09.07.2008 - 00:36 Uhr

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Rote Flora: Medienrandale

Text: Fundus in Fabelhafte_Widerstands-Welt (72)



Bei Indymedia gibts jetzt eine weitere Stellungnahme zum Journalismus und den Aktivitäten der Polizei in Hamburg.

Wer am Wochenende die Medienberichterstattung verfolgt hat durfte staunen. Da war von einem "Deutschen" die "Rede" der einen "Schwarzafrikaner" angegeriffen habe, von einem Pärchen das sich mit Messern und Pfefferspray attackiert habe, gar von Floristen die eine Frau in die Flora entführt hätten. Wenn soviel Unklarheit herrscht, dann ist dies meistens schon ein Ausdruck dafür das etwas schief zu sein scheint und meistens fängt der Ursprung solcher Irritation dann schon im Polzeibericht an. Zumindest boten die verschiedenen Stellungnahmen der Polizei Interpretationsräume an die offensichtlich dankbar aufgegriffen wurden. Es dauerte schon bis Sonntagnachmittag bis man sich dort wirklich einig war wie man den unvermittelten Einsatz gegen die Flora denn nun verkaufen wollte. Die Wahrheit stand da wie so oft mehr im Weg, als das sie hilfreich gewesen wäre und so wurde eben nach und nach passend gemacht, was nicht passte. Solange bis nur noch ein Bösewicht stehen blieb und der heißt wie immer in solchen Fällen, na klar: Rote Flora.
Normale Zustände an einem unnormalen Wochenende

Weshalb im Polizeibericht und in den Medien in rassistischer Manier eigentlich beständig auf die Hautfarbe und Herkunft des vermeintlichen "Schwarzafrikaner"s verwiesen wurde bleibt unklar. Normalerweise kennt man diese Parxis vor allem zur Stigmatisierung von angeblichen Dealern und Jugendgangs. Vielleicht mag es diese Konstellation von Feindbildern gewesen sein, die Bild und Welt vergleichsweise neutral hat Berichten lassen, während in der sonst etwas linkeren Mopo schlimmster Schmierenjournalismus betrieben wurde. Polizeireporter Thomas Hirschbiegel lies sich dort gar zur Feststellung hinreißen, solcher "Knatsch" zwischen Beziehungen sei "völlig normal". Dieser Rückfall in Zeiten als Gewalt in Beziehungen noch "völlig normal" war, macht aber außer der Mopo zum Glück noch nicht mal das Strafrecht mit weshalb es ja auch zu einer vorübergehenden Festnahme des Täters kam.

Was soll eigentlich eine 18jährige denken, die in der Mopo liest es sei "völlig normal" gewesen, dass sie körperlich angegriffen und am Hals gewürgt wurde. Klar sich zur Freude der Anwesenden Presse mit ihrem schlagenden Freund versöhnen. Ein schönes Auflagensteigerndes Happy End und alle sind glücklich bis zum nächsten mal. Wären da nur nicht die blöden, überdrehten Autonomen die sich unverschämterweise in die Privatsachen anderer Leute einmischen. So sieht kein seriöser Journalismus [....]

Ganzer Text hier bei Indymedia, click


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cinematic
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Mag ich Mag ich nicht

0

09.07.2008 - 09:23 Uhr
cinematic

das klingt plausibel. *)

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