30.06.2008 - 18:00 Uhr

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Macht es euch doch selber!

Text: christina-waechter - Illustration: Katharina Bitzl

In den USA ist Handarbeiten ein großer Trend, bei uns aber wird auf Strick-Stammtische herabgeschaut. Warum?

Als die Journalistin Nora Aboustait, 31, und die Designerin Benedikta von Karaisl, 27, die Idee entwickelten, für das Verlagshaus Burda eine Website zu gestalten, auf der man Schnittmuster umsonst herunterladen kann, war ihnen schnell klar, dass sie mit diesem Projekt in Deutschland nicht weit kommen würden. Sie gingen nach New York in das Künstler-Viertel Brooklyn und zogen dort die Plattform "Burda Style" hoch, die schon kurz nach dem Start vor einem Jahr in den USA für Furore sorgte: Jeden Monat wächst die Nutzerzahl um 30 Prozent. Die Inspirationsquelle für "Burda Style" ist nach Internet-Jahren gerechnet geradezu antiquiert: Schon 1949 erschien das erste "Burda Moden"-Heft mit Schnittmustern zum Nachschneidern, das Magazin gibt es noch heute. "Burda Style" wird nun aus Deutschland maßgeblich unterstützt. Nicht nur sitzt der Verlag in München und hilft der Website finanziell, auch die Modelle und Entwürfe werden in Deutschland genäht und verbessert. Erst, wenn von dort das Okay kommt, werden die Schnitte auf der Website freigegeben. Das bedeutet viel Zuarbeit aus Deutschland, erfolgreich allerdings wäre die Website hier kaum geworden. Benedikta von Karaisl ist sich sicher, dass es sehr wichtig für sie war, mit der Idee nach Amerika zu gehen - dort ist das "Selbermachen" längst ein großer Trend und im Mainstream angekommen. Statt wie in Deutschland jungen Mädchen das Gehen auf dem Laufstieg beizubringen, hilft zum Beispiel Heidi Klum in den USA jungen Designern dabei, nach oben zu kommen. In der Sendung Project Runway, die einer der größten Quotenerfolge der vergangenen Jahre ist, sehen die Zuschauer wöchentlich Nachwuchsdesignern zu, wie sie aus meterlangen Stoffbahnen mal mehr, mal weniger gelungene Kleidungsstücke schneidern. Dazu ist mittlerweile auch im Konsum-Wunderland Amerika angekommen, dass Recycling, Ressourcen-Sparen und Selbermachen keine schrägen Ideen von Sonderlingen, sondern sinnvolle und spaßige Unternehmungen sein können. Statt das zehnte T-Shirt einer Modemarke zu kaufen, von der man nicht weiß, wo und unter welchen Bedingungen sie produziert, macht man es lieber selbst und weiß so, wie es hergestellt wurde. Und der Umstand, dass man zum Einkaufen statt einer Einweg-Plastiktüte auch eine Mehrweg-Stofftasche verwenden kann, ist in Amerika kein alter Hut, sondern tatsächlich eine nahezu revolutionäre Idee. Belächelte "Strick-Blogger" Vor allem junge, Technik-affine Menschen sind Teil dieser Öko-Bewegung, die bewussten Konsum propagiert. Und nur durch die Verbindung mit dem Internet konnte diese Bewegung derart wachsen: Schon 2005 wurde das Internetkaufhaus für Selbstgemachtes etsy gegründet. Seitdem ist das Startup-Unternehmen rasant groß geworden, auf der Plattform haben mittlerweile mehr als 100 000 Verkäufer eigene Shops eröffnet, in denen sie selbstgemachten Schmuck, Kleidung oder Kosmetik anbieten. Im Verlag des Internet-Pioniers Tim O'Reilly erscheinen Zeitschriften wie Make und Craft mit Bastelanleitungen für digitale Mikroskope bis hin zu Strickmustern für Schals. Und als vor gut einem Jahr die Beta-Version der Strick-Community "Ravelry" online ging, waren die Einladungen zur Beta-Test-Phase so begehrt, dass manche User Monate auf eine solche Test-Mitgliedschaft warten mussten. Dabei ist das Prinzip der Community nicht besonders aufregend: Man kann dort seine Projekte ordnen, eine Bücherliste erstellen und Kontakte mit anderen Usern knüpfen.
