masche von erwachsenen frauen ist, weil sie wissen, daß das bei männern gut ankommt, das ist verachtenswert...ja.
querspieler sagte:
und drossel, du weißt doch, wie ich es gemeint habe: So inszenierte Fotos sind jetzt nicht die üblichste Form von Foto, aber so ungewöhnlich ist der Blick über die Schultern un auch nicht. Dass man dabei die Brüste nicht sieht kann ich mir gut vorstellen dass man in geeigneten Seminaren semesterlang diskutieren kann, für mich ist das bloß eine langweilige Tatsache, so wie die Pose auch all das enthält weas du sagst, aber dann doch nur eine Pose wie eben jede andere auch ist.
genau, deswegen haben verlage auch werbeagenturen, weil das einfach irgendeine pose ist. ein bisschen mehr kritische distanz zur inszenierung von medien ist vielleicht mal interessant, es handelt sich hierbei nicht um ein privates photo, es ist eine werbemittel. es geht auch nicht darum, dem potentiellen leser unprätentiös ein bild von der autorin zu zeigen, weil es unerheblich fürs lesen ist, wie der autor aussieht. das bild ist ein verkaufsargument um ein spannungsverhältnis zwischen erscheinungsbild der autorin (gestellt in diesem fall, da sie in echt - im interview weitaus älter aussieht) und dem erotischen erstlingsroman zu schaffen. der leser soll denken, "hm interessant". sie ist 25, studiert, hat einen roman geschrieben und arbeitet in galerien. ich halte sie für eine intelligente, kreative junge frau, die sich aufgrund ihres berufes und ihrer ausbildung der wirkung von bildern bewusst ist und sie spielt bewusst mit ihnen. statt die attraktivität ihres eigenen alters herauzustellen, wählt sie den weg, sich noch kindlicher zu präsentieren, als sie ist. die frau ist doch nicht dumm. sie spielt mit dem symbolismus, lolita schreibt ihre autobiografie. und genau DAS werf ich ihr und den verlag vor. Dass sie ein pädophiles schema bedient, um verkaufszahlen und aufmerksamkeit zu provozieren. ich halte die verbindung von kindlichkeit und erotik für ein absolutes tabu aber wir wissen alle, dass tabus erst interessant machen. und ich habe ein echtes problem mit männern, die in diesem abbild eines kindes eine frau sehen und andere frauen, die dies kritisieren als hässliche neiderinnen darstellen. oder besser noch, als sexistinnen!
und ich kenne, wie viele frauen, selbst genügend frauen, die mit diesem kindchen-große-augen-piepsstimmchen spielen, weil es eben bei männern seine wirkung meist nicht verfehlt.
natürlich nicht bei allen männern, aber wie wir hier lesen, bei vielen, die das auch noch vehement verteidigen, weil sie nicht wahrhaben wollen, daß koketterie dahintersteckt und kein echter mensch.
ich möchte nochmals betonen, daß es das eine ist, kindlich auszusehen, oder relativ kindlich, denn kleine brüste, große augen sind ja nun kein verbrechen, ja ;)
das andere ist es, kindlich zu benehmen, damit man sein buch besser verkauft.
mir geht das gegen den strich.
"ich mag blonde apathische mädchen!
zwei lesarten:
erste lesart, ohne kontext des textes gelesen:
das sagt der pädophile über seine zielgruppe
zweite lesart nach blick auf das bild: ich bin gerne ein apathisch blondes mädchen.
darauf gibt es zzwei haupreaktionen, die die sagen, mir gehen apathische blonde mädchen, wenn sie eigentlich erwachsenen frauen sein sollten auf die nerven. grow up, get a life und die, die diese vorstellung erotisch ansprechend finden. wer wird wohl das buch kaufen?
du differenzierst nicht. für dich ist jeder mann, der kindlich wirkende frauen mag ein pädophiler.
biologisch gesehen ist nun mal jugend ein attraktives merkmal gerade bei frauen. das heißt aber noch lange nicht daß jeder mann deswegen bei gelegenheit mit 10 jährigen schlafen möchte. genau das unterstellst du aber immer wieder.
warum nur ?
wie nennt man das denn dann, bitte?
ihr unterstellt inszenierung wo keine wirklich offensichtlich ist.
