29.08.2008 - 19:00 Uhr

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Mode-Spezial 2. Diesmal wühlen die Jungs im Kleiderschrank der Mädchen

Text: max-scharnigg

Immer zum Wochenende. Jungs fragen Mädchen fragen Jungs, weil manches kapiert man einfach nicht, bei denen.

Habt ihr nicht selber Angst vor euren Schuhen? Wir reden jetzt nicht über Sneakers, sondern über diesen anderen Schuhe, die es für euch noch gibt: Dornenspitze, scharfkantige Zacken, die alle möglichen Angriffsformen haben, aber nie Fußform. Männerschuhe sind an der Fußspitze rund oder bieten wenigstens annähernd gleichmäßig viel Platz für den Fuß. Viele Frauenschuhe, namentlich solche mit Stöckel, laufen aber vorne doch so spitz zu, dass man schon Pyramidenfüßse bräuchte, um einigermaßen reinzupassen. Warum eigentlich, ist das nicht irgendwie unpraktisch? Und die nackten Füsse, die darin stecken, werfen doch nun mal auch Falten an der Stelle, wo sie zusammen gequetscht werden, das ist doch nicht fein, oder? Was für Schuhe tragt ihr eigentlich, wenn ihr einfach mal gut geradeaus gehen wollt und anschließend vielleicht noch in ein gutes Restaurant? Die Mädchenantwort: Mit hohen Absätzen und kompliziertem Schuhwerk tun wir uns oft schwer. Im Laden denken wir noch: „Ist gar nicht so unangenehm“, und spazieren vor dem Spiegel auf und ab. Unsere Füße sehen mit einem Mal grazil, unsere Waden antilopenhaft aus, wir fühlen uns erhaben, erwachsen und toll. Nach nicht mal zwei Stunden in dem Riemchen-Absatz-Konstrukt sind unsere Füße nun gar nicht mehr so zart und engelsgleich, sondern fette, rote, elefantöse Klumpen. Wir ziehen die Mörderviecher aus, humpeln geknickten Ganges barfuß weiter und wünschen diese zwei widerspenstigen Körperteile in Orthopädenschuhe hinein, in irgendwas, wo sie nicht wehtun. Manche Frauen können problemlos alles in hohen Schuhen erledigen: In England laufen zum Beispiel viele Mädchen 24/7 in 10 cm hohen Absätzen herum, aber in England ziehen Mädchen im Winter auch Miniröcke ohne Strumpfhose an. Diese Mädchen haben entweder einen perfiden Trick raus, den wir nicht kapieren und beherrschen, oder – und das ist meine Vermutung - sie haben viel Geld für Taxis und immer Sneaker in der Handtasche. Weil bewegungseingeschränkt aber spaßeingeschränkt bedeutet und es dämlich ist, stinkige dreckige Zweittreter wie ein Obdachloser mit sich zuschleppen, kapitulieren wir meistens vor schönen, aber gemeinen Schuhen, die uns ja, manchmal Angst machen. Deswegen haben wir zwar einen ganzen Schrank voll davon, latschen aber immer in den gleichen zwei Paar Schuhen ohne Absatz rum. xifan-yang
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ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.

Das Problem ist der Konsens.