13.11.2008 - 21:00 Uhr

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Und es stimmt doch: Mein Freund der Baum!

Text: uta-muehleis

Regelmäßig stellen Uta Mühleis und Rebecca Gerth von RESET Projekte, Aktionen und Ideen vor, die das Zeug dazu haben, die Welt wirklich zu verbessern. Heute: Aufforstung für ein besseres Klima.

Dass sich das Klima global verändert – und zwar nicht zum Guten – ist eine unbestrittene Tatsache. Problematisch ist dabei insbesondere der wachsende Ausstoß von CO2, bei gleichzeitiger, weltweiter Abholzung des Baumbestandes. Auch die Folgen sind bekannt: die Verstärkung von Wetterextremen jeglicher Art sowie die Versteppung immer größerer Teile unserer schönen Erde. Dieses Phänomen betrifft nicht ausschließlich tropische Regionen – wer sich also darauf auszuruhen gedenkt, der Regenwald sei ja ziemlich weit weg und sich deshalb nur indirekt von der drohenden Versteppung betroffen sieht, der irrt: auch das durchaus "untropische" Brandenburg ist in der misslichen Situation, sukzessive auszutrocknen und zu versteppen. Nach Ansicht des Max-Planck-Instituts ist die Ursache auch dieser Entwicklung der Mensch (beziehungsweise sein stetiger der Ausstoß von CO2 und anderen klimawirksamen Gasen).
Foto: colourbox.com Angesichts der Tatsache, dass ich in Berlin lebe und Brandenburg meine "direkte Umwelt", das Ziel meiner Sommerausflüge in "die Natur" ist und dies bitte auch bleiben soll, stellt sich mir die drängende Frage, wie es um meine persönliche CO2-Bilanz bestellt ist? Vergleichsweise optimistisch rufe ich den Greenpeace-CO2-Rechner auf – schließlich besitze ich kein Auto, fahre viel mit der Bahn und regelmäßige Fernreisen kann ich mir ohnehin nicht leisten. Ich finde heraus, dass sich mein persönlicher CO2-Austoß auf rund 7,5 Tonnen pro Jahr beläuft – das entspricht in etwa dem Gewicht, das mein letzter Umzug (inklusive des dafür verwendeten LKWs!) auf die Waage gebracht hätte. Ganz schön viel also, wenngleich immerhin noch gut drei Tonnen unter dem bundesdeutschen Durchschnitt, denn der liegt laut Greenpeace bei 10,88 Tonnen – das wären also noch mal zwei komplett betankte S-Klassen on top. Aber das macht es ehrlich gesagt auch nicht wirklich besser, denn selbst meine bescheidenen 7,5 Tonnen liegen noch ziemlich genau fünf Tonnen über der so genannten "verträglichen Quote" von 2,5 Tonnen. Ich frage mich also, was ich tun kann, außer das Heizen aufzugeben und künftig nur noch bei Tageslicht zu lesen, um meinen persönlichen CO2-Quotienten zu optimieren? Eine wirklich gute Möglichkeit ist, sich darum zu kümmern, dass Bäume gepflanzt werden – das sieht schön aus und bringt auch echt was: wenn man es richtig anstellt sogar nicht nur einen positiven Klimaeffekt und ein gutes Gewissen sondern auch eine ordentliche Rendite. Bäume sind sehr effektive Kohlendioxidspeicher und können deshalb einen wichtigen Beitrag gegen die Erderwärmung leisten. Laut Unep, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, sind weltweit etwa 283 Milliarden Tonnen Kohlenstoff allein in der Biomasse der Wälder gebunden. In Deutschland sorgen mittlerweile vielfältige gesetzliche Bestimmungen für den Erhalt der bestehenden Waldflächen: die Umwandlung von Wald in eine andere Nutzungsform unterliegt einem Genehmigungsverfahren, das explizit eine Kompensation an anderer Stelle vorsieht. Trotzdem: eine weitere Aufforstung kann auch hierzulande nicht schaden. Denn außer Holz, das CO2 auch lange Zeit über die Lebensdauer des Baumes hinaus binden kann, bringt der Wald als solcher Qualitäten mit, die man gar nicht genug wertschätzen kann: hier entstehen Trinkwasser, Frischluft, außerdem dient Wald der Erhaltung von biologischer Vielfalt. Last but not least kann sich der Städter bei einem Waldspaziergang wunderbar erholen und Ruhe finden. Es gibt zahlreiche Initiativen, die sich mit Baum-Pflanz-Aktionen für eine regionale oder auch internationale Aufforstung einsetzen. Man muss also nicht zwangsläufig die Schaufel in die Hand nehmen, ein Loch graben und selber einen Baum pflanzen (oder besser gleich mehrere), sondern kann diejenigen unterstützen, die dies ohnehin bereits tun. Ein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten interessantes Modell ist der BaumSparVertrag: Ab 30 Euro monatlich kann man direkt in die tropische Aufforstung investieren – und das bei einer jährlichen Renditeprognose von 9,65 Prozent! Gesicherte Dividende, tägliche Ausschüttung, mehr als 100 Jahre wachsender Gewinn verspricht auch das Land Mecklenburg-Vorpommern mit seiner "Waldaktie". Eine solche "Waldaktie" kostet zehn Euro –damit kann ein Hartholzbaum gepflanzt und gepflegt werden. Natürlich kannst Du selber Bäume pflanzen– wie das geht erfährst Du beispielsweise auf Seiten wie wikiwoods.org. Natürlich kannst Du auch spenden, gewinnbringend in Aufforstungen investieren und einen BaumSparVertrag abschließen oder Waldaktien erwerben.


