Hochzeitskolumne: Heute: Der Ehevertrag
Theresa heiratet. Jede Woche ein bisschen mehr. Dinge, mit denen man sich lieber nicht beschäftigen möchte: Die Juristen-Freundin rät zum Ehevertrag. Dabei hat Theresa doch so kurz vor der Hochzeit den Kopf mit ganz anderen Dingen voll.
Meine Freundin Vero ist Juristin. Das heißt, sie kennt sich in einigen Bereichen sehr gut aus, von denen ich nicht mal den Hauch eines blassen Schimmers habe. Vero denkt an Dinge, an die ich noch nie gedacht habe. Sie hat mir dringend zu einem Ehevertrag geraten. Johannes sagte, als ich ihm davon erzählte: „Ach, Quatsch. Vero soll sich mal locker machen.“ Er möchte sich mit dem Thema nicht näher auseinandersetzen. Ich eigentlich auch nicht. Denn, also bitte, ich muss mich zurzeit mit den wirklich wichtigen Fragen beschäftigen: - Welche Duftnote sollen die Seifen auf den Toiletten der Feierörtlichkeit haben? - Welche Farbe kriegt die Marzipanumrandung der Torte? - Rehbraten oder Tafelspitz? - Rosen oder Sommer-Wildblütenmischung? - Walzer tanzen, obwohl keiner von beiden weiß wie das geht? - Reinweißes oder elfenbeinfarbenes Papier? - Wie braun werden bei all der Arbeit?
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Die Regelungen die das BGB trifft sind weitgehend ja schon durchdacht und fair, so dass man sich dem wie ich meine schon auch unterwerfen könnte.
Wichtig, und zwar sehr ist aber, dass man sich überhaupt einmal Gedanken macht, was die Eheschließung in zivilrechtlicher Hinsicht überhaupt bedeutet und welche Folgen sich ergeben können.
Es hilft wenig, rechtliche Fragestellungen als "trocken" zu charakterisieren und sich stattdessen mit "wichtigeren" Fragen zu beschäftigen. Rechtliche Fragen haben nämlich die Angewohneheit in sehr erschreckender Weise, unter Umstände, sehr sehr schnell, sehr "saftig" zu werden.
Aber bitte, wer meint eine Eheschließung sei ausschließlich eine Sache der "Romantik" soll nur machen. Die Rechtsanwaltszunft ist dürfte nicht böse drum sein.
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13.07.2008 - 13:50 Uhr
Booknerd
In dem genannten Beispiel vermisse ich, das meistens ( 90% aller statistisch erfassten Fälle ) die FRAU mit einem Neuen Verschwindet. Die nimmt dann natürlich auch die Hälfte mit...
Wir zwei beide, auf dieser Seite des Bildschirms werden einen Ehevertrag abschließen, um mein früheres Leben, das doch etwas "bewegter" war, von ihrem früheren Leben "Beamtentochter" zu trennen. Damit wir auch in Zukunft kraftvoll durchstarten und jeder dennoch eigenes hat... wenn das jetzt auch zynisch klingt.
Herzlichst
Jörg