diedrossel sagte:
entschuldige, aber da muss ich dir allein vom bildwissenschaftlichen standpunkt widersprechen. die pose ist eindeutig eine pixie foto pose. die fokussierung auf die augen, groß und kindlich, der leicht geöffnete weiche mund, die porenlose helle haut, die hohe stirn und die frisur sagen eins: kind. dazu eine karierte bluse, kind.
schau allein, wo der hellste punkt im bild ist? auf der stirn, die dadurch proportional größer wirkt. dazu ein spot auf die augen, die diese feucht glänzen lassen (schwimmen), kaum sichtbares make up, ausser wimperntusche, die wieder die augen betont und auch bei studio aufnahmen von kindern durchaus gebräuchlich sind. dazu eine pose, der blick über die schulter, der in der kunstgeschichte DIE pose schlechthin für angst oder/und verführung ist.
Das ist eine gute Analyse! Ohne mich damit über dich stellen zu wollen, das gefällt mir viel besser als deine anderen (ich nenns mal) "emotionalen" Äusserungen.
Ich hab nur meinen Eindruck des Bildes wiedergegeben. Wenn mich jemand so anschauen würde, würde ich mir denken: "Was habe ich dir getan?" Ich finde sie schaut weder besonders freundlich/einladend. Und auch wenn die Pose für Angst/Verführung steht, keines von beiden wird mir bei diesem Foto vermittelt.
(Noch kurz zu der Interviewführung im Stehen: Das ist bei dieser Sendung/bei diesem Interviewer üblich. Ich seh die Sendung nicht regelmässig, kann mich aber an einige Interviews im Stehen erinnern. Ich sehe dahinter keine Inszenierung.)
Generell möchte ich noch sagen: Ich äussere lediglich meine Meinung. Ich habe keinerlei Bedürfnis irgendjemanden gegen irgendjemanden zu verteidigen. Und ich will auch nicht, dass mir das so ausgelegt wird.
langwyle sagte:
kindermasche ? die tut doch gar nicht so naiv, sein fragen waren dumm, für ihre stimme und ihre nase kannsie nix. und ich habe weder schnuller noch lätzchen an ihr rumbaumeln sehen. und daß sdie mit ihrer geringen körpergröße nunmal zu dem interviewenden mann hinaufsehen muß, ist unvermeidbar.ihr unterstellt inszenierung wo keine wirklich offensichtlich ist.
oder du ignorierst sie.
was wahr ist, weiß hier niemand genau.
19.12.2008 - 13:37 Uhr
melancholie
steed sagte:
diedrossel sagte:
entschuldige, aber da muss ich dir allein vom bildwissenschaftlichen standpunkt widersprechen. die pose ist eindeutig eine pixie foto pose. die fokussierung auf die augen, groß und kindlich, der leicht geöffnete weiche mund, die porenlose helle haut, die hohe stirn und die frisur sagen eins: kind. dazu eine karierte bluse, kind.
schau allein, wo der hellste punkt im bild ist? auf der stirn, die dadurch proportional größer wirkt. dazu ein spot auf die augen, die diese feucht glänzen lassen (schwimmen), kaum sichtbares make up, ausser wimperntusche, die wieder die augen betont und auch bei studio aufnahmen von kindern durchaus gebräuchlich sind. dazu eine pose, der blick über die schulter, der in der kunstgeschichte DIE pose schlechthin für angst oder/und verführung ist.
Das ist eine gute Analyse! Ohne mich damit über dich stellen zu wollen, das gefällt mir viel besser als deine anderen (ich nenns mal) "emotionalen" Äusserungen.
Ich hab nur meinen Eindruck des Bildes wiedergegeben. Wenn mich jemand so anschauen würde, würde ich mir denken: "Was habe ich dir getan?" Ich finde sie schaut weder besonders freundlich/einladend. Und auch wenn die Pose für Angst/Verführung steht, keines von beiden wird mir bei diesem Foto vermittelt.
(Noch kurz zu der Interviewführung im Stehen: Das ist bei dieser Sendung/bei diesem Interviewer üblich. Ich seh die Sendung nicht regelmässig, kann mich aber an einige Interviews im Stehen erinnern. Ich sehe dahinter keine Inszenierung.)