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TomJones
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Mag ich Mag ich nicht

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13.11.2008 - 21:19 Uhr
TomJones

Dass sich das Klima negativ verändert, ist sehr wohl eine bestrittene Tatsache. Ist aber keine beliebte Meinung.

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Mag ich Mag ich nicht

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13.11.2008 - 21:25 Uhr
TomJones

Ich hab mich nicht klar ausgedrückt.

Klimawandel ist eine Tatsache, war schon immer eine. Aber der menschliche Einfluß wird überschätzt. Und von medial gehypter Klimapanik sollte man sich nichts einreden lassen.

DasFoehn
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13.11.2008 - 21:49 Uhr
DasFoehn

blub...schreib dein wissen zusammen und reiche es bei nature oder science ein...wenn du jahrzehntelange Forschung widerlegen kannst, wird dir der Nobelpreis bestimmt sicher sein. Also wenn das kein Anreiz ist, dann weiß ich es auch nicht...

und nun schluss mit off-topic ;)

TomJones
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Mag ich Mag ich nicht

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13.11.2008 - 22:26 Uhr
TomJones

Jahrzehntelange Forschung, aha. Du kannst gerne die Konsenmeinung nachpredigen, ist mir doch egal.

Hier mal was zur vermeintlichen Erwärmung der Meere.

oekorealist
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14.11.2008 - 08:06 Uhr
oekorealist

frau mühleis: bis heute ist nichts wirklich geklärt und verstanden, was den einfluss des menschen auf das klima angeht.

menschliches co2 wird im verhältnis zu den schwankungen der natürlichen kreisläufe in so geringen mengen emittiert, dass jeder von uns den ausstoß verzehnfachen könnte, ohne dass sich dadurch am klima etwas ändern würde.

und ist methan aus sicht der klimareligion nicht das schlimmere "treibhausgas"?

dann vorsicht vor den pflanzen, diesen bösen klimakillern! dazu gibts ausgerechnet aus dem max-planck-institut neuigkeiten:

http://www.mpg.de/bilderBerichteDokument...

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur...

Forstinvestor
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15.11.2008 - 10:39 Uhr
Forstinvestor

Der GeschenkBaum fehlt in dieser sinnvollen Übersicht.
Er ist ein sinnvolles nachhaltiges Geschenk zu Weihnachten, Taufe, Kommunion, Geburtstag etc.
Dem Beschenkten bringt er rund 5 Prozent Rendite,
neben einer Urkunde, einer schönen Holzbox und einem Rosenholz-Schlüsselanhänger.
Der Umwelt bringt es mehr: Regenwälder werden geschont, Co2 gebunden und artenreiche Mischwälder geschaffen.
Infos unter
www.GeschenkBaum.de

silberwald
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17.11.2008 - 10:04 Uhr
silberwald

Endsgeil!!!!!!!!!!
Hab auch grad den CO2-Test gemacht, und

"Für Ihren Haushalt mit 85 m2 Wohnfläche liegt Ihr Wärmeenergieverbrauch 625% über dem eines heutigen Niedrigenergiehauses"

625 % sau geil!!!!!

oekorealist
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Mag ich Mag ich nicht

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17.11.2008 - 13:43 Uhr
oekorealist

frau mühleis: sind meine links wirklich vollkommen uninteressant?

ist das max-planck-institut nur dann eine taugliche referenz, wenn es ihre vorurteile bestätigt?

Freiheitsliebe
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Mag ich Mag ich nicht

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24.11.2008 - 09:23 Uhr
Freiheitsliebe

also baumsparvertag, -sparbuch etc....mehr als waghalsige investition, würde ich sagen. alles zu weit weg, zu unsicher, rendite zu hoch kalkuliert und mit 25 jahren überdies alles viel zu langfristig...und ob es den tropischen wäldern tatsächlich nützt, kann man von hier aus auch nicht beurteilen.

und wenn, wie tom jones sagt, es tatsächlic so ist, dass der menschliche einfluss auf den (natürlichen) klimawandel überschätzt wird....selbst dann ist es fakt, dass uns die fossilen brennstoffe über kurz oder lang ausgehen...wird uns aber nicht mehr betreffen. aber die nachfolgenden generationen. also kann man egtl nicht früh genug damit anfangen, nach alternativen energiequellen zu suchen.

aber insgesamt ist wohl das problem: 6,7 milliarden menschen sind jetzt einfach zu viel, für diesen planeten, egal was man tut. gesundschrumpfung auf 3 mrd. würde helfen. aber schwankungne in der population gab es ja auch schon immer. wird nicht immer so weitergehen, mit bevölkerungswachstum.

und dem lauf der dinge ist es eh egal, ob menschen hier leben oder nicht...

Forstinvestor
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Mag ich Mag ich nicht

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04.12.2008 - 10:47 Uhr
Forstinvestor

Die Flächen des Baumsparvertrages sind FSC-zertifiziert. Weit weg sind sie. Jedoch wächst Regenwald halt nicht "um die Ecke". Dort jedoch wachsen die Bäume ca. 4-5 Mal so schnell, wie in Mitteleuropa, jedoch auch noch 25 Jahre. Dafür aber mit hohen Rendite, die vom NCREIF-Index (15,2 % p.a. in 20 Jahren) bislang auch erreicht wurden.

Ich stimme jedoch zu: Das Hauptübel der Welt sind viel zu viele Menschen.
OXFAM hat eine witzige Geschenkidee zu Weihnachten:
Kondome für Menschen in Entwicklungsländern:
http://www.oxfam.de/a_zusatzseite.asp?id...


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