29.04.2008 - 19:30 Uhr

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Weniger Fleisch

Text: anne-henneken - Illustration: Katharina Bitzl

In der Grün&Gut testet Anne Henneken, Produktredakteurin bei
utopia.de, einmal in der Woche ökologische Produkte und Dienstleistungen. Heute geht es um die Wurst

Ausgerechnet ein Film über Fisch bringt mich dazu, meine Fleischgelüste ernsthaft zu überdenken. Auf Arte wurde der preisgekrönte Film „Darwins Alptraum“ wiederholt. Darin geht es um den Viktoriabarsch – einen so genannten Edelfisch, der in Europa und Japan sehr beliebt ist. Dieser Raubfisch lebt in einem See, in den er nicht hineingehört, und wird von Menschen gefischt, die ihn sich selbst nicht leisten können. Weil er ihnen alle Fische aus See, also ihre Nahrung wegfrisst, müssen sie hungern, sich prostituieren und übrig gebliebene, mit Maden durchsetzten Fischskelette aus den Fabriken essen. Jeder Mensch mit einem Hauch von Gewissen wird nach diesem Film nie mehr Viktoriabarsch essen. Mir hat der Film vor allem vor Augen geführt, dass Tiere für sehr viele Menschen vom Nahrungslieferanten zum bedrohlichen Nahrungskonkurrenten geworden sind. Jetzt, wo wieder weltweite Hungerkrisen drohen, kann ich nicht länger ignorieren, dass mein Appetit auf Fleisch schuld daran ist, dass andere Menschen hungern müssen.
Rein rational betrachtet sollte man natürlich sofort aufhören, Fleisch zu essen: Allein das Hungerproblem und Morden von Tieren, das Elend der Massentierhaltung, die Rückstände von Arzneimitteln und Wachstumshormonen, die ekelhaften Gammelfleischskandale, BSE (kein Rind), Vogelgrippe (kein Hühnchen), Separatorenfleisch, das riesige Angebot an Appetitverderber-Literatur. Trotzdem fällt es den meisten Menschen ziemlich schwer, mit ihren im wahrsten Sinne eingefleischten Gewohnheiten zu brechen und die Finger von saftigen Filetsteaks, schnellen Burgern, Wurst und Schinken zu lassen. Gegen das Verlangen hat der Verstand manchmal verdammt wenig Chancen. Neben der lieben Moral gibt’s aber auch ökologische Probleme. Fleisch frisst nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch jede Menge Land und Energie. Denn der größte Teil der Fleischproduktion ist enorm ineffektiv: man bekommt viel weniger raus, als man reingefüttert hat. Trotzdem ist die globale Fleischproduktion seit 1950 um 500 Prozent gestiegen! Gerade für die Entwicklungsländer ist das kein Spaß. Immer mehr Getreide wandert in die Mägen der Tiere und fehlt auf den Tellern der Bauern, die es anbauen. Über ein Drittel der Weltgetreideernte wird heute an Tiere verfüttert, um Fleisch, Milch und Eier zu produzieren. Pro Kilo Rindfleisch müssen 10 Kilo Getreide verfüttert werden und 100.000 Liter Wasser (zum Vergleich: um ein Kilo Kartoffeln zu produzieren braucht man 500 Liter Wasser, für ein Kilo Sojabohnen 2000 Liter.). Wie schneidet eigentlich Biofleisch bei so einer Rechnung ab? Für die Umwelt ist die Produktion zwar weniger belastend als Massentierhaltung und man braucht auch weniger als die Hälfte an Energie zur Produktion. Allerdings stellt sich die Frage, ob Biofleisch in Sachen „Nahrungsmittelkonkurrenz“ nicht sogar schlechter wegkommt, da die Tiere viel hochwertigeres Futter als die aus der Massentierhaltung bekommen. Sicher dagegen ist, dass trotz des angeblich schädlingsresistenten Wundersaatguts vom amerikanischen „Biotechnologie“-Konzern Monsanto weltweit 10 Billionen Tonnen synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Stoffe, die irgendwann im Grundwasser und in den Flüssen landen und Ammoniak freisetzen und der Welt reichlich sauren Regen bescheren.
Was man den ganzen Sonntagsbraten und knusprigen Grillwürstchen leider auch nicht ansieht: Die Fleischproduktion ist für mindestens 10% der Treibhausgase verantwortlich – nicht nur weil die Rinder Methan pupsen, sondern weil jede Menge Erdöl nötig ist, bis man ein Stück Fleisch zwischen den Zähnen hat: für die Trecker und Landwirtschaftsmaschinen, für die Herstellung der künstlichen Dünger und auch für die ganzen Transporte von Futter und Vieh. Alles in allem muss man zugeben, dass Vegetarier wohl das grünere Gewissen haben dürfen. Weniger Fleisch auf dem Teller heißt jetzt der erste wichtige Schritt – auch um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Morgen probiere ich Tofuwürstchen, versprochen.


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puster
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Mag ich Mag ich nicht

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29.04.2008 - 20:36 Uhr
puster

erstaunlich wie lange sich mythen halten.

http://www.welt.de/print-welt/article688...

du kannst also ruhig weiter victoriabarsche und natürlich auch steaks essen.

