Die Work-Wife-Balance
Wie die Frauenbewegung zum Karrierecoaching verkommt
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Handys im Kampfeinsatz vor 6 Std.
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richtig ist, aber das habe ich auch bei der mädchenmannschaft so verstanden, daß emanzipation per se eine wichtige, richtige und not wendende sache ist, nicht nur im gender-bereich, sondern in allen lebensbereichen.
und für mich liegt darin ja ein teil des vorsprungs der mädchen heute vor den jungen begründet. denn da die mädchen sich in ihren gesellschaftlichen rollen immer auch mit emanzipation beschäftigt haben, jedenfalls auf die eine oder andere weise damit konfrontiert sind, haben sie ein ganz anderes veränderungspotential entwickeln können als die jungen (mit ihren bröckelnden selbstgewißheiten).
ob für die umsetzung dieser aufbruch- und unabhängigkeitsstimmung eine bewegung notwendig ist, oder ob dieser zeit nicht eine netzwerk-, gruppen- oder individuelle antwort erforderlich ist, kann man natürlich unterschiedlich beurteilen.
bei meinem verständnis liegen eher letztere optionen nahe.
07.05.2008 - 22:32 Uhr
no_twist
ich bin mir sicher, wenn das nicht immer ständig überall thematisiert würde.... wär die "integration" von frauen im berufs - und sonstwasleben gar kein diskussionsthema mehr, sondern das normalste was es gibt?
Guter Artikel. warum das allerdings unter dem Thema sex steht, verstehe ich nicht.
no_twist sagte:
leute. feminismus ist zum größten teil ein problem das sich fraen selbst machen.
ich bin mir sicher, wenn das nicht immer ständig überall thematisiert würde.... wär die "integration" von frauen im berufs - und sonstwasleben gar kein diskussionsthema mehr, sondern das normalste was es gibt?
ok: nein.
wir lösen keine Probleme, indem wir sie ignorieren. wenn nie jemand drüber spricht, sich nie über irgendwas beschwert, dann belassen wir alle Missstände so wie sie sind. und eine Revolution war noch nie still. ich meine, das ist so, wie als wenn ich, natürlich überspitzt sagen würde: wenn wir nicht ständig über Hunger in Afrika reden würden, würde es denen da schnell besser gehn. passt natürlich nicht ganz, uns ist der Hunger in Afrika ja eigentlich wurscht, aber ich schweife noch mehr vom Thema ab als eigentlich.
Der Feminismus ist (vorsicht, meine Meinung) eine völlig angemessene Emanzipationsbewegung, die ja sogar logisch aus der korrekten Wahrnehmung von Ungerechtigkeit entstanden ist.
Aber.. eigentlich ist DAS ja gar nicht Thema.
Eigentlich hatte ich noch einen viel längeren Text, auch zum Thema, der war super... und jetzt ist er weg, scheisse (und Arminia hat auch verloren...).
aber: kompliment: ein gutes mittel um zu provozieren oder so.
aber solang das immer und überall breitgetreten wird, wird das auch nicht besser.
das ist wie mitm klimaschutz. labern labern labern.
aber davon wir wohl kaum was besser.
mh. ich verwende keine eigetnlichs.
07.05.2008 - 23:21 Uhr
no_twist
BINGO!
no_twist sagte:
ich sag doch nicht: ignorieren.
aber: kompliment: ein gutes mittel um zu provozieren oder so.
aber solang das immer und überall breitgetreten wird, wird das auch nicht besser.
das ist wie mitm klimaschutz. labern labern labern.
aber davon wir wohl kaum was besser.
mh. ich verwende keine eigetnlichs.
ok, ich geb mich damit zufrieden, dass du das so gemeint hast ;)
was genau meinst du aber mit der Provokation? das Thema Feminismus?
...
