10.08.2008 - 19:00 Uhr

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So geht saubere Kunst: Reverse Graffiti

Text: dirk-vongehlen

Sie zeigen, dass Saubermachen auch sehr viel Freude bringen kann: Die Künstler, die seit einer Weile in Städten überall auf der Welt mit Hochdruck-Reinigern, Bürsten und Wasser durch die Straßen ziehen, drehen das Prinzip von Graffiti um. Beim Reverse Graffiti wird nichts auf-, es wird Schmutz abgetragen. An Hauswänden, Straßenecken oder in Unterführungen gehen sie kunstvoll gegen den Dreck vor und hinterlassen so ihre Kunst.



Dabei ist Reverse Graffiti mehr als der alte Kinderspaß, bei dem auf ein Heckscheibe eines Autos "Bitte Waschen" geschrieben wird. Künstler wie der Brite Paul Curtis, der unter dem Namen Moose aktiv ist, räumen mit ihrer neuartigen Kunst nicht nur mit dem Dreck in den Städten auf. Sie stellen auch die Anti-Graffiti-Arbeit der Behörden auf den Kopf. Als Moose beispielsweise in Leeds unterwegs war, wussten die dortigen Behörden, nicht wie sie auf seine Kunst reagieren sollten. Als sein brasilianischer Kollege Alexandre Orion in Sao Paolo einen Autotunnel reinigte und dabei in dem Schmutz Totenköpfe hinterließ, reagierten die Behörden, indem sie den Tunnel reinigten. Allerdings nur an den Stellen, an denen Alexandre schon aktiv war. Der Reverse-Graffiti-Reiniger reagierte und verzierte den Rest des Tunnels mit Totenköpfen.

Mehr über das Thema gibt es beim Reverse Graffiti Project. Dort gibt es auch zahlreiche Clips über die Saubermänner der Straßenkunst. Wie diesen hier:



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chippyq
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Mag ich Mag ich nicht

1

10.08.2008 - 19:44 Uhr
chippyq

fast noch witziger als die idee selbst dürfte es sein, juristen beim versuch der klärung der frage zu beobachten, ob das nun (z. b. nach dem neuen deutschen graffitiparagraphen) sachbeschädigung ist oder nicht.

DieDani
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0

10.08.2008 - 20:14 Uhr
DieDani

hihi....die beste idee seit langem ;D

EvilLynne
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10.08.2008 - 20:32 Uhr
EvilLynne

der clip ist wahsinning traurig.. warum etwas wegmachen, was.. ja.. schön ist, niemanden weh tut und im Laufe der Zeit von ganz alleine verblasst (äääh...verdreckt) wäre?

Ich verstehe sowas nicht

komber
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0

10.08.2008 - 20:35 Uhr
komber

genial

fraeuleiningeborg
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0

10.08.2008 - 21:46 Uhr
fraeuleiningeborg

@chippyQ: Es gibt einen Graffitiparagraphen?

chippyq
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0

10.08.2008 - 22:22 Uhr
chippyq

fraeuleiningeborg sagte:
@chippyQ: Es gibt einen Graffitiparagraphen?

naja, keinen eigenen. was ich meinte, war, dass vor einigermaßen kurzer zeit der paragraph zur sachbeschädigung so geändert wurde, dass jetzt auch darunter fällt, wenn nur das erscheinungsbild einer sache einigermaßen nachhaltig geändert wird (also keine "beschädigung" im landläufigen sinne von "kaputthauen" vorliegt). meines wissens war das ziel der änderung, dass graffiti auch als sachbeschädigung, d. h. als straftat gewertet wird.

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10.08.2008 - 22:25 Uhr
chippyq

EvilLynne sagte:
der clip ist wahsinning traurig.. warum etwas wegmachen, was.. ja.. schön ist, niemanden weh tut und im Laufe der Zeit von ganz alleine verblasst (äääh...verdreckt) wäre? Ich verstehe sowas nicht

weil solche künstlerischen eingriffe ein zeichen von kontingenz sind und stadtverwaltungen alles mögen, nur keine kontingenz.

majia
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10.08.2008 - 22:27 Uhr
majia

genial!

fraeuleiningeborg
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Mag ich Mag ich nicht

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10.08.2008 - 22:29 Uhr
fraeuleiningeborg

@chippyq: Aber Graffiti war doch auch schon vorher eine Straftat?

oswald_vintschgau
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1

10.08.2008 - 22:40 Uhr
oswald_vintschgau

Der Dreck müsste Eigentum der Stadt sein. Deshalb sehe ich eine Klagewelle Diebstahls wegen kommen. Oder so.

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dirk-vongehlen offline

dirk-vongehlen

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.