20.11.2008 - 22:22 Uhr

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lila

Text: Leben_leben_lassen

Lange habe ich gebraucht um wieder schreiben zu können und dann hat mich doch die November-Revolution der Traurigkeit wieder gepackt. Analyse steht auf dem Programm, neben all den furchtbar schlau aussehenden Fremdwörtern und ich frage mich, ob die deutsche Sprache heute noch irgendwo ohne gesprochen wird. Vielleicht ist der Wandel der Sprache aber auch mit dem Davonrennen der Zeit zu begründen und selbst Latein wäre heute voller französischer und englischer Terminologien. Aber darum sollen sich diese Wörter nicht drehen, viel entscheidender scheint gerade mich zurück in einen Strom zu werfen. Es fühlt sich trostlos an, immer zwischen und gegen verschiedene gesellschaftliche Typen anzuschwimmen. Sehen diese Menschen, in ihrer einheitlich, von Kinderhänden gefertigten H&M-Kleidung nicht irgendwie immer auch zufrieden aus? Ich wünschte meine Freunde und ich, wir wäre alle gleich, wir wüssten, wie man ein Lachen ins Gesicht näht und nutzten den Alkohol als Entschuldigung, ab und zu mal aus der Einheitsmaske auszubrechen. Statt dessen suche ich meinen eigenen Strom, ja Strom, denn alleine ist man einsam. Oder eine Linie, eine Linie, die nur für mich bestimmt ist und einmal, nur dieses eine Mal nicht aus schlecht zusammengeflickten Schienenabschnitten Anderer besteht. Erwachsen werden, war dies der Gedanke der den Himmel grau und die Wände Bilderlos werden lies? Nein ich denke nicht. Die Zeit mit ihren Herbstfarben und Sommertönen wird manchmal etwas vorschnell von der Uhr verscheucht und ich finde mich wieder zwischen umgestürzten Fahrrädern und vergammelten Kokosnüssen, die an den Sand des letzten Urlaubs erinnern und im Schnee einfach nicht adäquat aussehen. Und dann flüstert mir die letzte welke Blume, dass ich mir zu viele Gedanken über das Glücklichsein mache und doch einfach lila Luftballons pflücken gehen soll, auch wenn dies bestimmt nicht nachhaltig ist, aber Alnatura steht schon genug in meinem Regal. Und dann lächelt manchmal das Bild von meinem Schreibtisch und der Regen erzählt von Lamas in Peru und bisweilen schwebt ein lila Ballon über die staubige Wiese. Voller Freude springe ich über 2 Pfützen gleichzeitig um den Ballon zu erwischen und zurück bleibt ein weiterer Abdruck auf meinem ganz persönlichem Weg. Wieder wird mir bewusst, dass der Fußabdruck nur ein Teil vom Ganzen ist und man sich nicht zu groß machen darf. Die Welt dreht sich morgen mit oder ohne meine Gedanken, ganz gleich ob der lila Luftballon jemals existiert hat oder nicht. Und die Zeit rennt mit immer neuen Plänen davon


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2 Kommentare

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Onkelzgraf
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Mag ich Mag ich nicht

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21.11.2008 - 22:16 Uhr
Onkelzgraf

weiß nicht was ich sagen soll ...

sprichst mir, mit deinen texten oft aus der Seele

lastpub
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Mag ich Mag ich nicht

0

16.12.2008 - 18:11 Uhr
lastpub

Diesen und den darauffolgenden Text find ich wirklich wirklich gut! *


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