03.07.2008 - 19:00 Uhr

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Rette die Donau!

Text: theresa-steinel

Die Jugendorganisation des Bund Naturschutz veranstaltet Anfang August das DOitNAU Festival, um auf den Ausbau der Donau aufmerksam zu machen. Denn das letzte freifließende Stück der Donau und die Artenvielfalt drumherhum sind in Gefahr!

Die Donauretter sind: Anna, Franci, Andi, Daniel und Anne jetzt.de hat mit Anne, 20, gesprochen
Was ist das Problem der Donau? Das Problem ist, dass die bayrische Staatsregierung das letzte frei fließende Stück der Donau ausbauen will, damit mehr und größere Schiffe fahren können. Obwohl es einen Bundestagsbeschluss gibt, dass es nur sanft ausgebaut werden darf, ohne Staustufen. Wie ist das möglich: ein Beschluss des Bundestags verbietet Staustufen zu bauen, und die bayrische Regierung will das trotzdem machen? Das ist eigentlich unmöglich. Ein Riesenskandal. Die Bundesregierung hat 2002 beschlossen, dass es nur einen schonenden Ausbau geben darf, aber die Landesregierung favorisiert trotzdem die Variante mit einer Staustufe. Außerdem ist alles enorm undemokratisch, weil die Entscheidung der bayrischen Regierung ohne öffentlichen Prozess stattgefunden hat. Der Herr Tiefensee mit seinem Bundesverkehrsministerium traut sich meiner Meinung nach nicht, mit den Bayern Streit anzufangen. Was sind denn Staustufen und wozu sind sie gut? Hauptziel der Staustufen ist, die Donau für große schwere Schiffe schiffbar zu machen. Dafür braucht man einen tiefen Kanal, der auch bei Niedrigwasser ausreicht. Dafür staut man den Kanal auf. Warum ist das schlecht? Das Problem ist, dass es die Flutflächen nicht mehr geben wird. Seitlich der Donau sollen zum Hochwasserschutz gewaltige Dämme gebaut werden sollen. Bei Hochwasser kann dann die Auenlandschaft nicht mehr überflutet werden, dass ist aber lebensnotwendig für die Artenvielfalt dort. In diesen Auwäldern lebt auf 0,9 Prozent der Fläche Bayerns zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten. Nach einem Dammbau sieht es aber auch furchtbar aus. Kleine Badebuchten werden zerstört, es gibt dann nur noch große Deiche und dahinter trockene Grasflächen. Dann macht man sich zwar die Füße nicht mehr schmutzig, aber es ist nicht mehr romantisch und schön. Was ist eure Lösung? Renaturierung. Also, dass der Fluss in diesem Abschnitt möglichst so bleibt wie er ist, und dass man auch an anderen Stellen die Natürlichkeit herstellt. Wie sieht so was aus? Bestes Beispiel ist die Isar in München, die wird mitten in der Stadt renaturiert. Das starre Uferbett wurde aufgebrochen und die Isar kann ihren Flusslauf auf vielen Strecken jetzt selber wählen. Kiesbänke entstehen und verschwinden wieder, das ist super, man kann überall baden. Und Renaturierung ist der beste Hochwasserschutz, weil man dem Fluss mehr Raum zum verteilen gibt.
Vom 4. bis 9. August veranstaltet ihr das DOitNAU Festival in Thundorf (Osterhofen). Was erwartet uns dort? Es wird politische Workshops geben, Podiumsdiskussionen, außerdem Auenwanderungen und künstlerisches wie Impro-Theater. Und natürlich werden regionale Bands spielen. Wir haben noch „Die Weißwurschtis“ angefragt aber von denen haben wir noch keine 100-prozentige Zusage. Der Eintritt kostet zwischen 15 bis 20 Euro pro Tag, da ist die Verpflegung schon inbegriffen. Wir rechnen ungefähr mit 450 Leuten. Mit dem Festival wollen wir möglichst groß in die Öffentlichkeit gelangen und Aufsehen erregen. Auf dem DOitNAU soll auch unsere Petition einem Vertreter des bayrischen Landtags übergeben werden. Wie könnt ihr das Engagement zeitlich unterbringen? Wir sind alle gerade in Umbruchsphasen. Anna und ich haben gerade Abi gemacht. Die Franzi hat auch noch Zeit vor ihrem Studiumsbeginn und der Andi orientiert sich gerade neu. Der Daniel ist hier festangestellt. Warum interessiert dich denn gerade die Donau? Die Donau ist so ein wichtiger und bekannter Fluss. Er hat geschichtlich eine Bedeutung, da haben doch schon ganz viele Legenden wie die „Lorelei“ gespielt. Das ist das letzte Stück der Donau, das noch wie damals existiert. Solche Werte muss man doch erhalten. Wie kann man euch unterstützen? Wer nicht auf DOit NAU Festival kommen kann, der kann auf unserer Website die Petition an den Bayrischen Landtag unterzeichnen. Und natürlich im Forum mitdiskutieren und Ideen entwickeln. Zur Rettung der Donau findet ein Info-Abend der Studierendenvertretung der LMU München statt: Montag, 14. Juli, 20:00 Uhr, LMU Hauptgebäude Geschwister-Scholl-Platz 1 (Raum ist ausgeschildert)


