"Die Leute denken: Es sind ja nur Daten"
Der „Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung“ setzt sich für Datenschutz ein. Am Samstag wird demonstriert
Am kommenden Samstag wird in München demonstriert. Der „Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung“ wird auf die Straße gehen, um gegen den zunehmenden Überwachungsstaat, das Eingreifen der Politik in die Privatsphäre und die Beschneidung unserer Grundrechte zu protestieren. Mit dabei sein werden auch alle großen Parteien - alle außer der CSU. Der 28-jährige Klaus Müller ist einer der Hauptorganisatoren der Demonstration und erklärt uns, warum der Umgang mit persönlichen Daten ein Thema ist, mit dem es sich intensiver auseinanderzusetzen gilt. jetzt.muenchen: Wie bist du persönlich zu diesem Thema gekommen? Klaus Müller: Ursprünglich komme ich aus der „Open-Source“-Ecke und bin grundsätzlich für die Datenöffnung. Aber gleichzeitig war mir der Schutz persönlicher Daten und der Privatsphäre immer ein Anliegen. Ich wollte das Thema, das die Politik in der öffentlichen Wahrnehmung lange Zeit „nebenbei“ geregelt hat, griffig und vor allem öffentlich machen. Ich habe mich der Piratenpartei angeschlossen, weil ich dort genau diese Dinge tun konnte. Was den Umgang mit Daten betrifft, habe ich eine Art Paradigma, das mein Anliegen auf den Punkt bringt: Öffentliche Daten sollen genutzt werden, private Daten sollen geschützt werden. Welche Gefahren siehst du konkret? Es geht weniger um punktuelle Gefahren als eine übergeordnete Tendenz in Richtung eines Überwachungsstaates. Unsere Informationsgesellschaft ist eine sehr asymmetrische, weil Politik und Wirtschaft über soviel mehr Informationen verfügen als die Bürger. Den Wert der Daten, um die es dabei geht, darf man nicht unterschätzen, denn die Erfahrung zeigt, dass ein asymmetrischer Zugang zu Information immer zu einer Form des Missbrauchs führt. Die Stasi hat schließlich auch „nur“ mit Daten gearbeitet. Wofür setzt sich der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ein? Wir wollen für dieses Thema ein öffentliches Bewusstsein schaffen. Wir kritisieren zwar auch einzelne Gesetze und Gesetzesvorhaben – zum Beispiel das seit Januar geltende Gesetz zur Voratsdatenspeicherung – aber vor allem geht es uns um den roten Faden, der sich durch die gesamte Politik zieht. Aber es hat sich auch schon vieles getan. Vor einigen Jahren hatte noch keine große Partei das Thema Datenschutz in ihrem Grundsatzprogramm, heute ist das schon anders. Was hältst du vom „Google-Imperium“? Google zeigt, was alles möglich ist. Ich glaube nicht, dass Google Schlechtes will, die wollen wahrscheinlich nur Geld verdienen. Aber der Punkt ist, dass sie vieles machen könnten. Bei uns im AKV geht es nicht primär um die freiwillige Datenfreigabe, sondern um staatliche und für den Einzelnen unfreiwillige Maßnahmen. Auch große Unternehmen können in dieser Form agieren. Wenn zum Beispiel Lidl seine Mitarbeiter filmt und diese von nichts wissen, dann ist das Bespitzelung.
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die zeit der privatheit ist vorbei!
Es braucht mal eine Alternative zu Google!
Warum die Kritiken an Stasi 2.0 ins Leere laufen
http://www.junge-linke.de/kritik_der_lin...
"Die Kette sicherheitspolitischer Maßnahmen nimmt zurzeit kein Ende. Vom eben erst eingeführten biometrischen Reisepass bis zur Diskussion über den Abschuss von Flugzeugen, von den umstrittenen Onlinedurchsuchungen bis zur Inhaftierung vermeintlich Terrorverdächtiger – täglich gibt es Meldungen, die Datenschützer, Liberale und Linke in Aufruhr versetzen. Alle sind sich einig in der Ablehnung dieser Maßnahmen, unterschiedlich sind sie in ihren Begründungen. Wir wollen im folgenden die Einwände von den Leuten, denen bei Schäuble vor allem „Stasi 2.0“ einfällt, kritisch würdigen. Dies tun wir in der Hoffnung, dass Linke wie Bürgerliche ihre Illusion darüber, was den Rechtsstaat vom Unrechtsstaat angeblich unterscheide, endgültig zu den Akten legen.
[...]" (weiter geht's unter obigem link)
15.09.2008 - 21:27 Uhr
electrolux
"Was Innneminister schon immer an Festplatten interessiert. Die Klarstellung des BVerfG: Zuerst kommt das neue Grundrecht....und dann seine Schranke."
http://www.farbe-rot.de/mp3/GegenStandpu...
na dann mal schön hingehen, ihr münchner. habe heute den newsletter von der mitfahrzentrale bekommen und erfahren, was für daten eine nette münchner firma von mir haben möchte, wenn ich in zukunft "sicher" mitfahren möchte. klar dass da die daten mindestens 6 monate gespreichert und für personenbezogene werbung genutzt werden müssen...deppen, die...
Online-Durchsuchungen: Bundesverfassungsgericht schafft neues Computer-Grundrecht
http://www.freie-radios.net/portal/conte...
Wie der Rechtsstaat in Deutschland mit der Terrorgefahr mobil macht
http://www.freie-radios.net/portal/conte...
BKA-Gesetz: unkontrollierbarer Inlandsgeheimdienst
http://www.freie-radios.net/portal/conte...
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15.09.2008 - 20:09 Uhr
Shorebilly
hahaha - es gibt doch gar keine grossen parteien ausser der csu!