"Es spielt keine Rolle, wie mein Gesicht aussieht"
In Spaniens Medien ist er allgegenwärtig und wird bisweilen schon als zweiter Banksy gefeiert: SpY ist Street-Art-Künstler in Madrid. Durch seine Aktionen möchte er mit der Trägheit der Stadt brechen und ihre Bewohner aus der Alltagsroutine befreien. Nun hat er sich zu einem Interview bereit erklärt. Per E-Mail. Um weiterhin unbekannt zu bleiben.
jetzt.de: Die spanische Tageszeitung El País hat kürzlich jubiliert: "Jetzt hat auch Madrid seinen Banksy". Schmeichelt Dir dieser Vergleich? SpY: Der Vergleich stört mich nicht. Ich mag Banksys Sachen und wir arbeiten im gleichen künstlerischen Aktionsrahmen. Innerhalb der Urban Art hat er aber einen unvergleichbaren Stil. jetzt.de: Es ist schwer vorstellbar, dass Du in Deinem echten Leben Busfahrer oder Bankangestellter bist. Falls doch, wäre es aber natürlich eine Wahnsinnsstory. Willst Du uns denn nicht etwas über die Person hinter dem Künstler SpY erzählen ... SpY: Ich möchte lieber nicht über mich sprechen. jetzt.de: Weil Du Angst vor strafrechtlicher Verfolgung hast? SpY: Weil nur meine Arbeit wichtig ist. Es spielt doch keine Rolle, wie mein Gesicht aussieht. Außerdem gebe ich mich doch durch meine Kunst zu erkennen. jetzt.de: Hattest Du denn schon einmal Probleme mit der Polizei? SpY: Einmal habe ich im Zentrum von Madrid Fotos von einem Verkehrsschild gemacht, das ich kurz zuvor umgestaltet hatte. Da kam ein Polizist auf mich zu und fragte: „Hast Du das heute nacht gemacht? Ich kenne Dich doch.“ Ich dachte mir: „Scheiße, dieser Bulle weiß über alles Bescheid“. Aber dann hat sich herausgestellt, dass wir uns von früher aus meiner Graffiti-Zeit kennen. Da war ich gleich viel entspannter. jetzt.de: Was denkt ein Passant wohl, wenn er mitten in der Stadt plötzlich auf eines deiner Werke trifft? SpY: Der Passant wird sich zuerst einmal fragen: Wer tut so etwas Verbotenes? Gleichzeitig weiß er, dass ich mich meiner Arbeit als Künstler spontan und ohne Bezahlung widme. Wenn ihm mein Werk gefällt, dann wird er das als romantischen Akt begreifen. Mit einem Klick auf das Bild startest du die Bildergalerie mit einer Auswahl von SpYs Werken - auf seiner Homepage findest du noch mehr.
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Crushed_on_You sagte:
Gähn.
dem ist nichts mehr hinzuzufuegen.
Ich mag Pencils und Sneakers.
Urban Art find ich persönlich sehr ansprechend weils nicht so "Das ist jetzt kunst, da muss man stehen bleiben und staunen" - mäßig ist.
und "gähn" kann ich ja mal gar nicht verstehen.
Die Geschichte mit dem Polizisten, der ihn wiedererkannt hat, ist auf seiner Website etwas besser erklärt.
Vielleicht kann mir jemand erklären, was es bringt, in Japan spanische Plakate mit kryptischen Botschaften aufzuhängen?
sieht doch super aus1
und Crushed_on_You: street art wirds auch noch 2009 geben. und 2010. und 2100. versteh nicht warum das vorgestern cooler gewesen sein soll als heute. und er macht ja offensichtlich nicht nur street.
trains malen ist auch nicht uncooler geworden nach all den jahren.
holyfuck sagte:
trains malen ist auch nicht uncooler geworden nach all den jahren.
!!!








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04.12.2008 - 19:52 Uhr
Crushed_on_You