Die wirklich coole Rockstar-Kleidung
Wenn junge Chinesen lässig aussehen wollen, kaufen sie T-Shirts mit westlicher Schrift - und merkwürdigen Aussagen
Der Chinese an sich ist, wenn man das mal so grob generalisieren will, kleidungstechnisch nicht unbedingt ein Freund des puristischen Understatements. Neben Louis Vuitton-Plagiaten (der junge labelbewusste Chinese spricht von: „Ähl Wie“) und „Calvein Klain“-Intimbekleidung findet man in kleinen Ständen auf chinesischen Kleidermärkten besonders oft bedruckte T-Shirts, deren genaue Botschaft in der Regel sowohl dem Verkäufer als auch dem Kunden schleierhaft ist. Das macht aber gar nichts, denn das Wichtige an den Hemdchen besteht allein darin, dass irgendetwas Buntes in einer westlichen Fremdsprache drauf ist. Was Slogan und Motiv betrifft, herrscht fröhliche Anarchie mit Tendenz zum kreativen Dadaismus. Während hierzulande sich das Spektrum an so genannten „Fun-Shirts“ sich meist in öden Saufsprüchen („Wasser sparen, Bier trinken“) und Werbung in eigener Sache („100% Engel“, „Pornostar“) erschöpft, nimmt man in China alles her, was bei drei nicht auf den Bäumen ist, und tut es auf ein Stück Baumwolle. Die kulturelle Globalisierung treibt bizarre textile Blüten, folgende haben wir auf einem Markt in Guilin gefunden:
- Der gecastete Jesus 24.05.2012
- Sorry, ich hab' einen Freund... 21.05.2012
- Gema in gerecht 21.05.2012
- Die Zukunft des Horst Seehofer 15.05.2012
- Das ABC zu NRW 11.05.2012
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