Shinaozi
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Mag ich Mag ich nicht

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29.04.2008 - 20:41 Uhr
Shinaozi

Im biologischen Landbau sind Tiere Teil eines natürlichen Kreislaufs, verwerten Reste, liefern organischen Dünger und überdies sind auf peripheren Flächen (Bergweiden, Steppen etc.) kein Acker- und Gartenbau möglich, also Weidewirtschaft die einzige Möglichkeit der Nahrungsmittelproduktion.

Alles andere (Intensive Fleisch, Eier und Molkereproduktion) ist, in der Tat, makaberer Luxus, den sich die Hochlohnländer auf Kosten vom Rest der Welt leisten. In der Zeit stand mal eine Rechnung, nach der die Erde 9 Milliarden vegetarisch lebende Inder ernähren kann, aber nur knapp 2 Milliarden carnivore US-Bürger.

ich_schlampe_bin_muede
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29.04.2008 - 20:42 Uhr
ich_schlampe_bin_muede

Dieses aufdringlich moralisierende Zeigefingerwedeln kommt mir irgendwie vage bekannt vor. Ach ja. Warum sind Eiferer immer so unoriginell?

cougarten
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29.04.2008 - 20:54 Uhr
cougarten

dises kindische "grün" fuckt....

aber gute Sache vegetarisch zu leben, jupp.

Shorebilly
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29.04.2008 - 20:56 Uhr
Shorebilly

Wenn man besonders dreist waere koennte man ja auch einfach mal schauen, welches denn die Laender mit den mit Abstand hoechsten Bevoelkerungszuwachsraten sind, um den Ursachen dieser sogenannten Hungerkrise auf den Grund zu gehen...

Aber wie gesagt, das waere ja besonders dreist.

puster
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Mag ich Mag ich nicht

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29.04.2008 - 21:34 Uhr
puster

Alles andere (Intensive Fleisch, Eier und Molkereproduktion) ist, in der Tat, makaberer Luxus, den sich die Hochlohnländer auf Kosten vom Rest der Welt leisten.


ja, so hochlohnländer wie china und indien zum beispiel.
http://www.zeit.de/2005/43/G-Agrar-Rohst...

der_ingenieur
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29.04.2008 - 23:35 Uhr
der_ingenieur

>> Dieser Raubfisch lebt in einem See, in den er nicht hineingehört, und wird von Menschen gefischt, die ihn sich selbst nicht leisten können.
Dann sollte der Fisch wohl besser in einem Aquarium gehalten werden, und den Menschen mehr Lohn bezahlt werden. Ist es moralisch verwerflich, dass Arbeiter ein Produkt herstellen, dass sie sich selbst nicht leisten koennen? Muss sich jeder Mitarbeiter z.B. bei Mercedes Benz einen solchen leisten koennen?

>>Jetzt, wo wieder weltweite Hungerkrisen drohen, kann ich nicht länger ignorieren, dass mein Appetit auf Fleisch schuld daran ist, dass andere Menschen hungern müssen.
Das erste Beispiel handelte von Fisch, aber das nur am Rande.


>>Neben der lieben Moral gibt’s aber auch ökologische Probleme. Fleisch frisst nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch jede Menge Land und Energie. Denn der größte Teil der Fleischproduktion ist enorm ineffektiv: man bekommt viel weniger raus, als man reingefüttert hat.
Ebenso die Produktion von Biosprit -- sie ist nach exakt den gleichen Kriterien moralisch verwerflich.

>>zum Vergleich: um ein Kilo Kartoffeln zu produzieren braucht man 500 Liter Wasser, für ein Kilo Sojabohnen 2000 Liter.
Und fuer Gensoja und Gen-Raps, der fuer trockenere Anbaugebiete optimiert wurde?


>>Sicher dagegen ist, dass trotz des angeblich schädlingsresistenten Wundersaatguts vom amerikanischen „Biotechnologie“-Konzern Monsanto weltweit 10 Billionen Tonnen synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Stoffe, die irgendwann im Grundwasser und in den Flüssen landen und Ammoniak freisetzen und der Welt reichlich sauren Regen bescheren.

Fleisch waechst auf Feldern? Was ist mit denen, die ausschliesslich Pflanzen essen?

Polemischer Artikel, widerlich.

MorbusBahlsen
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29.04.2008 - 23:44 Uhr
MorbusBahlsen

anne-henneken sagte:
Trotzdem ist die globale Fleischproduktion seit 1950 um 500 Prozent gestiegen!

Suggeriert, suggeriert was genau?
Die Weltbevölkerung ist seither um 160% gestiegen. Der Fleischkonsum pro Kopf in Deutschland sinkt stetig leicht nach unten seit 1985 und ist von 1950 bis 1985 um etwa 150% gestiegen, und danach eben nicht mehr. In den Schwellen- und Entwicklungsländern stieg der Konsum um ein Vielfaches gegenüber den Industrieländern der Welt.

anne-henneken sagte:
Pro Kilo Rindfleisch müssen 10 Kilo Getreide verfüttert werden und 100.000 Liter Wasser (zum Vergleich: um ein Kilo Kartoffeln zu produzieren braucht man 500 Liter Wasser, für ein Kilo Sojabohnen 2000 Liter.).