Generell möchte ich noch sagen: Ich äussere lediglich meine Meinung. Ich habe keinerlei Bedürfnis irgendjemanden gegen irgendjemanden zu verteidigen. Und ich will auch nicht, dass mir das so ausgelegt wird.
wenn das bei dem interview so üblich ist, dann war das eine überinterpretation von meiner seite. da stimme ich dir zu. dann seh ich aber noch stärker den kontrast zwischen der realen person und der darstellung der autorin als medienwerbung. und ein verlag, der mit dem lolita schema spielt, sollte sich schlicht und einfach schämen. billiger kartenspielertrick und kaum besonders zuträglich für die karriere der autorin, wenn sie nicht in der charlotte roche schublade landen will. das ist eine sehr kurzfristig gedachte strategie im popliteraturgeschäft. man hört es förmlich, das brainstorming im verlag "wir brauchen in unseren programm was erotisches mit niveau, was aber intellektuell und pikant ist. sowas wie nabokov... aber jugendlich... die freizeitnuttenstudentinnenschiene ist ja abgedeckt,..."
Als ob der Verlag nichts von Marketing verstünde und nicht wüsste, wie man ne Kontroverse um Kindchenschema, Pädophilie und Dekadenz ankurbeln könnte.
Ich beurteile nicht, dass die auf die Lolita-Tour versucht zu landen, aber dass das versucht wird, finde ich sehr offensichtlich.
Ich finde nämlich, dass das alles als durchaus nachdenklich, reflektiert und differenziert bezeichnet werden kann.
Find ich jetzt beispielsweise ja nicht unbedingt so reflektiert und differenziert.
TomJones sagte:
Ich finds rührend, wie naiv hier manche Leute der Autorin unterstellen, sie 'sei einfach so', wie sie fotografiert wurde.Als ob der Verlag nichts von Marketing verstünde und nicht wüsste, wie man ne Kontroverse um Kindchenschema, Pädophilie und Dekadenz ankurbeln könnte.Ich beurteile nicht, dass die auf die Lolita-Tour versucht zu landen, aber dass das versucht wird, finde ich sehr offensichtlich.
tj, und ich finde rührend, für wie viel schlauer du dich im Vergleich zu den anderen hältst. Weil du natürlich voll kritisch hinter die Inszenierung schaust. Dass jemand so ist wie er wirkt ist erst mal keine Unterstellung, sondern eine menschenfreundliche Annahme. Unterstellung (da schwingt nämlich was negatives mit) ist hinter allem eine Abnsicht oder eine Masche zu sehen. Ich bestreite ja nicht, dass es das gibt und auch nicht, dass es - bei dem Foto - am Werk ist, aber insgesamt scheint mir in diesem Fall Person und Wirkung doch nahe beieinander zu liegen. "be yourself, imitation is suicide" hab ich grad vor kurzem auf einer jetztpage gelesen. Da wird "so sein wie man ist" als lebensnötig bezeichnet, nur in diesem Fall soll es schlecht sein?
TomJones sagte:
In ihrem ersten Satz äußert sie, dass die "Heldin" keine psychologische Entwicklung erleben kann, weil sie ein Kind ist.
Find ich jetzt beispielsweise ja nicht unbedingt so reflektiert und differenziert.
Sie führt das in den anschließenden Sätzen noch aus. Über die Begründung an sich kann man streiten. Ich würde ihr aber generell nicht vorwerfen, dass ihre Protagonistin keine psychologische Entwicklung erfährt. Das ist die Freiheit des Geschichtenerfinders. (Ob das im Buch gut gemacht ist oder nicht, kann ich nicht sagen. Ich habe es nicht gelesen.)
das kann ja niemand von uns wissen.
wir vermuten alle nur und haben eben argumente für unsere sichtweise angeführt.
ich sehe da nach wie vor eine symbiose aus beidem, was mir noch immer nicht paßt...um gegenteil.
und für reflektiert und...nun ja...halte ich sie nicht, das ist meine persönliche einschätzung.
diedrossel sagte:
querspieler, was verstehst du an dem wort "marketing" nicht?
Ich finde an Marketing nichts schlechtes. Da hocken paar Fuzzis, haben ein eher simples Weltbild ("ich drück den Lolita-Knopf und dann wird mein Buch gekauft"), pulver nviel Geld raus und können am Schluss doch bloß raten, warum ein Buch jetzt Bestseller oder Ladenhüter geworden ist. Da ist keine evil science am Werk, sondern schickes Laientum. Meine Meinung. Drum hab ich davor auch keine große Angst, da irgendwie bei relevanten Entscheidungen manipuliert zu werden.
sprich, wir drücken den lolita knopf, und die notgeilen, auf kind-frauen (auch kopfmäßig) stehende männer, kaufen das dann schon.
