Wenn der Lehrer ausrastet
Es ist ein Tabu, aber es gibt sie immer wieder: Pädagogen, die ihre Schüler beschimpfen und schlagen
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unser physiklehrer hat manchmal mit kreide nach den schülern geworfen, aber das war eher lustig. eine englischlehrerin wollte mal einem schüler an den ohren ziehen, aber danach hat sie sich bei ihm entschuldigt, und er auch. der war aber ein harter fall, der junge.
ich wäre charakterlich und psychisch nicht in der lage, z.b. eine klasse mit 30 pubertierenden 15-jährigen ordnungsgemäß zu unterrichten, die von hormonen, playstation und handy-sextests aufgeputscht ist.
afrirali sagte:
was genau sind denn verbale aggressionen, von denen studenten und schüler so zahlreich berichten. wenn ein lehrer mal einen schüler anschreit, dann muss das im bereich von erlaubten disziplinarischen maßnahmen sein.
weshalb? dir scheint es ja wohl nicht gerade gut bekommen zu sein. ein lehrer der schreit macht genau das, was die klasse von ihm will: jegliche autoritaet aufgeben. lauter kann man das gar nicht kundtun. gut, psychologie ist ja nicht gerade dein ding. mir ist aus meiner gesamten schullaufbahn kein beispiel dafuer bekannt, dass schreien jemals irgendetwas bewirkt haette.
Als unser Sohn zur Schule kam, war ichallerdings erschüttert darüber, daß sich in 30 Jahren (fast) nichts getan hatte: überall eine Unterrichts-Unkultur, die Aggressionen auf beiden Seiten befördert.
oh ja, wie wahr. zum einen wird erwartet, dass die pädagogen die kinder erziehen, aber wehe wenn sie sie richtig erziehen.
inwieweit teenies nicht einfach immer nur teenies sind und einfach immer schlimm sind, das fragt sich. ich denke als lehrer bekommt man ja die entwicklungen mit. und ich muss gestehen, dass ich bisweilen doch überrascht bin, wie gut erzogen die teenies heute sind. - was man so im öffentlichen raum erlebt...
01.12.2008 - 13:56 Uhr
alcofribas
aber diese unterrichtsgestaltung findet sich leider noch zu wenig in der lehrerausbildung.
octopussy sagte:
und ich muss gestehen, dass ich bisweilen doch überrascht bin, wie gut erzogen die teenies heute sind. - was man so im öffentlichen raum erlebt...
wobei es da wirklich auch extreme ausschläge in die gegenrichtung der skala gibt.
01.12.2008 - 14:13 Uhr
voiceofregret
alcofribas sagte:
mein religionslehrer war noch feldgeistlicher an der ostfront.
und meine werklehrerin ein über 70jährige nonne, die aber noch erstaunlich flink mit dem langen holzlineal umgehen konnte.
alcofribas sagte:
ich wäre charakterlich und psychisch nicht in der lage, z.b. eine klasse mit 30 pubertierenden 15-jährigen ordnungsgemäß zu unterrichten, die von hormonen, playstation und handy-sextests aufgeputscht ist.
Ich auch nicht. Wahrscheinlich sind das überhaupt die wenigsten Leute. Aber welcher Lehramtsstudent gesteht sich sowas schon ein?
Kreide haben wir auch schon zu spüren bekommen. nicht nur ein Mal.
Und eine Mitschülerin gehört nach Angaben ihrer Lateinlehrerin "ans Fließband" (sie studiert heute biologie).
ein Musiklehrer hat immer "das Mädchen mit dem kürzesten Rock" die Tafel putzen lassen. hat er selber zugegeben.
Ein Lehrer hat mich in der 5. Klasse gefragt, ob ich aus dem Ghetto komme, oder aus der Baracke. schließlich "schwätz ih koi schwäbisch". und mich demensprechend behandelt, nur weil meine Eltern nicht in D geboren sind (im Gegensatz zu mir).
9 Jahre später hat er (nennen wir ihn Herr L.) einen anderen Lehrer gemobbt und verklagt.
ich habe diesen anderen Lehrer unterstützt und einen Brief deswegen ans Bildungsministerium baden-württemberg geschrieben, aus dem Auszüge bei der Verhandlung gegen den anderen Lehrer vorgelesen wurden.
