Respekt statt Gewalt
Heute in der Wortschatztruhe: Tokat. Die Kreuzberger Kiezprominenz um den Comedian Murat Topal setzt sich mit dem Projekt "Stopp Tokat" gegen Gewalt auf der Straße ein.
Statistisch geschieht im Kreuzberger Bereich SO36 täglich mindestens eine Raubstraftat, die Dunkelziffer ist vermutlich viel höher. Parlamentarier nennen die Gegend ums Kottbusser Tor politisch korrekt sozialen Brennpunkt. Obwohl andere Kreuzberger Kieze ihr Ghetto-Image längst abgeschüttelt und sich in den letzten Jahren als coole In-Viertel etabliert haben, gilt "Südost 36" vor allem durch die hohe Jugendkriminalität weiterhin als Problemgegend. Dem will Murat Topal mit seinem Projekt "Stopp Tokat" entgegenarbeiten. "Tokat" ist Türkisch für "Ohrfeige" und Slang für "abziehen". Murat war mal Polizist. Mittlerweile ist der 33-Jährige ein erfolgreicher Comedian, bekannt für seine mit parodistischen Beamtenanekdoten gefüllten Bühnenshows. Mit "Stopp Tokat" setzt er sich gegen die Gewalt auf der Straße und vor allem gegen das Abziehen und Raubstraftaten ein. Unterstützt wird er dabei von ehemaligen Polizei-Kollegen, Streetworkern und Kreuzberger Kiezprominenz wie dem Rapper Bass Sultan Hengzt und dem Schwergewichtsboxer Cengiz Koc.
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28.08.2008 - 22:18 Uhr
MorbusBahlsen