Ein Kind das mit Baumwollwindeln gewickelt wird, braucht in den ersten beiden Lebensjahren mehr als das. Für das Kilo Brathähnchen genügen 3500 Liter. Außerdem, das Wasser ist ja nicht weg, es wird woanders ja wieder ausgeschieden und kommt wieder zurück ins System. Und wir reden hauptsächlich von Regenwasser.

anne-henneken sagte:
Wie schneidet eigentlich Biofleisch bei so einer Rechnung ab?

Ja genau - wieviel Wasser braucht denn das Bio-Rind eigentlich?

anne-henneken sagte:
weltweit 10 Billionen Tonnen

Eindrucksvolle Zahl, wieviel Tonnen Ammoniak werden da freigesetzt? Und wie vergleichen sich die Bio-Düngemittel in Gewicht und Ammoniak-Schädlichkeit?

Obwohl ich den Ansatz des Artikels unterstützen kann, schon alleine mit dem einen Argument, dass das Kilo Fleisch 1950 noch 1,8% des Durchschnittsnettoverdienstes ausgemacht hat, während er 2002 nur noch 0,3% betrug. Die 1,5% werden in Fliegern und Autos verflogen, die wesentlich schädlicher sind. Aber das fand im Artikel genau wie der hierzulande gleichbleibende Fleischkonsum keine Erwähnung.

Es bleibt zurück die Matschschlacht mit wild quotierten Zahlen, die einfach nur eines sollen: suggerieren aber sicher nicht umfassend aufklären.

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29.04.2008 - 23:46 Uhr
MorbusBahlsen

Journalismus 2.0?

nestroy
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30.04.2008 - 00:04 Uhr
nestroy

GRÜN dir deine meinung !

frau hennekens rubrik ist die mit abstand fadeste auf jetzt.de.
man weiß schon was man alles zu lesen bekommen wird: der westen, die männer, die fleischesser, die autofahrer - alle sind schlecht und schuld am drohenden weltuntergang, mindestens aber an aller ungerechtigkeit auf der welt. schlechtes gewissen to go - wie öde.
frau henneken, mit verlaub: wo waren sie die letzten 30 jahre ?
club of rome-berichte auswendig lernen ?

riesenherz
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30.04.2008 - 00:20 Uhr
riesenherz

Danke, Anne.***
Der Artikel ist richtig und auch wichtig, wie ja die meisten Kommentare auch belegen. Denn interessant ist doch, wie sehr einfache Rechnungen, Zusammenhänge gleich das schwere Geschütz auf den Plan rufen. Ein Psychologe könnte da eine Menge Zusammenhänge erkennen.

Eine kleine Geschichte: wir sind Anfang der 80er Jahre in der (damals noch sogenannt: )"Dritten-Welt"-Bewegung zum Verzicht auf Fleisch und Wurst gekommen. Das waren noch Anfeindungen, egal, ob wir nichts sagten, nur erklärten, warum wir kein Fleisch essen wollten, oder ob wir auf gezielte Fragen antworteten (btw: das Verhältnis eingesetztes Getreide zu erzieltem Fleisch ist bei Geflügel noch schlimmer 1:16). Nach 25 Jahren ist die Elterngeneration von damals längst auch bei Einschränkung und Verzicht gelandet, weil ja der Arzt...

Aber wichtiger: offenbar wird die Frage, ob man denn zugunsten einer besseren Getreideversorgung der Welt nicht auch mal auf Fleisch und Wurst verzichten könne, noch immer wegen einer moralischen (und vorwiegenden Selbst-) Bewertung des Fleischessers persönlich genommen.
Und man kann eines vermutlich vorhersagen: irgendwann wird genau diese hochmoralische Zurückweisung eines jeden Zweifels am so schönen, selbstgefälligen, reichen Lebensstil auch von den Hungernden dieser Welt persönlich genommen werden.

Maysens
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30.04.2008 - 02:41 Uhr
Maysens

Alles gut und schön in dem Artikel.
Aber es schadet auch nicht mal einen Schritt weiter zu denken...

Kann man denn auf tierische Produkte verzichten?
Die Frage ist noch in keinster Weise geklärt. Meiner persönlichen Ansicht nach eher nicht.

Ohne Fleisch würden wir noch auf Bäumen rumklettern, soviel steht fest. Inwiefern Fleisch für den heutigen Menschen von Bedeutung ist, ist natürlich wieder ein anderes Thema.

MorbusBahlsen
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30.04.2008 - 02:46 Uhr
MorbusBahlsen

Grad kommt mir wieder in den Sinn... 60kg Hackfleisch... und das bekommt eine ganz neue Dimension im Moment (wer ekelhaftes nicht mag, sollte wirklich ernsthaft erst gar nicht danach suchen, es ist richtig ekelhaft).

Shinaozi
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30.04.2008 - 06:05 Uhr
Shinaozi

Wow, das Öko-appeasement geht wohl nicht so bald unter.