Tja Herr L., wären Sie damals anders gewesen, wäre mein Brief nicht so radikal gewesen. Hoffe, sie hatten Spaß beim Lesen :)
so, das musste ich loswerden.
ich weiß aus eigener erfahrung von sexuell übergriffig werdenden lehrern: in der grundschule gab es einen musiklehrer, bei dem die mädels auf dem schoß sitzen mußten und er ihnen schmutzige witze erzählte, auf dem gymnasium gab es sportlehrer, bei denen einige mädels gern in sprinterhöschen und ohne bh aufliefen.
der grundschullehrer wurde gottseidank versetzt (hoffentlich hat er da nicht weitergemacht), über die sportlehrer wurde gelästert, aber meines wissens nie etwas gegen sie unternommen, was ein fehler war.
ich bin vorsichtig: schülergespräche nie allein im klassenraum, denn leider gab es auch schon fälle, bei denen schüler versuchten, kollegen etwas anzuhängen.
01.12.2008 - 15:32 Uhr
Cola13
Wochenendzyniker sagte:
alcofribas sagte:
ich wäre charakterlich und psychisch nicht in der lage, z.b. eine klasse mit 30 pubertierenden 15-jährigen ordnungsgemäß zu unterrichten, die von hormonen, playstation und handy-sextests aufgeputscht ist.
Ich auch nicht. Wahrscheinlich sind das überhaupt die wenigsten Leute. Aber welcher Lehramtsstudent gesteht sich sowas schon ein?
keiner. und überforderte lehrer erst recht nicht!
wenn es ganz schlimm läuft, geben die dann die "lebhaften" klassen im laufe des schuljahres ab und bekommen nur noch die "netten, ruhigen". mein direktor hat mal zu mir gesagt, dass schule eben ein soziales gefüge sei und die stärkeren eben die fehler der schwächeren ausbügeln müßten. super system.
das soll nichts entschuldigen, die kinder können schließlich auch nichts dafür.
aber auf die lehrer zu schimpfen, hilft auch nichts.
jeder, der mal vor einer schwierigen klasse stand (die zb durch 10 jahre katastrophalen schulunterricht schon "versaut" wurde), weiß wie schwer es oft ist, nicht die beherrschung zu verlieren.
Erziehung ist nicht die Aufgabe eines Lehrers. Die Aufgabe eines Lehrer ist Wissen, Denkweisen, Handlungsmaßstäbe zu vermitteln und zum selbständigen kritischen Denken und verantwortungsvollen Handeln hinzuführen. Dazu bedarf es aber als Grundvoraussetzung eines Mindestmaßes an Disziplin und Respekt von Seiten der Schüler.
Das grösste Problem sind Eltern, die im Lehrer einen Gegner sehen und nur den Behauptungen ihrer unerzogenen Kinder glauben. Ich habe vor kurzem einen Fall erlebt, da behauptete der Schüler (6.Klasse) ich hätte ihm in seine Hosentasche gelangt weil ich ihm sein Handy abnahm - wem glaubte wohl die Mutter ?! Da wird man ganz schnell in eine Ecke abgeschoben und jede Autorität ist vor der ganzen Klasse futsch.
..Die Kreideschmeisserei war die erste echte "handgreifliche" Sache, die ich in der Schule erlebt habe. Aber verbale Attacken sind wirklich haeufig. Ich weiss gar nicht, ob man es den Lehrern so uebel nehmen kann - natuerlich ist das nicht das ideale Bild eines Paedagogen, dem man seine Kinder anvertraut, und der dann in nervenaufreibenden Stunden extrem beleidigend wird.
Aber ernsthaft - ich wuerde mich nicht freiwillig und auch garantiert nicht fuer das Lehrergehalt vor eine typische Klasse stellen, sagen wir einfach meine Klasse. Liebe Menschen, generell, aber jeder kann den fiesen Bloedmann raushaengen lassen. ...Es liegt wirklich an den Eltern, eine Erziehungsbasis aufzubauen. Natuerlich werkeln die Lehrer fleissig an der Erziehung mit, aber wenn gar kein Grundverstaendnis ueber richtiges Verhalten vorhanden ist, kann ein Lehrer bei einem 14jaehrigen auch nicht mehr viel ruetteln. Und mir nur noch Leid tun.
erziehung obliegt in 1. linie den eltern, und nicht dem staat mittelbar über erzieher an kindergärten oder lehrern an schulen. das scheint aber vielen eltern mittlerweile nicht mehr klar zu sein.
namensindnurschallundrauch sagte:
Mein Erdkundelehrer wirft lieber mit seinem Schlüsselbund.
