Papa und Mama ante Portas!
Text: philipp-mattheis
Pfingstferien und plötzlich steht Besuch vor der Tür. Acht Ausflugtipps durch München – mit dir als perfektem Begleiter
Zwei Tage ohne Zigarette – Mama kommt
Nachdem du den Donnerstagabend mit Putzen verbracht hast, holst du deine Mama am Freitag vom Bahnhof ab. Nach einem kurzen Kontrollgang durch deine Wohnung packst du sie am Arm und ihr verlasst das Haus für ein Abendessen im Dürnbräu – der besseren und ungefährlicheren Hofbräuhausvariante. Am Samstag geht es selbstverständlich erst einmal in die Fußgängerzone. Schleife deine Mutter unerbittlich an allen großen Kaufhäusern vorbei („Ich brauche aber noch Einlagen und Sportsocken für Vater“) und schleppe sie stattdessen in den Ludwig Beck. Dort geht ihr einmal durch jedes Stockwerk, wundert euch über die Preise und kauft dann im Erdgeschoss einen Schal für erschwingliche 20 Euro. Danach muss Kultur sein: Das Münchner Stadtmuseum. Die Ausstellungen sind meist klein genug, damit man keine schweren Beine bekommt. Nach der Ausstellung geht ihr ins Cafe im Stadtmuseum, trinkt eine Schale Milchkaffee und du lässt dir den neusten Tratsch aus der Heimat berichten, während ihr die neue Synagoge gegenüber anschaut. Du hast schon Wochen vorher Karten für eine Vorstellung in den Kammerspielen bestellt und bevor das Theater losgeht, esst ihr im Blauen Haus zu Abend. Danach trinkt ihr noch ein Glas Weißwein in der plüschigen Kulisse und dann geht es schnell ins Bett. Bevor du am Sonntag deine Mama zum Bahnhof bringst, geht ihr noch einmal kurz an die Isar. Einfach nur schauen, wie es mit der Renaturierung voran kommt und ob schon Nackerte am Strand herumliegen. Hast du deine Mutter in den Zug gesetzt, setzt du dich als erstes in dein Lieblingskaffee, bestellst einen Cappuccino und rauchst die erste Zigarette seit zwei Tagen.
Christina Waechter