Sind Waldorfschulen ein Verstoß gegen das Grundgesetz?
Ein "Schwarzbuch" über die dubiose Lehre an Waldorfschulen
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit 25.05.2012
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Überall dort, wo dem Bürger die aus eigener Urteilsbildung resultierende Handlungsfreiheit verweigert wird und an dessen Stelle der Staat tritt haben wir es mit partieller oder totaler Entmündigung im Sinne des Entzugs bürgerlicher Rechte zu tun. Z.B. der Freiheitsentzug nach Straftaten. Wenn aber das Wirken des Staates über die Abwehr von Kriminalität hinaus geht und er durch seine Organe kontrolliert und inhaltlich bestimmt, was wie gelehrt werden darf und was nicht, übernimmt er die Vormundschaft für seine Bürger.
"Verfassungswidrigkeit staatlicher Regelungen von Bildungszielen und Unterichtsinhalten vor dem Hintergrund neuerer Erkenntnisse der Gehirnforschung"
Autor: Gerhard Huhn (siehe: www.vwb-verlag.com/Katalog/n053.html)
18.09.2008 - 12:34 Uhr
StefanBoehme
"Den Eltern ist überlassen, ... ob sie offen sind für Steiners "goetheanistische Naturwissenschaft", derzufolge der Mensch eine "umgekehrte Pflanze" sei. So hat es der Waldorflehrer gelernt."
Ja, lieber Alexander Kissler, so hat es der Waldorflehrer gelernt. Das zu verstehen dauert ungefähr 30 Sekunden und zwar ab jetzt:
1) Spätestens seit Darwin wissen wir, dass alle Lebewesen verwandt sind und aus einem Evolutionstrom hervorgegangen zu denken sind.
2) Unsere Kultur hat uns demzufolge immerhin schon mal daran gewöhnt den Menschen als aufrechtes Tier anzusehen.
3) Das Tier wiederum ist eine waagerechte Pflanze, d.h die oben befindlichen Fortpflanzungsorgan haben sich nach hinten, die unten befindlichen Organe der Nahrungsaufnahme nach vorne verlegt.
4) Der Mensch ist eine umgekehrte Pflanze.
So geht das mit der Evolution. Also wenn es bei der Pflanze noch ganz in Ordnung ist ihren Kopf in den Sand zu stecken sollte der Mensch ab und an einen Blick über den Tellerrand besonders seiner Denkgewohnheiten wagen, denn nicht alles jenseits der Denkgewohnheiten ist Glaube. Und alles was auf neuen Wegen denkbar jenseits des Glaubens ist, kann auch fruchtbar und öffentlich besprochen werden. Das macht doch das Leben interessant. Warum nicht auch mal in der SZ?
Nach meiner Chat-Erfahrung bringt es mit bestimmten Leuten überhaupt zu diskutieren, egal zu welchem Thema. Leider.
22.09.2008 - 15:17 Uhr
Daniel_Jankowski
Nach meiner Chat-Erfahrung bringt es mit bestimmten Leuten überhaupt nichts zu diskutieren, egal zu welchem Thema. Leider.
PS: Eine Berichtigungsoption wäre von Vorteil.
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15.09.2008 - 13:03 Uhr
der_neue_orhe
dass kinder auch an waldorfschulen abitur machen und dann ein studium und vielleicht sogar das leben meistern, das bezweifelt doch kein mensch. noch einmal: der artikel kritisiert doch nicht die waldorfschulen an sich, sondern die mangelnde staatliche kontrolle der lehrerausbildung und der unterrichtsgestaltung.
der artikel stellt doch nicht einseitig fest, sondern stellt ja auch fragen. z.b. "Die bisher nicht geklärte Frage lautet: Bestimmt dergleichen Esoterik den Alltag an den Waldorfschulen? ".
und kritisiert dann die ausbildung der waldorfpaedagogen vor allem in der hinsicht, dass die staatliche kontrolle fehlt.
diese verbohrtheit, dieses sich als opfer darstellen, das ist unertraeglich anstrengend. und im uebrigen kontraproduktiv fuer die gewuenschte auseinandersetzung.