Mini-Rock-Befreiungsschlag
Ich habe mich noch nie im Leben getraut, einen Mini-Rock zu tragen, zu kaufen oder auch nur einen Gedanken an ihn zu verschwenden. Knapp ein Vierteljahrhundert später habe ich wieder ganz kurze Haare und brauche einen Ausgleich, um nicht als Schuljunge zu gelten, denn einen überdimensional großen Rucksack trage ich mittlerweile auch schon. Abgesehen davon bin so dünn wie noch nie zuvor. Also nix wie hin – den Traum vom Rock besorgen! Und ich betone es im voraus: ich wollte keinen hemmungslosen Sex, keinen heiß machen, ich wollte nicht angebaggert, nicht angesprochen, nicht angeglotzt werden! Ich wollte nur einen Befreiungsschlag gegen die eigenen Komplexe starten und mehr nicht! Nun gibt’s den Rock. Knapp über 25 cm dunklen Denim, ganz schön eng und ungewohnt kurz. Ich ziehe es an und laufe zu einer Freundin, wohlgemerkt die Hauptstraße in einem Alternativen- und Studentenviertel lang, wo man in der Regel nicht damit rechnet, auf besonders hohe Anteile von Sexisten und Chauvinisten zu treffen. Ach ja, ich laufe mit meinem zweijährigen Sohn an der Hand, ein Detail, dass sich gleich als recht pikant herausstellen wird... Wer denkt, der Anblick eines Kindes schreckt die testosteronbeladenen, aufgegeilten Typen irgendwie ab, irrt sich. Im Gegenteil! Die Kollegen benutzten mein Kind gar als Vorwand, mich anzusprechen. Und das lief ungefähr so ab: Mein Sohn fummelt an den Mandarinen und Birnen am Stand eines Gemüsehändlers. Der Gemüsehändler räumt gerade das ganze Zeug in den Laden ein, erblickt mich samt Rock und Sohn, scannt den Rock, die Beine, mich, den Sohn und sagt: „Ach, ist das etwa deine Mammi, ja? Und ist es der Mammi nicht kalt?“ Geht’s noch?!! Frage ich etwa irgendeinen wildfremden Typen in Shorts bei +5 Grad, ob es ihm nicht zu kalt ist? Nein! Ich zerre den Sohn an der Hand hinter mich her, so dass er beinahe schon in der Luft baumelt, er wehrt sich, ist beleidigt. Ich bin es auch. Na gut, man könnte denken – so eine einmalige Sache, nicht? Schön wär's! Ein paar Tage später laufe ich die selbe Strasse im selben Rock mit dem selben Sohn entlang. An einem Cafe stehen Menschen und rauchen (Scheißrauchverbot!), daneben gibt’s einen Kippenautomaten. Mein Herr Sohn läuft zielstrebig zu dem Cigarettenautomaten hin, weil er ihn für einen Wildfutterautomaten aus dem Tierpark hält (die Tasten, Knöpfe und das Ding zum Geldreinstecken – alles dasselbe), und drückt die PallMall-Taste. Daneben stehen zwei Bauarbeiter, rauchen und werden langsam auf den Rock aufmerksam. Sie sprechen mich an in einer Sprache, die nur bedingt zu verstehen war. Ich bin noch so sozial, dass ich die Geschichte von dem Wildfutterautomaten erzähle. Sie scannen den Rock, mich, meine Beine, grinsen. Und dann fragt mich einer, ob ICH NICHT 50 Euro VERDIENEN WILL???!!!! Ich schnappe mir den Sohn und laufe davon. Ticken die noch richtig?!!! Was läuft da eigentlich verkehrt??? Wollte der einen auf mein Kind aufpassen, während ich dem anderen für einen Fuffi im Hinterhof einen blase oder was? Sehe ich wie eine freilaufende Wichsvorlage aus? Haben sie noch nie eine Frau im kurzen Rock gesehen? Und wie, bitteschön, kommt man auf den Gedanken, einer Frau, die mit ihrem Kind unterwegs ist, so etwas überhaupt vorzuschlagen? So. Den Rock gibt’s noch. Und nein, er landet nicht im Schrank! So klein gebe ich nicht bei. Der Rock ist mein Befreiungsschlag! Und die blöden Sexisten sollen mal häufiger wichsen. Nur, bitte, zuhause! Die Fortsetzung wird wohl noch folgen....- Diese Woche fand ich im Garten ein paar Leichen wieder 09.05.2012
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Zur Gramatik... bin sehr müde (und sonst sind Rechtschreibfehler und Buchstabenverdreher eher mein Ding).
atraktiv ist subjektiv und falls du wissenwillst was ich atraktiv finde müsstest du noch mal nachfragen. Zur Definition: ich denke begehrenswert (egal in welcher Form, im gegensatz zu sexy natürlich gewichtiger in richtung Symphatie, was zumindest bei mir aber eh mit sexueller atraktion vermischt), aber da bin ich schon schnell wieder beim subjektiven.
P.S.: ich bin grade zur Erkentniss gekommeninnerlich schüchtern zu sein. macht Sinn, oder?
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25.11.2008 - 01:07 Uhr
po4emu4ka
scheiße (hast übrigens da ein grammatikfehler drin, was?): zum objekt machen, kein nein verstehen, taktlos sein und nochmals zum objekt machen!
(nur wenn da ein paar kniee zu sehen sind oder wie? wie krank ist das denn?)
sexy: ich will ja nicht nerven, aber was ist atraktiv? schön und besonders sind drin, übrigens völlig unabhängig vom biologischen geschlecht)