Die Lust am Selbermachen ist - zumindest in Amerika - im Internet angekommen und wäre als Trend ohne das Internet gar nicht erst möglich gewesen. In Deutschland dagegen sieht es immer noch ein wenig anders aus. Der Trend zur Handarbeit scheint hier immer noch fast ausschließlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattzufinden. Kaum einer, der sich nicht näher mit dem Thema beschäftigt, ahnt, dass es viele deutschsprachige Blogs zu diesem Thema gibt. Im dominierenden Teil der Blogosphäre, also in den eher selbstreferenziellen Technik- und Medien-Blogs wird abfällig von "Strick-Bloggerinnen" gesprochen, wenn es darum geht, zu erklären, warum Frauen zwar über die Hälfte aller Blogs betreiben, aber nur selten zu den relevanten Schreibern gezählt werden. Der 26-jährige Politik-Student Victor Wuthi-Udomlert aus Thailand lebt in München und kennt dieses Phänomen: "Meiner Meinung nach sind die USA neuen Trends gegenüber viel offener. Deutschland dagegen zögert gerne ein bisschen, neue Trends mit offenen Armen zu empfangen und zu akzeptieren." Er selbst hat erst mit dem Stricken begonnen, als er vor einigen Jahren zum Studieren nach Deutschland kam. Mittlerweile hat er in einer Strickgruppe, die sich jeden Sonntag in München trifft, ein Zuhause gefunden. Dass diese Gruppe zu einem großen Teil aus "Expats" besteht, aus englischsprachigen Ausländern in Deutschland, ist kaum verwunderlich. Auch seinen Blog, auf dem er über Projekte, aber auch von persönlichen Erlebnissen schreibt, verfasst er auf Englisch. Victor glaubt, dass es für die mangelnde Aufmerksamkeit verschiedene Gründe gibt: "In Deutschland ist man dem Internet gegenüber immer noch skeptisch. Außerdem begegnet man Handarbeiten gerne mit Vorurteilen. Man hört immer, dass Stricken Oma- oder Öko-Sache sei und langweilig. Dabei würde man, wenn man sich in Strickforen und Communities umsieht, erkennen, dass das eine sehr soziale Angelegenheit ist." Veraltetes Handarbeits-Image Während sich in Amerika Bastler und Schrauber zusammentun und nahezu wöchentlich auf sogenannten "Fairs" ihre Fertigkeiten herzeigen und sich mit anderen Bastlern austauschen, herrscht in Deutschland immer noch ein Bild aus den 80er Jahren vor. In Deutschland waren handwerkliche Fertigkeiten nie völlig ausgestorben, Handarbeit wird immer noch in den Schulen unterrichtet und Umweltschutz ist seit bald 30 Jahren ein wichtiges gesellschaftliches Thema; nur ist es in Deutschland noch nicht gelungen, dem "Selbermachen" ein reizvolleres Image zu verpassen. Wobei sich die Zeichen ändern. In Deutschland gibt es seit 2007 einen etsy-Klon namens DaWanda, der mit über 10 000 Verkäufern ziemlich erfolgreich läuft, nachdem die Gründer zu Beginn damit zu kämpfen hatten, dass altmodische Kunsthandwerker dort ihre Waren anbieten wollten und DaWanda ein verstaubtes Image aufzudrücken drohten. Vor allem junge Designer nutzen heute das Web-Kaufhaus, um Entwürfe zu zeigen und auf Anfrage anzufertigen. Und kürzlich reisten die Macherinnen von "Burda Style" nach Deutschland, um ihre Website auch hier bekannt zu machen. Pläne, das Projekt auf Deutsch zu übersetzen, gibt es jedoch nicht - der Markt sei nicht interessant genug. Noch nicht.


