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Grün

| 04.06.2008 19:00  

Wie nachhaltig lebst du? Ermittle deinen Greendex

Text: xifan-yang
Eine Internetstudie untersucht, wie nachhaltig Menschen rund um den Globus leben
Amerikaner fahren bevorzugt riesige Monsterautos und Chinesen verpesten die Umwelt mit Einwegstäbchen. Ist das so? Die Macher der Greendex-Studie im Auftrag von National Geographic wollte dieser Frage näher auf den Grund gehen und haben dazu das alltägliche Konsumverhalten auf der ganzen Welt untersucht. Befragt wurden in der ersten Runde jeweils 1000 Menschen in 14 Ländern, darunter große Industrieländer wie USA, Japan und Deutschland und die Schwellenländer Brasilien, China und Indien. Der Anteil dieser 14 Länder am globalen Energieverbrauch beträgt zusammen 75 Prozent . Die Studie ist in die Kategorien Wohnen, Transport, Ernährung und Verbrauchsgüter unterteilt: Zum Beispiel wird ermittelt, wie oft man lokale Produkte konsumiert, wieviel Energie pro Haushalt verbraucht wird und ob man mit Autos oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.





Dabei wurde Bekanntes bestätigt (die mit Abstand größten Klimasünder sind US-Amerikaner), es kamen aber auch überraschende Ergebnisse zutage:

Zwar mag China als Land ein Umweltschwein sein, doch der Einzelne lebt durchaus umweltfreundlich – in kleinen Wohnungen, von lokalen Produkten und (noch) ohne Auto.
Inder ernähren sich am nachhaltigsten, da sie viel Obst und Gemüse und wenig Fleisch verzehren. Bei der Ernährung schneiden dagegen Mexikaner und Japaner am schlechtesten ab, der Fleischkonsum pro Kopf ist in beiden Ländern besonders hoch. Dafür kommen Japaner relativ umweltfreundlich von A nach B – dank vollgestopfter U-Bahnen. Brasilianer fühlen sich unmittelbar von ökologischen Katastrophen betroffen und geben öfter als Europäer an, selbst etwas zugunsten der Umwelt tun zu wollen.

Die Deutschen liegen übrigens im guten Mittelfeld. Verglichen mit anderen Industrieländern wohnen die Deutschen am nachhaltigsten. Allerdings fühlen sich nur vier Prozent der Deutschen schuldig angesichts der eigenen Klimabilanz. Lediglich 13 Prozent erwartet, dass sie in Zukunft Einschnitte im Konsum machen müssen.

Es mag erstaunen, dass nach dem Greendex in Brasilien, Indien und China die umweltfreundlichste Bevölkerung lebt. Wie groß der ökologische Fußabdruck ist, den sie hinterlässt, lässt sich jedoch vermutlich nicht zwangsläufig auf „grünes“ Bewusstsein zurückführen. Es spielen vor allem kulturelle und klimatische Faktoren eine Rolle. Die Frage, ob man nachhaltig lebt oder nicht, entscheidet sich außerdem am Portemonnaie: Wer wenig hat, konsumiert auch deutlich weniger. Summa summarum lebt man in Armut also ökologischer – irgendwie zynisch.

Trinkst du Bionade, trennst deinen Müll aber trotzdem nicht? Wie viel Umweltsünder in dir steckt, kannst du hier erfahren, in dem du deinen persönlichen Greendex ermittelst.


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DagnyTaggart 04.06.2008 | 19:33
Cool. Die Entwicklungslaender haben einen superhohen Greendex. Ob das die hungernden Menschen gluecklicher macht?

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Digital_Data 04.06.2008 | 19:47
Mit einem Greenindex von 59 bin ich zwischen Indien und Brasilien.

Digital_Data

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Shorebilly 04.06.2008 | 20:52
"Die Frage, ob man nachhaltig lebt oder nicht, entscheidet sich außerdem am Portemonnaie: Wer wenig hat, konsumiert auch deutlich weniger. Summa summarum lebt man in Armut also ökologischer – irgendwie zynisch."

boa, voll die ueberraschung, ey...

wenn sich, wie es in dem text den anschein erweckt, auch das "schlechte gewissen" bzgl. der eigenen "klimabilanz" auf die wertung auswirkt, ist das ohnehin mal eine hoechst wertvolle studie...

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guckmalumdieEcke 04.06.2008 | 21:20
hm.. 71 super duper toll.. muss wohl am studiengang liegen, bin ja quasi berufsöko ;)

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keos 05.06.2008 | 00:10
62. hoppla.

es gibt ja inzwischen verschiedene solche "tests", z.b. den wesentlich ausführlicheren footprint-test vom wwf: www.footprint.ch
da erfährt man, wie viele erden wir brauchen würden, wenn jeder so leben würde wie man selbst.

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Lenjia 05.06.2008 | 00:18
59

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ich_schlampe_bin_muede 05.06.2008 | 07:46
59 - der Test ist so angelegt, dass man mit dem durchschnittlichen Lebensstandard in den Industrieländern, e.g. ich besitze einen Kühlschrank und ich baue meine Kartoffeln nicht selber an, automatisch einen hohen Wert erreichen wird. Interessant ist folgende Frage:

People in all countries should have the same standard of living as people in the most wealthy countries.


Verwirrend. Aus der Perspektive der Entwicklungs- und Schwellenländer bedeutet ein "Ja" natürlich, dass sie den gleichen Zugang zu den Serviceleistungen einer entwickelten Industriegesellschaft erhalten, wie die Industriestaaten auch; das wäre aber ökologisch extrem nachteilig - der Chinaeffekt auf den Individualverkehr und den Ölverbrauch! Umgekehrt aus der Perspektive der eines Bewohners einer Industriegesellschaft - heißt das jetzt, dass wir auf ökologisch nachteilige Serviceleistungen (Warmes Wasser aus der Leitung, gekühlte Lebensmittel, 24/7 Elektrizitätslieferung...) verzichten sollten, um uns an den Standard von Entwicklungsländern anzugleichen? Seltsame Frage...

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Begunje62 05.06.2008 | 08:29
62. das mit dem gemuese anbauen ist hier sehr verbreitet...
aber dafuer hat man keine wahl, auto muss sein.
manche fragen sind auch fuer mich nicht ganz nachvollziehbar... denn oft geht es nicht darum, ob man sich bemueht oekologischer zu leben, sondern einfach um die technischen oder materiellen moeglichkeiten.

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mrAufziehvogel 05.06.2008 | 09:00
50 ... ich alte Umweltsau. Na gut, dann fahr ich heute halt mal Fahrrad.

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seleukos 05.06.2008 | 09:35
Sorry, Japan und Fleischkonsum ist für mich nicht nachvollziehbar.
Eher im Gegenteil.

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