„Gentechnisch manipuliertes Saatgut ist keine Lösung“
"Hungrig? Satt? Ursachen und Folgen der Welternährungskrise": Gemeinsam mit anderen diskutiert Cornelia Füllkrug-Weitzel am Donnerstag in Berlin die steigenden Nahrungsmittelpreise, das Welternährungsproblem und Gentechnik. Füllkrug-Weitzel ist Direktorin der Hilfsorganisation Brot für die Welt. jetzt.de hat mit ihr gesprochen


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Ja hier in München reisen die Bergbauern an und verkaufen ihre Sachen auf dem Markt. Da muss man natürlich extra für's Runtertragen zahlen...
tzzzzzzzz sagte:
Erste Frage: "Zwanzig Euro für etwas Obst, Gemüse, Milch und Brot beim Einkaufen auszugeben, ist mittlerweile normal (...)"
Bitte!? Was versteht die Autorin denn unter "etwas"? Einen Zentner?
Zehn Euro für gute Lebensmittel, okay. Aber zwanzig Euro!?
es gibt auf dem markt ähnliche lebensmittel in höchst unterschiedlichen qualitäten, da kann das ausgabeverhalten leicht um mehrere 100% schwanken. die gleiche menge pasta zum selbstkochen gibt es für 29 cent und für 5 euro, je nach produktspezifika und preisschwankungen.
und dennoch wird in deutschland in relation zum durchschnittseinkommen wesentlich weniger für nahrungsmittel ausgegeben als in früheren jahrzehnten. ob jemand 10, 20 oder 40 euro ausgibt sagt gar nichts solange man nicht das gesamte einkommens- und preisgefüge kennt.
10.07.2008 - 13:33 Uhr
kulturgut
fuer einen grossteil des kurzfristigen massiven preisanstiegs wuerde ich mal spekulativ diese richtung schauen. allerdings gibt es in industriengesellschaften bei der falschen ernaehrung haeufig ein problem: blasenschwaeche.
nach der klassischen theorie leert sich die blase alsbald auf ein niveau unterhalb der ausgangsbasis.
das allerdings koennte fuer die zumeist agrarorientierten entwicklungslaender, aber noch viel mehr fuer die derzeit profitierenden schwellenlaender ein groesseres problem, als ein zu hoher lebensmittelpreise, werden.
nordzucker sagte:
wenn in iowa ein starkes gewitter herniedergeht, steigt in chicago der getreidepreis innerhalb eines tages um 50%. das alles ohne muenchner bauernmarkt oder eine tuete brot fuer 20 oder 40€.
fuer einen grossteil des kurzfristigen massiven preisanstiegs wuerde ich mal spekulativ diese richtung schauen.
nein, für den preisanstieg verarbeiteter lebensmittel in den westlichen ländern dienen die rohstoffpreise nur als argument, aber das eigentlich teure daran sind nicht die rohstoffe, sondern zb personal- und bürokratiekosten sowie energie.
in einem brötchen, das du beim becker kaufst, stecken vielleicht für einen cent rohwaren. wenn es dann mal 1.5 cent sind verändert das seine margenkalkulation nicht wesentlich. aber wenn er beim personal einen fehler macht, einen arbeitsrechtsprozess verliert oder die energiekosten drastisch steigen, das merkt er.
in der dritten welt sieht es natürlich anders aus
10.07.2008 - 15:27 Uhr
kulturgut
doch, mach ich, denn der boerse in chicago sind die personalkosten oder fehler des personals deines baeckers ziemlich egal.
zum verstaendniss: "brot fuer die welt" verteilt in darfur keine kaefer tiefkuehlpizza.
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10.07.2008 - 13:24 Uhr
tzzzzzzzz