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munli
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Mag ich Mag ich nicht

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30.06.2008 - 20:09 Uhr
munli

stimmt doch gar nicht. jeder der ich kenne hat ne nähmaschine zu hause stehen und nutzt sie eben soweit es die fähigkeiten zulassen.

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Mag ich Mag ich nicht

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30.06.2008 - 20:12 Uhr
munli

(in meinem falle also zugegebenermaßen gar nicht bis alle 4 jahre)

keinekueche
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Mag ich Mag ich nicht

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30.06.2008 - 20:27 Uhr
keinekueche

"Meiner Meinung nach sind die USA neuen Trends gegenüber viel offener. Deutschland dagegen zögert gerne ein bisschen, neue Trends mit offenen Armen zu empfangen und zu akzeptieren."

ist doch gut so. hierzulande denkt man mittlerweile halt gerne erst mal nach, bevor man irgendetwas blind hinterherläuft.

PrinzessinLilli
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Mag ich Mag ich nicht

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30.06.2008 - 20:27 Uhr
PrinzessinLilli

ich bin eine begeisterte bastlerin und näherin. jedoch habe ich bis jetzt noch nicht feststellen können das es jemand altmodisch oder gar lächerlich fand...
doch das sich niemand groß selbst mehr daran setzt was zutun, hab ich eher immer der faulheit zugeschrieben...

Cios
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Mag ich Mag ich nicht

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30.06.2008 - 20:41 Uhr
Cios

Auf diversen internationalen Künstlerseiten verdienen sich Leute damit dumm und dämlich, sag ich mal so. Ich find das nicht altmodisch oder so. (: Nur hab ich nicht genug Zeit für sowas.

mrsbratmaxe
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30.06.2008 - 21:32 Uhr
mrsbratmaxe

ich finde dieses annahme auch weit hergeholt - zumindest heutzutage. es ist ja immernoch ein unterschied ob man frauengesichter stickt, etc. oder tolle ideen kreativ umsetzt. das findet nämlich niemand lächerlich.

querspieler
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30.06.2008 - 21:48 Uhr
querspieler

Ich finde Frauen toll, die sich ihre Kleider und Hosen selber nähen können. Und das soll jetzt nicht zu altmodsich klingen, aber mal einen Reissverschluß annähen oder eine Hose enger oder ok weiter machen können ist einfach praktisch. Und wenn beim quilten, stricken, nähen usw. was hübsches und kreatives rauskommt ist doch gut. Das wird hier noch genauso wieder modern wie in USA.

moonsafari
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30.06.2008 - 22:42 Uhr
moonsafari

ja, es gibt wirklich wieder genug mädchen, die die hausfrauenrolle wieder übernehmen. das fing 2004 an und ist stetig bis heute gestiegen in deutschland. parallel zu amerika mit einer anfänglichen verzögerung.

fraeuleiningeborg
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30.06.2008 - 23:03 Uhr
fraeuleiningeborg

Wieso Hausfrauenrolle?
In dem Artikel ist doch auch von strickenden Männern die Rede.

__xxx__
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Mag ich Mag ich nicht

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01.07.2008 - 08:05 Uhr
__xxx__

Klar, soooo viele Männer stricken ja...

"Selber machen wäre ohne Internet nichts geworden" - was ist denn das für ein Schwachsinn? Das Zeug gab es mindestens 50 Jahre vor der Erfindung von Internet. Schade dass die Autorin das alles anscheinend nie mitbekommen hat.

alcofribas
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01.07.2008 - 08:51 Uhr
alcofribas

ich singe gern das loblied auf die arbeitsteilige gesellschaft. ich bin jetzt bei manuellen tätigkeiten nicht direkt der geschickteste.

kikuju
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01.07.2008 - 09:12 Uhr
kikuju

"knitting is the new yoga"

querspieler
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01.07.2008 - 09:41 Uhr
querspieler

__xxx__ sagte:
"Selber machen wäre ohne Internet nichts geworden" - was ist denn das für ein Schwachsinn? Das Zeug gab es mindestens 50 Jahre vor der Erfindung von Internet. Schade dass die Autorin das alles anscheinend nie mitbekommen hat.

