07.07.2008 - 19:01 Uhr

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Hallo Spycar: Google knipst jetzt München

Text: dirk-vongehlen

Seit vergangener Woche lässt die Firma Google Autos durch Stadt fahren, die während der Fahrt 360-Grad-Aufnahmen der Straßen und Plätze fotografieren. In den USA nutzt der Suchmaschinen-Anbieter solche Bilder für seinen Dienst Streetview. Dieses Feature des Kartendienstes Google Maps ermöglicht es, online durch die Straßen einer Stadt zu spazieren und alles so wahrzunehmen, als sei man selber da. Dieses Angebot plant Google jetzt auch für Deutschland und Europa. Ende Mai wollte Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google Deutschland, auf Anfrage nicht verraten, welche deutschen Städte fotografiert werden. Im Interview mit jetzt.de bestätigte er damals lediglich: „Die Fahrzeuge fahren in Europa, ja.“
Der Münchner Blogger Bert Schulze lieferte jetzt den Beweis: Google fotografiert auch in München. In seinem Weblog präsentierte der 28-Jährige Bilder von den Autos, die für Google unterwegs sind. Bert entdeckte die dunklen Fahrzeuge der Firma Opel auf dem Weg zur Arbeit an der Arnulfstraße. Hier beginnen die in den USA als Spycars bezeichneten Pkw offenbar ihren Weg durch die Stadt, Bert sah jedenfalls gleich mehrere der Foto-Fahrzeuge und zückte selber die Kamera: Er fotografierte die Fotografierer. Dabei legte er besonderen Wert auf die Kamera, die mit Hilfe einer besonderen Konstruktion auf dem Dach des Autos angebracht ist. „Ich glaube, es sind mehrere Kameras, die jeweils kurz hintereinander Fotos machen, die anschließend zu einem Bild der Straße zusammengesetzt werden“, erzählte er. Außerdem räumt Bert mit Spekulationen auf, die von einer großen technischen Ausstattung der Spycars berichteten. „Da lag lediglich ein Laptop auf dem Beifahrersitz.“ Die Bezeichnung Spycars bekamen Googles mobile Helfer, weil sich bei der Einführung von Streetview in den USA an den neuen Stadtbildern eine Datenschutzdebatte entzündete: Darf Google jeden Spaziergänger fotografieren und ihn anschließend ins Netz stellen? Der Suchmaschinen-Anbieter reagierte auf die Kritik und entwickelte eine Software, die Gesichter erkennt und diese verpixelt oder unscharf darstellt. „Es lässt sich nicht vermeiden, dass auch Menschen auf den Bildern zu sehen sind,“ erklärt Pressesprecher Keuchel, „aber darum geht es uns nicht. Wir wollen eine Möglichkeit schaffen, eine Stadt virtuell kennenzulernen.“ Und zu diesen Städten zählt vermutlich bald auch München. Blogger Bert Schulze freut sich darüber, dass seine Heimatstadt bald im Netz genauso behandelt wird, wie San Francisco, New York oder Washington. Mehr zum Thema auch in der aktuellen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung und im Weblog bertschulze.de.


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dem_osten_so_nah
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Mag ich Mag ich nicht

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07.07.2008 - 19:29 Uhr
dem_osten_so_nah

die kameras dort auf dem foto sind noch verhüllt - langweilig.
her gibt's bilder von der kamera aus berlin: http://www.googlewatchblog.de/2008/06/27...

heinz_aus_b
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Mag ich Mag ich nicht

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08.07.2008 - 13:24 Uhr
heinz_aus_b

Jeder der das Auto sieht sollte seinen Mittelfinger zuecken, damit Gesichtsverpixelung nicht reicht. Oder wie in Alaska eine Tuete drueber stuelpen. Scheiss Ueberwachung, scheiss Google!

der_neue_orhe
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Mag ich Mag ich nicht

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08.07.2008 - 13:28 Uhr
der_neue_orhe

auto durch stadt. kamera durch privat. strich durch datenschutz.

patrickschulze
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Mag ich Mag ich nicht

