also entweder hatte sich jetzt.de mit der durchschnittlichen Textlänge schon vorher auf die neuen Aufmerksamkeitsspannungsverhältnisse eingestellt und war damit absolute Avantgarde.
oder aber es hat bei der sogenannten Verdummung durch das Internet immens mit geholfen.
weil.. echt mal.. wo sind die Texte kürzer als hier? ich meine, alleine der hier ist ja schon ein Beweis, der is ja krass kurz. obgleich...
er auch nur ein Scherz ist, der so einen Kommentar provozieren wollte und dann auf mich zeigt und ruft "Ötsch, erwischt! bist drauf reingefallen!"
oder vielleicht soll der vorliegende Text ja auch nur eine Diskussion entfachen, ob die Texte auf jetzt.de echt zu kurz sind. ich denke schon. oder aber es geht in diesem Text in seiner Kürze gar nicht um sich selbst, sondern... der Wahnsinn...
der Autor will drauf hinweisen, was das wirklich tolle an jetzt.de und Internet und so ist. nämlich ne Kommentarfunktion. boah.. abgefahrn.
weil.. ne richtige Diskussion hat hier ja alle drei Beiträge ne echt harte Pointe. und Argumente gibts auch. sucht das mal in nem handelsüblichen Text.
jaha, das ist halt die nächste evolutionäre Stufe der TextPRODUKTION! so, der Text ist egal, wichtig ist das Feedback, so fast Jakobson-kommunikationsmäßig.
Mal jenseits plakativer Beschreibungen ("...macht dumm"): dahinter steht eine bestimmte Organisation von Information und wohl auch Kommunikation. Man kann nicht alles daransetzen, eine "benutzerfreundliche Oberfläche" der medien hinzubekommen, ohne daß solches Treiben auch Auswirkungen auf die Qualtität der propagierten Form der Kommunikation hätte.
Und in Patchwork-Zeiten erscheint es folgerichtig, daß Flickenteppiche und weniger bedrohlich anmutende Oberflächen dem "Auf-dem-Grund-Gehen" vorgezogen werden.
Muß man sich natürlich in irgendeiner Weise zu positionieren.
nur weil ein schreiberling wegen reizüberflutung durchdreht und ein wissenschaftler mehr forschungsgelder durch populär verpackte hypothesen auftun will, geht schon nicht die menschheit zugrunde...
Das Problem ist doch nicht neu, oder? Die boulevardeske Aufbereitung von Nachrichten in Print- und Fernsehlandschaft entspricht doch auch kleinen, leichtverdauliche Häppchen, die der Rezipient möglichst schnell aufnehmen kann, ohne sich großartig an zu strengen...
Die Leute haben sich dran gewöhnt. Ist doch nur logisch, dass das im Internet ähnlich weitergeführt wird.
Ich kann die Erkenntnisse des Artikels nur bestätigen, wenn ich mich selbst betrachte. Es kostet mich Überwindung, längere Zeit dieselbe Tätigkeit auszuüben und ich schiebe Dinge vor mir her. Dadurch mache ich teilweise sogar nicht das, was ich eigentlich gerne tun würde. Aber es scheint mir zu anstrengend und da kommen die Ablenkungsmöglichkeiten des Computers gerade recht.
Ich glaube aber ebenfalls nicht, dass das Phänomen neu ist. Das Internet vereinfacht es nur, sich abzulenken, oder vielmehr, sich nicht wirklich auf Dinge einlassen zu müssen. Es bietet einfach viele Möglichkeiten und jeder kann seinen Umgang damit frei wählen.
Ich jedenfalls werd versuchen, mich mehr zu fokusieren.
0
Du hast schon abgestimmt Du hast schon abgestimmt Den Kommentar möchte ich melden