„Er ist samt Buch beim Surfen untergegangen“
Ein Gespräch über das Heimelige an der Bayerischen Staatsbibliothek und Ausreden für kaputte Bücher
Die Bayerische Staatsbibliothek, kurz BSB oder „Stabi“, wie sie häufig genannt wird, ist nach der Staatsbibliothek in Berlin die zweitgrößte Bibliothek Deutschlands und feiert dieses Jahr ihren 450. Geburtstag. Beliebt sind vor allem die 550 Arbeitsplätze im Allgemeinen Lesesaal – so viele Nutzer wie nie zuvor lesen und arbeiten dort, sagt Wilhelm Hilpert, Leiter der Abteilung Benutzungsdienste. jetzt.muenchen: Herr Hilpert, die Stabi hält mehr als neun Millionen Bücher vor – welches ist Ihr liebstes? „Herr der Ringe“. Das hab’ ich meinen Kindern vorgelesen, als sie zehn Jahre alt waren. Kennen Sie die Hitliste der beliebtesten Bücher, die aus der Stabi entliehen werden? Das ist schwierig zu sagen, weil wir die Bücher für vier Wochen verleihen – selbst ein „Hit“ kann nur zwölfmal im Jahr ausgeliehen werden.
- Abschied vom Wachtturm: Drei Frauen und ihre Leben nach den Zeugen Jehovas 20.05.2012
- Was vom Macchiato-Meeting übrig bleibt 13.05.2012
- Zwei Pfund Nostalgie, bitte 13.05.2012
- Im Zeugungsstand 06.05.2012
- Hooligans - Es geht nicht darum, andere ernsthaft zu verletzen 06.05.2012
wenn ich rotwein trinke dann lese ich bestimmt nicht parallel dazu.
überhaupt habe ich mir nei bücher ausgeliehen. ich will die besitzen.
kleinemakrele sagte:
herr der ringe?
Sag ich doch!
Ersetzen war/ist ein finanzielles Problem. Abgesehen davon, dass manche Bücher schlicht nicht mehr auf dem Markt sind. (auch antiquarisch)
Ich vermute stark, dass bei hastigen Rettungsaktionen kurz vor Kriegsende nur einige Leute grob Bescheid wussten, welche Teilbestände wohin gebracht wurden.
Und bei einem Teilbestand, von dem das meiste verbrannt ist, wird der Rest halt mit "wahrscheinlich Kriegsverlust" gekennzeichnet.
Wenn du dann noch die unvermeidlichen Ungenauigkeiten in den Katalogen dazuzählst ...
Ab einer bestimmten Anzahl kann halt nicht mehr jedes einzelne Buch einwandfrei nachgewiesen werden. Und das wird umso schlimmer, je älter die Bibliothek ist. (Weil es dann schon mehrere Ordnungssysteme gegeben hat, und bei jedem Übergang irgendwas schiefgeht.)
Und noch etwas: Daß heutzutage wesentlich mehr Studis ihre Arbeiten in der Uni erledigen, liegt wohl auch daran, daß man sich seinen Computer inzwischen einfach unter den Arm klemmen kann, ohne dafür Millionäre als Eltern haben zu müssen. Das spart unheimlich viel Zeit.
@MissCellaneous: Das Schöne am Bücherleihen ist, dass man sich zuhause nicht die Wohnung vollstellt... Und in einer Stadt wie Berlin findet man in den Bibliotheken wirklich so ziemlich alles, was man sich wünschen kann. In einer Kleinstadt ist das natürlich schwieriger...








0
10.11.2008 - 22:24 Uhr
kleinemakrele