Die Hochzeitskolumne. Heute: Lebenshilfe aus der Bibel
Theresa heiratet. Jede Woche ein bisschen mehr.
Damit hätte ja keiner rechnen können: Ich war zu gut vorbereitet für das Gespräch mit dem Pfarrer! Man merkte ihm an, dass er während des Gesprächs eigentlich selber gern einen höheren Redeanteil gehabt hätte, ständig unterbrach er mich. Das erste, worauf des Pfarrers missbilligender Blick fiel, war meine Luther-Bibel, und als ich begann, meine Rechercheergebnisse zu präsentieren und meine Bibel an der ein oder anderen neongrün markierten Stelle aufzuschlagen, schob er die Einheitsübersetzung der Bibel in meine Richtung und sagte „Gell, ich würd´ vorschlagen, wir machen damit weiter.“ Johannes sprach während des Treffens nicht sehr viel, so dass ich zeitweise vergaß, dass er neben mir auf dem Sofa saß. Einige Tage nach dem Treffen sagte er, das Gespräch, und überhaupt die Beschäftigung mit der Bibel, habe ihn enorm bereichert. Er hat nämlich in einer Broschüre namens „Ich nehme dich an und verspreche dir die Treue…“, die uns der Pfarrer zur weiteren Vorbereitung mitgegeben hat, eine Bibelstelle gefunden, von deren Inhalt er sich einiges verspricht, nämlich nicht weniger als einen erfolgreichen Eingriff in meine Lebensphilosophie. Die Stelle handelt von der „wahren und der falschen Sorge“ und ist, finde ich, keine besonders schöne Stelle, sondern eher ein bisschen rabiat. Im Grunde geht es darum, dass man sich nicht um unwichtiges Zeug wie Geld oder Klamotten kümmern sollte, sondern um den Glauben und sonst nichts, den Rest würde dann schon Gott besorgen. Johannes möchte diese Bibelstelle gerne als Lesung aus dem Evangelium in unseren Traugottesdienst aufnehmen.
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zwei:fein das!
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14.06.2008 - 23:27 Uhr
Erwin_Lottomann