Da ist schon was dran, die Strickerinnen sind knallharte Raubkopierer, die Vorlagen, Strickmuster und -Programme (die Maschinen sind ja heute Computer) ziemlich professionell klauen und verteilen, früher warne Strickmuster ein gutes Geschäft, heute nicht mehr. Also im Ernst: Das Internet hat aus einem eher einsamen und hausmütterlichen Hobby eine gut vernetzte und moderne Bewegung gemacht.

ooohrange
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01.07.2008 - 10:22 Uhr
ooohrange

wer ein wenig genauer hin guckt oder im internet wühlt, findet genug (auch deutsche) damen und herren, die sich handarbeitlich kreativ ausleben.

klar gibts dieses hobby schon ewige zeiten, auch vor dem internet. das steht ja nicht zur frage. kreative menschen gibt's ja auch immer schon. aber das internet bereitet eben ganz neue wege in kontakt zu treten, sich auszutauschen, seine sachen anzubieten und selbst schöne dinge einzukaufen. egal wo in der welt der gestalter sitzt. ich finde das super.

die meisten sind wahrscheinlich auch des englischen soweit mächtig, daß sie die genannten portale sowieso schon ohne größere probleme nutzen.

und natürlich wäre es fein, wenn man auch bei uns außerhalb des internets ein wenig mehr darauf stoßen würde, z.B. bei so einem "handicraft fair".

nur find ich es irgendwie quatsch, daß etwas immer gleich super "in" und unbedingt neuer trend werden muß. die leute, denen es wirklich spaß macht, kommen sowieso von allein auf die idee und die anderen würden bestimmt eh wieder ziemlich schnell davon ablassen.

diejodie
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01.07.2008 - 10:45 Uhr
diejodie

nähen ist doch total hip! zumindest bei den mädels, fast alle meine freundinnen haben mamas nähmaschine adoptiert und machen ihre röcke selbst.
diy, stitch 'n bitch - http://www.bustboobtique.com/product_inf...
- ich finds super.

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Mag ich Mag ich nicht

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01.07.2008 - 10:47 Uhr
diejodie

und am supersten finde ich die "i love carbs"-tasche, hihihi.
http://www.bustboobtique.com/product_inf...
aber das nur so am rande.

dielilie
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01.07.2008 - 11:02 Uhr
dielilie

ich stricke meistens im winter pulswärmer oder stulpen und habe damit jedes mal den neid meiner freundinnen auf mich gezogen. einigen wurde dann auch strickunterricht (von mir oder anderen) gegeben. häckeln ist im grunde auch total einfach, das weiß nur kaum jemand.

ich glaube, die meisten verbinden mit handarbeit diesen dummen unterricht in der schule, wo man nutzlose stickbilder herstellen musste. mit sinnvollem und spaßigem handarbeiten hat das wenig zu tun. ich bin in einer handarbeitsfamilie aufgewachsen, habe als kind nur selbstgestrickte pullover gehabt. aber nähen ist z.B. schon schwieriger und da hatte ich bisher wenig bock mich in die hausfrauen-nähkurse an der volkshochschule zu sezten, wo man dann morgenmäntel schneidert... auch sowas, was ich nicht brauche.

marksu_
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Mag ich Mag ich nicht

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01.07.2008 - 11:19 Uhr
marksu_

kommt immer nur drauf an, obs in nerdtum ausartet, oder einfach spass macht, oder ob man gar sowas macht, weils grad hip ist.


übrigens - wenns noch nicht aufgefallen - es gibt hier bei jetzt einige leute die nähen und das schon seit geraumer zeit

__xxx__
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Mag ich Mag ich nicht

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01.07.2008 - 11:42 Uhr
__xxx__

marksu_ sagte:
kommt immer nur drauf an, obs in nerdtum ausartet


Na wenn man schon ein Internet-Portal deswegen hochzieht... für mich ziemlich eindeutig nerd-ish.

jonnie
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Mag ich Mag ich nicht

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01.07.2008 - 11:49 Uhr
jonnie

stricken rulez

sushi607
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Mag ich Mag ich nicht

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01.07.2008 - 13:11 Uhr
sushi607

Das Problem liegt an den Preisen für Materialien. Da kann es einem schon vergehen. Ich mache gerne Quilts usw., aber ich kaufe meine Stoffe nur in den USA. Dort bezahle ich für 1 yard (ca. 1 Meter) zwischen 2 und 5 US-$ (Bei Walmart und Joann's). In Deutschland kommt mich die Walmartmarke Cranston Village (eben zwischen 2 und 5$) auf 15 Euro der Meter und mehr. Ich finde das für die Motivation schon sehr schade.