07.05.2008 - 23:29 Uhr
no_twist
aber nicht um der emanzipation willens sondern um karriere zu machen.
oder kam das sogar so schon im text vor?
no_twist sagte:
ich find halt auch frauen wie die autorinnen sind frauen die gerne auf son zug aufspringen um sich irgendwie chancen zu ermöglichen...
aber nicht um der emanzipation willens sondern um karriere zu machen.
oder kam das sogar so schon im text vor?
hm, das sehe ich nicht so. ich denke schon, dass das Buch in erster Linie als Teil der Diskussion gedacht ist. Der Verdacht, einen Medienhype zu forcieren steht natürlich immer im Raum.
habs aber auch nicht gelesen. naja, ich sehs halt nicht so..
und sagt, mir steht das auch zu.
wenn nun diese sog. mädchenfeministinnen als lobbyistinnen ihrer peergroup dargestellt, dann mag das vielleicht nicht völlig unpassend sein, wer jedoch behauptet, dass der als vergleich herangezogene bauernverband jedoch erfolglos wäre, der verkennt schlicht die realitäten.
und mehr sex als herr sonnleitner und seine mistgabelamigos haben die alphamädels alle mal. wenn sie also nur halbsoviel erfolg haben sollten, dann haben sie dem feminismus einen besseren dienst erwiesen als diese ewig nölenden provinzemanzen, die zwar die reine lehre predigen, gleichzeitig jedoch für die bildzeitung als werbebanner fungieren.
wer dazu nun 'the swan', eine der erfolglosesten sendungen im prekariats-tv überhaupt, als mutigen beweis für die emanzipatorische notwendigkeit von frau roches feuchbiotop heranzieht, dessen erste 30 seiten ich übrigens extrem amüsant finde, der/die/das hat vermutlich nicht wirklich begriffen, dass die globale gunst der stunde uns lehrt: hegels knecht ist so out wie camus sisiphos! und deshalb überhaupt nicht mehr tauglich im emanzipations diskurs der gegenwart.
und übrigens: ein minimum an körperhygiene hat, bei allem amusement über charlotts text, auch die emanzipation voran gebracht. wer das verkennt, der sollte die geschichte der emanzipation besser noch einmal von anfang an studieren.
und ... wer am ende dann noch schönheitschirurgie mit hygiene gleichsetzt, der/die/das sollte ernsthaft darüber nachdenken, ob er/sie/es nicht doch lieber im kloster der verflossenen ideologien darüber meditieren will, dass auch vor 30 jahren nicht alles gold war was glänzte.
Sehr guter Artikel in dem alles steht was man wissen muss, um die Accessoire-Feministinnen vergessen zu können.
Cheers!
Der Commodore
no_twist sagte:
ich bin mir sicher, wenn das nicht immer ständig überall thematisiert würde.... wär die "integration" von frauen im berufs - und sonstwasleben gar kein diskussionsthema mehr, sondern das normalste was es gibt?
Das stimmt auch, siehe Länder die keine 68er hatten. Ausserdem ist das angenehme dort, dass es solche Diskussionen und erfundenen Konflikte dadurch per se schon gar nicht gibt. Es ist ein Phänomen dass speziell nur in einigen wohlhabenderen Lädern auf Luxusdenken-Mist gewachsen ist.
synthie_und_roma sagte:
mal ein rechtes wort zum thema. feminismus als begriff ist ungefähr so sexy wie holocaust.
ähem. Hüstel.
08.05.2008 - 10:22 Uhr
sebastian-mraczny
Und denkt irgendwer hier wirklich, dass modisch sei und nur spaßig, sich in die Öffentlichkeit zu stellen und sich von allen Seiten anpöbeln zu lassen, weil man sagt: Ich bin Feministin und in diesem Land herrscht noch lange keine Gleichberechtigung?
Genau das passiert nämlich seit Wochen, und auf einmal heißt es: Die machen das doch nur, weil sie sich dabei cool vorkommen...
*dieweltnichtmehrversteh*
MisterJones
Ja, aber dafür ist noch ein Riesenhaufen Welness-Mist zusätzlich dabei. Die Themen die Du aufgezählt hast scheinen da nur als das obligatorische Pflichtprogramm drin zu sein, um den Rest auch als "Teil der Sache" verkaufen zu können.
Und nochmal: Was ist Wellness-Feminismus? Sich von Dir anpöbeln zu lassen, weil das so entspannend ist? Denkst Du nicht, Deine "leben-und-leben-lassen"-Einstellung ist entspannender, trägt mehr zum Wohlfühlen bei? Dann hat man ja seine Ruhe.
08.05.2008 - 11:59 Uhr
__xxx__
Als beispiel wurde mal in einem Artikel angeprangert dass Frauen die Kinder bekommen und dadurch aus dem Berufsleben für 3 Jahre aussteigen, trotzdem Lohnerhöhungen und Aufstiegschancen effektiv gesehen geschenkt bekommen sollten als ob sie die ganze Zeit gearbeitet hätten, obwohl sie abwesend waren und denen die entsprechenden Leistungen und Erfahrung fehlen. Und vieles andere, fast ausschließlich so gesponnene Ideen die alles andere als gerecht sind, geschweige denn dass man da je von einer Gleichberechtigung reden könnte.