Da ist er nicht der einzige !
voiceofregret sagte:
man muss sich - bei allem respekt - nun mal auch leider von dem fehlglauben verabschieden, dass lehrer pädagogen wären, v.a. an höheren schulen.
stimmt leider, viele lehrer sehen sich nicht mal als wissensvermittler, sondern eher als eine art unidozent, die einfach nur vorne stehen und ihr ding durchziehen. hat aber viel mit mangelhafter, veralteter ausbildung zu tun. in hessen gibt es seit einigen jahren ein gesetz, das lehrer zwingt, eine gewisse zahl von fortbildungen pro schuljahr zu besuchen. wenn man diese möglichkeit vernünftig nutzt, kann man einiges neues lernen. dazu muss man allerdings auch bereit sein...
voiceofregret sagte: erziehung obliegt in 1. linie den eltern, und nicht dem staat mittelbar über erzieher an kindergärten oder lehrern an schulen. das scheint aber vielen eltern mittlerweile nicht mehr klar zu sein.
viele eltern sehen erziehung an staatlichen schulen mittlerweile sogar eher als feindbild, da sie nicht ihrer häuslichen pädagogik entspricht. da bekomme ich manchmal aussagen wie "der ist eben kein duckmäuser, der macht nicht alles, was man ihm sagt, und das ist gut so! der ist eine richtige persönlichkeit!!!" an den kopf geworfen. schön und gut, zu hause mag man die zeit haben, jede entscheidung auszudiskutieren, aber wenn ich in der schule nicht einmal einen sitzplan festlegen kann, läuft etwas schief. da sitzt dann nicht ein maulendes kind am abendbrottisch, sondern ca. 15 nölende kinder hinter schultischen, während die anderen 15 verständnislos zugucken.
wobei ich in meinem leben noch soviel angst vor einem menschen hatte wie vor meinem kunstlehrer, der nicht zuschlug aber dich psychisch fertig machte.
Wochenendzyniker sagte:
Ähnlich wie nicht jeder geeignet, fähig etc. ist, eine Schulklasse zu unterrichten, so ist ja auch nicht jeder geeignet ein Kind zu erziehen. Da überlegen sich viele viel zu wenig vorher, was das [...] mit sich bringt, sondern kriegen einfach mal so Kinder.
...oder werden Lehrer.
Mal ehrlich: Wie viele der Lehrer wollten den Beruf, weil man Kinder erziehen kann und nicht weil man viel Urlaub hat, halbtags arbeitet und einen Beamtenstatus genießt?
Man muss sich nicht wundern, wenn man bei etwas überfordert ist, von dem man sich nicht überlegt hat, was es mit sich bringt.
meandme sagte:
Wochenendzyniker sagte:
Ähnlich wie nicht jeder geeignet, fähig etc. ist, eine Schulklasse zu unterrichten, so ist ja auch nicht jeder geeignet ein Kind zu erziehen. Da überlegen sich viele viel zu wenig vorher, was das [...] mit sich bringt, sondern kriegen einfach mal so Kinder.
...oder werden Lehrer.
Mal ehrlich: Wie viele der Lehrer wollten den Beruf, weil man Kinder erziehen kann und nicht weil man viel Urlaub hat, halbtags arbeitet und einen Beamtenstatus genießt?
Man muss sich nicht wundern, wenn man bei etwas überfordert ist, von dem man sich nicht überlegt hat, was es mit sich bringt.
hm. irgendwie hab ich nicht viel urlaub (da stehen die korrekturen meiner lk-klausuren an, da ich an den wochenenden - trara - unterricht vorbereite oder tests korrigiere) und arbeite auch nicht halbtags (sitze ja schließlich jetzt noch an der unterrichtsvorbereitung). mache ich was falsch oder liegt das an den verzerrten vorstellungen vom lehrerberuf?!
beamtenstatus - ja, den hab ich, und der ist nicht zu verachten. allerdings glaube ich, dass gerade dieser viele probleme mit sich bringt: einmal studienrat, kann man sich ungefähr alles erlauben ohne jemals arbeitslos zu werden.
verzerrte Vorstellung.
nix geht einfach so von der Hand. besonders, wenn man gut darin sein möchte. aber das wollen nicht alle.
meandme sagte:
klar, gute Lehrer haben schon mehr zu tun, als beschrieben, aber du glaubst gar nicht, wie viele dieser zukünftigen Pseudolehrer an meiner Uni rumlaufen und behaupten, wie schön es mal sein wird so als Lehrer gerade mit den Vorstellungen, die ich gebracht habe.
verzerrte Vorstellung.
nix geht einfach so von der Hand. besonders, wenn man gut darin sein möchte. aber das wollen nicht alle.