MrFreezy
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01.07.2008 - 14:06 Uhr
MrFreezy

Hand arbeit ist sehr wichtig! Ich denke da an einsame kalte Nächte im Dunkeln, wo die Sonne nicht mehr hinscheint. Ich habe diesen Artikel nicht gelesen, aber die Überschrift gefällt mir sehr. Ich hebe meinen Daumen nach oben und mache eine hole Hand um die freuden der körperlichen Liebe zu genießen. Danke Jetzt.de!

Psycha
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01.07.2008 - 16:31 Uhr
Psycha

Ich kenn viele Leute die sich die Sachen selber schneidern. Aber auch nur für ihren Charakter im Liverollenspiel.

Ich persönlich mache mir alles mögliche aus Holz, Leder und Metall selber. Es sieht besser aus, und ist garantiert ein Unikat.

jurette
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01.07.2008 - 16:35 Uhr
jurette

Also, in meinem Bekanntenkreis wird weder gestrickt noch genäht.

Gärtnern hat sich grade durchgesetzt, aber auch nur, weil die ersten einen Garten haben.

Aber wir sind halt alle auch nicht trendig

ooohrange
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01.07.2008 - 17:29 Uhr
ooohrange

__xxx__ sagte:
[Na wenn man schon ein Internet-Portal deswegen hochzieht... für mich ziemlich eindeutig nerd-ish.


ui prima, wir sind alle nerds! wenn man mal guckt wie viele internetportale es fuer alles und jeden gibt und wie alle und jeder sie nutzt.

ein internet portal ist ja nix anderes als eine plattform für gleichgesinnte. und die gibts ja gott sei dank in jedem bereich irgendwo.

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Mag ich Mag ich nicht

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01.07.2008 - 17:46 Uhr
ooohrange

__xxx__ sagte:
[Na wenn man schon ein Internet-Portal deswegen hochzieht... für mich ziemlich eindeutig nerd-ish.


ui prima, wir sind alle nerds! wenn man mal guckt wie viele internetportale es fuer alles und jeden gibt und wie alle und jeder sie nutzt.

ein internet portal ist ja nix anderes als eine plattform für gleichgesinnte. und die gibts ja gott sei dank in jedem bereich irgendwo.

achsooo
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01.07.2008 - 23:10 Uhr
achsooo

die selbstgemacht-welle kehrt alle paar jahre, sagen wir mal so pi mal auge mindestens einmal in einer dekade, wieder. mal schwerpunktmässig auf kleidung bezogen, dann mal auf schmuck, taschen, sonstige accessoires, und sicherlich ist auch die masse der kochbücher, die ständig neu erscheint, ein hinweis auch darauf, dass trotz der ebenfalls ständig steigenden convenienced products, doch viele menschen gerne selbst kochen. worauf ich eigentlich gespannt warte, ist der wiedereinstig im do it yourselfbereich der kosmetikbranche. ich habe noch heute einige bücher von damals. als ich nach dieser lektüre dann gurkenbananenmaske herstellte, mit mandelmilch verrührte und letzten endes der absolut natürlichen zutaten wegen das meiste davon zwecks schimmelbefalls wegwerfen musste. ein bis heute durch nichts zu übertreffendes rezept bei irgendwie irritiertem haarboden, das auch zur strahlkraft und geschmeidigkeit der gesamten mähne (damals trug ich die meine taillen- bis polang) führte: eine mischung herstellen (lassen, apotheke rührts perfekt zusammen) aus zwei gleichen teilen oliven- und rhizinusöl. mit einem eigelb verkleppern. diese masse in die kopfhaut/haare einmassieren und einige stunden dort verweilen lassen, wers hitzemässig verträgt, zieht sich noch irgendso eine plastikhaube drüber, damit mehr wärme sich entwickeln kann. danach die zähgewordene masse sorgfältigst ausspülen und vielleicht mit einem milden shampoo einmal ganz ganz kurz durchwaschen. - so. nun habe ich damit vielleicht die "meine kosmetik mache ich selbst"-welle etwas beschleunigt? freue mich über feedback nach anwendung. oder auch davor.

__xxx__
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01.07.2008 - 23:28 Uhr
__xxx__

ooohrange sagte:
__xxx__ sagte:
[Na wenn man schon ein Internet-Portal deswegen hochzieht... für mich ziemlich eindeutig nerd-ish.


ui prima, wir sind alle nerds! wenn man mal guckt wie viele internetportale es fuer alles und jeden gibt und wie alle und jeder sie nutzt.

ein internet portal ist ja nix anderes als eine plattform für gleichgesinnte. und die gibts ja gott sei dank in jedem bereich irgendwo.


