04.09.2008 - 19:00 Uhr

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Sind Waldorfschulen ein Verstoß gegen das Grundgesetz?

Ein "Schwarzbuch" über die dubiose Lehre an Waldorfschulen

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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Leselust54
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04.09.2008 - 20:43 Uhr
Leselust54

Hierhin gehört ein Buch-Tipp:

Walter Kugler: Rudolf Steiner-wie manche ihn sehen und andere ihn wahrnehmen.
Verlag Freies Geistesleben

JlB
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Mag ich Mag ich nicht

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04.09.2008 - 22:26 Uhr
JlB

Ich bin selber Waldorfschüler gewesen (Jahrgang 06)!

Der Artikel (und ich schätze auch das Buch) beschreiben zwar die Theorie, und mögen was die Lehrer-Seminare abgeht auch zutreffend sein, allerdings hat die oben genannte "Weltanschauung" bei uns keine Rolle im Unterricht gespielt! Höchstens was Fabelwesen u.ä angeht, wurden diese in den klassen 1-4 angewandt. Aber weniger um eine Weltanschauung zu vermitteln, als die Kinder bei Interesse zu halten oder ihnen interessante Geschichten zu bieten!
Natürlich ist das von Lehrer zu Lerer und Schule zu Schule unterschiedlich, aber gerade in den abschließenden klassen (10-12 bzw. 13) wird dieses Konzept nicht mehr inhaltlich angewandt, die darauf aufgebauten lehr(n) Methoden aber sehr wohl!

Freddine
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04.09.2008 - 23:16 Uhr
Freddine

Ich habe ein der Familie einen Waldorfschul- Lehrer und muss leider sagen, dass vieles aus dem Artikel auch auf ihn zutrifft...Er lebt auch sehr danach.

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04.09.2008 - 23:16 Uhr
Freddine

Ich habe in der Familie einen Waldorfschul- Lehrer und muss leider sagen, dass vieles aus dem Artikel auch auf ihn zutrifft...Er lebt auch sehr danach.

mind99
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05.09.2008 - 00:54 Uhr
mind99

Ich bin katholisch erzogen worden und war einige Jahre auf einer katholischen Schule. Ich habe diese katholischen Lehren zum größten Teil nie verstehen können.

Was halten sie denn von der katholischen (und evangelischen) Sichtweise, dass ein Mord an Jesus ein gewolltes Blutopfer war und Gott (der allmächtige Gott!) nur durch diese archaische Mordopfer in der Lage gewsen sein sollte, die Menschheit zu retten? Und dass, egal welche Schuld man auf sich lädt, eine Reue fünf Minuten vor dem Tod zur Sündenvergebung ausreichen soll? Und womit erklären die eigentlich den Sinn des Lebens? Auf die Erde kommen, sterben, unendlich lange tot sein - die Seelen werden derweil auf Halde gelagert - und wenn das jüngste Gericht war, dann kommt man in den Himmel "um Gott zu schauen".
Toll, und warum sollte Gott einen solchen Unfung gemacht haben?
Also, denkt mal darüber nach, ob man diesen Unsinn nicht verbieten sollte!

asphaltfruehling
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05.09.2008 - 09:21 Uhr
asphaltfruehling

ehm, nein: auch in bawü muss ein waldorflehrer eine pädagogische inhalte behinhaltende prüfung machen. wenn man sie nebenberuflich macht, dauert sie drei jahre.
dort lernt man dann zum beispiel auch wie man lehrinhalte kindgerecht in ein märchen verpackt usw, also durchaus pädagogik.
danach folgt eine prüfung, die kurioserweise neben diesen inhalten vor allem auch den geistes- und seelenzustand des angehenden lehrers prüft. jemand mit depressionen wird somit NIE waldorflehrer. was irgendwie ja auch beruhigend ist.

und das schreibe jetzt ich, als "seelenpflegebedürftige" (= behinderte), die diesem clan eher skeptisch gegenüber steht, aber so wie da oben erzählt, stimmt es leider nicht.
zumindest nicht in freiburg.

wendehals
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05.09.2008 - 10:31 Uhr
wendehals

@ mind99: so nachhaltig kann Deine katholische Ausbildung ja nicht gewesen sein - 5 Minuten Reue vor dem Sterben reichen natürlich nicht aus, damit Dir Deine Sünden vergeben werden.
Denn erstens muss es "wahre" Reue sein, und zweitens bist Du selbst dann immer noch davon abhängig, dass Dir vergeben wird.

Ist natürlich eher off-topic.

Aber sowenig ich ein Freund der Steiner-Schulen bin, muss ich doch zugeben, dass *jede* Ideologie und *jede* Form der Weltsicht (also auch die moderne naturwissenschaftliche) lächerlich gemacht werden kann, indem böswillig irgendwelche Zitate entlehnt werden und kontextfremd zusammengestellt.
Und irgendwie habe ich den Verdacht, dass in diesem Artikel ähnliches geschieht.

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05.09.2008 - 10:34 Uhr
wendehals

So wie das Photo ausgerechnet den esoterischen Zottel-Sonderling in den Vordergrund rückt, obwohl alle anderen Schüler recht normal ausschauen...

giini
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05.09.2008 - 10:36 Uhr
giini

@ asphaltfruehling:

diese pruefung scheint aber nicht unter staatlicher kontrolle abgelegt zu werden, sondern von den antroposophen selbst organisiert. das heisst es gibt keine richtlinien. ich kenne sowohl ehemalige walddorfschueler die sehr antroposophisch erzogen wurden, als auch welche bei denen das nicht der fall war, zufriedene und unzufriedene ehemalige, lehrer die 'gegangen' wurden weil nicht antroposophisch genug, als auch lehrer die dort hingingen weil sie an staatlichen schulen nicht zurechtkamen etcetc (in bawue gibts halt echt ne menge von den schulen) - der punkt ist: niemand WEISS ueberhaupt was in welchem masse in welcher schule von welchem lehrer unterrichtet wird, weil das eben nicht kontrolliert wird. und da es um eine weltanschauung geht, die extrem blind gegenueber modernen wissenschaftlichen erkenntnissen ueber den menschen und die welt ist, frage ich mich schon, wieso die bildungsministerien das so einfach hinnehmen. jede religioese schule muss mehr trennen zwischen religion und rest-unterricht und sich kontrollieren lassen. warum also nicht die walddorfschulen????

afrirali
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05.09.2008 - 11:25 Uhr
afrirali

gibt es irgendwelche belege, dass aus walddorfschülern mehr spinnerte esoteriker werden, als aus schülern anderer schulen? sind die dann gefährlich, oder halt ein bisschen weltfremd?

dass leute mit depressionen nicht lehrer werden können, finde ich jedenfalls ebenfalls beruhigend.

(meine anekdote: bei uns in der wg stellte sich mal ein mädchen vor, das auf die walldorfschule ging. wirkte ein wenig hippieesk, und hatte dort ein hausschwein, sonst aber ganz nett und aufgeweckt und, für 16, selbstständig.)

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