Die Kettensäge ist ein Penis
Katharina Klewinghaus hat eine Dokumentation über Horrorfilme gedreht. "Science of Horror" beleuchtete feministische und gesellschaftliche Aspekte eines unterschätzten Genres.
Horrorfilme zählen nicht gerade zur cineastischen Hochkultur. Dass in ihnen mehr steckt, als man vermutet, zeigt Katharina Klewinghaus mit einer Doku. In Science of Horror – Wenn die Kettensäge zum Penis wird spricht sie mit Filmwissenschaftlern und Feministinnen über das Genre. Die erklären, warum Horrorfilme so etwas wie die Essenz des Kinos sind – und was Kettensägen mit Penissen zu tun haben. Wie viele Horrorfilme hast Du Dir in den letzten Monaten angesehen? So an die 200. Ging Dir das am Ende nicht auf die Nerven? Naja, ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich kein eingefleischter Fan von Horrorfilmen bin. Ich bin über die Filmtheorie zu diesem Projekt gekommen. Was mich daran reizt, sind vor allem gesellschaftliche Aspekte. Welche sind das? Horrorfilme sind anrüchig. Sie sind, ähnlich wie Pornofilme, Teil der Low Culture. Die wiederum beeinflusst den Mainstream aber mehr, als man denkt. Zum Beispiel? Interessant ist die Rolle des „Final Girls“. In früheren Filmen war das immer ein kreischendes, weibliches Opfer. Später emanzipiert sich diese Frau, bis sie irgendwann selbst eine Kettensäge in der Hand hält. Bei Tarantino-Filmen wie „Kill Bill“ findet man das Final Girl des Horrorfilms wieder.
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Typisch übrigens das frustrierte, vorm Computer sitzende Kerle sich von einer attraktiven und selbstbewussten Frau wie hier im Bild direkt eingeschüchtert fühlen und nur dumme bzw. gemeine Kommentare abgeben können.
Aber vielleicht ist es ja eine ganz unterhaltsame Revue für Genrefans.
Allerdings wird sich dieser Film qualitativ an der großartigen Doku "The American Nightmare" (2000) messen lassen müssen.
02.08.2008 - 14:33 Uhr
eisengrau
fraeuleiningeborg sagte:
Ich finde das auch nicht unspannend, es fällt ja in der Tat auf, dass weibliche Opfer in Filmen in der Tat meistens schreien und sich ansonsten ausgesprochen dämlich verhalten. Warum zum Beispiel fliehen die immer die Treppe rauf, wo es zwangsläufig irgendwann nicht mehr weitergeht, statt zu versuchen, zur Tür zu kommen? Die helfen ihren meist männlichen Rettern auch nie, den Bösewicht/das Monster zu bekämpfen.
Wo sollen Sie denn auch sonst hinrennen? Das Auto springt ja in solchen Fällen nie an ;-)
02.08.2008 - 14:33 Uhr
eisengrau
PS: Aus MartinSS wurde Martin198, mußte mich erneut anmelden...
Der Penis ist überbewertet, und Horrerfilme auf die Art zu analysieren ist reine Zeitverschwendung.
Bah, also sorry, nichts gegen den Feminismus, aber man muss das doch nicht in jedes Thema mit hineinbringen. Und den Vergleich mit den Pornos ist ein Schlag in das Gesicht jedes Horrorfans.
Pornos sind nichtmal Filme, sie haben mehr Ähnlichkeit mit Youtube Clips als mit Horrorfilmen. Horrorfilme sind Filme, genau wie Liebesfilme oder andere Arten, sie haben Geschichten, Charaktere, Wendungen, manchmal sogar Aussagen, sie sind inszeniert, mit Drehbuch, Kameraeinstellungen, alles was Pornos nicht haben.
Sorry aber eine Doku über Horrorfilme sollte doch wohl lieber jemand machen der Horrorfilme tatsächlich mag.
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01.08.2008 - 23:47 Uhr
monochromatisch