In den Schuhen von: Paula Kalenberg, Nachwuchsschauspielerin aus der Waldorf-Schule
Endlich wurde das Kinder-Lieblingsbuch "Krabat" verfilmt und Paula spielt die entscheidende Rolle.

Bild:dpa
Was sind das für Schuhe?
Wahrscheinlich mittelalterliche Bundschuhe. Denn Paula spielt ab Oktober in dem Märchen/Fantasy-Film „Krabat“ und auch sonst gerne in historischen Filmen wie Kabale und Liebe (2006) und „Durch Liebe erlöst“ (2005).
Seit ihrem Kinodebüt in „Die Wolke“ (2006) wird sie als deutsche Nachwuchshoffnung gehypt. Und das völlig zu Recht. Trotz Puppengesicht und 1,56 Metern Körpergröße ist sie nicht auf die Darstellung des süßen Mäuschens festgelegt, sondern spielt fast immer sehr anspruchsvolle Rollen.
Als Hannah in „Die Wolke“ musste sie sich eine Glatze rasieren und fand, dass Hannah trotzdem schön wirkte weil sie zu sich selbst stand. Dafür bekam sie auch den "New Faces Award" als Beste Nachwuchsschauspielerin.
Wo kommen diese Schuhe her?
Paula wird 1986 in Dinslaken geboren und wächst im Ruhrpott auf. Als Teenie spielt sie Szenen aus ihren liebsten TV-Soaps vor dem Spiegel nach und denkt: „Was die können, das kann ich auch.“ Mit 14 bewirbt sie sich dann über einen Radioaufruf für ein Casting und hat wenige Wochen später ihr erstes Rollenangebot. Also keine Eltern im Hintergrund, die über ihr Kind ihr Ego aufpolieren wollen, sagt Paula selbst. Von da an geht’s bergauf: zuerst mit diversen Fernsehfilmen und dann ins Kino. Schlagartig bekannt wird sie durch ihre Darstellung der Luise Miller in Leander Haußmanns „Kabale und Liebe“ (2006). Für ihr zartes Alter hat sie eine ungewöhnliche schauspielerische Bandbreite, von der Komtess im Historienschinken über ein Mädchen inmitten des atomaren Super-GAUs bis hin zur lebensfrohen jungen Mutter in „Was am Ende zählt“ (2008).
Wo gehen diese Schuhe hin?
Sie werden bestimmt noch über jede Menge roter Teppiche laufen. In „Krabat“ ist sie Kantorka, jenes Mädchen, in das sich Krabat verliebt und das durch seine Liebe das Leben aller Beteiligten komplett verändert.
Was danach kommt? Da will sich die 21-jährige nicht festlegen: „Heute ist heute, morgen ist morgen. Momentan macht mir die Schauspielerei großen Spaß, aber ich interessiere mich auch für andere Dinge, für Musik und Tanz, für Politik und soziale Themen.“
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