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Nichts
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Mag ich Mag ich nicht

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03.07.2008 - 20:59 Uhr
Nichts

blablabla. ich kann es nicht länger ertragen. noch eine "aktivistengruppe" mehr, die mit "frechen", verfremdeten englischen versatzstücken sich anschickt den regenwald, das universum und den abgefuckten tante-emma-laden an der ecke zu retten.

air_kaviar
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Mag ich Mag ich nicht

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03.07.2008 - 21:27 Uhr
air_kaviar

besser als nichts zu tun.

aber die loreley, die sollte sie mal bei wikipedia nachschlagen.

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2008 - 08:37 Uhr
alcofribas

air_kaviar sagte:
besser als nichts zu tun.aber die loreley, die sollte sie mal bei wikipedia nachschlagen.


haha. auch mein erster gedanke.

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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2008 - 08:38 Uhr
alcofribas

viel interessanter: die weißwurschtis gibts noch? respekt.

SamMumm
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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2008 - 10:04 Uhr
SamMumm

@Nichts: danke für diesen absolut sinnfreien Beitrag. Es soll ja durchaus auch Leute geben, denen nicht egal ist, was um sie rum passiert. Keiner verlangt von Dir dich für irgendwas zu engagieren, aber andere Leute, die das schon tun so runterzumachen finde ich echt allerunterste Schublade.

@alcofribas: warum sollte es die Weißwurschtis nicht mehr geben?

soylentyellow
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04.07.2008 - 13:19 Uhr
soylentyellow

Einerseits soll Verkehr von der Straße auf die Schiene/die Schiffahrt verlagert werden. Wenn dann jemand die technischen Voraussetzungen dafür schaffen möchte sind genau die gleichen Menschen schon wieder dagegen. Irgendwie ist das schizophren, nicht?

Gleiches Bild übrigens bei Wasserkraftwerken. Mehr Strom aus Wasserkraft - aber um Gottes Willen nicht hier weil hier da ist es etwas Anderes.

Trotzdem bin ich gegen einen Donauausbau mit Staustufen etc.

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2008 - 13:29 Uhr
alcofribas

SamMumm sagte:
warum sollte es die Weißwurschtis nicht mehr geben?


ich "kannte die ja schon vor..."
ehrlich gesagt, keine ahnung, ich hab die mal auf nem open air rumschrabbeln gesehen, ist aus denen was geworden?

Nichts
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04.07.2008 - 14:15 Uhr
Nichts

@ sanmumm: ich frage mich was blinder aktionismus mit interesse an der umwelt zu tun hat. es geht allein um postpubertäre seelenwichserei.

SamMumm
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07.07.2008 - 12:14 Uhr
SamMumm

Nichts sagte:
@ sanmumm: ich frage mich was blinder aktionismus mit interesse an der umwelt zu tun hat. es geht allein um postpubertäre seelenwichserei.


und ich frage mich, woran du erkennen willst, dass es sich hier um blinden Aktionismus handelt und nicht um Interesse an der Umwelt. Nur weil du die Ideale, die du vielleicht mal gehabt hast längst verloren hast, muss das ja nicht für alle anderen auch gelten.

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Mag ich Mag ich nicht

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07.07.2008 - 12:16 Uhr
SamMumm

alcofribas sagte:

ich "kannte die ja schon vor..."
ehrlich gesagt, keine ahnung, ich hab die mal auf nem open air rumschrabbeln gesehen, ist aus denen was geworden?


sie sind zwar nie "groß raus gekommen", aber immer wieder gern gesehene Gäste; ist halt mehr so ein "Geheimtip", aber aktiv sind die schon noch...


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