27.05.2010 - 15:23 Uhr

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Der neue Bond in der Dating-Kritik

Text: Digital_Data

Die Macher des neuen Bond machen anscheinend die selben Fehler, wie fast alle Männer. Sie projezieren eigenes Verhalten auf die Frauen. Sie nehmen an, ich als Mann werde durch optische Reize von einer Frau angezogen, also präsentiere ich optische Reize um eine Frau anzuziehen. Überdeutlich wird das bei Daniel Craig als Bond. Mit entblöstem Oberkörper, mit hervorragender Maske des verschrammten Gesichtes, hilfsbereit und Lebensretter einfach so, gequält von Liebeskummer. Das muss die Frauen doch anmachen. Eben nicht ! Wenn man mit Frauen über Bond redet, dann verdrehen die meisten bei Pierce Brosnan die Augen. Von weiblicher Sicht aus, war er und wahrscheinlich Sean Connery der beste Bond ever. Warum? Pierce Brosnan ist der geborene Gentlemen, er hat Charme bis zum Abwinken, hat die Situation immer unter Kontrolle, er hat dieses verschmitzte Spitzbübische, Selbstironie (ganz wichtig, Sex and the City mal unter diesem Aspekt anschauen) und sieht im Smoking einfach Klasse aus. Frauen die über Pierce Brosnan als Bond schwärmten haben noch keinen einzigen Craig Bond überhaupt gesehen. Liegt diese Wandlung nun nur am Darsteller? Nein! Es liegt sicher etwas am Typ Pierce Brosnan, bereits als Remington Steele faszinierte er die Damenwelt und die Enttäuschung als er damals nicht Bond werden konnte, weil er aus seinem Vertrag nicht rauskam, war bei der Damenwelt groß. Aber auch Remington Steele machte das Drehbuch groß, da war das Geheimnisvolle sozusagen gleich mit eingebaut. Vor allem aber macht ihn das Drehbuch zu jenem Bond den Frauen lieben. Der Q mit seinen Spielereien fast zur Verzweiflung bringt, der nie genau zeigt, was er fühlt. Zwar wirft der neue Bond auch einen toten Freund in die Mülltonne, aber das ist eben nicht das selbe. Hier müßte er Gefühle zeigen, im Flieger wenn er seiner Liebe nachtrauert nicht. Die Szenerie während der Oper in Bregenz im neuen Bond zeigt etwas von dem alten Bond. Das Drehbuch könnte auch aus dem neuen Bond einen Frauenhelden machen, nur scheinen sich die Macher dessen gar nicht bewußt zu sein. Für uns Normalsterbliche, ohne die Lizenz zum Töten, heißt das aber: Nicht der nackte Oberkörper macht uns unwiderstehlich sondern das Drehbuch. Und das können wir in diesem Fall selbst bestimmen. Damit sind wir weiter als Daniel Craig. Arbeite am Drehbuch und lerne, was Frauen wirklich wollen (um einen anderen Filmtitel ins Gespräch zu bringen). Und wenn Du es nicht weißt, dann rede mit Frauen über Bond und höre sehr, sehr gut zu. Digital_Data

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ShesSoHigh
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Mag ich Mag ich nicht

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25.11.2008 - 09:17 Uhr
ShesSoHigh

Naja, und ich glaube halt, auch auf die mehrheit trifft das was Du oben behauptest einfach nicht zu.

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