1. Ein Buch ist eher nicht sehr geil im Vergleich zu einem Bild oder Film aus dem Internet, also wenn es jetzt um Triebstau und -Abfuhr geht, dann glaub ich hat sich heute alles erledigt was da an Heften, Büchern usw. früher mal aktuell war.
2. Ich hab mir auch schon Bücher von jungen Autorinnen gekauft, die über sex schreiben. Man hofft wohl, darin etwas persönlich verwertbares zu finden. War aber meistens eher enttäuscht. Und wie gesagt, geil ist was anderes.
3. Macht mich das aufmacherfoto zu diesem Interview auch stutzig und blockiert eher meine Lust, mich weiter damit auseinanderzusetzen. Ist zu offensichtlich kindlich. Wie gesagt, das Interview, die Ausschnitte und der BR-Beitrag haben mein Urteil deutlich milder gestimmt, aber aufgrund der schlechten Rezension in der SZ hab ich damals schon beschlossen, dass das Buch wohl nichts für mich ist.
4. Wie andere Männer dazu stehen, weiß ich nicht genau.
19.12.2008 - 14:28 Uhr
querspieler
AMook sagte:
Hmm das mit dem Lesbierinnen Camp hört sich ja schon ganz interessant an...
genau! gibt es toilettenfotos davon!!??
19.12.2008 - 14:42 Uhr
nedkingsley
querspieler sagte:
TomJones sagte:
Ich finds rührend, wie naiv hier manche Leute der Autorin unterstellen, sie 'sei einfach so', wie sie fotografiert wurde.Als ob der Verlag nichts von Marketing verstünde und nicht wüsste, wie man ne Kontroverse um Kindchenschema, Pädophilie und Dekadenz ankurbeln könnte.Ich beurteile nicht, dass die auf die Lolita-Tour versucht zu landen, aber dass das versucht wird, finde ich sehr offensichtlich.
tj, und ich finde rührend, für wie viel schlauer du dich im Vergleich zu den anderen hältst. Weil du natürlich voll kritisch hinter die Inszenierung schaust. Dass jemand so ist wie er wirkt ist erst mal keine Unterstellung, sondern eine menschenfreundliche Annahme. Unterstellung (da schwingt nämlich was negatives mit) ist hinter allem eine Abnsicht oder eine Masche zu sehen. Ich bestreite ja nicht, dass es das gibt und auch nicht, dass es - bei dem Foto - am Werk ist, aber insgesamt scheint mir in diesem Fall Person und Wirkung doch nahe beieinander zu liegen. "be yourself, imitation is suicide" hab ich grad vor kurzem auf einer jetztpage gelesen. Da wird "so sein wie man ist" als lebensnötig bezeichnet, nur in diesem Fall soll es schlecht sein?
Die Autorin wirkt ja schon mal schwarz-weiß auf dem Foto, und das ist sie ja in der Realität sicher nicht. Pardon, ich finde die Annahme, sie sei wirklich so, zwar möglicherweise legitim, aber mit den Knöpfen, die da vom Foto, Interview und (wahrscheinlich) Buch gedrückt werden, lässt bei mir einfach einen völlig anderen Eindruck entstehen.
Mein Kommentar sollte wirklich nicht arrogant wirken, wie du ihn aufgefasst hast.
Ich weiß nichts über die Person, sehe nur das Foto und das Interview. Falls sie so ist, wie auf dem Foto angedeutet (Kindchenschema, schüchtern, puppenhaft - auf mich wirkt sie so), dann hast du natürlich Recht.
Ich würde jedenfalls völlig ausschließen, dass der Verlag diese Art der Darstellung umsonst gewählt hat, weil das eben Hand in Hand mit dem Romathema und der momentanen Personalisierung weiblicher Autorinnen geht.
melancholie sagte:
ach xxx, ich finde deine argumentation mau.
wenn eine frau zu einem kleinen mädchen degradiert wird, auf wunsch von männern sicherlich (das ist reine spekulation) und sich darauf einläßt, regt mich das als frau auf, weil...wieso kann man das buch nicht mit ihr als erwachsene frau verkaufen? sie sieht sehr jung aus, das ist das eine, das aber noch so übel zu verstärken, finde ich auch unterste schublade. was damit bezweckt wird, ist doch klar.
und ich wundere mich, wer da so alles drauf anspringt.
und daß das eine übliche masche von erwachsenen frauen ist, weil sie wissen, daß das bei männern gut ankommt, das ist verachtenswert...ja.