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08.07.2008 - 21:18 Uhr
patrickschulze

wie ihr zu google und seine datensammelwut steht sei euch überlassen und ich finds immer gut kritisch, wachsam und vorsichtig zu sein. aber warum hakt ihr immer so auf google rum? wo wahrt ihr alle in berlin als gegen die datensammelwut von vater staat demonstriert wurde? wisst ihr eigentlich was wer über euch weiß? welche daten mit angeblicher legitimation von uns bürgern über jeden bürger gesammelt wird. habt ihr euch mal ein bild gemacht was alles möglich sein wird wenn alle erhobenen daten zusammengeführt werden. und genau das ist es was schäuble sich so in seinen schlaflosen nächten erträumt. ich persönlich habe weniger angst vor google. google kann ich benutzen oder auch nicht. und glaube die meisten von euch die hier so über google wettern benutzen alle diese große übermächtige suchmaschine. benutzt sie einfach nicht und google wird von euch keine daten bekommen!
ich persönlich habe angst vor der überwachung der ich nicht aus dem weg gehen kann.

das_neue_sonntagskind
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09.07.2008 - 14:12 Uhr
das_neue_sonntagskind

@patrick:
"...und genau das ist es was schäuble sich so in seinen schlaflosen nächten erträumt"

Das ist alles ein bisschen wenig nachgedacht.
Jemand in so einem Amt wird immer in der Kritik stehen: wenn nichts passiert, sind alle Maßnahmen übertrieben und pervers, wenn es keine gäbe und irgendwas passiert.... gähn.

"google kann ich benutzen oder auch nicht" - Du weißt anscheinend wenig darüber. Kennst Du Google Analytics?

Menschen sind eben keine Affen, und Du hast ja auch einen Rechner, oder?

bertschulze
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Mag ich Mag ich nicht

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09.07.2008 - 16:23 Uhr
bertschulze

@sonntagskin

"google kann ich benutzen oder auch nicht" - Du weißt anscheinend wenig darüber. Kennst Du Google Analytics?

Google Analytics kann man nutzen oder auch nicht, stimmt. Dieser Satz passt nicht. Denn als Nutzer des Internets weiß ich nicht, wer Google Analytics im Einsatz hat und wer nicht. Aber: Nicht Google hat Google Analytics im Einsatz sondern Seitenbetreiber setzten Google Analytics ein. Das ist ein Unterschied. Damit will ich sagen, dass Google das Produkt nur anbietet. Verwendet wird es von anderen.

Wer im Netzt unterwegs ist muss seine eigenen Daten selbst schützen, nicht umgedreht. Ich muss auch dafür sorgen, dass ich meine Wohnungstür abschließe. Schließe ich sie nicht ab, brauche ich mich nicht wundern, dass ich meine Wohnung am Abend leer wiederfinde.

munli
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Mag ich Mag ich nicht

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09.07.2008 - 18:39 Uhr
munli

was mir sorgen macht dass jeder laie inzwischen kann was früher nur hacker konnten

patrickschulze
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Mag ich Mag ich nicht

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10.07.2008 - 03:02 Uhr
patrickschulze

@das_neue_sonntagskind

passieren wird immer etwas, da kann auch die stärkste überwachung leider nichts ändern. wer glaubt, überwachung könne verbrechen verhindern, glaubt es eben nur und weiß es leider nicht. wüsste er es, wüsste er es besser.

ich weiß sehr wohl über was ich rede: ich nutze google analytics um meine seite zu analysieren. (patrickschulze.com)
google analytics ist ein sehr gutes werkzeug und im vergleich zu anderen anbietern weit vorn. und anbieter von solchen werkzeugen gibt es wie sand am meer. da ist google wirklich nicht der einzige anbieter. aber ob sich google analytics nun zum überwachen nutzen lässt darüber möchte ich streiten. ich kann damit wirklich sehr gut meine webseite überwachen. wieviel menschen wann und zu welcher uhrzeit meine seiten besuchen. wann sie weider gehen, wie lange sie bleiben und welchen browser sie verwenden. was ich nicht kann ist zu sagen wer meine seite besucht. geht einfach nicht. ich kann niemanden überwachen. das kann z.b. dein provider viel besser. dein provider weiß wirklich was DU für seiten besuchst und er kennt DICH genau. er weiß wo DU wohnst und er bucht einmal im monat geld von DEINEM konto ab. und wenn es nach herrn schäuble geht dann würde er gern all das von DEINEM provider erfahren. nur um damit verbrechen zu bekämpfen.

natürlich hast du recht wenn du sagst das google ein sehr mächtiges werkzeug besitzt um daten über generell alle menschen der welt zu sammeln. und diese daten stellen auch eine gefahr dar. nicht nur in den händen von google sondern sie sind immer eine gefahr.


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dirk-vongehlen offline

dirk-vongehlen

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.