Kleine Nebenbemerkung zum Gen-Soja: Verbreiteste Sorte ist Round-up ready, die weder gegen irgendwelche Schädlinge, noch gegen Trockenheit resistent ist, sondern gegen Round-up, ein Herbizid. Das bedeutet, dass man nicht nur vor, sondern auch während der Pflanzung das Feld mit Chemikalieneinsatz von Nahrungskonkurrenten der Feldfrucht befreien kann. Das ist komfortabel, aber nicht sehr nachhaltig, eben wegen Rückständen im Boden und dem hohen Energieaufwand bei der Herstellung der Herbizide. Aber es ist eben gutes Cross-marketing. Ein teures Saatgut, mit dem man gleich noch ein Pflanzenschutzmittel verkaufen kann.

Bisher tragen also GVO Mais, Soja, Raps, Reis, Baumwolle etc. nicht wirklich zur Ausdehnung der Anbaugebiete oder zum verminderten Verbrauch von Ressourcen bei, sondern eher noch zur Intensivierung der Landwirtschaft.

afrirali
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30.04.2008 - 06:30 Uhr
afrirali

"Jetzt, wo wieder weltweite Hungerkrisen drohen, kann ich nicht länger ignorieren, dass mein Appetit auf Fleisch schuld daran ist, dass andere Menschen hungern müssen."

Es ist wohl eher deine Ablehnung von Gen-Food oder die Agrar-Politik deiner EU, die dafür sorgt, dass Millionen Menschen auf der Welt hungern müssen. Aber von wirtschaftlichen Zusammenhängen verstehst du ja eher nichts.

dem_osten_so_nah
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30.04.2008 - 09:14 Uhr
dem_osten_so_nah

ist für mich nicht umsetzbar. ohne fleisch werde ich nicht satt und das ist kein witz.

voiceofregret
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30.04.2008 - 09:20 Uhr
voiceofregret

cougarten sagte:
dises kindische "grün" fuckt....

aber gute Sache vegetarisch zu leben, jupp.



so sieht`s aus.

smaennchen
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30.04.2008 - 11:00 Uhr
smaennchen

Dafür daß Frau AH soooo grün ist, daß sie gleich eine Kolumne darüber schreiben muß/darf, hat es aber echt lange gedauert, bis sie endlich "Darwins Alptraum" (in der x-ten Wiederholung) gesehen hat - Der ist doch schon uralt! (Trotzdem: Interessanter Film - Keine Frage!)

der_ingenieur
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30.04.2008 - 11:01 Uhr
der_ingenieur

Jetzt.de bietet bei den Redaktionsartikeln eigentlich keinen Mehrwert zur Sueddeutschen oder der Faz, wo man auch nur Kommentare hinterlaesst. Es waere mal cool, wenn sich die Redakteure zu Fragen und Kommentaren aeussern wuerden udn mitdiskutieren.

Guenther_Maria_Juana
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30.04.2008 - 11:13 Uhr
Guenther_Maria_Juana

der_ingenieur sagte:
Polemischer Artikel, widerlich.
Wie immer bei dieser Autorin.
Noch dazu total oberflächlich und schlecht recherchiert. Na ja, was soll man sich da aufregen ...

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30.04.2008 - 11:16 Uhr
Guenther_Maria_Juana

Aber trotzdem gut, dass der Artikel hier steht. Erinnert mich daran, für heute Nachmittag Grillfleisch zu kaufen ...

synthie_und_roma
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30.04.2008 - 12:18 Uhr
synthie_und_roma

Die Kolumne ist eigentlich vorhersehbar wie sonstwas:

die üblichen Verdächtigen werden auf die übliche Weise kritisiert. Ehrlich gesagt habe ich in dieser Kolumne noch nicht einmal irgend etwas gelesen, was ich nicht schon vorher wo anders ähnlich oder exakt so gelesen habe.

Was bedeutet aber Journalismus? Zumindest für mich Erkenntnisgewinn. Wenn man hier aber mit gefährlichem Halbdissen überhäuft wird, fragt man sich, ob solche Artikel dem eigentliche guten Anliegen nicht mehr schaden als helfen.

Außerdem fragt man sich wo jetzt alle diese Weltrettunsexperten plötzlich herkommen. Sei es bei IVY, Utopia oder Reset - reset.de hat eigentlich den gleichen Ansatz wie Utopia.

Ay. legt doch alle Redaktionen zusammen: das spart Strom und viele andere Ressourcen - auf der Sommergrillparty wird dann garantiert nur 1/3 des Fleichses verbraucht. Vom Wasserverbrauch durch weniger Toilettenspülungen mal abgesehen. Und was das an unnötigen Fahrten zu den Redaktionen spart, passt auf keine CO2 Artikel.

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30.04.2008 - 12:20 Uhr
synthie_und_roma

Warum nicht auch ein Frauenmagazin? Reicht doch. Steht doch überall der gleiche Kram drin. Was da an Papier gespart werden kann...Wahnsinn!

Liebe Journalisten: Fangt doch mal bei euch an!

dine
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30.04.2008 - 13:45 Uhr
dine

Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!

voiceofregret
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30.04.2008 - 14:09 Uhr
voiceofregret

dine sagte:
Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!


nein danke, ich mag kein tiermehl.