Natürlich sind wir alle mehr oder weniger Nerds. Sonst würden wir nicht bei jetzt.de rumhängen. Meine Ansicht ist nur das, verbietet ja in keiner Weise andere Meinungen.

strumpfkunst
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02.07.2008 - 08:03 Uhr
strumpfkunst

@ Cios - dumm und dämlich verdienen wir uns sicher nicht. :)

In erster Linie bringt es Spaß, aber um den Lebensunterhalt davon zu bestreiten, reicht es bei den wenigsten - das schaffen auch bei Etsy nur die, die mehr als Fließband funktionieren... und weniger als Künstler oder Bastler.

LG Gila
aka strumpfkunst.etsy.com

kulturgut
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02.07.2008 - 08:17 Uhr
kulturgut

wenn man eine künstlerische absicht verfolgt, man etwas sehr individuelles haben will, wenn es aus unbekanntem grund richtig spass macht oder man gut zahlende abnehmer gefunden hat - sehr gut.

aber bei wem die vorgenannten gründe nicht zutreffen und der eigentlich nur geld sparen möchte, der sollte das nicht vertiefen. kleidung ist (wie viele andere güter) in einer arbeitsteiligen gesellschaft mit hohem rationalisierungsgrad und aufgrund des lohngefälles gegenüber den produzierenden ländern in erstaunlicher qualität so günstig zu erwerben, dass es für die allermeisten anderen eher sinn macht, sich vom zeitaufwand her auf eine tätigkeit mit höherem tauschwert zu konzentrieren.

Rumpelstilz
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02.07.2008 - 11:56 Uhr
Rumpelstilz

Ein prima Artikel! Ich schätze und nutze die Seite burdastyle schon seit kurz nach der Veröffentlichung. Jetzt kenne ich endlich auch den Hintergrund.
Das tolle an den Kleidern dort ist doch, dass sie nicht "selbergebastelt" wirken - sondern allenfalls individuell. Ausserdem werden von den Betreibern vielseitige und inspirierende Fotos veröffentlich. Die Seite ist einfach genial.
Und ich sehe keinen Grund, warum man für nähen kein Portal hochziehen soll. Ist ja grad der Witz am Internet, dass es eben NICHT nur für computerspezifische Themen genutzt wird. Oder sollen sich alle anderen auf "konventionelle Medien" beschränken? Hätte ich das Internet nicht, würde ich nicht oder nur langweilige Dinge nähen.

pikachu
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02.07.2008 - 13:40 Uhr
pikachu

ich naehe, seit ich klein bin und meine oma mir das beigebracht hat...
im internet hol ich mir sehr viel inspiration, ratschlaege und hilfe. unter anderem hier in der kreative koepfe gruppe
kann stricken, find ich aber langweilig.

LeipzigerStrickCafe
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Mag ich Mag ich nicht

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02.07.2008 - 14:16 Uhr
LeipzigerStrickCafe

geht mal mehr mit offenen Augen durchs Leben und recherchiert mehr und besser und schaut nicht immer ständig was die in den USA machen.
wir können das schon lange und gerade in Leipzig, schaut Euch mal bei uns um

kulturgut
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02.07.2008 - 14:33 Uhr
kulturgut

LeipzigerStrickCafe sagte:
geht mal mehr mit offenen Augen durchs Leben und recherchiert mehr und besser und schaut nicht immer ständig was die in den USA machen.
wir können das schon lange und gerade in Leipzig, schaut Euch mal bei uns um


naja, fuchs hat gans gestohlen ist keine meldung, gans frisst fuchs aber schon.

das ganze scheint auf den ersten blick eben dem usa-klischee zu widersprechen, darum ist das in dem zusammenhang ein interessanter bezugspunkt - im osten hingegen erwartet man traditionell eine hohe bereitschaft zum selbermachen statt kaufen

__xxx__
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Mag ich Mag ich nicht

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02.07.2008 - 18:42 Uhr
__xxx__

Ohh, Spam schon wieder ... Jetzt.de wird ja noch eine richtige Werbeplattform ;)


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