Das Problem ist das Geben
Netzwerken für’s eigene Fortkommen ist schon okay. Die meisten vergessen aber, dass es nicht nur aus „Nehmen“ besteht
Dass man nur mit Fleiß, harter Arbeit und guten Zeugnissen im Leben nicht allzu weit kommt, dürfte mittlerweile zu jenen Weisheiten gehören, die man schon nicht mehr hören kann. Zum beruflichen Fortkommen gehört nämlich – Eltern und anderen klugen Ratgebern zufolge – der persönliche Einsatz beim Netzwerken. Netzwerken war früher einmal zwielichtigen Organisationen wie der Verbindung „Skulls&Bones“ in den USA vorbehalten, die sich dadurch auszeichneten, dass ihre Existenz immer bestritten wurde und die Gerüchte um sie recht abenteuerlich klangen (George W. Bush zum Beispiel war bei den „Schädeln&Knochen“ dabei). Heute steht Netzwerken jedermann offen und das Handwerk hat sich zu großen Teilen ins Internet verlagert. Weil es da aber immer so anonym vonstatten geht, werden in regelmäßigen Abständen in jeder größeren Stadt und in jeder Branche, die etwas auf sich hält, sogenannte „Networking-Partys“ veranstaltet. Diese Veranstaltungen funktionieren fast immer nach demselben Prinzip: Man verspricht im Vorfeld den Teilnehmern, dass sie von diesem Treffen nur profitieren können, sperrt sie dann in einen Raum, stellt Schnittchen und Getränke zur Verfügung und wartet ansonsten ab. Im Prinzip ist an derlei Veranstaltungen nichts auszusetzen. Es ist unbestritten nützlich, sich aktiv um sein berufliches Fortkommen zu kümmern. Es ist auch wichtig, sich nie auf den aktuellen Job zu verlassen, sondern sich schon mal prophylaktisch nach anderen Möglichkeiten umzusehen, sollte auch die eigene Firma anfangen, auszusortieren. Es gibt nur ein Problem beim Netzwerken: Es besteht aus zwei Komponenten. Die eine heißt „Nehmen“ und die andere, ja, „Geben“! Weil man so sehr mit Tagträumen über mögliche positive Folgen solcher Treffen beschäftigt ist, blendet man den Faktor „Geben“ so lange aus, bis kommt, was immer kommen muss: Man wird angegraben. Und weil man selbst normalerweise nicht gerade zu den Global Players der Wirtschaft gehört (warum sollte man dann auch zu so einer Veranstaltung gehen?), sind die Angraber ausgerechnet jene, die man beim Überblicken des abendlichen Angebots als „unwichtiges Füll-Volk“ abgetan und ignoriert hat. Schließlich ist man vor Ort, um sich selbst weiterzubringen und nicht, um anderen unter die Arme zu greifen. Und überhaupt: Sieht man so aus wie Mutter Theresa?
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Welches Prinzip wäre das?
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Yes, habe ich täglich :D
Dass die Leute aufdringlich sind ist ja ok, sollen die ja sein. Nur nervt es wenn es um etwas geht dass man schon aus 10 km Entfernung als unwichtige Ente erkennt.
Geben ist wichtig und wird bei mir groß geschrieben, hat sich als gut erwiesen solange in gesunden grenzen. Erstens macht es Freude, zweitens entstehen dann Netzwerke wie von alleine. Vor allem gute Erfahrungen mit Diplomanten gemacht, konnte fast alle gut unterbringen danach und diese Jungs und Mädels bleiben grundsätzlich für immer Freunde.
23.06.2008 - 11:20 Uhr
__xxx__
@Penni: sehr nett geschrieben. Auch wenn ich noch nie auf einer solchen Veranstaltung war, ich knn sie mir jetzt gut ausmalen. Das alles hat so etwas Deprimierendes, finde ich.
@Katharina Bitzl: Darf ich hier mal wieder lautstark deine Illustration loben? Die Guten sind auf der richtigen Seite, scheint mir;)
riesenherz sagte:
@_xxx_: was für ein Diplom muß ich bei Dir mitbringen? °°
Ich suche gerade einen Informatiker der von Technik ein wenig Ahnung hat für ein sehr tolles Projekt. Also noch ohne Diplom, den soll er hier verdienen.
24.06.2008 - 09:41 Uhr
__xxx__
SCNR :)








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22.06.2008 - 21:46 Uhr
cathie