__xxx__
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30.04.2008 - 14:34 Uhr
__xxx__

Diese hetzerisch-uninformierte Kacke die man in diesem Abschnitt immer wieder mal lesen muss, ufert langsam total aus. Ist nicht mehr lustig. Sogar die Bild kommt mittlerweile informierter und sinnvoller rüber und das ist wirklich eine Schande.

lea2
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30.04.2008 - 14:55 Uhr
lea2

frau henneken sollte sich mal eher was schämen noch nie ein tofu-würstchen gegessen zu haben!
und zu diesem ganzen bioesseskram, sonlange ich im april bio-erdbeeren aus spanien kaufen kann ist diese ganze bio-nummer eh nur trick 17 mit selbstverarschung

DagnyTaggart
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30.04.2008 - 18:04 Uhr
DagnyTaggart

dine sagte:
Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!


genau.

Und an die armen Planzen denkt auch niemand! Ich bin mir sicher, dass alles, was mal Photosynthese getrieben hat, nicht rein ist.

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30.04.2008 - 18:28 Uhr
DagnyTaggart

Weiss die Gute Frau Autorin eigentlich, dass Kuehe duengen?

Bibiane
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30.04.2008 - 19:41 Uhr
Bibiane

es ist schwer aber es ists 100% wert allein fuer dein gewissen..
man gewoehnt sich mit der zeit dran und dann wirds ganz normal.. jeder mensch kann das.. nur leider nehmen sich sehr wenige dazu die muehe..

kulturgut
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30.04.2008 - 19:53 Uhr
kulturgut

riesenherz sagte:
irgendwann wird genau diese hochmoralische Zurückweisung eines jeden Zweifels am so schönen, selbstgefälligen, reichen Lebensstil auch von den Hungernden dieser Welt persönlich genommen werden.


aha, der vorgebliche pazifist riesenherz fantasiert in wirklichkeit heimlich von einer blutigen, höchst gewaltsamen abrechnung mit den reichen dieser welt. dabei sind sie es, die überhaupt erst die voraussetzung dafür schaffen, dass er weltfremden unsinn durch die welt schicken kann.

ich esse sehr wenig fleisch. alle 1-2 wochen mal ein bisschen. aber viel fisch. hat sich einfach als gesund herausgestellt, ich bräuchte es nicht. auf beides hab ich aber lange verzichtet, ich war über 10 jahre lang vegetarier, und zwar sehr konsequent.

tatsächlich tun mir die tiere leid, das ist für mich auch ein starkes argument. ausserdem halte ich zuviel fleisch und milchprodukte einfach für ungesund.

aber der rest, etwa dieser wirklich unglaublich ignorante klimawandel-aberglaube, der auch hier wieder unbeweisbares wie die schädlichkeit der methanwolken zu einer allgemeinverbindlichen ökoreligion aufzublasen versucht, schreckt eben auch jene ab, die vorgeblich treugläubige mitglieder der church of global warming sind.

MorbusBahlsen
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30.04.2008 - 20:27 Uhr
MorbusBahlsen

Wenn alle fast alle Fleichesser auf Fisch umsteigen, ist die Umweltkatastrophe doch noch viel größer. Und etwas "für ungesund halten" ist auch nur ziemlich plakatives Blubbern. Dazu noch der konsequente "ist doch egal was wir tun, die Welt verkraftet das schon seit Millionen Jahren"... mhm... wohl aus einer church of only a few members...

heinz_aus_b
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30.04.2008 - 20:28 Uhr
heinz_aus_b

Mit den Armen fuchtend verteidigen sie ihr Konsumverhalten. Warum tun sie das, wenn es doch (in ihren Augen) richtig ist, was sie tun?

MorbusBahlsen
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30.04.2008 - 20:44 Uhr
MorbusBahlsen

Ich esse doch kein Fleisch... ich esse Wurst, Schnitzel, Steak, Kotelett, Cordon Bleu, Gulasch, ... genau, darum geht es - man soll es genießen!

Aber wer hat denn mit dem ganzen Fleischkäse angefangen? Kaiser Wilhelm? Kaiser Karl? Julius Caesar? Wir sind nun mal eine fleischfressende Spezies, seit jeher. Und wenn's im Verhältnis teurer wäre, würde dem Fleisch auch nicht so sehr das Etikett einer allverfügbaren Massenware anheften.

der_ingenieur
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30.04.2008 - 20:48 Uhr
der_ingenieur

heinz_aus_b sagte:
Mit den Armen fuchtend verteidigen sie ihr Konsumverhalten. Warum tun sie das, wenn es doch (in ihren Augen) richtig ist, was sie tun?

Weil sie eine Allergie auf Moralin entwickelt haben.

heinz_aus_b
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30.04.2008 - 20:53 Uhr
heinz_aus_b

der_ingenieur sagte:
Weil sie eine Allergie auf Moralin entwickelt haben.

