Wann ist ein Mann ein Mann?
Text: Wasago
Ich finde, es ist mal wieder an der Zeit, die alte Grönemeyer Frage zu stellen. Als 30 jähriger ohne nennenswerten Bartwuchs muss ich mich doch irgendwie anderweitig als Mann definieren. Und irgendwie sehe ich das Dilemma, was viele Frauen haben (keine ordentlichen Vorbilder, also wollnwer dass, was alle, die nicht wissen was sie wollen: ALLES AUF EINMAL) auf uns Männer zukommen. Das merkt mann spätestens dann, wenn du dich bei der Kinderabgabe in der Kita von Frauen und Kindern umringt eigentlich fragst, was du da machst. Wirke ich, wenn ich mit meinem Sohn rumalber männlich? Oder halten einen die Mädels für einen Schlaffi, das Gegenteil von Männlich? Das könnte auch eine Möglichkeit sein, dem Problem zu entkommen: Was ist eigentlich kein Mann?
Ich befürchte, dass zurzeit alles als Mann-Vorbild bei mir durchgeht, was die Rasierer- und Versicherungswerbung so alles vorspielt: Kerl, Dreitagebart, graumeliert, natürllich mörderisch schlau, erfolgreich, hartes Kinn, welches ihn unwiderstehlich macht, weißer Anzug, Ray-Ban Sonnenbrille, Audi-Avant. Zugehörige Frau, Blond, Lange Locken. Kinders, die ihn am Gartentor mit Papi Papi begrüßen. Wieso wird mir jetzt so komisch?
Daher hier ein kleiner Aufruf an Alle: Was ist eigentlich für dich ein erstrebenswertes Bild von einem Mann?
Neue Texte zum Label 'Mannsein':
Textoptionen