31.05.2008 - 22:33 Uhr

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Die Verwandlung

Text: hoch21

Sehr frei nach Franz Kafka
Als Georg Amsel eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in einem fremden Bett in eine ungeheure Umbruchssituation verwickelt. Er lag auf seinem des nachts zerkratzten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, neben sich einen gewölbten, braungebrannten, von bogenförmigen Muskelpartien geteilten Bauch, an dessen Ende sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Die vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Pensum, gestern getrunkenen Biere flimmerten ihm schmerzhaft hinter den Augen. "Was ist mit mir geschehen?", dachte er. Es war kein Traum. Dieses Zimmer, ein miefiges, nur etwas überladenes Männerschlafzimmer, lag ruhig zwischen den vier ihm unbekannten Wänden. Über dem Tisch, auf dem eine auseinander gepackte Kollektion von Madonna-Platten ausgebreitet war - Der Besitzer war wohl Fan -, hing ein Bild, das ebensogut aus einer exotischen Modezeitschrift hätte ausgeschnitten und in diesem kitschigen, vergoldeten Rahmen untergebracht sein können. Es stellte einen Mann dar, der, mit einem Pelzhut und einer Federboa versehen, aufrecht dasaß und ein aufforderndes Lächeln, in dem nichts Anständiges zu erkennen war, dem Beschauer zuwarf. Georgs Blick richtete sich dann zum Fenster, und das sonnige Wetter - man hörte das Vogelgezwitscher durch die Fenster - machte ihn ganz unsicher. "Wie wäre es, wenn ich noch ein wenig weiterschliefe und das Geschehene vergäße", dachte er, aber das war gänzlich undurchführbar, denn er war gewöhnt, auf der rechten Bettseite zu schlafen, konnte sich aber in seiner gegenwärtigen Verwirrtheit nicht auf diesen dort liegenden Mann rollen. Wie sehr er sich auch an den gestrigen Abend zu erinnern versuchte, immer wieder kehrten die Kopfschmerzen zurück. Er versuchte es wohl hundertmal, schloss die Augen, um sich den behaarten Beinen neben ihm nicht stellen zu müssen, und ließ erst ab, als er an seiner Seite einen schläfrigen, weichen, muskulösen Körper sich anschmiegen fühlte. [...]


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dascory
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Mag ich Mag ich nicht

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01.06.2008 - 22:27 Uhr
dascory

ich schlafe auch lieber rechts.

oder nein.. es kommt darauf an, wo die zimmertür ist.

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hoch21 unbekannt

hoch21

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