Glaube ich nicht.

kulturgut
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30.04.2008 - 20:58 Uhr
kulturgut

MorbusBahlsen sagte:
Wenn alle fast alle Fleichesser auf Fisch umsteigen, ist die Umweltkatastrophe doch noch viel größer. Und etwas "für ungesund halten" ist auch nur ziemlich plakatives Blubbern. Dazu noch der konsequente "ist doch egal was wir tun, die Welt verkraftet das schon seit Millionen Jahren"... mhm... wohl aus einer church of only a few members...


ich halte die fortgeschriebenen auswirkungen des welt-fisch- oder fleisch-verzehrs gleichermaßen für unsinn.

ich halte fisch für besonders gesund. da bin ich mir ausnahmsweise mit weiten teilen der schulmedizin einig. aber wer auch immer das beurteilen möchte sollte nicht die macht dazu haben, seine empfehlungen jemandem aufzuzwingen. auch wenn ich twix und wodka für gesund hielte dürfte das die obrigkeit nichts angehen.

und was klima-wahrheiten angeht...da entscheiden nicht mehrheiten über lug und trug, sondern das kann das klima ganz für sich alleine. wenn wir uns kollektiv und ohne not ein globales klima-regime verkaufen lassen...okay. aber ich werde im rahmen meiner möglichketen dagegen argumentieren, solange man dafür nicht eingesperrt wird.

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30.04.2008 - 21:01 Uhr
kulturgut

heinz_aus_b sagte:
Mit den Armen fuchtend verteidigen sie ihr Konsumverhalten. Warum tun sie das, wenn es doch (in ihren Augen) richtig ist, was sie tun?


ich verteidige ich es gar nicht. schlachthöfe sind ne furchtbare angelegenheit, keine frage.

aber bei ökogläubigen ist der ruf nach der obrigkeit nie weit. schon heute sehen wir ja, dass der staat seine bildungshoheit missbraucht, um die kinder in den schulen mit einem wirren weltuntergangsaberglauben zu indoktrinieren, der in seinen psycholoigschen wirkungen tausendmal schlimmer sein muss als irgendwelche natürlichen klimaschwankungen.

der_ingenieur
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30.04.2008 - 21:16 Uhr
der_ingenieur

heinz_aus_b sagte:
Glaube ich nicht.


Ich reagiere auf sowas ganz empfindlich. Man moege mir bitte den Respekt entgegen bringen, dass ich meine eigenen Schluesse aus geschilderten Fakten ziehe. Je offensichtlich einseitiger ein Sachverhalt dargestellt wird, desto staerker meine Abneigung. Vor allem wenn wertende Adjektive verwendet werden, mit denen implizit verschiedene Adjektive denen zugesprochen werden, die wagen anderer Meinung zu sein (= Moralin).

Beru
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30.04.2008 - 21:38 Uhr
Beru

soylent green schmeckt immer so verdammt lecker! was zur hölle ist da bloß drin? schmeckt ein bisschen nach chicken..



ich ess fettiges ungesundes fleisch solange ich noch kann. dieses verfettungsgefühl und schlechte gewissen machen doch den thrill beim meckes erst aus. das einzige ereignis, dass mir noch das gefühl der erhabenheit verleiht. seht her! ich kann fleisch essen!!! wusssaaaa! bad boy 4 life...

heinz_aus_b
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01.05.2008 - 02:17 Uhr
heinz_aus_b

kulturgut sagte:
aber bei ökogläubigen ist der ruf nach der obrigkeit nie weit. schon heute sehen wir ja, dass der staat seine bildungshoheit missbraucht, um die kinder in den schulen mit einem wirren weltuntergangsaberglauben zu indoktrinieren, der in seinen psycholoigschen wirkungen tausendmal schlimmer sein muss als irgendwelche natürlichen klimaschwankungen.


Natuerliche Klimaschwankungen?! Du gehoerst also zu den letzten geschaetzen zehn, die das immer noch glauben. Das war Ironie, stimmts? Ach ja, wusstest Du, dass Darwin falsch gelegen ist. Das sieht man an diesem Gottesbeweiss: exp(i * pi) = -1. Hallelulia, wir sind gerettet!

der_ingenieur
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01.05.2008 - 11:56 Uhr
der_ingenieur

exp(i * pi) = -1

Hae? Den kapier ich nicht.

bauchgeburt
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01.05.2008 - 14:32 Uhr
bauchgeburt

gerade das erste mal entdeckt. aber bei allem pespekt was für ne scheiß-kolumne.

curious82
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01.05.2008 - 15:02 Uhr
curious82

Weil noch niemand diese ketzerische Frage gestellt hat: Wären alle Menschen Vegetarier, könnten, so lese ich hier und glaube es mal, 9 Mrd. Menschen ernährt werden. Wie viele wären es, wenn man Kaloriengrenzen knapp über dem Existenzminimum durchsetzen könnte? Was ist hier eigentlich das Ziel? Möglichst viele Menschen auf diesem Planeten unterzubringen oder denen, die hier leben eine Möglichkeit zu Freiheit und Selbstverwirklichung zu geben?

