Das neue Album
Text: hoch21
Interview
(Personen: a & b)
a: Ihr neues Album "Neues Album" erscheint nächste Woche und wird sicher viele Ihrer Fans überraschen. Sie sind düster geworden, scheint es. Ist Ihnen nicht mehr zum Tanzen zumute?
b: Nein, ich verarbeite auf der neuen Platte den Schmerz über den Tod meiner Mutter und die Geburt von meinem Sohn.
a: Die Geburt ihres Sohns war für Sie eine schmerzvolle Erfahrung?
b: Nein, nicht für mich. Für meine Frau wohl. Schmerzvoll war nur der Tod meiner Mutter für mich. Über das Kind habe ich mich gefreut.
a: Aha. Dennoch ist Ihr neues Album nicht gerade mit Freude ausgefüllt, Ihr persönlicher Verlust findet sich in vielen Stücken wieder, wie zum Beispiel in "Hey Hey Waisenjunge!". Ich zitiere: "Meine Mama ist tot-tot, jetzt bin ich in Not-Not, wer schmiert mir mein Brot-Brot, mit Butter und Gurke?" Das geht schon sehr nahe und doch überraschen solche schwermütigen Zeilen, sind Sie doch der breiten Öffentlichkeit bisher eher als Interpret heiterer Stimmungslieder bekannt. Würden Sie also sagen, dass diese Erfahrung, diese persönliche Konfrontation mit dem Tod, Sie als Musiker ebenso verändert hat wie als Person?
b: Ja.
a: Ähm...ja. "Ich kipp' die Tränen weg mit Bommerlunder", ein weiteres Stück vom neuen Album, beschäftigt sich mit dem Trinken von Alkohol. Ein Motiv, welches in vielen Ihrer alten Werke sehr oft zu finden ist. So zum Beispiel in "Die Saufhymne" und "Sechs Bier für mich und meine Freunde! Aber flott, Du kesse Biene!". Kompensieren sie mit diesem nun gegensätzlich aufgeladenen Motiv auch privat den Verlust?
b: Ja... ich denke schon. Wissen Sie, ich sehe da eine Verbindung zwischen den Parties und meiner Situation jetzt. Also immer ging es um Frauen und jetzt um meine Mutter und die Gefühle für die Frauen und das ist ja jetzt auch ähnlich bei mir. Und man trinkt auch wenn man traurig ist und nicht nur mit den Kumpels an den Strandparties. Das passt dann schon, also das ist ähnlich. Also ich sehe da eine Verbindung und die möchte ich mit dem neuen Album auch Anderen zeigen. Dass man halt nicht nur trinken kann wenn man fröhlich ist.
a: Glauben Sie denn, dass Ihre Fans die neue Platte gut aufnehmen werden?
b: Ja, das denke ich schon. Meine Fans stehen schon hinter mir. Ich habe auch viele Briefe bekommen als es mir so schlecht ging. Die werden das auch mögen! Mitsingen kann man ja trotzdem!
a: Noch eine private Frage zum Abschluss. Ich hatte es eben schon erwähnt: Sie sind Vater geworden, dazu noch Herzlichen Glückwunsch...
b: Ja danke! Das ist auch schon etwas Besonderes, jetzt. Ich fühle mich...
a: Ja, aber was ich eigentlich fragen wollte: Wie heißt denn nun Ihr Sohn? Darüber wurde in der Boulevardpresse schon viel spekuliert. Es ist nichts bekannt. Daher die Frage an Sie!
b: Ja, das ist nicht so einfach! Ich und Biggi wollten den Kleinen, das ist so ein Trend gerade, sicher haben Sie das auch schon mitbekommen.... in Amerika machen das ja auch viele Stars derzeit! Also wir wollten den Kleinen eigentlich auch nach der Stadt benennen, in der wir ihn gezeugt haben. Es gibt halt nur einige Probleme, ich weiß auch nicht...
a: Ähm, darf ich fragen welche Stadt das denn ist, nach der Sie Ihren Sohn benennen möchten?
b: Klar. Das war in Oer-Erkenschwick.
a: Danke für das Gespräch!
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