natürlich weiß ich, wie viele leute mit diesen falschen vorstellungen in den schulalltag reinschliddern. und es gibt auch genug kollegen, die leider exakt diesem vorurteil entsprechen!
nur mag ich diese verallgemeinerungen nicht: lehrer haben einen halbtagsjob. lehrer haben viel mehr urlaub als andere. lehrer stehen mittags um 2 schon auf dem tennisplatz.
das führt dazu, dass ich als klassenlehrerin regelmäßig an den wochenenden wegen nichtigkeiten ("können sie nicht die sitzordnung mal wieder ändern?") angerufen werde und die eltern sich aufregen, dass ich ja NIE erreichbar sei, wenn ich mal am wochenende verreist bin und eben nicht mit ihnen kommuniziere.
gibt überall schwarze schafe, soviel steht fest. bei lehrern fällt es halt arg auf, da sie jeder mal kennengelernt hat.
ich bin kein schlechterzogener oder gewalttätiger mensch und im unterricht schwaz ich auch nicht
doch:
werde ich von lehrkörpern seit meiner kindheit bis ins erwachsenenleben (abendgym und kolleg)
von lehrkörpern
angemacht und beleidigt.
ich komme aus einer alten hochgedienten fam und
disziplin ist von zuhaus aus schon da
aber die angriffe der sogenannten pädagogen sind
ein zeichen von feigheit und geisteskrankheit
lehrer suchen sich immer einen raus der sich nicht bis zum äußersten wert
und der von den mitschülern nicht verteidigt wird *außenseiter*
um der gruppe macht zu demonstrieren
ich haben verhaltensforschung studiert und es trägt züge eines affenstahls wo der lehrer durch kolegtivbestraffung oder exempel seine macht am besten dort demonstriert wo es vermutlich am wenigsten gegewehr gibt.
also werden schwache und kranke zerfleischt um die entschossenheit zu beweisen.
mein fazit
lehrer sind in der regel stark verhaltensgestört und feige
eben sehr dumm.(halt Beamte von denen sollte ein vernunftbegabter nichts lernen wollen)
ich glaube auch nicht dass ein lehrer der je nach schultyp ein durchschnitts IQ von 100-117 hat, der klasse gewachsen ist.
zudem glaube ich auch nicht dass ein grundschullehrer mit einer durchschnitts inteligenz von 100-110 IQ in 15 minuten test entscheiden kann ob ein kind dumm oder dümmer ist wenn selbst psychologen mit profesur 3 volle tage dazu brauchen um zusehen wie dumm oder nicht dummm jemand ist.
ein fall beispiel:
geistige behinderung fängt bei unter 90 IQ an
5% der bevölkerung
durchschnittlich ist ein IQ von 90-110
90% der bevölkerung
an den unis in deutschland soll der durchschnitt 117 sein(*lach*)
3% aller Bürger schaffen solch ergebnis gerade
grundschullehrer haben also im schnitt einen schlechteren schnitt
als studies weil wegen bla bla
oberschul und uni lehrkörper haben einen hohen durchschnitt
darum singt der durchschnitt mit dem schultyp
also
entscheidet ein grundschullehrer mit einen bestenfalls durchschnitts IQ von 105
über dass leben eines durchschnittskindes mit 100 IQ
in einem 15 minütigen test
wo ein prof sich ein urteil erst nach 3 tagen erlaubt und der hat einen IQ von mindestens 117
nun zur relation
ein grundschulleherer mit einem IQ von 100 entscheidet
dass ein schüler mit mindestens 117 auf die hauptschule oder hilfsschule soll.
meine frage:
kann ein mensch (lehrer) der aus sicht des kindes, dass sich und seine intelligenz für normal hält, für dumm verkauft werden, von einem grundschulleherer der einen intellektuellen abstand zu dem kind hat wie ein geistig behinderter zu dem leherer,
darüber entscheiden was aus dem kind wird und seine leben zerstören nur weil es im falschen stadtteil wohnt oder die eltern geschieden sind oder die eltern kein geld haben oder die eltern arbeiter sind oder die eltern keine deutschen sind?
unser bildungssystem besteht aus schwachsinnigen und irren
(halt Beamte)
lehren heißt 2 mal lernen
zitat eines großen deutschen
schüler lernen nur das, was der lehrer auch wirklich weiss
und nicht was der lehrer meint zu wissen.
zitat von jemanden der genau gesehen und hingehört hat











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30.11.2008 - 20:39 Uhr
erbschen
meine erdkundelehrerin hat damals ihren holzclog nach mir geworfen ... warum eigentlich? *am kopf kratz*