Klingt zynisch, insbesondere weil zu viele Menschen von einer annäherenden Selbstverwirklichung allzu weit weg sind, aber da hätte ich dann doch gerne mal eine Antwort drauf. Ist es der richtige Ansatz, bestimmte Konsumformen zu ächten, womöglich zu verbieten, um die Tragekapazität des Planeten zu erhöhen? Führte das nicht im Extremfall zu einer Gleichverteilung begrenzter Ressourcen unter einem Maximum an Menschen? Und wenn dieser Extremfall nicht erreicht werden soll, wer zieht wo die Grenze?

heinz_aus_b
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01.05.2008 - 20:41 Uhr
heinz_aus_b

curious82 sagte:
Weil noch niemand diese ketzerische Frage gestellt hat: Wären alle Menschen Vegetarier, könnten, so lese ich hier und glaube es mal, 9 Mrd. Menschen ernährt werden. Wie viele wären es, wenn man Kaloriengrenzen knapp über dem Existenzminimum durchsetzen könnte? Was ist hier eigentlich das Ziel?


Wenn ich dieses Argument benutzen wuerde, wuerde ich das tun um zu zeigen, dass die Lebensmittelknappheit durch eine vegane Weltbevoelkerung mit geringerem Aufwand ueberwunden werden kann. Es ist dabei nicht mein Ziel fuer mehr Menschen zu plaedieren. Heute sind hier schon mehr als genug.

MorbusBahlsen
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01.05.2008 - 20:45 Uhr
MorbusBahlsen

Wir können doch schon nicht alle 6,6Mrd Menschen ernähren, wie sollen wir da 9Mrd schaffen? Achso halt - wir wollen es nur nicht, Entschuldigung.

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01.05.2008 - 20:49 Uhr
MorbusBahlsen

der_ingenieur sagte:
exp(i * pi) = -1

Hae? Den kapier ich nicht.

Ich auch erst nicht. Aber der Punkt ist: Beweis oder Gegenbeweis um die vorher aufgestellte These zu verifizieren oder zu falsifizieren. Mangels Unwissen oder Wissen für viele nicht möglich.

heinz_aus_b
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01.05.2008 - 21:30 Uhr
heinz_aus_b

Also, der Gottesbeweis geht so: Wenn es eine Formel geben kann, die so schoen ist wie exp(i*pi)=-1 wie kann dann jemand an die Existenz eines Gottes zweifeln.
Vielleicht noch ausfuehrlicher: exp ist die Exponentialfunktion. Diese ist in der Natur sehr rege vertreten. i ist die imaginaere Einheit, d.h. sqrt(-1)=i. Pi ist die Kreiszahl, d.h. teilt man den Umfang eines Kreises durch seinen Durchmesser erhaelt man pi. Und -1: das ist das negative der natuerlichen Einheit. Seid ihr jetzt erleutchtet?

MorbusBahlsen
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01.05.2008 - 21:41 Uhr
MorbusBahlsen

Dem guten Euler wird so manches in die Schuhe geschoben... er soll an selber Stelle auch (x + y)^2 = x^2 + 2xy + y^2 als Gottesbeweis gebracht haben. Ebenso k = r^(1/2) / (1 - v/c). Nach all diesen Formeln folgt immer die Aussage - wenn das stimmt, dann gibt es Gott. Doch im "dann" liegt der Knackpunkt. Die Schönheit einer artifizialen Wissenschaft an sich als Gottesbeweis? Dass bestimmte, vom Menschen gewählte Zusammenhänge sich wieder zurück auf die ursprünglichsten Voraussetzungen des Systems zurückführen lassen? Nicht sehr einleuchtend für mich :)

heinz_aus_b
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01.05.2008 - 21:46 Uhr
heinz_aus_b

Wenn man sich mehr mit dieser Formel beschaeftigt kommt man (bzw. kam ich) darauf, dass sie nicht so artifizial ist, wie sie scheint. Was ich damit sagen moechte: eine ausserirdische Lebensform, die aehnlich beschraenkt ist wie der Mensch sollte ebenfalls diese Formal gefunden haben. Vermutlich stimmen die Symbole nicht ueberein ;-).

MorbusBahlsen
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01.05.2008 - 21:46 Uhr
MorbusBahlsen

Achja, ich vergaß noch das a + b / n = x zu erwähnen, auch das soll einer Euler's Beweise sein.

der_ingenieur
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02.05.2008 - 00:09 Uhr
der_ingenieur

Die Definition der komplexen exponentialfunktion war klar. Mir fehlte nur der Zusammenhang mit dem Vorschlag Eulers als Gottesbeweis. Ich sah es eher als menschengemachte Definition an, als goettliches hmm.. Geschenk?

Danke fuer die Erleuchtung (ha ha).

MorbusBahlsen
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02.05.2008 - 01:13 Uhr
MorbusBahlsen

heinz_aus_b sagte:
Wenn man sich mehr mit dieser Formel beschaeftigt kommt man (bzw. kam ich) darauf, dass sie nicht so artifizial ist, wie sie scheint. Was ich damit sagen moechte: eine ausserirdische Lebensform, die aehnlich beschraenkt ist wie der Mensch sollte ebenfalls diese Formal gefunden haben. Vermutlich stimmen die Symbole nicht ueberein ;-).

