Intimate Enemies auf DVD: Kriegsfilm von "Hostage" Regisseur Florent Siri

Zwei Minuten der Stille, eine melancholisch wirkende Kamerafahrt durch einsame Landschaft und in der Luft liegende Ungewissheit… dann der Ausbruch: Feuer! Viele Gewehre, ein Kugelhagel und eine panische Geräuschkulisse aus schreienden Soldaten. Augenblicke später ein getroffener Lieutenant – tot!
Tief in algerischer Berglandschaft, inmitten des Partisanenkrieges zwischen der FLN und der besetzenden Kolonialmacht Frankreich hat es der nachgerückte Lieutenant Terrien nun alles andere als leicht. Auf dem Papier, in der Theorie mag er den Krieg schon oft „durchgespielt“ haben, doch ihm persönlich so tief ins Gesicht gesehen und entdeckt wie hässlich er eigentlich wirklich ist, das hat Terrien noch nie.
Vielleicht entnimmt man diesen ersten Zeilen schon, dass diese Geschichte das Hauptaugenmerk nicht darauf legt, antike MG-Modelle möglichst detailgetreu zu repräsentieren und nicht mit allgegenwärtigem Geballer punkten möchte, um die besten Voraussetzungen für guten Surround Sound zu schaffen. Das Hauptaugenmerk liegt dort nicht… um die Geschichte erzählen zu können, müssen diese Aspekte allerdings trotzdem stimmen – und das tun sie!
Intimate Enemies schöpft harte Kritik überwiegend an der französischen Kriegsstrategie, die Massenmord, Folterung und grausamste Erbarmungslosigkeit an den Tag legte und endlos viele Menschenleben forderte.
Auch wenn man hier Ausschlachtungen ganzer Dörfer zu Gesicht bekommt, schockiert die charakterliche Wandlung und Abhärtung der Involvierten genauso, wie die Darstellung eines Napalmangriff, der in der Lage ist, in sekundenschnelle eine Menschenmasse von Hunderten einfach zu vernichten.
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Und ja, Kriegsfilme sind echt Geschmacksache... ich bin dafür auch nicht immer zu haben aber manchmal ist sowas schon sehr interessant mal anzusehen. Je nachdem wie gut es gemacht ist.








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16.08.2008 - 11:26 Uhr
gewitterhexe
"... eine melancholisch wirkende (...) fährt durch..."
klingt ganz gut... aber ich fürchte, ich mag mir trotzdem keinen kriegsfilm anschauen...