BINGO.
ich sehe wir verstehen uns.
Und wer Diskriminierung im Berufsleben nicht erkennt, ist einfach blind oder arbeitet in der perfekten Firma. Ein Beispiel: Eine Bekannte arbeitet im selben Laden wie ihr Freund. Beide wurden befördert, nur wenige Monate nacheinander, auf die identische Position (Redakteur/in). Er bekam 1000 Euro mehr. Sie geht zum Geschäftsführer, fragt: Warum? Der sagt: Na, du kannst ja jederzeit schwanger werden.
Ist das gerecht? Nein. Auch uns Männern gegenüber. Wenn ich ein halbes Jahr Auszeit nehmen will für ein Kind, werde ich als Softie ausgelacht.
Leben und leben lassen funktioniert für dich vielleicht, weil du genau innerhalb der Normen läufst. Wenn jemand das nicht tut, läuft er auf.
__xxx__ sagte:
Das stimmt auch, siehe Länder die keine 68er hatten. Ausserdem ist das angenehme dort, dass es solche Diskussionen und erfundenen Konflikte dadurch per se schon gar nicht gibt. Es ist ein Phänomen dass speziell nur in einigen wohlhabenderen Lädern auf Luxusdenken-Mist gewachsen ist.
also bitte, welche Länder?
MisterJones sagte:
@__xxx__ Der Begriff Wellness ist und bleibt Unsinn. Wenn sich jemand öffentlich hinstellt und für etwas eintritt, macht er/sie das nicht, weil er/sie ein schönes rosa Leben haben will. Das suggeriert Wellness aber.
Aber sicher, genau das wollen die Damen bezwcken, siehe mein Beispiel oben. Ist nur eines der vielen.
08.05.2008 - 12:35 Uhr
__xxx__
08.05.2008 - 12:35 Uhr
__xxx__
08.05.2008 - 12:37 Uhr
__xxx__
syno sagte:
also bitte, welche Länder?
USA, Deutschland, UK, Skandinavien. Schweden ist bei weitem das schlimmste Beispiel, da ist er schon über die Grenzen des gesunden Menschenverstands ausgeartet:
http://blog.zeit.de/sex/?p=475
08.05.2008 - 12:38 Uhr
__xxx__
08.05.2008 - 14:40 Uhr
__xxx__
__xxx__ sagte:
Denn für was kämpfen die sonst? So ziemlich alle Ziele für die Feministinnen damals gekämpft haben sind längst erreicht. Wir haben eine wirkliche Gleichberechtigung im Land
Na ja, dann willst du es eben nicht sehen. Von Gleichberechtigung kann keine Rede sein. Siehe mein Beispiel vorher, das du wohlwissend umschifft hast:
"Ein Beispiel: Eine Bekannte arbeitet im selben Laden wie ihr Freund. Beide wurden befördert, nur wenige Monate nacheinander, auf die identische Position (Redakteur/in). Er bekam 1000 Euro mehr. Sie geht zum Geschäftsführer, fragt: Warum? Der sagt: Na, du kannst ja jederzeit schwanger werden."
Die meisten Beschäftigten sind eh nach Tarif bezahlt und dieses unterscheidet definitiv nicht zwischen den Geschlechtern. Und z.B. in meiner Firma (ein Sportwagehersteller) haben wir in vielen Positionen fähige Damen, sogar in der Geschäftsführung.
-Ich glaube an Zahlen, die belegen, dass Frauen immer noch ein Viertel weniger verdienen als Männer (ich hoffe, das war die richtige Zahl...), und du nicht.
-Was ich für die Regel halte, betrachtest du als Ausnahme.
-Wenn ich als Mann von Vorgesetzten ausgelacht werde, weil ich Elternzeit will, ist es dir wohl egal, weil du erwartest, dass die Frau sich um das Kind kümmert.
Ein bisschen habe ich aber trotzdem die Hoffnung, dass meine Vorstellung von einer gleichberechtigten Welt die Zukunft ist. Und ich freu mich über Menschen, die öffentlich und mit eigenem Gesicht und Namen dafür streiten. Wie die Alphamädchen.
