Bam, Oida! Zum Beginn der Fußball-EM stellen wir die wichtigste Jugendbewegung Österreichs vor
Seit letztem Jahr breitet sich in der Alpenrepublik eine sehr exklusive Jugendbewegung aus: Die Krocha - vorgestellt in einem A bis Z
A wie Anfang: Wann die Krocha-Bewegung ihren Anfang genommen hat, lässt sich schwer genau bestimmen. Auf jeden Fall tauchten um das Jahr 2007 vermehrt junge Menschen auf, die solariumgebräunt mit Neon-Caps zu Techno tanzten und oft "Bam, Oida!" sagten.B wie Bam, Oida!: Wichtigstes Vokabular der Krocha, mit dem so oft wie möglich Sätze begonnen und/oder beendet werden.
D wie DJ Stee Wee Bee: Der 45-jährige Stefan Berndorfer ist angeblich der Namensgeber der Szene. „In der Diskothek Schatzi in Hagenbrunn habe ich vor einem Jahr regelmäßig eine Classics-Nacht veranstaltet, bei der ich Dancetracks aus den Neunzigerjahren gespielt habe.“, sagte der DJ kürzlich in einem Interview. Das soll dem Publikum so gut gefallen haben, dass sie ständig etwas von „voi einekroch’n“ sagten. Kurz darauf sicherte sich Stee Wee Bee die Internetdomain krocha.at.
E wie einekroch’n: auf hochdeutsch so viel wie „hineinkrachen“. „Kroch’ma eine in’d Schicht“ bedeutet „zusammen in die Nachtschicht (= Krocha-Discothek in Wien) gehen“
F wie Fix, Oida: siehe B wie Bam, Oida!
G wie Gschiatiachl: auf Hochdeutsch „Geschirrtuch“. Als Gschiatiachl werden die unter den Krochan sehr beliebten Pali-Tücher bezeichnet.
H wie Halbwertszeit: Soziologen sprechen der Krocha-Bewegung keine lange Verweildauer zu und halten sie eher für eine kurzfristige Modeerscheinung.
I wie Ironie: Auch, wenn die Krocha auf den ersten Blick wie eine große Persiflage wirken – die meisten Krocha nehmen sich selbst durchaus ernst.
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