Kein Gangster, kein Killer, kein Dieb, sondern "Popstars"-Juror: 10 Fakten über Sido
Ab morgen sitzt Rapper Sido bei "Popstars" im Casting-Gericht und bewertet die Stimmen der Kandidatinnen. "Sido, der Depp", denkst du. "Sido ist lustig", sagen wir.
Gut gesungen hat das braunhaarige Mädel mit dem Heidi-Klum-Pony nicht. Doch um der misslungenen Aktion noch einen Sinn zu geben, fasst sie sich mutig ein Herz und teilt ihre Gefühle mit der ganzen Welt – heißt in diesem Fall: mit der Pro 7-Zuschauerschaft: "Sido, du bist mein größter Fan." Oha! Ein Deutschlehrer würde ein dickes, rotes I hinter den Satz schreiben – falscher Inhalt. Doch die Braunhaarige ist nicht in der Schule, sondern beim Popstars-Casting. Und ihr Deutschlehrer heißt hier Sido. Er korrigiert: "Ich bin dein größter Fan? Oder bist du eher mein größter Fan?!" Cut. Dieser Teaser läuft seit einigen Tagen in jedem Werbeblock auf Pro 7. Er wirbt für die neue Popstars-Staffel, dieses Jahr unter dem Motto "Just 4 Girls", und seit ein paar Wochen weiß man, wer in der Jury sitzt: Choreograph Detlef D! Soost – Freunde von Mario Barths Verständnis von Witz kennen ihn auch als "den dicken Tänzer aus Berlin" – und das mallorcinische Three-Hit-Wonder Loona, die uns vor vielen Sommern den Song "Bailando" schenkte. Dieter Falk, Nina Hagen und Marusha sind nicht mehr dabei. Doch Pro 7 hat jemanden gefunden, der genug Kompetenz besitzt, die drei Juroren zu ersetzen: Sido, der einstige Straßenjunge vom Block. Und zur Erweiterung des gefährlichen Halbwissens: Zehn Insider-Fakten über den Berliner Rapper. 1. Sido heißt bürgerlich Paul Würdig. Am Anfang seiner Karriere behauptete der Rapper, er hieße Sigmund Gold, kurz Siggi. Mittlerweile verwendet er diesen Namen, wie bei Rappern üblich, nur als Pseudonym. Sein Künstlername Sido stand zunächst für "Scheiße in dein Ohr". Sidos Rapperdasein begann in der Kellerkneipe "Royal Bunker", die später Namensgeber war für das heutige Musiklabel. Hier freestylte die noch junge Berliner Rapszene Ende der 90er während Open-Mic-Sessions. Wenn Sido kein Wort einfiel, rappte er einfach "Scheiße in dein Ohr" und füllte damit die Lücke zum nächsten Reim. Inzwischen steht Sido allerdings für "superintelligentes Drogenopfer". Deswegen schreibt man Sido eigentlich klein. Der Rapper dazu: "'Scheiße in dein Ohr' fand ich irgendwann ein bisschen behindert und habe mir etwas Neues überlegt. Und da hat einfach nichts besser gepasst als 'superintelligentes Drogenopfer'." Übrigens: In der Kneipe "Royal Bunker" begannen auch die schillernden Karrieren von Kool Savas, Taktloss und Sidos bestem Freund B-Tight.
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