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Job

| 19.07.2008 13:46  

Self Reputation Management oder was Du davon hast

Text: msuess
Reputation Management quält sich seit Jahren mehr oder weniger als difuse Wunschvorstellung nach einer Weissen Weste durch die Chefetagen (nicht nur) der internationalen Konzerne. Die üblichen Verdächtigen haben das öffentliche Meinungsbild über einen CEO zum wichtigen Bestandteil der Unternehmenskommunikation erklärt.

Doch es geht auch einige Nummern kleiner und in der Masse breiter.
Ob ein Jungakademiker seinen Traumjob erhält, ob ein hoffnungsvolles Talent mit einem Karrieresprung rechnen kann, das entscheidet immer öfter die Internet-Recherche.

Google & Co. vergessen zwar nie, sind aber bis zu einem gewissen Grad manipulierbar. Man muss kein Suchmaschinenoptimie rer sein, um seine positiven Seiten ins rechte Licht der Weböffentlichkeit zu rücken. Man muss nur herausfinden, welche Seiten von Google geliebt werden und wie man dort einen guten digitalen Eindruck hinterlässt.

Das Schlimmste was passieren kann ist, dass die mühsam gebaute Karriereleiter im Morast aus Selbstbetrug versinkt. Es hat keinen Sinn sich eine digitale Identität zu geben, die stark von der Realität abweicht. Dieser wirklich wichtige Hinweis gilt nicht nur für berufliche Qualifikationen, sondern für alle Bereiche wie Hobbys oder Weltbild.

Um im Bildlichen zu bleiben: Je höher man auf der gebauten Karriereleiter steigt um so frostiger wird es. Bei Schattenwurf kann eine Sprosse vereisen (vor allem wenn auf die Karriereleiter Schatten fällt). Die Leiter also weit entfernt von allem aufstellen, was Schatten werfen könnte. Also Abstand halten von Foren / Communitys mit negativen Image.

Was heute noch recht lustig ist, kann morgen einen Ausrutscher mit hartem Aufschlag verursachen. Also aufpassen was und wo es über die eigene Person zu bestaunen gibt.

Grundsätzlich gilt: Sexuelle Vorlieben oder extreme politische Einstellungen gehören nicht in die Weböffentlichkeit. Tummelt man sich auf solchen Websites ist ein häufig gemachter Fehler die Verwendung des gleichen Nick-Names, „weil das so schön einfach zu merken ist“. Auch nach Nicks wird gesucht und diese werden garantiert auch gefunden.

Bei Profilen die wirklich gefunden werden sollen empfiehlt sich sogar die Nutzung des Echtnamens. Ein MatthiasSuess ist besser als msuess oder rentaseo. Nicks haben nämlich die Eigenschaft sich sehr schnell als eine Art „Marke“ zu etablieren, die dann ebenfalls sauber gehalten werden müssen.

Eine Liste mit von Google geliebten Projekten (garantiert unvollständig), bei denen sich die Mühen für die Erstellung eines sauberen Profils lohnen:

  • XING (es genügt dafür die kostenfreie Variante)
  • BrainGuide.de (kostenfreie Variante ausreichend)
  • Wikipedia (Auch ein wenig mitarbeiten)
  • Amazon (Klarnamen in den Eistellungen aktivieren)
  • Kress.de (Für Kreative ein Muss: KressKöpfe, kostenfrei)

    Um das berufliche Bild abzurunden, sind vor allem kleine, fachliche Communitys und Foren zu empfehlen. Manchmal haben diese Profile allerdings für Google nicht diesen hohen Stellenwert. Es lohnt sich daher, diese über Umwege „finden zu lassen“. Ein Link zum Profil auf einem Fachforum steht beispielsweise auch dem XING-Profil sehr gut. Ergänzend dazu können Seiten wie Profileomat.com genutzt werden, um verschiedene Profile zusammen zu fassen.

    Da das Bild von einem Menschen nicht nur aus fachlichen / beruflichen Ansehen besteht, sollte das digitale Image zumindest durch eine persönliche Note ergänzt werden. Qype.de hat sich hier besonders bewährt, aber auch das bereits erwähnte Amazon-Profil. Schön ist natürlich auch, wenn ein befreundeter Blogger was nettes schreibt.

    Viel Erfolg beim persönlichen Reputation Management!

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    SaschaHamburg 31.07.2008 | 13:05
    Und vielleicht die Beste Methode, um eine positive Reputation im Netz aufzubauen: Blogs. Das ist zwar bei Weitem mehr Aufwand als beispielsweise ein Xing Profil anzulegen, dafür hat man aber auch die Möglichkeit sich wirklich als Experte in einem Gebiet zu etablieren!

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