Man kann sicherlich das Buch mit ihr als sehr betont "erwachsenen" (wie definiert sich das nochmal?) verkaufen. Man kann es aber auch als Lolita-Gedöns verkaufen. Das erstere juckt wohl keinen, das letztere regt die Gemüter der Damen. Und Du beantwortest es wunderbar, Dich stört es als Frau.
Diesmal mache ich sogar eine Ausnahme und lasse den biologischen Teil komplett weg und widme mich rein dem sozialen.
Was heißt als Frau? Bist Du die Frau nach der sich alle richten/definieren sollen? Natürlich nicht, also warum empfindest Du es als ungerecht dass das Wertesystem oder die Interessen der Welt nicht mit Deinen übereinstimmen? Das ist der tief unterbewusste instinktive Egoismus und letztendlich die bestimmte Menge Frust darüber dass es so nun mal nicht funktioniert und auch nie funktionieren wird. Denn nur Leute mit solchen Gefühlen können überhaupt so negativ auf so einen Reiz reagieren. Das instinktive ur-Wesen sieht das als ungerecht, weil sich die andere Person vielleicht(!) durch Manipulation (im Gegensatz zum gängigen "unschuldig bis die Schuld bewiesen ist" wird sie hier grundsätzlich unterstellt wie im Thread wunderbar nachzulesen) "besser verkauft" und sich Vorteile verschafft. Insofern ist es letzendlich doch ein Konkurrenzkampf, wenn auch ein indirekter und mit nicht direkt persönlichen Motiven.
Und das "weil Männer das so wollen" ist auch eine Unterstellung, das sollte heißen "das, was nach meinung der Frauen männer wollen", denn was Männer wollen können auch nur Männer wirklich wissen. Noch ein Punkt, würdest Du eventuell einen der Männer wollen, die eher solche Blondchen bevorzugen? Wärst Du in einer echten Konkurrenzsituation wo sie Dir einen Typ vor der Nase weg schnappt frustriert? Und da ist schon die Antwort, woher die negativen Gefühle bei so manchen kommen. Ob die Situation jetzt auf einen verlust des besten Kumpels im Kindergarten oder den Verlust seiner großen Liebe an eine solche "Kindfrau" nachträgt oder sonst was, ist nicht mal relevant.
Aber das alles ist mir in der Diskussion unwichtig, jetzt mal rein rational menschlich gesehen: was ich übel finde ist dass statt "unschuldig bis das Gegenteil bewiesen ist" ein "schuldig! Und es wird verdammt schwierig mir das Gegenteil zu beweisen" so oft vorkommt. Das Gegenbeispiel mit dem Rollstuhlfahrer habe ich zum Vergleich bereits genannt, es bewegt sich auf dem selben Niveau.
19.12.2008 - 14:59 Uhr
__xxx__
TomJones sagte:
Ich finds rührend, wie naiv hier manche Leute der Autorin unterstellen, sie 'sei einfach so', wie sie fotografiert wurde.
Das siehst Du verkehrt. Unterstellt wurde dass sie absichtlich eine Masche abzieht (was an sich absolut legitim ist, denn keiner wird zum Kaufen oder gar Beachten gezwungen), ich will lediglich betonen dass man die Möglichkeit offen lassen muss, dass sie von Natur aus so ist und ihr Verhalten ihrer Persönlichkeit entspricht.
Lediglich das "unschuldig bis..." vermisse ich, daher die Diskussion. Und eben den Hass der so offen zutage kommt.
melancholie sagte:
fühlt man sich als mann denn nicht diskriminiert, wenn einem immer so niedere motive unterstellt werden?
sprich, wir drücken den lolita knopf, und die notgeilen, auf kind-frauen (auch kopfmäßig) stehende männer, kaufen das dann schon.
Es wird einem Mann unterstellt dass er auf eine junge, schöne Frau stehen und mit kontroversen Marketingbotschaften sein Interesse geweckt werden kann? Da wird nichts unterstellt, das ist völlig normal.
