Flat Eric ist wieder da!
Für Mr. Oizo muss alles ganz schnell gehen. Der französche Musiker und Filmemacher, mit bürgerlichem Namen Quentin Dupieux, findet drei Stunden völlig ausreichend, um gute Kunst zu machen. Der Riesenerfolg mit seinem Song „Flat Beat“ gab ihm Recht. Das ist nun allerdings schon neun Jahre her. Im jetzt.de-Interview erzählt Mr. Oizo von seinem eigenen Aufstieg und Fall, von wiedergefundenem Stolz und dem momentan extrem coolen Label Ed Banger Records, auf dem er seine neue Platte veröffentlicht.
Quentin, das Plüschtier Flat Eric , das du 1999 erfunden und das erste Mal öffentlich im Video zu „Flat Beat“ auftreten lassen hast, wird auf dem Cover deiner neuen Platte „Lambs Anger“ mit einer Rasierklinge bedroht. Warum nur? Quentin: Das ist eine Anlehnung an den Film „Ein andalusischer Hund“ von 1929. Luis Buñuel und Salvador Dalí haben den zusammen gemacht. Der Film ist surrealistisch – genau wie Flat Eric. Hier ist der üble Schocker: Man könnte auch denken, du wolltest mit deiner Vergangenheit abschließen. Ich will Flat Eric nicht töten. Es ist eher so, dass ich ihn zurück ins Leben rufe, ich habe ihn ja jetzt schon so lange ignoriert. Dieses Album bin ich ähnlich angegangen wie damals „Flat Beat“. Ich habe einfach sehr schnell Musik produziert, ohne ernsthaft darüber nachzudenken. „Flat Beat“ war damals innerhalb von nur zwei Stunden fertig, völlig gedankenlos. Du hast damals gesagt, an guter Kunst dürfe man sowieso nicht länger als drei Stunden arbeiten. An dieser Einstellung hat sich also nichts geändert? Von all den Songs, die ich bis jetzt gemacht habe, mag ich vor allem die, die ich schnell gemacht habe. Ich glaube, ich bin dann am besten, wenn ich mir keinen Kopf über meine Arbeit mache. Deswegen habe ich auch jetzt wieder alles ziemlich fix aufgenommen.

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hast du in betracht gezogen, dass man als interviewer auch gerne mal den 'gast' was erzählen lässt?
Aber klar. Und das kann man tun, ohne sich zu blamieren. Etwa:
"Das Cover erinnert an eine Szene aus dem Film "Un chien andalou". Sind Sie auch Kinoliebhaber?"
Wer als Schreiberling auftrumpfen will kann auch sagen "Auf dem Cover stellen Sie mit Flat Eric eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte nach..."
Alles kein Problem.
bonckers sagte:
Wer denkt bei diesem Cover eigentlich NICHT an "Un chien andalou"???
ich. kenn ich net.
bonckers sagte:
Und noch was: "not really" übersetzt man nicht mit "nicht wirklich"!!!
ich sag immer "nicht wirklich". wenn "nicht wirklich" nicht "not really" auf englisch heißt, wie übersetzt man das denn dann eigentlich?
bonckers sagte:
Und noch was: "not really" übersetzt man nicht mit "nicht wirklich"!!!
ich sag immer "nicht wirklich". wenn "nicht wirklich" nicht "not really" auf englisch heißt, wie übersetzt man das denn dann eigentlich?
Man übersetzt es gar nicht, weil es im Deutschen falsch ist. Warum sollte man eine falsche Übersetzung wieder rückübersetzen wollen? "Nicht wirklich" bedeutet "nicht real", "irreal", "unwirklich". Das würde man mit "not real" übersetzen.
- You're kidding me! This is not real, is it?
- Nah, not really.
Korrekte Übersetzungen für "not really" sind, je nach Zusammenhang z. B. "eigentlich nicht", "nicht unbedingt", "nicht (so) richtig" etc. Eine Sprache zu übersetzen ist nicht so einfach, wie sich das die Combrincks und Co. vorstellen (bzw. stellten).
Aber das ist wirklich ein K(r)ampf gegen Windmühlen. Vergesst es.
Es hat auch schon ein deutscher Journalist auf Euronews schon billion mit Billionen übersetzt, und schon hat China angeblich 40 Billionen für die Olympischen Spiele ausgegeben. Was für Dilettanten!
Aber es ist wohl besser, diese Leute an Schreibtischen Falschmeldungen produzieren zu lassen, als sie an kritischen Produktionen teilhaben zu lassen. Fahrzeug- oder Flugzeugtechnik oder so was. *schauder*
(Nicht dass Nachrichten keine kritische (Schnitt-) Stelle wäre. Aber lassen wir das.
aber ist ja auch irreal wichtig über sowas zu diskutieren
ähm
music
but music is just so middle-aged
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15.11.2008 - 21:50 Uhr
holyfuck
achso. und du bist ja auch der, der bestimmt wer hype verdient und wer nicht, hatte ich vergessen.
hast du in betracht gezogen, dass man als interviewer auch gerne mal den 'gast' was erzählen lässt?