Die Zeitung ist tot. Es lebe die Zeitung
Gestorben 2020? Dank Internet können die Printmedien ihre Schwächen abschütteln und ihre Stärken ausbauen
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Das Feuer der Wut vor 12 Std.
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16.08.2008 - 02:09 Uhr
MorbusBahlsen
Das kann der nur der Redakteur.
Ein Aspekt wurde ausgelassen:
Der, dass viele große Tages- und Wochenzeitungen (FAZ, Süddeutsche, ZEIT) schon heute anscheinend versuchen, Qualitätsverluste durch Quantität im Internet auszugleichen. Die Merkmale dieser Internetportale gehen weit über die einer klassischen Nachrichten-Site hinaus.
fraeuleiningeborg kann ich nur zustimmen. Die Glaubwürdigkeit, die ein Zeitungsartikel heute in der Regel besitzt, wird ein Blogeintrag vor allem beim älteren Publikum so schnell nicht erreichen.
Grüße
Grüntee
Oder man holt sich, wie mit jetzt.de, eine neue Schwaeche ins Programm.
Cheers!
Der Commodore
Ich sehe eben nur nicht, inwiefiern sich die Magazin-ähnlichen Formate die der Autor hier beschwört von ähnlichen bis gleichen Formaten im Internet unterscheiden werden zum Vorteil der Leser.
Vielleicht ist es eine Frage des Alters, aber ich lese längere Artikel im Internet nur ungern. Zurücklehnen, Füße auf den Tisch und Zeitung lesen, so muss das sein.
In Wirklichkeit geht es doch darum, dass selbst bei einer Zeitung wie der New York Times, deren Qualitätsstandard die Süddeutsche nicht mal erreicht, wenn sie Polizeimeldungen wiedergibt, an einem Online-Leser nur 1/5 dessen verdient, was sie an einem Printleser hat. Das heisst: Für die Denke des Herrn Prantl geht leider das Geschäftsmodell nicht auf. Wenn die Migration des Leser in Richtung Online für die Aktualität so weiter geht wie bisher, bleiben der New York Times noch 1/5 der früheren Einnahmen. Und dann kann sie erstmal 4/5 der Redaktion entlassen. Da möchte ich mal sehen, mit welchen personellen Resourcen die New York Times dann noch die Hintergrundberichterstattung und Analyse macht, von denen Herr Prantl als Zukunft der Zeitung träumt. Und, das halte ich für eine ziemlich konservative Schätzung, bei allen anderen Zeitungen der Welt sieht die Relation noch schlechter aus. Und selbst wenn das Model des Herrn Prantl wider alle Logik bezahlbar sein sollte: Der Anteil der Leser, die sich dafür interessiert, wird winzig sein. Die FAZ hat heute schon keine 400 Tsd Auflage mehr. Und die SZ hält ihre Auflage nur durch wachsende Boulevardisierung. In der Version des Herrn Prantl kann man bei den jenen Auflagen dann jeweils nochmal getrost eine Null wegstreichen.











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15.08.2008 - 20:46 Uhr
MorbusBahlsen