Frauen wird auch unterstellt dass sie auf starke, witzige, clevere und schöne Männer stehen (hier auch Typus je nach Geschmack der Betrachterin) und dass man Filme mit Brad Pitt und Platten von Robbie Williams gut verkaufen kann, kannst Dir das vorstellen? ;)
19.12.2008 - 15:18 Uhr
__xxx__
querspieler sagte:
in der neuen Form
Sehr höflich ausgedrückt ;)
__xxx__ sagte:
Diesmal mache ich sogar eine Ausnahme und lasse den biologischen Teil komplett weg.
Das ist ja schon mal ein Anfang! Aber konntest diese Ausnahme nicht zur Regel machen?
19.12.2008 - 15:58 Uhr
__xxx__
__xxx__ sagte:
Das ist Themenabhängig, warum?
Weil du mittlerweile mehr als einmal bewiesen hast, dass du von Evolutionsbiologie, Humanbiologie oder Genetik ungefähr soviel Ahnung hast, wie ein Pinguin vom Fliegen. Aber dich dennoch immer wieder bemüßigst fühlst, mit vermeintlichen biologischen Tatsachen zu argumentieren.
Aber das ist nun wirklich etwas weit am Thema vorbei, Sorry! Es ist in dieser Diskussion ja schon um die sechzig Kommentare her, das du mal kurz mit den Genen und so gekommen bist.
es gibt einen signifikanten Unterschied zwischen Hahnenkampf und Stutenbissigkeit: Der Hahnenkampf wird ausgetragen wenn es konkret um eine Frau geht. Die Stutenbissigkeit wird Frauen gerne nach dem Gieskannenprinzip unterstellt (alle Frauen die attraktiver sind als ich,werden "weggebissen"). Und das, mit Verlaub ist Bullshit. Genau wie bei Männern auch gibt es Situationen in denen zwei (oder mehrere) Frauen um einen Mann konkurrieren. Keinesfalls aber-und eben dass wird durch den Begriff "Stutenbissigkeit" impliziert- reagiert Frau auf alles was längere Beine und größere Kulleraugen hat mit Neid und Missgunst.
19.12.2008 - 16:57 Uhr
MorbusBahlsen
Henriettesbimmelbahn sagte:
ad stutenbissigkeit :ich weiß,ist schon paar Seiten her;)
es gibt einen signifikanten Unterschied zwischen Hahnenkampf und Stutenbissigkeit: Der Hahnenkampf wird ausgetragen wenn es konkret um eine Frau geht. Die Stutenbissigkeit wird Frauen gerne nach dem Gieskannenprinzip unterstellt (alle Frauen die attraktiver sind als ich,werden "weggebissen"). Und das, mit Verlaub ist Bullshit. Genau wie bei Männern auch gibt es Situationen in denen zwei (oder mehrere) Frauen um einen Mann konkurrieren. Keinesfalls aber-und eben dass wird durch den Begriff "Stutenbissigkeit" impliziert- reagiert Frau auf alles was längere Beine und größere Kulleraugen hat mit Neid und Missgunst.
Das trifft es ziemlich genau!
Während wir punkto Stutenbissigkeit nur durchs Begriffs-Gestrüpp strauchelt sind, ist die Bimmelbahn glaub ich am richtigen Gleisen. ;)
19.12.2008 - 17:09 Uhr
mamau
mit dir kann man nicht diskutieren, du legst einem worte in den mund, die meine finger nie tippten.
das, was du schriebst, zu widerlegen, obwohl ich das so nicht schrieb "nach dir sollen sich alle frauen richten", ist verschwendete zeit, also lasse ich es so stehen.
:)
http://www.br-online.de/bayerisches-fern...
19.12.2008 - 18:23 Uhr
aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa…
Sonst: Klingt nach ein paar auswendig gelernten Standardfloskeln und ein bisschen Konsens mit einer Würze Eigenart, aber nicht gerade tiefsinnig. Schade.
19.12.2008 - 18:24 Uhr
aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa…
21.12.2008 - 18:22 Uhr
MrSaintTropez








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17.12.2008 - 18:40 Uhr
DagnyTaggart
Mit Mitte 20 ist man kein Kind mehr. Punkt. Aus.