Und das fängt dann mit dem Symbol "1" an glaube ich, der Rest wird unter anderem Namen dann auch bekannt sein, sollte es diese außerirdische Form geben und sie uns zuerst finden oder schon längst gefunden haben :)

Digital_Data
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05.05.2008 - 03:17 Uhr
Digital_Data

Na da lese ich ja wieder viele Argumente. Die Antwortenden werfen dem Artikel Polemik vor und strotzen selbst nur so vor Polemik. Also fangen wir mal an:

1. Tiere sind notwendig für Dünger. Welch ein Quatsch. Es gibt Inseln ohne nennenswerte Tierwelt, die über eine reiche Pflanzenwelt verfügen. Im Gegenteil Pflanzen bringen ihren eigenen Dünger mit, z.B. Bäume das Laub oder eben Korn das Stroh. Nur weil wir diese Dinge (Stroh) weiterverwenden müssen wir mit anderen Düngern nachhelfen. Und natürlich wegen der Monokultur. Eine gesunde Mischkultur braucht keine Pestizide und keinen Dünger. Aber in dem man Bauern Lieferverträge aufdrängt, zwingt mna sie in die Monokultur.

2. Menschen sind Fleischfresser. Es ist bewiesen, dass Menschen ohne tierische Produkte überleben können. Veganer beweisen das jeden Tag, ob es die best mögliche Ernährung ist, sei danhin gestellt. Von rein fleischlicher Nahrung hingegen kann man sich nicht vernünftig ernähren, es kommt über kurz oder lang zu massiven Mangelerscheinungen. Fleisch sollte also wenn überhaupt ein Zu"brot" sein.

3. Füher war Fleisch nicht die regelmäßige Ernährung sondern es war etwas besonderes. Auch deshalb gibt es so Ausdrücke wie Sonntagsbraten.

4. Fische mit Mercedes zu vergleichen ist schon heftig. Das ein Fisch, der in einem Land gefangen wird und dort von Einheimischen verarbeitet wird, nicht von diesen bezahlt werden kann ist der Gipfel der Ausbeutung durch den westlichen Kapitalismus. Ich habe auch damals den Film auf arte gesehen, es mag sein, dass man manches sicher einer genaueren Betrachtung unterziehen müßte. Aber der angegeben Link, der alles widerlegen soll, zeigt nichts anderes als Vermutungen. Lieber puster, ich lese da:

"hält ... für nicht sehr zutreffend"

"Tatsächlich ist sich Seehausen nicht einmal sicher, ob ... "

"wahrscheinlich"

"Der Evolutionsbiologe Walter Salzburger von der Uni Konstanz, der die Artenentwicklung am Viktoriasee mit molekulargenetischen Methoden untersucht, hält es für möglich ... "

Also vernünftige Beweise oder gute Argumente hören sich anders an.

Was ich hier in den meisten Contra-Kommentaren lese ist der verzweifelte Versuch ein ausbeuterisches Leben, dass auf Kosten anderer geführt wird, weiterhin zu legitimieren. Ich will nicht Wirtschaftssysteme abschaffen oder unseren Wohlstand abbauen, aber es sollte möglich sein unseren Wohlstand und unsere Systeme zu halten und trotzdem dem Rest der Welt zumindest das Überleben zu ermöglichen. Alles andere erfüllt in meinen Augen mindestens den Straftatbestand des grob fahrlässigen Totschlags.

Digital_Data

salzkind
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06.05.2008 - 12:55 Uhr
salzkind

Meiner Meinung nach ist der Artikel, auch wenn sich einige über "Recherchefehler" mokieren, gut und wichtig, da er im Grunde nochmal daran erinnern will, dass es den meisten Leuten sch*egal ist, was sie essen. Hauptsache, es ist billig und schmeckt gut. Aber wie heisst es noch: "Man ist, was man isst" Nichts anderes. Deshalb finde ich reflektiertes Essverhalten nicht "erhobenes-Zeigefinger-Getue" oder rechthaberisch. Dieses ewige Lamentieren über die "Ökos" (Schublade auf), geht mir gehörig auf den Zeiger, es wird ja keiner gezwungen, sich gesund und nachhaltig zu ernähren. Wir leben ja zum Glück in einer Demokratie. Aber nachher darf sich keiner beschweren und sagen, man habe ja nichts gewusst.

fuerTiere
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30.05.2008 - 14:35 Uhr
fuerTiere

Ohne die massiven Futtermittelimporte aus der sog. "3. Welt" könnten die immensen Fleischberge nicht "produziert" werden. Gleichzeitig hungern die Menschen in den ärmeren Regionen der Welt. 40.000 Kinder sterben täglich, weil ihnen diese Pflanzennahrung fehlt, denn auf den landwirtschaftlichen Flächen dieser Regionen wird Getreide, Soja, Maniok u.a. angebaut, als Futtermittel in Industrieländer gebracht und zur "Veredelung" als Mastfutter verwendet.

Außerdem kann aus 10kg Getreide z.B. nur 1kg Rindfleisch "hergestellt" werden. Der Rest wird für die Lebenserhaltung des Tieres verbraucht. Direkt verwendet bieten Getreide und andere Feld- und Waldfrüchte also die 10-fache Menge an Lebensmitteln. Wer sich von Fleisch ernährt, verbraucht also viel mehr an Pflanzen als VegetarierInnen.


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