28.07.2008 - 19:00 Uhr

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Soll ich Vegetarier werden? "Kommt auf dein Gewissen an"

Text: sabrina-gundert - Bilder: Screenshot von ivu.org; ddp

Vor 100 Jahren wurde in Dresden die Internationale Vegetarier Union gegründet, diese Woche beginnt dort der Welt-Vegetarier Kongress: jetzt.de spricht mit Organisatorin Hildegund Scholvien über Klima, Fleischkonsum und hohen Blutdruck

Der Welt-Vegetarier-Kongress in Dresden findet unter dem Motto "100 years of food revolution" statt. Frau Scholvien, ist Essen politisch? Wie man sich ernährt hat gesundheitliche Folgen und politische Auswirkungen. Ernährt man sich gesund, kann man Krankheitskosten bei uns vermeiden, ist nicht auf die Zerstörung des Regenwaldes angewiesen und raubt den armen Menschen in der dritten Welt nicht die Ernährungsgrundlage. Was erwartet mich in Dresden? Es gibt hier viele Vorträge und Workshops zu allen möglichen Themen: Tierschutz, Tierrechte, Gesundheit und Ernährung, Vegetarier im politischen und im sozialen Leben, Umweltschutz, Ökologie, Philosophie, Spiritualität und Ethik.
Ein Emblem der Vegetarier Union.
Gibt es ein Ziel bei dem Kongress? Ja, vor allem ist es eine Geburtstagsveranstaltung für die Internationale Vegetarier Union, die vor 100 Jahren in Dresden gegründet wurde. Der Kongress bringt Vegetarier aus aller Welt zusammen. Hier können sie Gedanken und Erfahrungen austauschen, sich auf den neuesten Stand der Wissenschaft bringen, private Freundschaften knüpfen und Verbindungen rund um die Welt aufrecht erhalten. Worauf liegt das Hauptaugenmerk in diesem Jahr? Wichtig sind vor allem die Bereiche Ökologie, Umweltprobleme und der Klimawandel. Eine Studie der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) hat ergeben, dass die Massentierhaltung hauptsächlich für die Treibhausgase verantwortlich ist – mehr als der Verkehr. Zumindest weltweit gesehen, regional kann es natürlich Unterschiede geben. Sollte ich Vegetarier werden, um das Klima zu schützen? Vegetarier zu werden bringt mindestens genau so viel, wie wenn man seine Verkehrsverhalten, beispielsweise die Autobenutzung, einschränkt. Ich esse circa zweimal die Woche Fleisch und Wurst auf meinem Brot. Ist das schlecht? Nein, schlecht würde ich das sowieso nicht nennen. Je weniger Fleisch man isst, desto weniger ist man für die ganzen Schäden verantwortlich, die durch den Fleischkonsum entstehen. Gesundheitlich gibt es gar nichts zu beanstanden. Konsumiert man nur wenig Fleisch, hat das keine großen Auswirkungen auf die Gesundheit. Warum solltest du Vegetarier werden? Frau Scholvien antwortet auf der nächsten Seite.
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