Vom Schreiben oder Liegenbleiben...
Leider kann ich nicht so schreiben wie ihr. Ihr, die ihr eine Sprache verwendet, die Bilder im Kopf entstehen lassen. Bilder, die sich aneinander reihen, zu einem Film, der während des Lesens anfängt zu spielen und bis zum letzten Satz bestehen bleibt. Der sogar oftmals einen bleibenden Eindruck hinterlässt und man ihn sogar noch Tage danach im Kopf hat. Nein...so schreibe ich wahrlich nicht. Meine Texte...sie sind stümperhaft und aufgesetzt. Sie gehen mir nicht flüssig aus den Fingern, so wie Euch. Ich überlege. Grüble. Denke darüber nach, wie ich es anders schreiben könnte. Verwerfe Gedanken. Schmeiße Ideen wieder weg. Zerknülle sie wie ein Blatt Papier und entfalte sie wieder, um sie schließlich doch zu verwenden, da mir einfach nichts Besseres einfällt. Und doch versuche ich es. Immer wieder aufs Neue. Gebe nicht auf. Und werde doch immer nur wieder auf’s neue enttäuscht. Fällst Du sieben Mal um, so stehe achtmal auf, lautet ein japanisches Sprichwort. Doch was, wenn man nicht mehr aufstehen kann? Wenn man einfach nur mehr den Wunsch hat, liegen zu bleiben? Einem die Kraft fehlt, sich wieder und immer wieder aufzurappeln? Darf man liegen bleiben? Sich selbst aufgeben? ...- Irgendwas fehlt immer 24.04.2012
- Verzichten 17.04.2012
- Riu 14.04.2012
- Hätte, wäre 22.01.2012
- Prokrastination, oder: Der Typ, der da mal war. 21.01.2012
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teils sind andere, die sogar bücher herausgeben aufgesetzter als du.
akzeptiere sie, so wie sie ist.
du schreibst, drückst dich aus, zeigst was dich bewegt.
das ist alles sehr viel wert.
glaube an dich.
(und du weisst nicht, wer wie lange an einem text schreibt und was wie echt ist, es ist nicht alles nur immer so wie es scheint.)
und bleibt liegen
aber irgendwann
wird das langweilig
und man steht wieder auf
Oder, wenns wirklich nicht anders geht. Aufstehen und gehen. Etwas neues suchen.
Kämpfen kann man, aber man muss es nicht um jeden Preis tun. Denke ich zumindest.
30.04.2008 - 20:25 Uhr
seleukos
Ich denke, das Gefühl kennt jeder. Und ja, es gibt natürlich Menschen, die besser schreiben, als andere. Wird es immer geben. Ich war auch schon oft verzweifelt, wenn ich einen dieser Texte gelesen habe, die so wahnsinnig mächtig wirken, Bilder enstehen lassen, die ich nie hervorrufen könnte und ich finde meine Formulierungen mehr als oft einfach nur erbärmlich schlecht. But you can be no more, no less than you are (sorry for the Anglizismus, Englisch-Abi Einfluss ^^). Das zu akzeptieren hilft zumindest mir, einfach zu schreiben, hauptsächlich für mich. Denn meistens machts mir einfach Spaß und hilft, Dinge zu verarbeiten. Wenns jemand lesen will, gut, freut mich sehr. Wenn nicht, auch egal. Allein die Tatsache dass da etwas ist, reicht und ist an sich schon wertvoll.
(Und ich lese deine Texte gern.)
Außerdem: Lara_star hat vollkommen Recht. Hinzufügend: Manchmal kann man es auch genießen, liegenzubleiben. Manchmal muss man sich einfach eine Weile erholen und man sollte sich nicht zwingen, gleich wieder aufzustehen, sich nicht unter Druck setzen (lassen). Jeder hat das Recht, auch mal schwach zu sein. Aber egal wie masochistisch man ist, irgendwann wird jeder Boden zu kalt um liegenzubleiben ^^
Eithne sagte:
Du denkst nicht wirklich, andere schreiben Texte einfach so aus dem Stegreif, ohne sich Gedanken zu machen, ohne Ideen zu verwerfen und wieder aufzugreifen, ohne ewig zu grübeln und unzufrieden zu sein mit dem was da steht.
so ist es.
01.05.2008 - 12:17 Uhr
sonnigerdonnerstag
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30.04.2008 - 08:48 Uhr
tetraHC