Lernen mit Opa und Oma
Text: dana-brueller - Fotos: Dana Brüller
An der Universität treffen jeden Tag junge und alte Studenten aufeinander. Höchste Zeit, sich ein bisschen kennen zu lernen
Günter, 67
Heute:
Ich studiere Philosophie, Geschichte und Religionswissenschaft.
Früher:
Ich habe BWL studiert und war 37 Jahre als Diplom-Kaufmann tätig.
Was können wir von Ihnen lernen?
Das systematische und wissenschaftliche Arbeiten und das Halten von Referaten. Ich glaube, dazu braucht man viel Erfahrung.
***
Peter, 68
Heute:
Ich bin Student der Alten Geschichte.
Früher:
Ich bin Jurist und habe 37 Jahre als Präsident eines Sozialgerichtes gearbeitet.
Wie ist das Verhältnis zu den jungen Studenten?
Ich hätte gerne mehr Kontakt zu ihnen, aber das ist schwierig, weil ich nur Vorlesungen besuche.
***
Gertraud, 85
Studiert:
Ich bin Studentin der Altphilologie.
Früher:
Ich habe früher schon in München Altphilologie studiert. Nach dem Examen habe ich aufgehört und bin Hausfrau und Mutter geworden.
Was können wir uns von den Senioren abgucken?
Das Lernen. Man soll nicht aufgeben und sich für alles Mögliche interessieren. Nicht nur für die eigenen Krankheiten.
***
Annemarie, 59
Heute:
Ich bin ordentliche Studentin der katholischen Theologie.
Früher:
Ich habe unter anderem als Sozialpädagogin, Kartographin und Malerin gearbeitet.
Was stört Sie an den Jungen?
Nichts, ich habe keine Probleme. In meinem Hebraicum-Kurs waren nur junge Menschen, alle waren nett und angenehm. Sie haben es natürlich schwerer, ich brauche keinen Beruf mehr und muss nicht von meiner Ausbildung leben.