__xxx__ sagte:]http://blog.zeit.de/sex/?p=475
syno sagte:
also bitte, welche Länder?
USA, Deutschland, UK, Skandinavien. Schweden ist bei weitem das schlimmste Beispiel, da ist er schon über die Grenzen des gesunden Menschenverstands ausgeartet:
[link=http://blog.zeit.de/sex/?p=475
nein, ich meinte natürlich die Länder in denen, wie not_wist es ausdrückt die "'Integration' von Frauen das normalste auf der Welt".
am Rande finde ich es befremdlich, dass sich zu diesem Thema nur Männer äußern. obwohl ich es sehr wichtig finde, es sogar eine der wenigen Sachen ist, für die ich mich tatsächlich einsetzen würde. ich lass es dann auch dabei. aber diese Länder, die würde ich gerne kennen.
08.05.2008 - 15:07 Uhr
syno
Ich erwarte überhaupt nicht dass sich die Frau um das Kind kümmert, wie kommst denn darauf? Tatsache ist, dass es meistens so ist in der Praxis, weil Frauen das ja wollen. Es wäre ja traurig wenn egal welches Elternteil die Sorge um das Kind nur als eine lästige Pflicht oder Karrierebremse ansieht.
Deine Vorstellung teile ich absolut, nur unterscheiden sich unsere Denkweisen was die vorgehensweise angeht.
08.05.2008 - 15:16 Uhr
__xxx__
Und da ich dort gelebt habe, kann ich aus erster Hand sagen, dass die Menschen dort in Beziehungen ein viel glücklicheres Leben führen und viel freundlicher miteinander umgehen. Hier dagegen werden mit Fleiß Probleme erschaffen wo keine sind.
__xxx__ sagte:
syno: so ziemlich der ganze Ostblock und Südeuropa zum Beispiel.
Und da ich dort gelebt habe,
sorry, dass ich meine Ankündigung selbst nicht ernst genommen habe. aber das muss einfach sein:
ich lebe in Spanien. und was du erzählst hat mit der Realität einfach mal gar nichts zu tun.
Sevilla gehört, auch wenn sie im großen und ganzen eher konservativ ist, zu den weltoffeneren Städten, so gibt es hier zum Beispiel eine große Homosexuelle Gemeinde, eine aktive Studentenschaft und Frauenverbände. tja, kein Scheiss. und das ist deshalb notwendig, weil das Machotum (das eine lange Geschichte ist) immer noch sehr weit verbreitet ist.
wie gesagt, Sevilla ist eher offen. Fahr mal in die Extremadura.
In Spanien ist Abtreibung übrigens verboten, was hältst du davon (in Malta übrigens eben so)?
und das mit der Abtreibung habe ich, meine Schuld, falsch ausgedrückt:
sie ist nicht verboten, die Gesetzeslage ist allerdings um einiges strenger als z.B. in Deutschland. So gibt es eine legale Abtreibung nur, wenn akute Gefährdung vorliegt, die Schwangerschaft durch eine Vergewaltigung hervorgerufen wurde.
08.05.2008 - 19:58 Uhr
syno
warum ausgerechnet im label sex? warum unter macht oder leben, von mir aus auch bei job.
aber ich finde es ausnehmend sexistisch, dass, nur weil es um frauen geht das unter sex steht. ginge es um eine antirassistische emazipatorische bewegung (falls man feminismus überhaupt in diese richtung einordnen kann) wäre es keine frage, dass es unter macht stünde. geht es den alphamädchen nur um sex?
_charlotte_ sagte:
geht es den alphamädchen nur um sex?
Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Wohl nicht nur. Vielleicht wissen die das aber selber nicht, wenn sie einerseits so auf dem Thema herumreiten, wie in den oben im Text zitierten Kapitelüberschriften, z.B. "Feminismus macht sexy". Andererseits meinte Meredith Haaf aber neulich in einem Interview: "Sexyness ist so unwichtig." Na, was denn nun?
das ist wirklich eine totale scheisse, so eine ansage. rosapunde milcher für pseudoleute? kotze gleich











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07.05.2008 - 20:03 Uhr
synthie_und_roma
mal ein rechtes wort zum thema. feminismus als begriff ist ungefähr so sexy wie holocaust.
wer das nutzt und einfach nur ein neues adjektiv davor setzt, hat einfach schon verloren. wie eben die neue alphamädchen.